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Daniel Bosman über wie und in welcher Tiefe er seine potentiellen Investoren überprüft hat

Urban Gardening Startup-Gründer

über wie und in welcher Tiefe er seine potentiellen Investoren überprüft hat

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Daniel Bosman: „In der Phase, in der die Gespräche sich vertiefen mit Investoren & mit Business Angels, die man menschlich und von vom strategischen Fit her gerne an Bord holen möchte, würde ich jedem empfehlen, sich Referenzen von den Angels einzuholen. Welches Portfolio haben sie? Wo haben sie bisher investiert?

Das hat zweierlei Gründe: Das Eine ist, wenn du im Endeffekt im SAAS Bereich aktiv bist und eine App programmierst, die Menschen helfen soll im Alltag und dieser Angel hat bereits ähnliche Projekte, die nicht genau das gleiche machen, dann gibt es einen Synergieeffekt. Man kann davon ausgehen, dass dieser Angel bereits extrem viele Probleme in diesem Bereich behoben hat oder zumindest unterstützend war. Man kann auch diese Startups kontaktieren. Die werden vielleicht im Setup ähnliche Probleme gehabt haben und hier kannman herausfinden, ist dieser Angel aktiv oder eher passiv? Übernimmt er/sie auch gerne mal Mitverantwortung? Wie geht die Person damit um, wenn die Ratschläge nicht angenommen werden. Das ist auch extrem wichtig. Angels sind in der Regel extrem effiziente Menschen und sie sind sicherlich gewohnt, dass man ihre Ratschläge annimmt. Daher ist das auch spannend, was passiert, wenn man den eigenen Weg gehen möchte & was passiert wenn man Konflikte hat. Das gehört auf jeden fall zu einer guten Due Diligence dazu.“

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Fabio Hildenbrand
über wie seine Investoren ihn nach dem Fundraising unterstützen
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Fabio Hildenbrand: „Wir wählen unsere Investoren immer spezifisch für ihre Expertise aus. Dahingehend setzen wir Meetings mit den Teams oder dem Gründerteam auf, um mit den Investor*innen gemeinsam tiefer in die Themen einzusteigen, bei welchen sie sich gut auskennen.

Was das Thema Business Development angeht, je nach Expertise des Angels, formulieren wir Meilensteine. Beispielsweise, um das nächste Fundraising zu erreichen. Da prüfen wir auf welche Ziele wir hinarbeiten müssen, um für größere Investoren interessant zu sein.

Aber auch unsere privaten Events sind wichtig in puncto Unterstützung. Beispielsweise bei Teamevents tauschen wir uns oft mit unseren Investoren aus. Das Thema mentale Gesundheit und Work-Life-Balance sind hier ganz wichtig. Es ist schön, wenn man die ganze Zeit Vollgas geben kann. Aber irgendwann brauch man auch mal eine Pause. Gerade für junge Gründer*innen ist das ein Problem, wenn man gefühlt 7 Tage die Woche Gas gibt. Da vergisst man oft eine Pause einzulegen. Gute Investor*innen motivieren einen bewusst Pausen einzulegen.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
darüber, wie der zeitliche Anteil der einzelnen Gründer:innen im Fundraising verteilt ist
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Christian Ritosek: „Ich owne den Fundraising-Prozess und bin der Contact für die Investoren. Meistens ist es so, dass ich den ersten Pitch mache und ich versuche es immer so 80/20 zu machen. Also, dass ich 80 % zeitlich involviert bin und 20 % macht das Team.

Den ersten Pitch mache ich eigentlich alleine und dann gibt es ja noch eine zweite Session, in der man dann auf Product, Tech und Go-to-Market eingeht. Da hole ich dann das Team mit hinzu, sodass die Investoren in zwei Calls schon das gesamte Management kennengelernt haben.

Mit der Strategie waren wir immer sehr erfolgreich, jeder Investor hat gesagt, dass es auch sehr schön war, das gesamte Team in einem so frühen Zeitpunkt kennenzulernen.“

Agrar-Tech Startup-Gründer
darüber, wann und warum die Entscheidung zum Fundraising getroffen wurde
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Lasse Dumstrei: „Was war der Auslöser für uns, dass wir Venture Capital Kapital einsammeln wollten?
Tatsächlich ist unsere Geschichte so, dass wir uns erst mal konkret in dem Markt umgeschaut haben. Wie funktioniert der Markt und wie kann der Markt aussehen? Wie sind unsere Ideen? Da sind wir dann in eine Validierungsphase gegangen und haben erst mal getestet, wie der Markt wirklich funktioniert. Wie viel Geld steckt in dem Markt? Ist da überhaupt Interesse da? Wie viel Marge steckt hinter den Verkäufen?

