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Daniel Bosman über wie und zu welchem Grad er Investoren-Feedback in sein Pitch Deck, Geschäftsmodell und Fundraising-Strategie heinfließen lassen

Urban Gardening Startup-Gründer

über wie und zu welchem Grad er Investoren-Feedback in sein Pitch Deck, Geschäftsmodell und Fundraising-Strategie hat einfließen lassen

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Daniel Bosman: „Das Pitch Deck ist für mich das „Schweizer Taschenmesser“. Du wirst immer wieder erleben, dass du mit Angels sprichst und du merkst der Fokus und die Geschäftsausrichtung von diesem Angel, aufgrund der Startups in die er/ sie schon investiert hat, aber vor allem die Businesses, in denen er/ sie bereits selbst unterwegs waren, erfordern noch mal ein anderes Tool.

Ich bin der Meinung, es ist illusorisch ein Pitch Deck zu machen, was für alle Angels passt. Das würde ich einfach auch nicht empfehlen. Irgendwann merkst du, du hast einfach viel zu viele Slides in deinem Deck. Was ich empfehlen würde ist, dass Ganze mit dem Intro Deck zu starten. 6 bis 7 Slides, mehr sollte das nicht beinhalten. In diesen Slides sollte präzise und schnell auf die wichtigsten Themen der Geschäftsidee eingegangen werden, als auch auf die Gründer*innen.

Meine Erfahrung ist, dass ein Pitch Deck mit einem Blumenstrauß vergleichbar ist: So wie verschiedene Blumen gesamtheitlich einen schönen Blumenstrauß ergeben, fügen sich einzelne Slides zu einem verständlichen Pitch Deck zusammen. Das eine hierbei ist natürlich die Idee, das andere ist das Team. Ganz wichtig ist das Timing, warum die Idee jetzt mit diesen Gründer*innen performen wird. Auch noch andere Sachen sind relevant, wie beispielsweise die Finanzen und die Profitabilität.

Wenn die ersten drei Punkte überzeugend sind, dann wirst du auch mit dem Angel /den Angels, mit denen du sprichst, so viel Erfahrung machen, die du dann wieder einfließen lassen kannst.

Ich selbst habe zum Beispiel drei Pitch Decks: Das eine ist ein Intro Deck. Das andere ist ein ausführlicheres Deck. Dieses hat 20 Slides, da unsere Geschäftsidee nun mal auch diese Präsenz benötigt. Und dann haben wir nochmal ein Deck, welches nur auf die finanziellen Sachen eingeht, welche man am Anfang vielleicht nicht direkt teilen möchtest.“

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Janosch Kühn
über die Wahl des Startup-Standortes
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Janosch Kühn: „Ich glaube schon, dass sich das ein bisschen geändert hat. Als wir vor 6–7 Jahren angefangen haben, in Karlsruhe zu gründen, war das noch wichtiger als jetzt. Heute gibt es ja Zoom und alles. Damals gab es nur Skype und das hat nicht gut funktioniert.

Da hat sich viel an den Tools geändert, aber auch an der Bereitschaft. Damals waren für uns Video-Calls ganz komisch und heute ist es der Standard. An vielen Stellen hat sich da viel getan und deshalb ist der Standort auch weniger wichtig geworden.

Innerhalb von Deutschland war da meine Denkweise, dass, je größer die Stadt, desto besser. Ob es jetzt Berlin oder München ist, da kommt es wahrscheinlich eher auf das Thema an. Ich glaube, es hilft einfach in der Nähe von Firmen zu sein, die in einem gleichen Gebiet tätig sind.

Global betrachtet müsste man sich anschauen, wie die rechtliche Seite aussieht. Wie ist da die Unterstützung von Startups? Da gibt es auch große Unterschiede zwischen Ländern, aber ich glaube, für die meisten Gründer ist es auch ein zu großer Schritt zu sagen, dass sie jetzt von Berlin nach San Francisco ziehen. Von Karlsruhe nach Berlin zu ziehen, ist da einfacher.

