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Dr. Matthias Brendel darüber, warum ein sauberer Cap Table wichtig ist

Impact Startup-Gründer

darüber, warum ein sauberer Cap Table wichtig ist

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Dr. Matthias Brendel: „Wenn man jetzt wie wir 20 Investoren hat, dann ist es natürlich wichtig, dass es nicht zu zerfleddert aussieht. Genau deshalb haben wir dieses Pooling Agreement schon vorbereitet. Das heißt, alle Business Angels haben schon zugestimmt, dass sie sich poolen lassen, wenn sie weniger als 2 % am Unternehmen halten. Das sind im Endeffekt alle, bis auf zwei, die darunter fallen.

Wenn jetzt ein großer VC dazu kommt, dann sieht er, dass er die drei Gründer und zwei größere Investoren vor sich sitzen hat, worunter einer der Poolsprecher ist, der noch alle kleinen Investoren vertritt.

Das ist für einen großen Investor natürlich deutlich attraktiver, als wenn er weiß, dass da 20 Leute mit am Tisch sitzen, die teilweise nur 0,1 % ausmachen, aber bei allem mit quatschen dürfen. So kann es passieren, dass die Diskussionen sehr lange dauern.

Aus dem Grund ist es wichtig, dass der Cap Table aufgeräumt ist und das heißt, dass die Gründeranteile sauber verteilt sind, dass kleinere Business Angels gepoolt sind, damit nicht zu viele Menschen am Tisch sitzen und klar ist, wer welches Stimmrecht hat.“

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Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
über die Vor- und Nachteile von VCs
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Dr. Daniel Fallscheer: „Die VCs haben eine sehr große DNA, wie man sehr schnell skalieren kann. Die verstehen Technologie, wir sind ein HealthTech Unternehmen, wir sind Service und Technologie getrieben. Das verstehen die VCs am besten und da kann man auch sehr viele Learnings über deren Portfolios herausziehen. Man denkt immer, dass man sehr unique darin ist, was man tut. Vor Kurzem habe ich jemanden getroffen, der das Gleiche wie wir macht, nur mit Hotelbetten.

VCs sind sehr stark darin, branchenübergreifend zu schauen, wer ähnliche Geschäftsmodelle und Lösungen hat. Dann ist Healthcare vielleicht gar nicht so anders und da ist VC aus unserer Sicht das, was am besten funktioniert. Die sind bei Investitionsentscheidungen auch nicht emotional. Ein Business Angel ist hingegen sehr emotional und ein Corporate verfolgt eher ein strategisches Ziel.

Wir wollen unser Unternehmen eigenständige sehr lange betreiben, bis zum IPO oder Ähnliches. Deswegen sehen wir auch, das ein VC uns das am einfachsten ermöglicht. Wir sehen nicht den strategischen Case, den gibt es mit Sicherheit, aber unsere Motivation liegt in der Eigenständigkeit.“

Madeleine Heuts
über welche Themen ein Startup am Anfang Rechtsberatung braucht
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Madeleine Heuts: „Ich würde es ein bisschen Differenzieren in:

1. Womit sollte ich mich rechtlich beschäftigen?
2. Wofür sollte ich Beratung auch wirklich in Anspruch nehmen?

Sehr viel kann und sollte man sich selbst aneignen, damit man ein guter Unternehmer sein kann. Man sollte verstehen, wie geistiges Eigentum funktioniert und man sollte verstehen, welche Firmenkonstellationen man braucht und hat. Das kann sich natürlich auch privat auswirken.

Zum Beispiel ist bei einer GbR das Thema Haftung superwichtig, weil man mit dem kompletten Privatvermögen haftet. Da muss man einfach ein Grundwissen haben und man kann es nicht einfach einen Anwalt machen lassen.

Das Gleiche gilt für die Geschäftsführung. Viele denken, dass sie bei der GmbH aus der Haftung raus sind, aber man hat als Geschäftsführer auch eine gewisse Haftung. Dementsprechend sollte man bei dem klassischen Fall Insolvenzverschleppung aufpassen. In viele Themen kann man sich reinarbeiten, reinlesen und aneignen. Das ist einer der Gründe, warum wir unsere Academy gebaut haben und da alles lernen kann.

