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Dr. Tobias de Raet über AGBs

Rechtsanwalt

über AGBs

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Dr. Tobias de Raet: „AGB sind Standardmuster für Vertragsklauseln, die man nicht immer wieder neu verhandeln möchte. Das heißt, allgemeine Geschäftsbedingungen, Zahlungsbedingungen, Lieferbedingungen und Rechtswahlklausel. So was vereinbart man in AGB und das sind diese langen Vertragsdokumente, die sich eigentlich nie jemand durchliest.

Das ist auch so gedacht, AGB soll man nicht durchlesen müssen, weil da nichts Überraschendes drin stehen darf. Grundsätzlich gilt bei AGB, dass alles, was überraschend ist, unwirksam ist. Man kann in AGB nichts verstecken und jemandem dadurch was unterschieben. Grundsätzlich sollen AGB das Regeln, was beide Interessen vertritt.

Man muss dazu wissen, dass AGB strengen Vorlagen unterliegen, durch das Gesetz und durch die Rechtsprechung. Häufig geht es um das Thema, was überraschend und nicht überraschend ist. Aus dem Grund sollte man vorsichtig sein, wenn man AGB als Muster nimmt. Da gibt es viele Angebote und die stimmen dann in sich. Man sollte dann aber nicht ins Getriebe greifen und die einzeln anpassen, ohne zu prüfen, ob es auch wirklich geht.

Ein Beispiel: Ich verlängere mal meine Kündigungsfrist um ein paar Jahre oder ich schreibe noch eine zusätzliche Klausel rein, die mir besonders wichtig ist. Da muss man immer aufpassen und lieber noch mal prüfen lassen, ob es wirklich geht. Wenn es rechtlich nicht geht, dann ist es unwirksam und dann schützen einem die schönsten AGB nichts, wenn sie unwirksam sind.“

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Madeleine Heuts
über das Wandeldarlehen mit Cap
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Madeleine Heuts: „Das Wandeldarlehen ist wie eine Art Kredit. Das bedeute, dass du erstmal niemandem direkte Anteile geben musst, sondern du schließt zum Beispiel mit verschiedenen Business Angels einen Vertrag. Es wird dann erst gewandelt, wenn die nächste Finanzierungsrunde gemacht wird und ihr dann auch zum Notar geht.

In der Regel gibt man den Business Angels dann einen gewissen Rabatt auf die Unternehmensbewertung, damit sie auch was davon haben, dass sie früher eingestiegen sind. Einige Business Angels wollen auch ein Cap drin haben, das ist wie eine Art Deckel auf die Unternehmensbewertung. Dann sagt man, dass wenn zur nächsten Finanzierungsrunde gewandelt wird, höchstens zu dem Betrag dieses Deckels.

Ein Beispiel: Wenn der Deckel 5 Millionen Euro ist, die Investoren, die später dazukommen, haben eine Unternehmensbewertung von 10 Millionen Euro angelegt, dann werden die Anteile der Business Angels mit Cap zu der Bewertung von 5 Millionen Euro gewandelt.

Das kann auch ein sehr guter Anreiz für Business Angels sein. Denn wenn du ein Cap drin hast, dann wollen die natürlich, dass die Unternehmensbewertung in der nächsten Runde möglichst hoch ausfällt, damit sie sehr viel davon haben. Das heißt, man kann auch strategisch mit diesen Instrumenten arbeiten.

Du kannst ein Wandeldarlehen in einem Stadium nutzen, wo du noch gar nicht weißt, welche Unternehmensbewertung du ansetzen würdest. Sagen wir mal, du hast ein Produkt gebaut, aber noch nicht so viele Kunden. Bei einer echten Beteiligung müsstest du schon direkt festlegen, wie viel die Investoren bekommen sollen und gerade in so einem frühen Stadium ist es schwierig abzuschätzen.

Ein Wandeldarlehen kann diesen Zeitpunkt der Bewertung und auch bürokratisch, nach hinten schieben. Das ist sehr praktisch, weil du am Anfang keine Zeit damit verbringen willst, einen 30-40-seitigen Businessplan zu schreiben und die Unternehmensbewertung festzulegen. Sondern du brauchst ja schnell Cash, um bestimmte Dinge umzusetzen und mit dem Cash auch auf ein bestimmtes Level der Unternehmensbewertung zu kommen.