Aber natürlich gibt es Orte, an denen es besser ist, zu gründen. Da ändert sich aber auch viel und es ist hier auch viel einfacher geworden zu gründen, als noch vor 6–7 Jahren.

Ich würde behaupten, dass Berlin schon einiges einfacher gemacht hat. Gaming ist auch sehr international und 50 % unserer Leute haben kein Deutsch gesprochen. Wenn man in Karlsruhe essen geht, dann gibt es noch nicht mal eine englische Menükarte. Für solche Leute ist es dann schon schwierig, nicht in Berlin zu sein, wo einfach jeder Englisch spricht.

Außerdem ist es einfach jemanden aus dem Ausland nach Berlin zu holen, als jetzt zum Beispiel nach Karlsruhe. Natürlich sind auch Partnerunternehmen da. Apple, Google sitzen ja alle in Berlin. Ich glaube, wir sind jetzt nicht nur durch Berlin erfolgreich geworden, aber es hat uns natürlich auch sehr in die Karten gespielt.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über den besten Rat zum Thema Fundraising
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Christof Weidl: „Das größte Learning ist eigentlich das Durchhaltevermögen und das wirst du meiner Meinung nach nur erhalten können, wenn du in einem ununterbrochenen Austausch mit deinem Team bist. Das heißt, dass was uns wirklich dazu gebracht hat und dass wir am Ende des Tages auch einen Erfolg verzeichnen konnten, war ganz klar das Team.

Es wird viele blöde Situationen geben und das Team spürt es auch, wenn es dir nicht so gut geht und du mit Augenringen ins Meeting kommst. Da solltest du offen mit deinem Team in die Diskussion gehen und dann wirst du daraus viel Energie ziehen und das Team gut am Laufen halten und ein wir Gefühl erzeugen.

Das ist ein Rat, den ich gerne gehört hätte, den hat mir aber niemand gesagt. Wenn du mit anderen Gründern sprichst, dann ist es eigentlich ein Gefühl, was du mit ihnen teilst.“

Maika Kupfer
darüber, was sie anderen Startups empfehlen kann
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Maika Kupfer: „Was können wir anderen Startups empfehlen?
In jedem Fall sollte man frühzeitig viel probieren, viel testen und nachfragen. Das ist auch unser Credo, nicht denken, sondern fragen. Nicht vermuten oder glauben, was der Kunde denkt und sich wünscht, sondern konkret nachfragen, Feedback einholen und das Produkt nach dem Kunden ausrichten und optimieren.

Außerdem sollte man schon von Anfang an mit Marketingstrategien anfangen, Marketing betreiben und erste Kunden gewinnen. Zudem mit den Erfahrungen, die man mit den ersten Kunden macht, das Produkt stetig weiterentwickeln. Das ist auf jeden Fall auch ein Learning, was wir mitgenommen haben und das wir so definitiv weitergeben können.

Frühzeitig viel probieren und mit Marketing anfangen und immer am Kunden ausrichten!“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über seine Erfahrungen mit Förderungen
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Daniel Bosman: „Es gibt eine spannende Wechselwirkung zwischen externem Kapital, welches über Angels oder VCs reinkommt und staatlichen Förderungen.

Ich persönliche habe im Fundraising festgestellt, dass wenn ich mich gut auf potenzielle Fördergelder vorbereite, dann klappt das auch im Regelfall. Beispielsweise denke ich hier an die Wirtschaftsförderung Brandenburg, insbesondere an Ulrike Wohlert, die uns sehr früh auf Fördermittel aufmerksam gemacht hat. Deswegen haben wir unter anderem auch in Brandenburg gegründet.

Es ist möglich, zBsp. relativ unkompliziert ein Fördergeld von 100k€ für innovative Firmen zu beantragen. Damit kann man wiederum auf die Angels zugehen und sagen Investiere 100k€ und wir machen aus jedem Euro 2€, da wir die Investitionssumme durch das Fördergeld verdoppeln können.