Da kann man sich sehr gut reinfuchsen und dann sollte man schauen, was Themen sind, die besonders sind. Ist das Gründerteam zum Beispiel zu dritt und einer ist verheiratet? Dann wisst ihr schon mal, dass eine zusätzliche Gesellschaftervereinbarung sehr sinnvoll ist. Haben wir da noch andere Sonderwünsche, die wir da reinhaben wollen?

Bei den individuellen Fällen sollte man sich mit einem Anwalt unterhalten. Auch wenn man jetzt sagt, dass man Investoren mit reinnehmen will. Es gibt natürlich das klassische Wandeldarlehen, dass 80 % der Leute nutzen. Wenn ein Investor jetzt aber beispielsweise zusätzliche Anteile für Sonderleistungen haben will, die er sich erarbeiten kann, da macht es auch Sinn, sich einen Anwalt dazuzuholen. Bei solchen Sachen würde ich aber auch immer vorsichtig sein, weil meiner Meinung nach es für Business Angels dazu gehört, sich einzubringen.

Ein Anwalt kann natürlich auch für einen verhandeln und die Gründer vertreten, der auch den “Bad Cop” spielen kann. Eigentlich wollen die Gründer ja ein gutes Verhältnis zu den Investoren, da kann man den Anwalt natürlich ganz gut vorschicken und der derjenige ist, der ganz kritisch fragt. Es ist natürlich auch eine strategische Entscheidung, einen Rechtsberater dazuzuholen. Der bringt bestimmte Mehrwerte mit.

Die Markenanmeldung kann man auch sehr gut einfach machen, wenn der Name noch nicht vergeben ist. Da muss man aber auch sehr ordentlich recherchieren.

Ansonsten kommt es natürlich auf das Produkt an. Wenn ihr beispielsweise ein FinTech seid, dann solltet ihr ganz genau checken, ob ihr eine Lizenz braucht, um überhaupt Finanzdienstleistungen anbieten zu können. N26 braucht eine Bankenlizenz und das kann ein paar Jahre dauern, bis man die bekommt.

Die Spezifika für das Produkt, was man darf und was man nicht darf, ist direkt am Anfang entscheidend.“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
darüber, wie er sich auf das allererste Investoren-Gespräch vorbereitet hat
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Simon Lohmüller: „Grundsätzlich muss man sagen, dass die ersten Investoren-Gespräche, die wir hatten, die waren noch sehr locker. Es war zu einem sehr frühen Zeitpunkt, wo wir eigentlich noch nicht wirklich mit dem Fundraising gestartet haben. Deshalb war die Vorbereitung am Anfang auch sehr gering.

Wir sind da sehr offen in die Gespräche reingegangen und haben es eher als lockeren Austausch gesehen. Wenn es dann wirklich in die Richtung ging, dass wir den Pitch halten sollten, vor dem internen Team des Investors, dann hat man sich schon sehr intensiv darauf vorbereitet.

In diesen Pitch ist dann sehr viel Arbeit eingeflossen, man hat den natürlich einige Male vorher durchgesprochen, man hat den vor Kollegen gehalten, man hat sich überlegt, was falsch rüberkommen könnte und hat da schon geschaut, dass die Inhalte einfach stimmig sind und nichts fehlt.

Wir haben auch viel Rücksprache mit Coaches und Mentoren gehalten, haben uns da andere Meinungen eingeholt und haben uns dann relativ gut vorbereitet gefühlt.

Wir haben bei jedem Investor eigentlich so einen Grund-Check gemacht. Was gehört da dazu? Einerseits: In was hat der Investor bisher investiert? Passen die Startups, in die er bisher investiert hat, zu uns? Sind das ähnliche Bereiche und glauben wir, dass der Investor eine gewisse Expertise mitbringen kann?

