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Dr. Daniel Fallscheer darüber, welche weiteren Unterlagen die Investoren außer dem Pitch Deck sehen wollten

Digital Health Startup-Gründer

darüber, welche weiteren Unterlagen die Investoren außer dem Pitch Deck sehen wollten

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Dr. Daniel Fallscheer: „Ich bin da vielleicht etwas unorthodox rangegangen. Zum Beispiel habe ich am Anfang nie das Pitch Deck geschickt. Ich habe das nur Voice-over gemacht und wir haben dann das Deck im Nachhinein geschickt. Wir haben ein klassisches Investor Deck gehabt, was man auch eher lesen kann, deshalb haben wir es danach geschickt. Wir haben es manchmal länger oder kürzer geschickt, wir waren da variabel.

Den Businessplan haben wir auch erst später verschickt bzw. in den Datenraum gepackt, nachdem es einen detaillierten Call gab. Die Due Diligence war bei uns später auch eher kurz und knackig, in wenigen Wochen.

Man braucht ein sehr gutes Pitch Deck, man muss die Story aber auch ohne Deck präsentieren können. Das sollte in 3-5 Minuten gehen, innerhalb eines kernigen Pitches und einer kurzen Vorstellung. Das Pitch Deck kann man auch danach noch rausschicken, dann hat man die Investoren am Ohr und nicht auf irgendwelchen Folien.“

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Madeleine Heuts
über die wichtigsten Punkte bei der Wahl der Rechtsform
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Madeleine Heuts: „Das erste wichtige Thema ist immer die Auswahl der richtigen Rechtsform. Das klingt immer so banal, aber es kommt immer darauf an, was man eben vor hat. Es macht einfach Sinn für die Situationen eine gewisse Struktur zu wählen. Ein f**k-up, dass vielen Gründern häufig passiert ist, dass sie mit einer GbR anfangen. Auf den ersten Blick sieht es nach wenig Arbeit aus, aber wenn man schon Umsätze generiert hat, ist es gar nicht so einfach, in eine GmbH zu wandeln.

Aus juristischer und steuerlicher Perspektive musst du die Firma, die es schon gibt, einbringen in die GmbH als neue Firma. Man muss es sich so vorstellen, dass du vorher als Person ziemlich stark gebunden warst und das Unternehmen repräsentiert hast. Eine Kapitalgesellschaft (GmbH) ist hingegen eine ganz eigene Rechtspersönlichkeit. Man kann es sich so vorstellen, dass die Firma dann einverleibt wird.

Das Problem dabei ist, dass du einen Steuerberater und einen Anwalt brauchst, der das Ganze gut für dich aufsetzt. Da können auch höhere Kosten entstehen, als wenn du direkt mit einer GmbH gestartet hättest. Wenn man eh weiß, dass man bald eine GmbH gründen wird und Investoren reinnehmen will, dann sollte man auch gleich eine GmbH machen.

Was viele auch nicht wissen, ist, dass man gar nicht die vollen 25.000 Euro zu Beginn einzahlen muss. Man kann auch schon mit 12.500 Euro starten, da muss man nur beachten, dass man für den Rest, der noch nicht eingezahlt ist, erst mal persönlich haftet. Das ist aber auch eine gute Möglichkeit, wenn man am Anfang noch nicht so viel hat. Nicht jeder startet ja aus einem Vollzeitjob aus einer riesigen Beratung.

Viele Haben auch Angst vor dem bürokratischen Aufwand. Man muss natürlich eine ganz andere Buchführung machen, wenn man eine GmbH hat. Das ist immer so eine Einzelfallentscheidung, ob man die Buchhaltung vielleicht am Anfang lieber selber machen will. Man kann sich natürlich auch einen guten Steuerberater suchen, dem man sehr viel zuarbeiten kann, um die Kosten niedriger zu halten.

Viele möchten am Anfang natürlich erst ihre Idee testen. Das heißt, dass nicht jeder sofort mit einer GmbH loslegen sollte. Ich glaube aber gerade wenn man weiß, dass Investoren dazukommen sollen, ist natürlich eine GmbH ein guter Schritt, weil man sich Gedanken darüber gemacht hat, welche Vertragskonstellationen man haben will. Bei einer GbR braucht man ja gar keinen schriftlichen Gesellschaftsvertrag. Das bedeutet, dass viele einfach mal loslegen und sich nicht überlegen, was jeder einbringen soll. Zum Beispiel an Know-how und an Zeit, das ist auch wieder ein großes Thema zwischen den Gründern.

Wenn man es nicht schriftlich festlegen muss, dann machst du es auch meistens nicht. Das ist gut bei einer GmbH, weil man da einen Gesellschaftsvertrag machen muss und du musst dir auch Gedanken darüber machen, wie es ausgestaltet werden soll. Das ist natürlich auch eine gute Hilfestellung, weil viele noch gar nicht wissen, an was sie alles in einem Gesellschaftsvertrag denken müssen. Da geht es ja nicht nur um die Verteilung der Anteile, sondern auch, wer wie viel Geld einbringt, welche Meilensteine sind da vielleicht auch dran gekoppelt, wer welche Verantwortungsbereiche hat und das sind auch wichtige Punkte, um Streit zu vermeiden.“

Lüder Brüggemann
über Tipps für das Marketing
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Lüder Brüggemann: “Tipp: Zielgruppenbesitzpartner.

Was ist ein Zielgruppenbesitzpartner?
Schau doch einfach mal, welche Firma, welches Startup, welche Brand hat die gleiche Zielgruppe wie dein Startup. Es sollte natürlich kein Mitbewerber sein, sondern komplementär sein. Schau doch mal, ob du mit dieser Person oder Brand ins Gespräch kommst und ob ihr gemeinsam etwas auf die Beine stellen könnt.