Dann sind wir mit einem MVP gestartet. Das sag so aus, dass uns Landwirte eine Whatsapp Nachricht geschrieben haben und wir losgegangen sind und die Preise bei den Händlern verglichen haben. Wie liegen da die Preisunterschiede? Im nächsten Schritt war die Frage, ob immer der gleiche Händler am günstigsten ist. Irgendwann kam dann der Punkt, wo wir gesagt haben, dass wir jetzt unsere erste Plattform bauen und unser Kapital da reinstecken. Da haben wir Entwickler dafür bezahlt, die das für uns entwickelt haben. Im Anschluss daran haben wir geschaut, wie das jetzt weiter funktionieren kann und haben unser Online-Marketing aufgebaut.

Wir sind dann ins Fundraising gegangen, als wir gemerkt haben, dass wir es alleine zeitlich nicht mehr geschafft bekommen. Natürlich gehört es als Gründer dazu, eine 60-, 70- oder 80-Stunden-Woche zu haben. Am Ende des Tages investiert du ja auch jede einzelne Stunde in dein eigenes Baby. Das war so der Zeitpunkt, als wir gesagt haben, dass wir unsere ersten Mitarbeiter brauchen. Da haben wir die ersten Werkstudenten eingestellt, die uns da unterstützt haben.

Dann haben wir gemerkt, dass wir Personen eingestellt haben und dadurch noch mehr Nachfrage bedienen konnten. Dadurch hat sich für uns die Frage gestellt, ob wir das ganze jetzt mit Bootstrapping machen und fahren mit dem Fahrrad im ersten Gang oder schalten wir gleich in den fünften oder sechsten Gang. Also um auf den Metriken und Kanälen, die wir für uns festgemacht haben, unsere festgelegten und konkreten Ziele zu erreichen.

Unsere Mitbewerber hatten außerdem schon viel Geld eingesammelt und da wir die Letzten waren, mussten wir da eben auch viel Gas geben. Nicht nur um unsere Prozesse weiterzuentwickeln, sondern auch um eine starke Wachstumskurve haben. Das war für uns die Entscheidung und so sind wir ins Fundraising gestartet.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über den häufigsten Kritikpunkt von Investoren und darüber, wie er damit umgegangen ist
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Daniel Bosman: „Wir haben das Glück gehabt, nicht sehr viel Kritik zu unserer Geschäftsidee und zu unserem Geschäftskonzept zu erhalten. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir unsere eigene Due Diligence sehr gut gemacht haben. Dadurch haben wir wirklich Impact-fokussierte Angels mit an Bord geholt, die auch bereit sind, nicht nur klassisch SaaS zu machen. Denn das wäre für jeden Angel niedriges Risiko und relativ schnelle Verifizierung am Markt mit überschaubaren Aufwand für uns.

Mit der Entwicklung des Raumgartens, haben wir ein Produkt, was wirklich impact-relevant Lebensmittel zu Hause produziert. Das ist eine Challenge, da es sich um ein neues Produkt handelt, dass es so auf der Welt noch nicht gibt. Hardware schreckt aber auch viele Angels ab und dann auch noch als Zusatzkomponente der Impact. Mit unsere Produktidee legen wir den Fokus nicht komplett auf die Profitabilität und das so schnell wie möglich, sondern „Mission first, but business is also important“. Das ergibt für uns natürliche Vorteile, aber für einen Angel ist das auch ein erhöhtes Risiko.

Unsere Angels, die an Bord sind, gehen diese Reise mit uns zusammen. Sie stehen dahinter und wir haben einen Schulterschluss der uns vereint und das ist sehr wichtig. Du möchtest niemanden an Bord haben, der die ganze Zeit nach der „Cash Cow“ ruft, während du dabei bist ein Team richtig zu implementieren mit einem Purpose und einer Mission.

Wo wir Kritik erhalten haben ist, dass wir drei Gründer an Bord haben: Ein Gründer ist Softwareentwickler. Ich bin der Produktentwickler & CEO. Dann haben wir noch einen Gründer mit Robert der von „Infarm“ gekommen ist. Er ist fokussiert auf Pflanzen im Indoor-Bereich. Wir haben weder einen CMO, noch haben wir einen CFO. Wir haben keine Person die fürs Marketing oder die Financials zuständig ist. Dementsprechend ist der Bereich Buchhaltung und Marketing zwar durch uns abgedeckt, aber da können wir natürlich nicht in der Art und Weise performen, wie das der Fall wäre, wenn wir in diesem Bereich noch eine(n) Gründer*in mit an Bord hätten. Das ändert sich jetzt gerade und darauf sind wir auch sehr stolz. Wir haben jetzt zwei Angels mit dabei, die könnte man nachts um zwei Uhr wecken. Die wissen alles über Marketing und sie legen auch eine Messlatte an, indem sie sagen „Hey Jungs, wenn wir das jetzt hinkriegen wollen, dann müsst ihr in dem Bereich eure Sachen schnell auf die Straße bringen“. Wir haben natürlich auch noch ganz viele andere Sachen zu tun, aber die Challenge nehmen wir an und das schaffen wir auch.“

Tom Josczok
darüber, was Gründer für den Impact tun können, ohne Anteile abzugeben
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Tom Josczok: „Entscheidend ist die Einstellung der Gründer:innen, mit welcher intrinsischen Motivation gehen sie heran und aus welcher Motivation heraus gründen sie das Startup. Wenn die Motivation in einer sozialen oder ökologischen Verbesserung liegt, dann ist auch der Impact im Kern des Startups verankert.