Andererseits: Sind auch schon andere Startups in dem Portfolio, die einen Konflikt zu uns darstellen könnten? Das will man selbst nicht und das will auch meistens der Investor nicht. Auch dann fällt mal ein Investor raus und auch das ist uns mal passiert.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über die Kosten für Rechtsberatung bei einer Finanzierungsrunde
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Christof Weidl: „Wir arbeiten da mit LUTHER zusammen, weil die schon sehr viel mit Startups zu tun hatten. Warum erwähne ich das? Weil die das auch auf einem sehr kurzen Weg machen können. Das heißt, dass da keine horrenden Kosten auf dich zukommen. Du hast am Ende des Tages ein Vertragswerk, welches du mit einem guten Anwalt besprichst. Da reicht eine Stunde Call aus, um einzelne Punkte zu klären.

Der sagt dann: “Es handelt sich um ein Standardvertrag und an der und der Stelle müsst ihr folgende Dinge wissen.” Dann geht man gut vorbereitet in das Gespräch mit dem Vertragspartner und ist in der Lage zu diskutieren. Durch diese Vorlagen haben wir super geringe Kosten gehabt, die im niedrigen dreistelligen Eurobereich liegen.“

Agrar-Tech Startup-Gründer
über den besten Rat, den er zum Thema Fundraising bekommen hat
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Lasse Dumstrei: „Was war der beste Tipp für unsere Fundraising-Strategie?
Es geht am Ende des Tages um ein Business und das war für uns tatsächlich gar nicht immer so klar. Für uns war es immer wichtig, dass wir viele Transaktionen auf der Plattform haben und haben uns gar nicht so stark die Monetarisierung dahinter angeschaut. Dann haben wir festgestellt, dass wir grundsätzlich eine kleine Marge haben.

Was ist aber eigentlich extrem wichtig?
Viele glauben, dass es wichtig ist, immer mit einer Geschäftsidee rauszugehen, zu pitchen und dann heißt es am Schluss von den Investoren, dass es eine tolle Idee ist, aber wie verdient ihr eigentlich Geld damit? Eine konkrete Strategie dahinter zu haben, wie ich mein Geschäftsmodell auch monetarisiere. Das muss man auch valide mit Zahlen unterfüttern. Was kostet mich ein Kunden? Wie viel kann ich mit dem Kunden verdienen? Wann und wo habe ich das bewiesen? Als die ganze Validierung dahinter. Ich habe mir immer nur angeschaut, dass ich extrem viel Liquidität auf der Plattform brauche, dann weiß ich, dass etwas los ist und die Leute Transaktionen machen. Landwirte machen gute Deals, Händler machen Geld, genau deshalb machen wir es am Ende des Tages.

Die Strategie dahinter war relativ invalide und die müssen wir auch im aktuellen Fundraising-Prozess weiter beweisen. Deswegen haben wir auch eine Produktkategorie früher monetarisiert, als wir es vorher überlegt haben. Damit wir auch über die Zeit auch sagen können, wie es konkret aussieht und wie werden wir am Ende des Tages Geld verdienen. Wenn man viel Geld bekommt, muss man auch zeigen, wie man daraus viel Geld verdienen kann. Für den Investor zählt ein Return on Investment und das musst du dem Investor gut beweisen können. Natürlich muss dein Startup attraktiv und interessant sein, aber wir sind im knallharten Business-Kontext.“

Lüder Brüggemann
darüber, wer im Startup das Pitch Deck erstellt
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Lüder Brüggemann: “Um das Pitch Deck kümmere ich mich als CEO. Sprich, ich mache die Konzeption, ich erstelle die Inhalte und das ist in meinen Augen auch alternativlos. Ich bin derjenige, der das Pitch Deck vor den Investoren vorstellen muss, ich bin derjenige, der die Vision transportieren muss. Aus dem Grund ist das für mich die einzige Option, dass ich auch das Pitch Deck erstelle bzw. konzipiere.

Wenn es nachher um Themen wie Gestaltung, Layout und Design geht, da habe ich keine Ahnung von und da lasse ich mir natürlich helfen. Aber wenn es um die Inhalte und die Story geht, das erstelle ich selber und das würde ich dir auch raten!“