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Dr. Tobias de Raet über den richtigen Zeitpunkt der Gründung der Gesellschaft

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über den richtigen Zeitpunkt der Gründung der Gesellschaft

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Dr. Tobias de Raet: „Ein klassischer Zeitpunkt, zu dem man eine Gesellschaft gründen sollte ist, wenn man nach außen auftritt. Das hat den Hintergrund der persönlichen Haftung. Wer keine Gesellschaft im Rücken hat, der haftet erst mal persönlich. Der ist möglicherweise, wenn er mit mehreren zusammen gründet, im Rahmen einer GbR tätig und hat nicht das Privileg der Haftungsbeschränkung.

Das heißt, die Gründung einer Kapitalgesellschaft, die den Vorteil der Haftungsbeschränkung hat, der ist dann erforderlich, wenn man nach außen auftritt, Kunden hat oder sonstige Verträge mit Dritten hat.

Der zweite wichtige Punkt, über dem man sich Gedanken machen sollte ist, wenn man anfängt, etwas zu entwickeln, was irgendeinen Wert schafft. Klassischerweise programmiert man etwas, es sind zum Beispiel zwei Gründer, die vor sich hin programmieren. Irgendwann sagen sie, dass sie eine Gesellschaft gründen wollen. Dann ist es schwierig, das schon Geschaffene in die Gesellschaft zu übertragen.

Es mag gar nicht so schwierig klingen, aber besonders steuerrechtlich kann es eine Herausforderung sein. Solche Themen sollte man frühzeitig bedenken. Ein zweiter Punkt, der dafür spricht, eine Gesellschaft zu gründen, bevor man etwas schafft ist, auch Streit zwischen den Gründern zu vermeiden. Häufig kommt es dazu, dass sich Gründungsteams in einer frühen Phase erst mal finden müssen und es passiert auch, dass jemand ausscheidet.

Da ist es einfacher, wenn man es in einem formalen Setting der Gesellschaft hat und nicht einen Streit zwischen drei Privatpersonen hat. Das ist auch etwas, wo Investoren drauf schauen. Wenn ein Gründungsmitglied ausgeschieden ist, der einen wichtigen Teil des Codes programmiert hat, dann kann es ein Deal Breaker sein, weil manchmal nicht sicher ist, ob das dann in der Gesellschaft liegt oder beim ausgeschiedenen Gründer.“

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Jonathan Spitz
über das Pricing
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Jonathan Spitz: „Als erstes haben wir an ein monatliches Flatrate-Modell gedacht. Also dass die Kunden einmal im Monat bezahlen und so viel nutzen dürfen wie sie wollen. Jetzt haben wir es ein bisschen angepasst, der Kunde bezahlt eine Gebühr im Monat und dann bezahlt der Kunde noch mal für jede Optimierung, also Pay-per-Use. Wir denken gerade auch über ein reines Pay-per-Use Angebot nach.

Wie haben wir das Pricing aufgesetzt? Wir schauen, wie viel schneller unsere Kunden mit einer Laserschneidmaschine schneiden können. Das heißt, wir sparen dem Kunden eine bestimmte Zeit an der Maschine. Die Stunden haben einen Preis und unser Preis ergibt sich durch einen Teil dieser Zeitersparnis.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über Frustration im Fundraising-Prozess
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Christian Ritosek: „Die Frustration im Fundraising ist für mich immer dann gegeben, wenn man ein “Nein” bekommt, obwohl man denkt, dass man weiter ist. Ich habe auch mit vielen US-VCs gesprochen und die sind am Anfang immer sehr begeistert. Es ist alles immer toll, Awesome und Great. Dann hatte ich immer ein gutes Gefühl und danach kam immer irgendwann die Absage. Das ist immer ein sehr frustrierender Zeitpunkt im Fundraising, aber auf der anderen Seite gibt es auch immer sehr schöne Momente. Nach manchen Pitches denkt man, dass es nicht gut gelaufen ist und dann bekommt man doch eine Investment-Zusage.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über den besten Rat zum Thema Fundraising
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Christof Weidl: „Das größte Learning ist eigentlich das Durchhaltevermögen und das wirst du meiner Meinung nach nur erhalten können, wenn du in einem ununterbrochenen Austausch mit deinem Team bist. Das heißt, dass was uns wirklich dazu gebracht hat und dass wir am Ende des Tages auch einen Erfolg verzeichnen konnten, war ganz klar das Team.

