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Dr. Simon Lohmüller darüber, wie transparent man zu Investoren sein sollte

SaaS Startup-Gründer

darüber, wie transparent man zu Investoren sein sollte

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Simon Lohmüller: „Da kann ich nur zu maximaler Transparenz raten. Wenn ihr irgendetwas verheimlichen wollt, das kommt am Ende sowieso raus. Man muss sämtliche Dokumente zum Unternehmen abliefern und es bringt nichts, das Vertrauensverhältnis schon vorab zu beschädigen, selbst wenn man damit vielleicht durchkommt und die Runde abschließen kann.

Wenn es irgendwelche Leichen im Keller gibt, dann wird es früher oder später rauskommen. Es sollte ja auch nach Abschluss der Finanzierungsrunde ein vertrauensvolles Verhältnis sein und darauf sollte man bauen. Wir waren immer absolut ehrlich und transparent und das hat uns definitiv nicht geschadet.

Man kann den Investoren auch seine Schwächen erzählen und ich glaube, das ist durchaus gewollt, weil auch Investoren wissen, dass kein Startup von Anfang an perfekt ist. Es gibt immer irgendwelche Schwächen und wenn es die Schwächen nicht gäbe, dann bräuchte man wahrscheinlich keinen Investor.“

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Business Angel Maximilian Fleitmann
über die Market Slide
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Maximilian Fleitmann: „Da kann man natürlich viel falsch machen. Der häufigste Fehler sind einfach unrealistische Kalkulationen. Ein Klassiker ist, dass ein riesiger Markt angeschaut wird und dann wird da eine Prognose über die Market Share gemacht, die das Startup in 3-5 Jahren hat. Und dann kommen dabei so Dinger rum, dass in einem 25 Milliarden Markt, die Company in 3 Jahren 20 % Market Share hat. Da fragt man sich dann als Investor auch, wo diese Annahmen herkommen.

Da würde ich eher so vorgehen, dass ich Marktverständnis mitbringe. Das heißt, dass ich weiß, ob der Markt klein oder groß ist. Ich zeige aber mit der Market Slide auch, welches Segment ich in dem Markt angehe. Natürlich ist es so, dass VCs nach großen Märkten schauen. Es gibt aber auch Beispiele, wo eine Company einen neuen Markt kreiert hat. Zum Beispiel hat Uber einen neuen Markt mit dem Ride Sharing entwickelt. Da hätte man sich vielleicht in der Market Slide den Taximarkt angeschaut. Gründer und Gründerinnen sollten zeigen:

1. Du weißt, auf welchem Markt du unterwegs bist.
2. Wie verändert sich der Markt. Da können die Gründer und Gründerinnen auch ihre Hypothesen nennen.
3. Research Part: Was sind jetzt die Zahlen, die wir da haben. Für mich ist es da aber nicht entscheidend, dass da der genaue Market Share des Startups in 3 Jahren steht, weil woher sollen das die Gründer:innen in einer so frühen Phase wissen?“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
über seine Fundraising Erfahrungen
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Simon Lohmüller: „Unser Unternehmen ist 2019 gegründet worden und wir hatten als Erstes eine Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (EXIST-Forschungstransfer). Das lief gute 2 Jahre und hatten danach auch eine Anschlussförderung an dieses erste Programm.

Nachdem diese Förderungen ausgelaufen sind, haben wir mit dem Fundraising begonnen. Das heißt, wir haben jetzt eine Finanzierungsrunde durchlaufen.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
über das Vorbeugen von Streitigkeiten
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Dr. Daniel Fallscheer: „Als CEO ist meine Rolle im Wesentlichen Kommunikation in alle Richtungen. Es ist schon Kommunikation im Founder-Team und man muss sich die Zeit nehmen, die Themen zu besprechen. Da wird man merken, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, auch im Founder-Team. Die muss man zusammenbringen und zusammen als ein Founder-Team auftreten.

Mit den Investoren ist es genauso. Natürlich zählt der Lead-Investor mehr, da er auch mehr Geld mitbringt. Es gibt aber auch kleinere Angels, die das gleiche Informationsrecht haben. Im Zweifel bringen die Angels auch mehr ein, weil die an der Firma näher dran sind. Ich kommuniziere mit allen auf der gleichen Ebene und wir versuche das auch standardisiert zu betreiben.
Ich kommuniziere mit allen Investoren auf der gleichen Ebene. Wir versuchen standardisiert zu kommunizieren und haben monatlich ein umfangreiches Investorenupdate. Dabei präsentieren wir Key-KPIs, sind aber auch ganz kritisch und beschreiben, was nicht so gut läuft.