Dann beschäftigt man sich von Anfang an intensiver mit Impact Themen und gibt dem ganzen auch mehr Raum. Es ist auch entscheidend, sich für die Themen entsprechend Zeit zu nehmen, es kommt nicht von alleine.

Auch mit unserer Lösung kommt der Impact nicht einfach outgesourct dazu, sondern es ist dieser erste Schritt.

Entscheidend ist auch hier von Anfang an, wenn ich mich mit dem Businessplan beschäftige, nicht nur auf die Profite und direkte Kunden zu konzentrieren, sondern auch, welchen Nutzen ich für andere schaffen kann. Welchen Einfluss kann man auf die Mitarbeiterkultur haben und wie gehen wir mit Mitarbeitern um? Das sind auch schon Punkte, die man Schritt für Schritt angehen kann, um den Impact zu etablieren.

Außerdem kann man sich mit dem CO2 Ausstoß beschäftigen. Jedes Startup produziert CO2 und wie kann man den so gering wie möglich halten. Das ist auch ein Thema, mit dem sich Startups beschäftigen sollten.

Wenn man als Gründer:in noch nicht weiß, wie man anfangen soll und noch nicht bereit ist, Anteile abzugeben, dann bieten wir auch eine Community aus Gleichgesinnten, die wir untereinander vernetzen und wo sich die Leute auch austauschen und voneinander lernen können.

Wir vernetzen die Gründer:innen untereinander und mit Investor:innen, um auch sicherzustellen, dass es ein guter Weg und die richtige Entscheidung ist. Um auch voneinander zu lernen und zu sehen, was andere Startups schon machen. Was kann ich mir da auch abschauen und wie können wir die Community dazu nutzen, alle voranzubringen.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
darüber, wie wichtig Transparenz gegenüber den Investoren ist
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Stephen Voss: „Dirk und ich glauben an die maximale Transparenz. So haben wir es immer aufgebaut. Das ist vielleicht ein Modell, dass nicht zu jedem passt. Für uns war es aber von Anfang an wichtig, ehrlich, authentisch und transparent rüberzukommen. Wir haben keine Show vorgespielt und das sind wir auch nicht.

Es gibt Leute, die mit einer starken Persönlichkeit mit jedem Produkt durch jeden Pitch rennen können. Das sind ganz starke Verkäufer-Persönlichkeiten. Wir wollten von Anfang an einen unheimlich modernen, technisch basierten, digitalen Versicherer aufbauen, aber immernoch einen Versicherer. Das ist eine klassische Sparte, auch wenn wir alles ganz modern und digital machen.

Dazu gehört beim Versicherer auch dazu, dass er reguliert ist und daher verbietet es sich für uns von vornherein schon die Show. Das ist bei einem Versicherer nicht passend. Ein Kunde möchte zwar ein modernes Antlitz, ein tolles Interface und Kommunikation. Aber er möchte eigentlich nicht belabert werden und irgendwas vorgegaukelt bekommen.

Aus dem Grund ist es mir sehr wichtig, authentisch zu sein, auch wenn man einen Dialekt hat, den nicht zu unterdrücken. Das macht keinen Sinn und es fällt auf. Da möchte ich jetzt auch alle ermutigen, die einen Dialekt haben, nutzt den. Der macht charmant, der macht authentisch und echt.

Deswegen einfach nett und freundlich rüberkommen und nicht versuchen, etwas zu sein, was man nicht ist. Ich denke da immer an den Song “The Great Pretender” von Freddie Mercury. Pretenden ist halt nicht, am Schluss kommt es raus.

Es kommt sicher auch auf die Branche an. Wir sind in einer sehr zahlgetriebenen Branche und da lässt sich keine Show abziehen. Am Schluss zählen die Ergebnisse. Man darf auch nicht vergessen, dass es auch Meilensteine mit den Investoren gibt, die man erreichen muss.

Wenn ich in einem Pitch etwas erzähle, was ich nicht erreichen kann, wird es mich später einholen, weil sich der Investor sehr gute Notizen macht. Im Zweifel gibt es ein Agreement, wo schon Meilensteine drinstehen. Dann reißt man die Meilensteine und das ist sehr schmerzhaft, bishin zum Verlust der eigenen Idee.

Da kann ich nur darauf hinweisen, dass man im Pitch nicht übertreiben sollte. Da sollte man transparent sein, weil sonst steht da ein Meilenstein im Vertrag, den man nicht erfüllen kann.“