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Fabio Hildenbrand über die Erwartungen von Investoren nach der Finanzierungsrunde

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über die Erwartungen von Investoren nach der Finanzierungsrunde

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Fabio Hildenbrand: „Wir haben bisher verschiedene Business Angels und einen VC, der als Angel Syndikat investiert hat, als unsere Investoren gewinnen können. Diese Kombination ist für uns sehr spannend: Business Angels steigen in der Regel relativ früh in ein Business ein und möchten gerne aktiv involviert sein und operativ mitwirken.
Investoren, die einfach nur Geld investieren, um eine schöne Rendite herauszubekommen, klassifiziert man eher als „Dump-Money-Investoren“. Wir wollten kategorisch nur „Smart-Money-Investoren“. Daher haben wir uns zu Beginn direkt auf diese verschiedenen „Szene-Köpfe“ fokussiert.

Was ist für diese wichtige? Sie wollen informiert werden und wollen aktiv mitwirken. Sie wollen auch das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden. Das ist für uns ein schmaler Grat, denn als Gründerteam ist man im Unternehmen stark operativ involviert. Andererseits hat man durch die neu hinzugewonnenen Stakeholder, die integriert werden müssen. Diese möchten auch zur Hilfestellung bei Fragen herangezogen werden.

Diesen Spagat zu meistern, ist eine Herausforderung: Wie finde ich das optimale Mittel und wie setze ich die Investoren, die ich an Bord habe, am besten ein.

Die Kommunikation ist auch ein ganz wichtiger Bereich. Am Anfang hatten wir hier noch keine Erfahrung, wie wir am besten kommunizieren sollten. Da sind uns auch einige Fehler unterlaufen, welche wir aber direkt behoben haben und bei der nächsten Gelegenheiten verbessert. Da haben wir vor allem bei unserem letzten Reporting gutes Feedback erhalten, dass wir uns hier stark verbessert haben.“

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Fabio Hildenbrand
über was Anlässe für mögliche Konflikte mit Investoren sind und wie er sich verhält
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Fabio Hildenbrand: „Bei uns war das speziell das Thema Erwartungen. Als Startup verkauft man schließlich Annahmen und oft treten diese nicht so ein, wie sie vorhergesagt wurden.
Das war bei uns vor allem in Hinblick auf Venture Capital der Fall. Wir mussten da vorab kommunizieren, dass wir einen anderen Weg gehen müssen.

Wir haben beispielsweise in der Creator Community ein riesiges Potential gesehen mit viel Wachstum. Daraufhin haben wir entschlossen, dass wir uns darauf mehr fokussieren müssen. Das heißt aber auch dass wir unsere Traction stärker auf diesen Bereich abzielen müssen. Und für den Bereich, den wir davor vorgesehen hatten, mussten wir die Traction auslaufen lassen.

Das haben wir zu Beginn nicht richtig mit unseren Investoren kommuniziert. Relativ trocken haben wir die Information damals über eine Mail herausgeschickt. Das ist dann bei dem Ein oder Anderen bitter aufgestoßen. In Einzelgesprächen mussten wir das dann rechtfertigen und haben letztendlich auch gutes Feedback zu unserer Kommunikation bekommen. Das haben wir dann überarbeitet und in den letzten Monaten umgestellt. Beim letzten Investorenreporting haben wir dazu auch sehr gutes Feedback bekommen, da die Zahlen auch besser waren.

Einer der großen Konflikte ist demnach die Kommunikation und die Erwartungshaltung, die man in der Verkaufserhaltung schürrt und dann in irgendeiner Form einhalten muss.
Wenn man das nicht einhalten kann, kann Enttäuschung entstehen. Da muss man stets aktiv kommunizieren „wieso, weshalb , warum“. Dann behält man auch weiterhin den Support seiner Angels.“

Jonathan Spitz
über Argumente, die potenzielle Kunden überzeugen
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Jonathan Spitz: „Unsere Strategie ist die erste Optimierung immer kostenlos zu machen. Wir machen so eine Online-Demo, damit unsere Kunden die Lösung kennen. Dann machen wir eine Optimierung vor Ort oder Remote, aber eigentlich schon mit der Maschine. Wie gesagt machen wir die erste Optimierung kostenlos, damit die Kunden das Ergebnis sehen und wie gut unsere Lösung ist.

Auch damit wir Daten darüber bekommen, wie gut unsere KI in unterschiedlichen Gegebenheiten funktioniert. Prinzipiell entscheiden sich die Kunden bei unserem Produkt schnell, weil wir ihnen zeigen, dass sie 60 % schneller schneiden können. Dann wird er diese Lösung ja weiter nutzen wollen.