Wir haben jeden Monat aber auch ein “Ask”, wo wollen wir, dass die Investoren auch aktiv unterstützen? Das schöne an so einem monatlichen Meeting ist, dass man quartalsweise einen kürzeren Newsletter machen kann, der für die nächste Finanzierungsrunde verwendet werden kann.

Ich habe mal gelernt, dass es immer um die nächste Runde geht. Man kann das Reporting der eigenen Investoren für die Gewinnung neuer Investoren nutzen. Ein Newsletter kann auch potenzielle Investoren im Loop halten. Dann gibt es eine geringere Hürde, in die nächste Diskussion einzusteigen.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
über ihre Learnings beim Fundraising Prozess
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Isabeau Ayoubi: “Einfach früh genug anfangen. Wir haben den Fehler gemacht, dass wir gedacht haben, dass wir die Finanzierungsrunde dann einfach schnell machen. Das ging dann aber nicht schnell, ganz im Gegenteil. Fangt mit dem Fundraising dann an, wenn ihr noch 3-5 Monate Runway habt, weil es wahrscheinlich nicht so schnell gehen wird, wie man sich es vorstellt.

Gerade jetzt im Sommer ist es absolut die Hölle. Wir sind gerade in einer Finanzierungsrunde und wir haben einfach niemanden erreicht.”

John Agricola: “Im August ist es wirklich schwierig und im Juli ist es auch nicht wirklich besser.

Wie kann man den Fundraising Prozess an sich verkürzen?
Man sollte alle Dokumente und Verträge für eine Due Diligence zusammen haben. Das kann man alles vorbereiten, man darf aber nicht vergessen, dass die Business Angels auch Zeit brauchen. Auch wenn der Business Angel vielleicht seine eigentliche Entscheidung in 24h trifft, dauert der ganze Prozess länger als gedacht. Ich würde sagen, dass man schon ein halbes Jahr einplanen sollte, auch wenn es “nur” eine Business Angel Runde ist.”

Isabeau Ayoubi: “Auch um an die Angels ranzukommen, dauert es einfach eine gewisse Zeit. Das Netzwerk aufbauen, sich Intros holen, alle Dinge, die man benötigt, um überhaupt zu Gesprächen mit Investoren zu kommen. Die Business Angels haben auch immer viel um die Ohren, deshalb sollte man lieber etwas mehr Zeit einplanen.”

John Agricola: “Und bitte macht euer Fundraising nicht in den Sommerferien!”

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über seine Erfahrungen mit Förderungen
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Daniel Bosman: „Es gibt eine spannende Wechselwirkung zwischen externem Kapital, welches über Angels oder VCs reinkommt und staatlichen Förderungen.

Ich persönliche habe im Fundraising festgestellt, dass wenn ich mich gut auf potenzielle Fördergelder vorbereite, dann klappt das auch im Regelfall. Beispielsweise denke ich hier an die Wirtschaftsförderung Brandenburg, insbesondere an Ulrike Wohlert, die uns sehr früh auf Fördermittel aufmerksam gemacht hat. Deswegen haben wir unter anderem auch in Brandenburg gegründet.

Es ist möglich, zBsp. relativ unkompliziert ein Fördergeld von 100k€ für innovative Firmen zu beantragen. Damit kann man wiederum auf die Angels zugehen und sagen Investiere 100k€ und wir machen aus jedem Euro 2€, da wir die Investitionssumme durch das Fördergeld verdoppeln können.

Es gibt viele spannende Fördermittel, da gibt es zBsp. ProFIT, es gibt ZIM, alle sind hierbei zwischen leicht und aufwändig zu erlangen. Das ist für Investoren ein starker Hebel. Zeitgleich ist das für diese auch das Signal, dass du als Gründer*in das „Spiel“ verstehst. Du holst das Geld rein und vervielfachst das mit den Fördermitteln.

Bei Fragen könnt ihr euch auch gerne an mich wenden. Ich empfehle es aber in jedem Fall zu verstehen, dass es da unterschiedliche Wege und Mittel gibt, Kapital für das Unternehmen zu sichern.“

Dr. Matthias Brendel
darüber, warum er gerne mit Business Angels arbeitet
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Dr. Matthias Brendel: „Ich bin wahnsinnig glücklich, dass wir nur Business Angel Investoren an Bord haben, die sehr pflegeleicht sind. Die geben uns natürlich Tipps und stehen mit Rat und Tat zur Seite, aber die bauen keinen Druck auf.

Ich habe es von Startups, die VC Geld aufgenommen haben, schon anders gehört. VCs wollen sich da stärker einbringen und den Kurs des Unternehmens bestimmen. Ich bin mit unserer Angel Finanzierung total glücklich und auch, dass die uns die notwendige Zeit gegeben haben, ein Produkt zu entwickeln, welches jetzt auch Marktreif ist und in den Vertrieb starten kann.“