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Dr. Tobias de Raet über Online Tools und Datenschutz

Rechtsanwalt

über Online Tools und Datenschutz

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Dr. Tobias de Raet: „Im Idealfall muss man schon jedes Tool prüfen, was man nutzt. Das ist schon der Grundsatz. Es hilft grundsätzlich, so ein gesundes Bewusstsein zu schaffen, was ich da überhaupt genau mache und wo meine Daten hingehen. Viele Standardanwendungen werben auch damit, dass die Daten hier in Deutschland bleiben. Die werden eher konform sein, als wenn man sich das neueste und hipste Tool aus den USA nimmt. Das ist so eine grundlegende Menschenkenntnis, sage ich jetzt mal.

Das Zweite ist, dass man sich von dem jeweiligen Unternehmen, mit dem man zusammenarbeitet, die datenschutzrechtliche Compliance erläutern lassen sollte, insbesondere Auftragsdatenverarbeitung ist da ein Stichwort. Wie geht ihr damit um und wie verwendet ihr unsere Daten?

Wenn das Unternehmen mit einem Paket auf euch zukommt und sagt, dass wir diese Fragen immer bekommen, man mit der Compliance und Anwälten darüber sprechen kann, dann hat man in der Regel ein besseres Gefühl. Wenn jemand eher ausweicht und keine richtigen Antworten hat, dann ist es eher ein schlechtes Zeichen.

Die meisten Unternehmen sind mittlerweile darauf vorbereitet, aber trotzdem kann jedes Tool dafür verantwortlich sein, dass man in einen Datenverstoß reinkommen kann.

Grundlegend kann man sich auch fragen, welche Daten man rausgibt. Nutze ich möglicherweise eine Videocallsoftware, die möglicherweise Zoom ist und vielleicht nicht Datenschutz-Compliant ist. Was ist der Schaden? Das ist etwas anderes, als wenn ich in ein CRM-Tool meine ganzen Kundendaten reinlade. Da müssen bei mir schon die Alarmglocken angehen. Vielleicht auch so ein bisschen eine Relevanzprüfung, die man durchführen sollte.“

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Maika Kupfer
über die Herausforderung bei dem B2B- und B2C-Marketing
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Maika Kupfer: „Natürlich haben wir auch Herausforderungen beim Marketing. Zum Beispiel ist es sehr wichtig, Streuverluste zu vermeiden. Wir konzentrieren uns wirklich darauf, unsere Informationen nicht zu weit zu streuen, sondern konkret auf unsere Zielgruppe auszurichten. Das gelingt im B2B-Bereich sehr gut, weil wir auch ein sehr nichiges Produkt haben und das ist ein Vorteil zu den klassischen Freundebüchern.

Zudem wollen wir für die verschiedenen Anlässe Top-of-Mind bleiben bzw. müssen das auch. Es gibt nicht immer einen Anlass, wenn der Kunde unsere Werbung sieht und nicht immer, wenn unser Kunde einen Anlass hat, sieht er unsere Werbung. Das ist eine große Herausforderung, dass wir da permanent die Kunden bespielen, speziell auch vor dem ersten Kauf.

Das ist immer so eine Hürde. Wenn Kunden das Produkt erst mal kennen, dann wird es einfacher. Ein klassisches Beispiel ist, wenn man sich ein Paar Laufschuhe kauft. Das erste Paar ist ein bisschen schwierig, aber wenn man mit dem ersten Schuh zufrieden ist, dann kauft man den auch immer wieder. Man hat durch die gute Erfahrung ein Produkt, auf welches ich zurückgreife.

Das heißt, das ist auch die Bottom Line, die wir haben. Wir wollen die Kunden zum ersten Kauf bewegen, damit das Produkt auch für weitere Anlässe gekauft und weiterempfohlen wird. Unsere Erfahrung zeigt, dass es so auch funktioniert.“

Agrar-Tech Startup-Gründer
über Betriebsmittelhelden
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Lasse Dumstrei: „Mein Name ist Lasse Dumstrei, ich bin CEO von Betriebsmittelhelden. Mit Betriebsmittelhelden digitalisieren wir den Einkauf von der Landwirtschaft. Wir haben ein klassisches Two-sided Platform Modell. Einmal ein Marktplatz, wo Landwirte ihren täglichen Bedarf anfragen können und wir auf der anderen Seite Landhändler im klassischen Sinn haben und dort Angebote abgeben können. So haben Landwirte nicht nur die Möglichkeit, schneller und einfacher einzukaufen, sondern auch eine Geldersparnis von bis zu 20 % auf ihren Betriebsmitteleinkauf.
Unser klassischer Landwirt ist nicht der 25. jährige Jungbauer, sondern der durchschnittliche Landwirt auf unserer Seite ist 45 Jahre alt.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, ob ein ausführliches oder ein Teaser Deck für den Erstkontakt besser ist
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Florin Kutten: „Ich glaube, das hängt sehr vom Case ab. In unserem Case, wir liefern Lebensmittel im Mehrwegglas, da kann man nicht viel anteasern, weil man dann am Ende schon alles gesagt hat. Es ist dann wichtiger, Informationen ins Pitch Deck zu packen, wie wir es hochziehen können.

