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Fabio Hildenbrand über wie seine Investoren ihn nach dem Fundraising unterstützen

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über wie seine Investoren ihn nach dem Fundraising unterstützen

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Fabio Hildenbrand: „Wir wählen unsere Investoren immer spezifisch für ihre Expertise aus. Dahingehend setzen wir Meetings mit den Teams oder dem Gründerteam auf, um mit den Investor*innen gemeinsam tiefer in die Themen einzusteigen, bei welchen sie sich gut auskennen.

Was das Thema Business Development angeht, je nach Expertise des Angels, formulieren wir Meilensteine. Beispielsweise, um das nächste Fundraising zu erreichen. Da prüfen wir auf welche Ziele wir hinarbeiten müssen, um für größere Investoren interessant zu sein.

Aber auch unsere privaten Events sind wichtig in puncto Unterstützung. Beispielsweise bei Teamevents tauschen wir uns oft mit unseren Investoren aus. Das Thema mentale Gesundheit und Work-Life-Balance sind hier ganz wichtig. Es ist schön, wenn man die ganze Zeit Vollgas geben kann. Aber irgendwann brauch man auch mal eine Pause. Gerade für junge Gründer*innen ist das ein Problem, wenn man gefühlt 7 Tage die Woche Gas gibt. Da vergisst man oft eine Pause einzulegen. Gute Investor*innen motivieren einen bewusst Pausen einzulegen.“

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Jonathan Spitz
darüber, wie peinlich das erste Produkt war
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Jonathan Spitz: „Es geht nicht nur darum, ob es peinlich ist oder nicht. Ich glaube da, muss man ein bisschen ins Risiko gehen und frühzeitig auf Kunden zugehen. Wenn ich nur alleine vor mich hin entwickle, dann entsteht sicher nicht das richtige Produkt. Das sehen wir auch mit den Erfahrungen, die wir mit potenziell neuen Kunden machen.

Wir sehen wie Kunden unsere Lösung nutzen und das ist sehr unterschiedlich. Es gibt eine große Diskrepanz zwischen dem, was wir am Anfang für wichtig erachtet haben und dem, was wirklich zählt. Deshalb geht es meiner Meinung nicht darum, ob es peinlich ist oder nicht, sondern viel mehr darum, ob es richtig und genutzt werden kann. Dafür muss ich auf jeden Fall mit Kunden sprechen.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
darüber, wie intensiv sie mit Investoren vor Finanzierungsrunden gesprochen haben
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Christian Ritosek: „Wie oft wir mit Investoren gesprochen haben war abhängig von der Größe. Die Ticketgröße unserer ersten Business Angel Runde war 25.000 – 100.000 Euro. Da hatten wir auf der Bits & Pretzels Messe ein 30 Minuten Meeting mit einem Business Angel und da hat der Angel gesagt, dass er dabei ist.
Er hat sich zwei Fragen beantwortet: Glaub er an das Team und an die Idee.
So hat er die Entscheidung getroffen. Mit Business Angels war meine Erfahrung, dass wir maximal 30 Minuten gesprochen haben.

Als es etwas substanzieller mit dem ersten Fons (Point Nine) wurde, da war der zeitliche Aufwand etwas länger. Da hatten wir ein erstes Meeting, wo wir den Pitch gegeben haben. Dann hatten wir eine kleine Due Diligence in den Bereichen Product, Tech und Go-to-Market. Vielleicht waren das so 5 Stunden insgesamt.

Im Seed Bereich ist das schon so üblich, zumindest ist das meiner Erfahrung. Ich kann hier nur von meiner Erfahrung im B2B SaaS Bereich sprechen. Später wurde es natürlich auch ein bisschen mehr, als es zur Series A ging und auch jetzt zu unserer Series B. Da hat sich der zeitliche Aufwand immer etwas mehr intensiviert.

Außerdem hatten wir da natürlich auch mehr Daten und da können potenziell mehr Fragen draus entstehen. Am Anfang hat man noch nicht so viele Daten und deshalb können auch nicht so viele Fragen entstehen.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über seine Fundraising-Erfahrung
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Christian Ritosek: „Seit 2010 bin ich in der Startup-Welt und mache Fundraising. Bei CANDIS haben wir 2016 mit dem Fundraising begonnen. Da haben wir erst eine Angel-Runde geraised, dann eine größere Runde mit einem Fonds (Point Nine). Im Anschluss die klassische Series A und Series B geraised.

Warum haben wir es so gemacht?
Wir sind ein ganz klarer Venture Case mit unseren Wachstumsraten und Produkt. Wir wollen eine große Firma aufbauen!“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
darüber, in welcher Tiefe sie ihre potentiellen Investoren überprüft haben
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Isabeau Ayoubi: “Wir haben unsere potenziellen Investoren nicht direkt überprüft, aber man hört sich natürlich so ein bisschen um. Wer hat da schon mit dem gearbeitet und gibt es da schon irgendwelche schlechten Erfahrungen. Jeder Business Angel hat auch schon seinen Ruf, wenn er in Business Angel Clubs aktiv ist. Wir haben jetzt einfach schon ein paar Business Angels bei uns, die wir da fragen können.”

John Agricola: “Wir haben so ein bisschen dieses typische Social Media Stalking gemacht. Wir haben versucht, auf LinkedIn rauszubekommen, wie der Business Angel eigentlich sein Geld verdient hat. Dazu haben wir viel rumgefragt und auch mal an Stellen angerufen, wo der Business Angel schon aktiv ist. Da würde ich, wenn ich es nochmal machen würde, deutlich tiefer recherchieren.

