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Dr. Matthias Brendel über Investments, die in Tranchen ausgezahlt werden

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über Investments, die in Tranchen ausgezahlt werden

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Dr. Matthias Brendel: „Investments in Tranchen auszuzahlen, macht bei großen Investments durchaus Sinn. Im Angel Bereich macht es eher keinen Sinn, bei uns war der größte Investor mit 350.000 Euro dabei und er hat die uns auch direkt ausgezahlt, weil er ja momentan auch Negativzinsen darauf bezahlt.

Das heißt, er war eigentlich froh, dass wir es sofort genommen haben. Wenn man es an Milestones koppelt und in Tranchen auszahlt, dann ist es eben ein gewisser Organisationsaufwand, den ich nur dann akzeptieren würde, wenn es unbedingt nötig ist. Dann muss man wieder einen Meilenstein tracken, der ist in kurzer Zeit vielleicht schon wieder überholt. Da fließt sehr viel Energie rein, in ein Investment, zu dem sich eigentlich sowieso beide Seiten committet haben.

Die Frage ist, was passiert, wenn ein Meilenstein nicht erreicht werden kann, weil zum Beispiel ein Kunde abgesprungen ist. Was macht man dann? Lässt man das Investment dann platzen oder macht man es trotzdem? Und dann kann man es doch gleich trotzdem machen.

Deswegen bin ich kein Freund davon, so formelle Mechanismen zu etablieren, die den Gründer und Investor davon abhalten, worum es eigentlich geht, nämlich Business zu generieren und das Unternehmen nach vorne zu bringen. Deswegen würde ich als Gründer gleich die komplette Kohle einsacken und für einen Investor ist es eigentlich auch einfacher.

Nur wenn ein VC wirklich darauf besteht, würde ich mich darauf einlassen, aber im Angel Bereich hat es aus meiner Sicht keine Relevanz.“

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darüber, was aus seiner Sicht für und gegen Business Angels als Investoren spricht
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Lasse Dumstrei: „Was spricht aus meiner Sicht für und gegen Business Angels als Investoren?
Mit einem Business Angel wünsche ich mir einen sehr starken Austausch. Grundsätzlich sage, dass ich im Business Leute brauche, die mich in allen Bereichen challengen. Leute, die nett zu mir sind, habe ich zu Hause. Natürlich sollten wir am gleichen Strang ziehen, aber man ist ja auch irgendwann mit den Scheuklappen in seinem eigenen Business gefangen und braucht von Außen immer wieder Input und Feedback.

Wir sind ja sowieso in einer Trial and error Kultur und müssen sehen, was überhaupt funktioniert und was die Metriken sind. Genau in diesen Bereichen möchte ich eigentlich von einem Business Angel gefordert werden. Deswegen ist es für mich sehr wichtig, aus welchen Bereichen der Business Angel kommt und welche Erfahrungen er mitbringt.

Wir haben zum Beispiel Business Angels mit Domänenwissen aus der Landwirtschaft, Logistik, Food Value Chain und Private Equity. Da hole ich mir den ganzen Input zusätzlich zu dem Kapital, was ich bekomme. Meine Business Angels betrachte ich als Teil meines Management-Teams am Ende des Tages.

Was spricht eventuell gegen Business Angels?
Ich glaube, wenn deine Persönlichkeitsstruktur das nicht zulässt. Wir haben bei uns den Anspruch, dass wir die beste Version unseres selbst werden. Deswegen ist Feedback für mich immer positiv zu betrachten und ich nehme es immer gerne an. Ob ich dann alles umsetze, ist mal dahingestellt, aber ich glaube, dafür muss man einfach offen sein und es auch einfordern.

Deswegen ist es wichtig, in den Bereichen mit den Business Angels konkret in den Austausch geht. Wenn man sagt, dass man einfach sein Business durchziehen will, dann wäre es falsch. Ich kenne das von meiner Schwester, die ist im Bootstrapping-Business und auch ziemlich erfolgreich. Die sagt einfach, dass sie alles selber machen will und sie ist sehr stark an dem Thema Selbstverwirklichung und sie will es am Ende des Tages selbst gemacht haben. Ihr würde sicher auch Kapital von Business Angels guttun, aber sie will es trotzdem lieber selber machen.

Ich denke da sind es dann einfach verschiedene Persönlichkeiten und das Business muss natürlich auch dazu passen. Startup heißt für mich ein hoch skalierbares Geschäftsmodell und die ist jetzt vielleicht in vielen Consulting-Bereichen nicht so gegeben.“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
über seine Fundraising Erfahrungen
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Simon Lohmüller: „Unser Unternehmen ist 2019 gegründet worden und wir hatten als Erstes eine Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (EXIST-Forschungstransfer). Das lief gute 2 Jahre und hatten danach auch eine Anschlussförderung an dieses erste Programm.

Nachdem diese Förderungen ausgelaufen sind, haben wir mit dem Fundraising begonnen. Das heißt, wir haben jetzt eine Finanzierungsrunde durchlaufen.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über erfolgreiche Kanäle, um an Investoren zu kommen
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Christian Ritosek: „Folgende Kanäle sind am erfolgreichsten:

Netzwerk: Man muss schauen, dass man über das Netzwerk an die Investoren kommt. Das können Business Angels sein oder andere Gründer:innen, die dann die Intros machen. Damit haben wir zu 95 % unsere Investoren gewonnen.