Es wird viele blöde Situationen geben und das Team spürt es auch, wenn es dir nicht so gut geht und du mit Augenringen ins Meeting kommst. Da solltest du offen mit deinem Team in die Diskussion gehen und dann wirst du daraus viel Energie ziehen und das Team gut am Laufen halten und ein wir Gefühl erzeugen.

Das ist ein Rat, den ich gerne gehört hätte, den hat mir aber niemand gesagt. Wenn du mit anderen Gründern sprichst, dann ist es eigentlich ein Gefühl, was du mit ihnen teilst.“

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
über seine Beziehung zu Investoren, die nicht investiert haben
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Michael Pfeifer: „Das ist natürlich ganz normal, dass es im Rahmen einer Finanzierungsrunde auch einige Absagen gibt. Dass man nicht zueinander findet. Das passiert übrigens auch in einer überwiegenden Anzahl der Fälle: Man kriegt deutlich mehr Absagen als Zusagen. Davon sollte man sich natürlich nicht beirren lassen.

Im Gegenteil: Was wir gemacht haben war, dass wir nach der Finanzierungsrunde nochmal alle Investorinnen und Investoren kontaktiert haben, mit denen wir in Gesprächen waren. Wir sind jetzt nicht nochmal besonders auf Menschen zugegangen, die uns bei der ersten Email abgesagt haben. Aber es gibt natürlich manche, mit denen hatten wir Gespräche und die haben gesagt aus unterschiedlichen Gründen bin ich „jetzt“ nicht dabei. Da ist es ganz wichtig, das diese gesagt haben „jetzt“ nicht dabei zu sein. Die haben wir informiert und gesagt „Hey, wir haben jetzt die Runde geclosed, aber lasst uns doch in Kontakt bleiben. Wir fanden die Gespräche sehr spannend und wir würden euch gerne weiterhin informieren.“

Das ist in zweierlei Hinsicht gut, weil es gibt einige, die gesagt haben „Finden wir total super und nach der Runde ist vor der Runde!“ – lasst uns gerne zu einem späteren Zeitpunkt noch mal sprechen. Aber es gibt auch manche die sagen, wir sind jetzt zwar nicht zusammengekommen, aber ich würde trotzdem gerne irgendwie dabei sein. „Wenn ihr irgendwelche Fragen habt könnt, ihr mich natürlich jederzeit kontaktieren“.

Es gibt auch ganz konkret bei uns jetzt drei Business Angels, die als Sparringpartner aus dieser Finanzierungsrunde hervorgegangen sind, ohne dass sie investiert haben. Das ist auch schön, die Leute einfach kontaktieren zu können, wenn man irgendwelche Fragen hat.

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, welche besonderen Hinweise er von Coaches bekommen hat
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Florin Kutten: „Von Coaches haben wir sehr oft gehört, dass weniger Text besser ist. Außerdem sollten wir mehr mit Bildern arbeiten und die Bilder müssen sich entsprechend mit den Aussagen auf den Folien decken. Am Anfang hatten wir nur Stockbilder und jetzt haben wir unsere eigenen Bilder und das ist viel besser. Zudem sollte man sich beim Pitch Deck auf 10-15 Folien beschränken und mit wenigen Worten alles wichtige präsentieren.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über wie und mit welchen Tools er den Fundraising Prozess verwaltet und organisiert hat
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Daniel Bosman: „Es ist für ein Startup und die Person, die für das Fundraising verantwortlich ist, extrem wichtig diesen Prozess selbst zu organisieren. Vor allem Dingen war es für mich, als kreativen Menschen, wichtig, eine Art von Gamifizierung und eigenem System für diesen Prozess mit den entsprechenden Fundraising-Tools zu entwickeln.