Ich will einfach verstehen, was seine Investment-Hypothese ist und wie der langfristig agieren wird. Ist der Investor zufrieden, wenn es am Ende eine Firma mit 100 Mitarbeitern ist, die eine Dividende abwirft? Das muss vorab alles schon ein bisschen abgeklärt sein. Was möchte der nach 3,4 oder 5 Jahren? Wenn man da keinen Fit hinbekommt, dann ist es einfach ein Rezept für dein Desaster.

Das würde ich mir als junger Gründer genauer anschauen und das kann ich nur jedem raten. Man sollte nicht zu allem Ja sagen, weil man es unbedingt braucht. Da sollte man wirklich noch mal einen Schritt zurückgehen und überlegen, ob es auch mit meiner Hypothese übereinstimmt.
Oft gehen die Business Angels aus der ersten Runde auch in der zweiten Runde mit und da ist es eben nützlich, wenn so eine Potenz da ist und der Wille nochmal nachzuschießen.”

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über wie und mit welchen Tools er den Fundraising Prozess verwaltet und organisiert hat
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Daniel Bosman: „Es ist für ein Startup und die Person, die für das Fundraising verantwortlich ist, extrem wichtig diesen Prozess selbst zu organisieren. Vor allem Dingen war es für mich, als kreativen Menschen, wichtig, eine Art von Gamifizierung und eigenem System für diesen Prozess mit den entsprechenden Fundraising-Tools zu entwickeln.

Im Fundraising, gerade bei Hardware und Impact-Themen, wirst du mit extrem vielen Menschen sprechen und auch viele Absagen bekommen. Wir selbst hatten Glück, denn die ersten beiden Angels, mit denen wir gesprochen hatten, wurden erfolgreiche Leads. Danach hatte es jedoch 50 Gespräche gedauert, bis wir den dritten Angel für unsere Runde dazugewinnen konnten.

Manche sagen jetzt bei 53 Gesprächen, 3 erfolgreiche Leads generiert zu haben, ist doch eine super Quote. Das zeugt dann einmal davon, dass ich es selbst einfach unterschätzt habe, wie aufwändig Fundraising sein kann. Aber es zeugt auch davon, dass wir einfach Glück hatten.

Insgesamt hab ich das Ganze nach längeren Lernprozessen so aufgebaut, dass ich einen Funnel geschaffen haben. Diesen habe ich über ein „Trello Board“ abgebildet. Links waren meine Leads, danach kamen Erstgespräch, dann Zweitgespräch. Einen logischen Aufbau muss jeder für sich selbst definieren. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, sich mit der Frage zu beschäftigen, was man aus einem Erstgespräch rausholen möchte und was willst du von einem Zweitgespräch. Ein Angel hat keine Lust, 6 Gespräche zu führen. Er / sie wollen relativ schnell in Erfahrung bringen, was das Startup von einem als Investor möchte.

Man läuft sonst zu sehr „um den heißen Brei herum“, da man sich eventuell nicht traut wichtige Fragen zu stellen, aus Angst vor einer Absage. Wenn du aber im Erstgespräch bereits herausgefunden hast, du musst ein oder zwei Fragen stellen, um den Angel in die Richtung eines Invests bewegen, dann stell diese auch.

Ich hab bei meinem Trello-Board, meine Leads links, dann kommen Erstgespräche, dann Zweitgespräche. Irgendwann erreicht man den Punkt im Fundraising-Funnel, bei welchem das Ziel vorgestellt worden sein muss. Bis zu diesem Punkt muss bereits ein Gespräch mit dem Team stattgefunden haben. Danach gilt es herauszufinden, was noch fehlt für ein Investment. Was fehlt dem Angel noch, um an Bord zu kommen?

Für mich war Trello immer ein gutes Tool zur Gamifizierung, da ich einen guten Überblick hatte, um direkt zu sehen, ich brauche mehr Leads, oder mehr Erstgespräche.

Meine Leadgenerierung war während des ersten Lockdowns etwas schwieriger, da es keine live Events gab. Ich konnte jedoch auch relativ unproblematisch mit Menschen in Videocalls connecten.

Kaltakquise ist insgesamt ein Horror. Da muss man sich nur vorstellen, wie viele Nachrichten & Emails ein etwas prominenterer Angel am Tag bekommt. Ich selber mache das tatsächlich immer noch über LinkedIn: Ich schaue mir an, was machen die Angels, was posten sie für Inhalte? Ich followe diesen in der Regel, wenn ich das Gefühl habe, es ist noch zu früh für eine Vernetzung. Dabei habe ich die Gelegenheit, auf die Due Diligence einzugehen, um zu prüfen, was postet er / sie?

Zu den Pitch Decks habe ich insgesamt drei Decks zur Verfügung. Das erste ist ein Intro Deck, welches Inhalte zur Geschäftsidee, Team und Timing behandelt. Mit den anderen beiden Decks kann man im Nachgang mehr in die Tiefe gehen.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über weitere wichtige Unterlagen, die Investoren sehen wollen
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Christian Ritosek: „Ich mache es meistens so, dass ich zuerst das Pitch Deck pitche. Die Termine sind meistens 30 oder 60 Minuten, das kommt auf den Fonds an. VCs wollen dann im zweiten Schritt einen Zugriff auf einen Datenraum bekommen, indem dann relevante KPIs sind. Im SaaS-Bereich ist das sowas wie Net dollar retention (NDR), Average Revenue per Customer (ARPC) usw.

Also KPIs, Finanzplan und Development (Plan vs. Actual Numbers), Cap-Table und in einem späteren Stadium die letzten Board Decks (Was hat man den Investoren zuletzt kommuniziert?).“