Messen: Was bei uns auch funktioniert hat, waren Messen, vor allem die Bits & Pretzels. Da haben wir mit ganz vielen Investoren gesprochen und 2-3 haben am Schluss auch investiert.

Inbound Leads: Dann ist die Company größer geworden und es kamen viele Inbound Leads. Da haben Investoren gesehen, dass andere Investoren bei uns investiert haben und wollten dann ebenfalls investieren. Als Lightspeed und Point Nine bei uns investiert hatten, dann war meine E-Mail Inbox plötzlich ganz voll.

In den jetzigen Runden ist auch wieder das Netzwerk entscheidend. Die Investoren sprechen auch untereinander über ihre Portfolios und so kommen auch neue Leads zustande. Also: Netzwerk über alles!

Definitiv haben Investoren Signalwirkung und wir haben die bei uns auch in Tier 1 und Tier 2 Investoren sortiert. Investoren mit einem guten Ruf bringen dann auch wiederum ein gutes Netzwerk mit anderen Investoren mit. Beispielsweise ist Point Nine einer der besten SaaS Investoren in Europa.“

Lüder Brüggemann
darüber, wie man ein Team zusammenhält
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Lüder Brüggemann: “Ich glaube, es ist wichtig, dass man sich über alles austauscht. Man sollte transparent arbeiten und auch über Dinge sprechen. Jeder sollte Probleme auch sofort ansprechen und nicht darauf warten, dass sich die Probleme schon irgendwann von selbst erledigen. Wenn es Probleme gibt, müssen sie angesprochen werden, damit das Team gemeinsam eine Lösung finden kann.

Ich habe das Glück, dass ich mit meinem Team auch schon in der Vergangenheit zwei Firmen gegründet habe und dementsprechend arbeite ich schon 11-12 Jahre mit denen zusammen. Einer davon ist auch mein Bruder und wir können zusammenarbeiten. Wir haben schon alles durch, wir hatten gute und schlechte Phasen und es zeigt sich über die Jahre, ob es funktioniert.

Das wichtigste ist die Kommunikation, man kann nicht genug kommunizieren. Lieber die Dinge einmal zu oft ansprechen, als einmal zu wenig.“

Lüder Brüggemann
über die Team Slide
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Lüder Brüggemann: “Die Team Slide ist sehr wichtig. Ich glaube gerade in Frühphasen-Startups ist das Team noch viel wichtiger als das Produkt, weil sich das Produkt noch ändern kann. Meiner Erfahrung nach sieht das Produkt nach 2 Jahren doch anders aus, als wie man es sich in der initialen Idee gedacht hat. Das, was gleich bleibt bzw. gleich bleiben sollte, ist das Team. Aus dem Grund ist es eine sehr wichtige Folie und sollte in meinen Augen in erster Linie die Erfahrungen des Teams widerspiegeln.

Was haben die Co-Founder früher gemacht und warum sind sie genau die richtigen, um dieses Startup groß zu machen. Außerdem sollten natürlich die Skill Sets komplementär sein. Es macht jetzt keinen Sinn, wenn vier Finance-Leute im Startup sind, sondern man sollte sich schon ergänzen.

Man sollte folgende Skill Sets im Team haben:
– Buiness Development
– Marketing und Sales
– Finance
– CTO (bei einem Tech Startup)

Außerdem ist noch die Erfahrung in der Zusammenarbeit im Team wichtig. Wenn es irgendwelche Erfahrungen gibt und wenn man schon mal zusammen eine Firma gegründet hat oder in einem Verein zusammengearbeitet hat, dann sind das spannende Informationen für die Investoren.

Investoren wollen sehen, dass das Team zusammenarbeiten kann und dass es zusammenhält. Das Team darf in schwierigen Phasen nicht zerbrechen und das muss man möglichst kurz und präzise auf der Team Slide darstellen.“

Startup-Gründerin Dr. Desiree-Jessica Pely
über die weiteren Kunden
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Dr. Desiree-Jessica Pely: „Wir haben jetzt einige Corporates. Die kamen auch relativ hintereinander und wir haben zum Beispiel weitere Versicherungsunternehmen im Portfolio. Aber auch Siemens Energy ist als Kunde dazugekommen. Das ist natürlich sehr schön, wenn man als junges Startup schon die großen Namen hat. Warum? Weil das eben andere Player anzieht.

Das spüren wir natürlich und das ist toll. Wir sind ein komplettes Bootstrapping Unternehmen. Dadurch sind wir auf das Geld der Kunden angewiesen und deshalb freut es uns natürlich, dass wir da auf Nachfrage gestoßen sind. Es ist aber so, dass es für Startups immer sehr mühsam ist, mit Startups zusammenzuarbeiten, weil die Entscheidungsschleifen sehr lange sind. Deswegen haben wir auch gesagt, dass wir einmal unsere Corporates haben, mit denen wir gut gestartet sind. Jetzt fokussieren wir uns mehr auf Scale-ups. Warum? Weil meine Mitgründerin/Schwester in San Francisco unterwegs ist und wir da mit Tech Unternehmen zusammenarbeiten.

Da ist uns aufgefallen, dass es umso besser ist, umso früher wir in den Unternehmen sind. Diese Learnings setzen wir auch bei den deutschen Scale-ups ein und da können wir uns auch noch ein bisschen besser auf unseren USP fokussieren. Jetzt haben wir diese beiden Schienen parallel und entwickeln die Plattform mit den wenigen Corporates weiter und haben aber auch kleinere Unternehmen unter Vertrag.“