Bei uns handelt es sich um keine ganz neue Technologie. Wenn man so was hat, dann könnte man es ganz anders anteasern und schauen, wie man es präsentiert. Aber wie gesagt, es kommt sehr auf den Business Case an.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, ob die angestrebte Bewertung ins Pitch Deck gehört
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Florin Kutten: „Wir haben die Bewertung nicht ins Pitch Deck geschrieben, weil die sehr lange gar nicht klar war. Die Bewertung haben wir erst in den Gesprächen mit den Business Angels herausgefunden. So grundsätzlich hatten wir eine Idee von der Bewertung und wir haben im Pitch Deck mitgeteilt, wie viel Geld wir suchen, aber die Bewertung haben wir dann in den Gesprächen mit den Business Angels erarbeitet.

Auch jetzt, wo die Bewertung steht, schreiben wir es nicht rein, weil wir da in den Gesprächen heranführen wollen und nicht alles direkt preisgeben wollen. Am Ende ist es so, dass wenn wir direkt mit der Bewertung reingegangen wären, dass dann viele gesagt hätten, dass ihnen die Bewertung zu hoch ist.

Wenn man mit den Business Angels erst redet, sich kennenlernt und dann irgendwann mit einer Bewertung kommt, dann ist es viel einfacher, diese Bewertung oder allgemein eine höhere Bewertung durchzusetzen.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
darüber, in welcher Tiefe sie ihre potentiellen Investoren überprüft haben
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Isabeau Ayoubi: “Wir haben unsere potenziellen Investoren nicht direkt überprüft, aber man hört sich natürlich so ein bisschen um. Wer hat da schon mit dem gearbeitet und gibt es da schon irgendwelche schlechten Erfahrungen. Jeder Business Angel hat auch schon seinen Ruf, wenn er in Business Angel Clubs aktiv ist. Wir haben jetzt einfach schon ein paar Business Angels bei uns, die wir da fragen können.”

John Agricola: “Wir haben so ein bisschen dieses typische Social Media Stalking gemacht. Wir haben versucht, auf LinkedIn rauszubekommen, wie der Business Angel eigentlich sein Geld verdient hat. Dazu haben wir viel rumgefragt und auch mal an Stellen angerufen, wo der Business Angel schon aktiv ist. Da würde ich, wenn ich es nochmal machen würde, deutlich tiefer recherchieren.

Ich will einfach verstehen, was seine Investment-Hypothese ist und wie der langfristig agieren wird. Ist der Investor zufrieden, wenn es am Ende eine Firma mit 100 Mitarbeitern ist, die eine Dividende abwirft? Das muss vorab alles schon ein bisschen abgeklärt sein. Was möchte der nach 3,4 oder 5 Jahren? Wenn man da keinen Fit hinbekommt, dann ist es einfach ein Rezept für dein Desaster.

Das würde ich mir als junger Gründer genauer anschauen und das kann ich nur jedem raten. Man sollte nicht zu allem Ja sagen, weil man es unbedingt braucht. Da sollte man wirklich noch mal einen Schritt zurückgehen und überlegen, ob es auch mit meiner Hypothese übereinstimmt.
Oft gehen die Business Angels aus der ersten Runde auch in der zweiten Runde mit und da ist es eben nützlich, wenn so eine Potenz da ist und der Wille nochmal nachzuschießen.”

Madeleine Heuts
über das Term Sheet
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Madeleine Heuts: „Ich versuche es jetzt mal so unjuristisch wie möglich zu erklären. Das Term Sheet ist eine Art Zusammenfassung von den Hauptkonditionen, die euch wichtig sind, für den späteren Beteiligungsvertrag. Wie sich das ausgestaltet, kann völlig unterschiedlich sein. Das liegt auch ein bisschen an dem Investor.

Manchmal sieht es aus wie ein Notizzettel, wo nur Stichpunkte mit den wichtigsten Facts aufgeschrieben sind, die relevant sind. Zum Beispiel: Welcher Betrag kommt rein? Wie sieht die Unternehmensbewertung aus? Was will der Investor so haben?

Manchmal sind es auch schon richtige Verträge, auf denen der Beteiligungsvertrag aufbaut. Da sollte man immer schauen, wie viel Sinn etwas macht, jetzt auch ein Term Sheet nochmal richtig auszugestalten. Das kommt immer darauf an, wie viel Geld du einsammelst. Wenn es nur um 50.000 Euro geht, dann würde ich mir den Aufwand von zwei richtig ausformulierten Verträgen nicht so machen. Wenn es um mehrere Millionen geht, dann ist es natürlich auch wieder ein VC Thema, wo du dich auch ein bisschen absichern kannst.

Ein Term Sheet ist schon das Signal, dass man in ernsthafte Verhandlungen geht und mehr anschaut. Außerdem ist die Geheimhaltungsvereinbarung beim Term Sheet relevant. Denn wenn du mit dem Investor an dem Punkt bist, dass er so richtig Tief einsteigen will, dann gibst du natürlich auch sehr viele Informationen preis.

Man sollte natürlich dem Investor nicht beim ersten Gespräch schon ein NDA vorlegen, weil dann ist der abgeschreckt. Das hört man ja auch bei Startups, die auf NDAs bestehen. Ein VC kann das gar nicht leisten, weil er so viele Gespräche führt. Dann dürfte der ja über nichts mehr reden. Aber wenn du jetzt anfängst, tiefere Finanzplanungen zu verschicken oder Einblicke in ein Patent, dann ist es natürlich schon wichtig, weil hochwertige Interna rausgegeben werden. Ab diesem Zeitpunkt sollte man über eine Verschwiegenheitsvereinbarung nachdenken.

Das kann man sehr gut in ein Term Sheet mit aufnehmen, man kann es aber natürlich auch ohne abschließen. Es kommt immer ein bisschen auf die Struktur der Runde an.“