Du hast vielleicht noch keine Reichweite, aber dein Zielgruppenbesitzpartner hat schon eine Reichweite. Schau doch mal, was du für einen Mehrwert für deinen potenziellen Partner geben kannst, um dieser Zielgruppe vorgestellt zu werden.

Ein Beispiel: Du verkaufst Fitness-Equipment und startest jetzt damit. Dann macht es natürlich keinen Sinn, mit einem anderen Fitness-Equipment-Hersteller zu sprechen, sondern schau doch mal, ob du jemanden findest, der zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel für Sportler herstellt. Schreibt den an und schau, ob ihr irgendwas zusammen machen könnt.

Zum Beispiel ein gemeinsames Gewinnspiel oder eine Rabattaktion. Wichtig ist nur, dass du für deinen Partner und dessen Zielgruppe einen Mehrwert schaffst. Aus meiner Erfahrung sind andere Unternehmen dazu bereit, mit dir zu kooperieren.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über seine größten Learnings im Fundraising
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Christof Weidl: „Unsere Learnings aus dem Fundraising und was hätten wir an manchen Stellen schneller und effizienter machen können. Einerseits das Thema Vorbereitung und dass wir uns schon vorher feste Termine in unserem Zeitplan hätten blocken müssen. Dass man dieses Thema als einen festen Bestandteil des Alltags ansieht, das muss gemacht werden.

Dann sollte man aber auch im Vorfeld einen ganz genauen Plan machen und sich festlegen, bis wann man welche Feedbacks eingesammelt haben will. Zum Beispiel zum Pitch Deck, welche Zahlen wollen VCs sehen und wie soll der Businessplan aussehen.

Wenn wir das alles vorbereitet hätten und uns das dann auch Sicherheit gegeben hätte, dann kann man das Thema sehr geballt angehen und die VCs einen nach dem anderen ansprechen. Am besten wirklich 3–4 Termine pro Woche machen und das hätte uns am meisten Zeiteffizienz gebracht.“

Janosch Kühn
über die Nachteile von Bootstrapping
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Janosch Kühn: „Wenn es beim Bootstrapping knapp mit dem Geld wird, kann man versuchen, doch auf die Suche nach Investoren zu gehen.

Eine andere Möglichkeit ist sehr hart, weil man die Kosten runterfahren muss. Kosten runterfahren ist meistens leichter als schnell neues Geld zu generieren, denn wo soll plötzlich neues Geld herkommen?

Dann heißt es: Leute entlassen, Marketing einstellen und sowas kann zu einer tödlichen Spirale werden. Wenn Leute entlassen werden, kann es auch die Motivation der übrigen Mitarbeiter nach unten drücken und das ist eine sehr gefährliche Situation für ein Startup.

Wenn das Bootstrapping nicht funktioniert, würde ich den Gründern raten, eine Runde zu raisen.“

Business Angel Maximilian Fleitmann
über die Product Slide
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Maximilian Fleitmann: „Ich würde in der Solution Slide noch nicht so viel vom Produkt vorwegnehmen. Da würde ich alle Features rauslassen. Zur Veranschaulichung ein Beispielproblem: Wir haben im Unternehmen ganz viele Verträge irgendwo unstrukturiert rumliegen. Dazu wollen wir jetzt eine Lösung bauen. Die Lösung wäre: Wir bauen eine SaaS-Software, mit der wir das Vertragsmanagement in Unternehmen vereinfachen. Das würde auf die Solution Slide kommen.

Dann springen wir rüber auf die Product Slide. Da kann es dann um die Features gehen. Also viel mehr Details in der Product Slide. Ich probiere da immer 3 Fragen zu beantworten:

1. Wie funktioniert das Produkt?
2. Wie fühlt sich das Produkt an?
3. Wie sieht das Produkt aus?

Dabei muss man wirklich sagen, dass es eine große Wirkung hat, wenn man mit einem cool designten Produkt um die Ecke kommt. Das war vor einigen Jahren noch anders, aber wenn du im Pitch Deck schon erste Mockups zeigen kannst, ist es echt cool.

Ich habe aber auch schon oft gesehen, dass auf 4-5 Slides Produkt Mockups gezeigt werden. Für mich gilt hier auch das Prinzip, je weniger, desto besser. Ich habe ja die Möglichkeit das Produkt auf 1-2 Slides zu zeigen und dann würde ich einen Link einbinden, zu einer Seite mit einem Walkthrough Video. Das kommt gerade sehr gut an. Oder die restlichen Product Mockups in den Anhang einbinden. Dann kann der Investor selbst überlegen, ob er noch mehr Zeit für das Pitch Deck verwenden will oder nicht.

Wir wollen auf keinen Fall, dass der Investor von zu vielen Product Slides genervt wird und dann vielleicht die Traction Slide oder Team Slide gar nicht mehr anschaut.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über die Wichtigkeit von Transparenz gegenüber Investoren
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Christian Ritosek: „Ich kann nur sagen, dass man 100 % transparent sein sollte. Man sollte auch keine Leichen im Keller haben. Abgesehen davon, dass man Garantien in den Funding-Verträgen abgibt.

Mit einem Investor geht man wie eine Beziehung ein. Jede Beziehung kann nur funktionieren, wenn man offen, transparent und ehrlich ist. Man sollte natürlich in den Pitches verkaufen können, aber nicht lügen. Man sollte auch offen und ehrlich mit Fu**-Ups umgehen, weil in einem Startup nie alles rund läuft.

Investoren verstehen das, und im Idealfall sind es Learnings, die man gemacht hat. Investoren wollen auch gerne sehen, was die Gründer:innen aus Fehltritten in der Vergangenheit gelernt haben.

Mein Tipp ist: Seit 100 % transparent!“