Es gibt viele spannende Fördermittel, da gibt es zBsp. ProFIT, es gibt ZIM, alle sind hierbei zwischen leicht und aufwändig zu erlangen. Das ist für Investoren ein starker Hebel. Zeitgleich ist das für diese auch das Signal, dass du als Gründer*in das „Spiel“ verstehst. Du holst das Geld rein und vervielfachst das mit den Fördermitteln.

Bei Fragen könnt ihr euch auch gerne an mich wenden. Ich empfehle es aber in jedem Fall zu verstehen, dass es da unterschiedliche Wege und Mittel gibt, Kapital für das Unternehmen zu sichern.“

Jonathan Spitz
über Tipps für den Sales-Prozess
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Jonathan Spitz: „Man sollte wirklich jemanden haben, der den Vertrieb beherrscht. Das ist wirklich ein ganz anderes Gebiet, als irgendetwas technisch zu entwickeln. Früher haben wir alles zusammen gemacht. Jetzt machen wir es so, dass Timur die erste Online-Demo macht und ich dann die eigentliche Optimierung übernehme.

Ein guter Tipp ist noch, dass man nicht versuchen sollte zu erraten, was der Kunde denkt oder warum er vielleicht nicht kauft. Da ist die beste Lösung, einfach nachzufragen. So kann man es lernen und verstehen. Vielleicht muss ich mich ändern und ein anderes Segment anstreben und versuchen dort zu verkaufen.

Wenn man keine Fragen stellt, dann kann man nicht lernen und keine Anpassungen vornehmen.“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
darüber, welche Kanäle am erfolgreichsten für die Investorensuche sind
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Simon Lohmüller: „Es hat überhaupt nicht funktioniert, wenn wir selbst Investoren angeschrieben haben. Wir haben das versucht und ca. 20-30 VCs angeschrieben. Bei den meisten haben wir keine Antwort bekommen. Auf der Webseite der VCs kann man häufig irgendwelche Kontaktformulare ausfüllen und das Pitch Deck hinschicken.

Letztendlich muss man aber immer bedenken, dass nur das Pitch Deck und der erste kurze Eindruck darüber entscheidet, ob ihr einen ersten Call bekommt oder nicht. Das hat bei uns überhaupt nichts gebracht.

Was bei uns viel besser funktioniert hat, waren Empfehlungen von einem Investor auf einen anderen Investor. Oft haben wir auch die Rückmeldung bekommen, dass ein Investor gesagt hat, dass wir nicht in sein Portfolio passen, aber er jemanden Passendes kennt. So kam die Empfehlung zustande und das ist immer ein tolles Eintrittstor.

Außerdem hat uns BayStartUP sehr gut unterstützt. Die haben ein sehr großes Investoren-Netzwerk. Über BayStartUP sind wir auch auf die VentureCon gekommen, eine Investorenkonferenz, wo man Kontakte knüpfen konnte. Außerdem haben wir von BayStartUP einen großen Pitch organisiert bekommen, vor knapp 20 Business Angels.

Das Netzwerk von BayStartUP bekommt das Pitch Deck von vielen Startups zugeschickt und die Business Angels können dann vorher überlegen, ob sie sich in den Call mit reinsetzen wollen oder nicht. So erhält man eine große Reichweite, weil man gleich mit 20 Investoren redet.

Im Nachgang kommen dann doch einige Business Angels auf einen zu, die diese Gespräche noch einmal vertiefen wollen.

Das Pitch Deck ist wirklich nur ein erster kurzer Eindruck und da spielt das Team eine große Rolle. Die Investoren wollen das Team hinter dem Startup kennenlernen und das geht nicht nur durch ein Pitch Deck. Das kalte versenden von Pitch Decks hat uns beim Fundraising nicht geholfen.“