Im Fundraising, gerade bei Hardware und Impact-Themen, wirst du mit extrem vielen Menschen sprechen und auch viele Absagen bekommen. Wir selbst hatten Glück, denn die ersten beiden Angels, mit denen wir gesprochen hatten, wurden erfolgreiche Leads. Danach hatte es jedoch 50 Gespräche gedauert, bis wir den dritten Angel für unsere Runde dazugewinnen konnten.

Manche sagen jetzt bei 53 Gesprächen, 3 erfolgreiche Leads generiert zu haben, ist doch eine super Quote. Das zeugt dann einmal davon, dass ich es selbst einfach unterschätzt habe, wie aufwändig Fundraising sein kann. Aber es zeugt auch davon, dass wir einfach Glück hatten.

Insgesamt hab ich das Ganze nach längeren Lernprozessen so aufgebaut, dass ich einen Funnel geschaffen haben. Diesen habe ich über ein „Trello Board“ abgebildet. Links waren meine Leads, danach kamen Erstgespräch, dann Zweitgespräch. Einen logischen Aufbau muss jeder für sich selbst definieren. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, sich mit der Frage zu beschäftigen, was man aus einem Erstgespräch rausholen möchte und was willst du von einem Zweitgespräch. Ein Angel hat keine Lust, 6 Gespräche zu führen. Er / sie wollen relativ schnell in Erfahrung bringen, was das Startup von einem als Investor möchte.

Man läuft sonst zu sehr „um den heißen Brei herum“, da man sich eventuell nicht traut wichtige Fragen zu stellen, aus Angst vor einer Absage. Wenn du aber im Erstgespräch bereits herausgefunden hast, du musst ein oder zwei Fragen stellen, um den Angel in die Richtung eines Invests bewegen, dann stell diese auch.

Ich hab bei meinem Trello-Board, meine Leads links, dann kommen Erstgespräche, dann Zweitgespräche. Irgendwann erreicht man den Punkt im Fundraising-Funnel, bei welchem das Ziel vorgestellt worden sein muss. Bis zu diesem Punkt muss bereits ein Gespräch mit dem Team stattgefunden haben. Danach gilt es herauszufinden, was noch fehlt für ein Investment. Was fehlt dem Angel noch, um an Bord zu kommen?

Für mich war Trello immer ein gutes Tool zur Gamifizierung, da ich einen guten Überblick hatte, um direkt zu sehen, ich brauche mehr Leads, oder mehr Erstgespräche.

Meine Leadgenerierung war während des ersten Lockdowns etwas schwieriger, da es keine live Events gab. Ich konnte jedoch auch relativ unproblematisch mit Menschen in Videocalls connecten.

Kaltakquise ist insgesamt ein Horror. Da muss man sich nur vorstellen, wie viele Nachrichten & Emails ein etwas prominenterer Angel am Tag bekommt. Ich selber mache das tatsächlich immer noch über LinkedIn: Ich schaue mir an, was machen die Angels, was posten sie für Inhalte? Ich followe diesen in der Regel, wenn ich das Gefühl habe, es ist noch zu früh für eine Vernetzung. Dabei habe ich die Gelegenheit, auf die Due Diligence einzugehen, um zu prüfen, was postet er / sie?

Zu den Pitch Decks habe ich insgesamt drei Decks zur Verfügung. Das erste ist ein Intro Deck, welches Inhalte zur Geschäftsidee, Team und Timing behandelt. Mit den anderen beiden Decks kann man im Nachgang mehr in die Tiefe gehen.“