Aus dem Grund ist es eine sehr gute Möglichkeit auch schon früh Investoren reinzubekommen, auch ohne sich einen zu großen bürokratischen Aufwand zu machen. Wenn du den Vertrag juristisch korrekt formulierst, dann ist es ein Vertrag, den man bei einem Mittagessen schließen kann. Dann überweist der Investor die Kohle und dann geht es los.

Das geht natürlich viel schneller, als wenn du alle Investoren durch den kompletten Prozess ziehen musst und dann mit denen zum Notar musst. Der Notar kostet dann auch wieder Geld, das lohnt sich bei einem Investment von 50.000 Euro oft gar nicht. Dementsprechend ist das auch ein großer Vorteil.

Wenn du die richtigen Business Angels dabei hast und es megagut passt und ihr euch einig über die Unternehmensbewertung seid, dann spricht natürlich nichts dagegen, denjenigen auch direkt zu beteiligen. Meine Erfahrung zeigt, dass es sehr wichtig bei Business Angels ist, sich Zeit zu nehmen, die Leute kennenzulernen. Wie reagieren die in Situationen, wo es nicht gut läuft. Am Anfang sind alle nett, aber wenn es mal schwierig wird, passt es dann auch noch menschlich? Auch da ist ein Wandeldarlehen sehr gut, weil derjenige noch keine Anteile hat und wenn es gar nicht passt, dann kannst du demjenigen vor der Wandlung das Geld einfach zurückbezahlen. Das geht bei einer echten Beteiligung dann nicht mehr so einfach. Dementsprechend sollte man sich da genau anschauen, was da das Sinnvollste ist.“

Lüder Brüggemann
über die Team Slide
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Lüder Brüggemann: “Die Team Slide ist sehr wichtig. Ich glaube gerade in Frühphasen-Startups ist das Team noch viel wichtiger als das Produkt, weil sich das Produkt noch ändern kann. Meiner Erfahrung nach sieht das Produkt nach 2 Jahren doch anders aus, als wie man es sich in der initialen Idee gedacht hat. Das, was gleich bleibt bzw. gleich bleiben sollte, ist das Team. Aus dem Grund ist es eine sehr wichtige Folie und sollte in meinen Augen in erster Linie die Erfahrungen des Teams widerspiegeln.

Was haben die Co-Founder früher gemacht und warum sind sie genau die richtigen, um dieses Startup groß zu machen. Außerdem sollten natürlich die Skill Sets komplementär sein. Es macht jetzt keinen Sinn, wenn vier Finance-Leute im Startup sind, sondern man sollte sich schon ergänzen.

Man sollte folgende Skill Sets im Team haben:
– Buiness Development
– Marketing und Sales
– Finance
– CTO (bei einem Tech Startup)

Außerdem ist noch die Erfahrung in der Zusammenarbeit im Team wichtig. Wenn es irgendwelche Erfahrungen gibt und wenn man schon mal zusammen eine Firma gegründet hat oder in einem Verein zusammengearbeitet hat, dann sind das spannende Informationen für die Investoren.

Investoren wollen sehen, dass das Team zusammenarbeiten kann und dass es zusammenhält. Das Team darf in schwierigen Phasen nicht zerbrechen und das muss man möglichst kurz und präzise auf der Team Slide darstellen.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
darüber, wie Gründer an ihre Investoren kommen
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Olaf Stichtenoth: „Ein Thema, was ganz viele Gründer rumtreibt, ist, wie sie überhaupt an ihre Investoren kommen. Da gibt es natürlich verschiedene Wege und Plattformen, auf denen man sein Pitch einstellen kann und dann schauen sich den vielleicht auch Investoren an und kommen auf einen zu. Man kann natürlich auch Investoren kalt anschreiben, viele VCs haben auch eine E-Mail Adresse, wo man sein Pitch hinschicken kann.

Für mich ist ein anderer Ansatz besser, indem ihr euch warme Intros besorgt. Besorgt euch Intros von anderen Gründern, bei denen die Angels investiert sind. Wenn ihr einen Angel habt, der bei euch investiert, dann besorgt euch Intros von dem. Was meistens nicht so hilfreich ist, sind Intros von Angels, die abgesagt haben. Man bekommt ja meistens nett formulierte Absagen. Jemand, der nicht in euch investiert, der wird wahrscheinlich auch nicht eure Idee in einer guten Struktur weitergeben.