Nicht wir überzeugen, sondern die KI überzeugt. Die Kunden können unsere erste kostenlose Optimierung testen und sehen, wie sie dadurch zu einer schnelleren Einstellung kommen. Diese Ergebnisse überzeugen von sich selber.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
darüber, wie ein Business Angel die Due Diligence macht
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Christian Ritosek: „Dadurch, dass noch nicht so viel da ist, investiert ein Business Angel auch viel nach Bauchgefühl und ob er generell an die Idee und das Konzept glaubt. Ist das ein Markt, mit dem er sich identifizieren kann. Auch, ob er das Problem und die Lösung versteht und erkennt.

Der zweite wichtige Punkt ist, ob er an das Team glaubt. Ein Business Angel hat ja auch Erfahrung und war vielleicht schon Unternehmer oder Unternehmerin. Der Angel kann sich die Frage beantworten, ob er es dem Team zutraut oder nicht. Ist jemand im Team gut in Product, jemand gut in Sales und darauf fällt er oder sie dann ihre Entscheidung.“

Jonathan Spitz
darüber, wie peinlich das erste Produkt war
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Jonathan Spitz: „Es geht nicht nur darum, ob es peinlich ist oder nicht. Ich glaube da, muss man ein bisschen ins Risiko gehen und frühzeitig auf Kunden zugehen. Wenn ich nur alleine vor mich hin entwickle, dann entsteht sicher nicht das richtige Produkt. Das sehen wir auch mit den Erfahrungen, die wir mit potenziell neuen Kunden machen.

Wir sehen wie Kunden unsere Lösung nutzen und das ist sehr unterschiedlich. Es gibt eine große Diskrepanz zwischen dem, was wir am Anfang für wichtig erachtet haben und dem, was wirklich zählt. Deshalb geht es meiner Meinung nicht darum, ob es peinlich ist oder nicht, sondern viel mehr darum, ob es richtig und genutzt werden kann. Dafür muss ich auf jeden Fall mit Kunden sprechen.“

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Tobias de Raet Lindenpartners
darüber, wie lange eine Finanzierungsrunde dauert
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Dr. Tobias de Raet: „Die Frage, wie lange eine Finanzierungsrunde dauert, wird mir häufig gestellt. Es gibt natürlich keine klare Antwort darauf. Die Antwort, die ich immer darauf gebe, ist, dass es immer länger dauert, als man denkt. Ich kenne keine Finanzierungsrunde, die in dem gewollten Zeitraum abgeschlossen wurde.

Das liegt an mehreren Dingen:
Man kann sich kommerziell verzetteln, da viele Personen beteiligt sind. In einer idealen Welt dreht sich alles nur um mich, aber in der realen Welt haben die Menschen alle unheimlich viele Termine. Investoren geben mir nicht immer direkt ein Feedback, sondern meistens verzögert. Dann gibt es vielleicht noch ein Nebenthema mit einem anderen Investor. Das hält alles auf.

Auch wenn man sich kommerziell in einem Term Sheet geeinigt hat, ist der Vertrag noch mal eine andere Geschichte. Man kann nicht damit planen, dass am Montag das Term Sheet unterschrieben ist, am Mittwoch die Verträge fertig sind, dass man am Freitag zum Notar kann. Dieser Prozess dauert einfach länger, weil es ein ganz erheblicher Organisationsaufwand ist.

Es handelt sich ja um notarielle Verträge, man muss sich also Vollmachten einholen, der Notar muss eine Geldwäscheprüfung machen. Das sollte man alles nicht unterschätzen.

So einen Regelzeitraum, den man für eine Finanzierungsrunde nennen kann, sind so 3 Monate. Das ist so eine Daumenregel und es kann natürlich schneller oder viel länger dauern. Manchmal haken auch die Verhandlungen ein bisschen und dann ist für 1-2 Wochen Sendepause.

Ein wichtiger Tipp für Gründer:
Man sollte den Prozess immer vom Ende her bedenken: Wann braucht man das Geld und wann müsste man im schlimmsten Fall Insolvenz anmelden?

Wenn man da nicht genügend Zeit für eine Finanzierungsrunde einplant, dann passiert etwas ganz Blödes. Die Zeit läuft davon und man muss böse Kompromisse eingehen. Wenn das Gegenüber in der Verhandlungsrunde merkt, dass man das Geld dringend und zeitnah braucht, dann wird es schlechtere Konditionen geben.“