Sich von Kontakt zu Kontakt zu hangeln ist da wirklich sehr hilfreich. Es gibt auch Berater, die einem helfen, das muss man sich aber sehr genau anschauen. Ich will jetzt nicht das Geschäft von Beratern madig reden, aber da sollte man als Gründer schon sehr genau anschauen, dass die provisionsbasiert und nicht nach Tagessätzen arbeiten. Im Endeffekt machen die euch auch nur Intros.“

Dr. Matthias Brendel
darüber, warum er gerne mit Business Angels arbeitet
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Dr. Matthias Brendel: „Ich bin wahnsinnig glücklich, dass wir nur Business Angel Investoren an Bord haben, die sehr pflegeleicht sind. Die geben uns natürlich Tipps und stehen mit Rat und Tat zur Seite, aber die bauen keinen Druck auf.

Ich habe es von Startups, die VC Geld aufgenommen haben, schon anders gehört. VCs wollen sich da stärker einbringen und den Kurs des Unternehmens bestimmen. Ich bin mit unserer Angel Finanzierung total glücklich und auch, dass die uns die notwendige Zeit gegeben haben, ein Produkt zu entwickeln, welches jetzt auch Marktreif ist und in den Vertrieb starten kann.“

Startup-Gründerin Dr. Desiree-Jessica Pely
über ihr Startup loyee.io
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Dr. Desiree-Jessica Pely: „Ich bin Jessi und die Gründerin von loyee.io. Was ist mein Hintergrund? Ich habe in Finanzwesen promoviert und komme eigentlich aus der Finanzbranche, habe aber im Rahmen meiner Promotion mit dem Nobelpreisträger Richard H. Thaler zusammengearbeitet. Er hat die Nudge Theorie ins Leben gerufen und nach meiner Promotion wollte wir die Wissenschaft in die Praxis bringen. Da ist dieses Thema Nudge ein super Aufhänger und da haben wir gestartet.

loyee.io ist eine interne Kommunikationssoftware, die inklusive und nachhaltige Arbeitsplätze schaffen und Mitarbeiter abholen soll. Ich freue mich, dass ich heute hier sein darf und von unserem ersten Kunden erzählen darf.

Das Problem ist gerade, dass die Mitarbeiter in der Remote-Arbeit die Vision des Unternehmens nicht sehen. Sie wissen nicht, in welche Richtung sie gehen sollen und dadurch entstehen sehr viele Silos innerhalb und außerhalb der Teams. Wir haben damit gestartet, dass wir den “sense of belonging” zu dem Unternehmen erhöhen wollen und dass sich die Mitarbeiter abgeholt fühlen. Genau dafür brauchen die Unternehmen eine interne Kommunikationsplattform.

Wir machen das anhand von zwei Säulen. Einerseits haben wir Nudge-Pakete entwickelt, die zu den Themen Remote-Work, Diversity and Inclusion Impulse setzen. Das sind so Mikro-Learnings für die Mitarbeiter und deren Verhalten. Da vertreiben wir quasi unseren eigenen Inhalt, den unsere Psycholog:innen aus der Wissenschaft ableiten.

Die zweite Säule ist die Plattform selber. Wir bieten an, dass die Unternehmen eigene Nudges mit unserer Guidance kreieren können. Zum Beispiel etwas aus dem HR-Bereich oder Compliance-Bereich. So etwas kann dann über unsere Plattform vertrieben werden und das hängt dann über Slack, Microsoft Teams, E-Mails und Co. zusammen.

Unsere Plattform forciert noch viel mehr die Zusammenarbeit und Kommunikation unter den Mitarbeitern, gerade auch im Remote-Work. Wir haben so eine Art Employé Hub gebaut, wo sich jeder Mitarbeiter seinen eigenen Workspace aufbauen kann und da kommt der Newsfeed und Company Update rein. Also die Mitarbeiter wissen, wo das Unternehmen gerade steht, wo es hinwill und es ist eine moderne und einfache Art des Intranets. Es wird dabei aber keine eigene IT-Abteilung benötigt und es ist auch kein Knowledge Management System.“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
über seine Fundraising Erfahrungen
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Simon Lohmüller: „Unser Unternehmen ist 2019 gegründet worden und wir hatten als Erstes eine Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (EXIST-Forschungstransfer). Das lief gute 2 Jahre und hatten danach auch eine Anschlussförderung an dieses erste Programm.

Nachdem diese Förderungen ausgelaufen sind, haben wir mit dem Fundraising begonnen. Das heißt, wir haben jetzt eine Finanzierungsrunde durchlaufen.“