Founder Academy

Fabio Hildenbrand über was er im Fundraising unterschätzt hat

Marketplace für Travel-Routen Startup

über was er im Fundraising unterschätzt hat

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Fabio Hildenbrand: „Wir haben unterschätzt wie stark es die eigene Zeit einnimmt. Fundraising ist eine Vollzeitbeschäftigung. Man muss in diesem ganzen Prozess voll drin sein: Vom Listen aufbauen, Informationen in Data-Rooms sammeln, bis hin zum erstellen von Pitch Decks, Finanzplan und Businessplan. Du wirst de ganze Zeit in Gesprächen mit Investoren stecken. Das Problem, dass dabei entsteht ist, dass du dann selbst weniger Zeit für den Aufbau deines Businesses aufbringen kannst. Ich hatte selbst das Glück das mein Co-Founder das direkte Pendant zu mir ist. Ich selbst bin eher der Außenminister und er der Innenminister. Dadurch können wir beide Themengebiete (Aufbau des Fundraising und des Businesses) gut abdecken. Das ist auch mein Tipp, wenn andere Gründer mich fragen.

Fundraising geschieht nicht nebenbei: Du musst das 100% fokussieren. Denn schließlich baust du keine Traction auf für das Fundraising, wenn du das als Nebensache betätigst. Als Gründer*in baust du eine Art „Fomo“ (=Fear of Missing Out) auf, damit du Tickets schneller closen kannst.

Das schaffst du nicht, wenn du nicht mit vielen Investoren sprichst und du dieses Momentum für dich aufbaust. Dieses Momentum entsteht jedoch nicht nur auf der Investorenseite, sondern auch auf deiner persönlichen. Du wirst viel besser in Gespräche reingehen, wenn du weißt, ich hab heute noch fünf weitere Gespräche, statt nur einem Gespräch, von dem alles abhängt.“

Direkt mehr Startup-Know-How

von diesen und vielen weiteren Startup-Gründer*innen

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY

Daniel Bosman

Urban Gardening Startup-Gründer

Fabio Hildenbrand

Fabio Hildenbrand

Marketplace Startup-Gründer

Janosch Kühn

Janosch Kühn

Entrepreneur & Investor

Tobias de Raet Lindenpartners

Dr. Tobias de Raet

Rechtsanwalt

Dr. Matthias Brendel
darüber, wie sie ihre Investoren regelmäßig informieren
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Dr. Matthias Brendel: „Das Reporting an Investoren ist ein sehr schönes Thema, wir haben es gerade erst wieder neu aufgesetzt, weil wir unsere CI geändert haben. Dabei haben wir auch das Format leicht geändert. Wir berichten grundsätzlich zum Quartalsende, weil wir dann auch die betriebswirtschaftlichen Analysen bekommen.

Das heißt, dann haben wir die neuesten Finanzzahlen, die für unsere Investoren wichtig sind. Wie viel Cash haben wir verbraucht? Wie haben sich die Umsätze entwickelt? Wie ist unser Runway?

Aus dem Grund berichten wir immer zum Quartalsende. Da ein Quartal sehr lange ist, machen wir noch ein Report im Quartal, bei dem wir einfach berichten, wie wir inhaltlich stehen: Wie gehen die Kundenprojekte voran? Wie entwickeln sich unsere KPIs? Wir bieten ja eine digitale Fußvermessungsempfehlung. Wir berichten also, wie viele Füße wir vermessen haben. Wie viele Schuhe haben wir empfohlen und wie sind die Conversion-Rates? Solche Themen sind für unsere Investoren wichtig.

Dann berichten wir auch, wie sich zum Beispiel unser Team entwickelt. Kommt jemand dazu oder scheidet jemand aus? Wie viel Prozent unserer Kapazität fließt ins Produkt, ins Business und in die Tech-Entwicklung?

Noch eine ganz wichtige Sektion ist: Was gibt es gerade so in der Presse, was für die Investoren relevant sein könnte? Wir suchen da immer spannende Artikel und Videoreportagen raus, die uns irgendwie über den Weg kommen oder von den Investoren teilweise auch uns gemeldet werden. So kann sich jeder Investor ein Bild machen, was gerade im eCommerce, Schuhhandel und Retouren Bereich passiert.

Der letzte wesentliche Bestandteil, neben den wirtschaftlichen, finanziellen und inhaltlichen Reportings, ist die Help-Needed-Sektion. Das heißt, dort stellen wir Fragen. Zum Beispiel: Im Moment gehen wir neue Kundensegmente an und dann fragen wir, wer dort konkrete Kontakte hat. Dann schicken wir noch eine Liste mit 300 Leads und unsere Investoren melden sich dann zurück und sagen, zu wem sie irgendeine Verbindung haben.

Wir versuchen es immer möglichst interaktiv zu gestalten und es funktioniert sehr gut. Wir geben das Reporting als PDF ca. alle 6 Wochen raus und bieten am Quartalsende immer eine Videokonferenz an, um auch interaktiv darüber zu sprechen und Feedback von den Investoren einzuholen.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über wie und in welcher Tiefe er seine potentiellen Investoren überprüft hat
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Daniel Bosman: „In der Phase, in der die Gespräche sich vertiefen mit Investoren & mit Business Angels, die man menschlich und von vom strategischen Fit her gerne an Bord holen möchte, würde ich jedem empfehlen, sich Referenzen von den Angels einzuholen. Welches Portfolio haben sie? Wo haben sie bisher investiert?

Das hat zweierlei Gründe: Das Eine ist, wenn du im Endeffekt im SAAS Bereich aktiv bist und eine App programmierst, die Menschen helfen soll im Alltag und dieser Angel hat bereits ähnliche Projekte, die nicht genau das gleiche machen, dann gibt es einen Synergieeffekt. Man kann davon ausgehen, dass dieser Angel bereits extrem viele Probleme in diesem Bereich behoben hat oder zumindest unterstützend war. Man kann auch diese Startups kontaktieren. Die werden vielleicht im Setup ähnliche Probleme gehabt haben und hier kannman herausfinden, ist dieser Angel aktiv oder eher passiv? Übernimmt er/sie auch gerne mal Mitverantwortung? Wie geht die Person damit um, wenn die Ratschläge nicht angenommen werden. Das ist auch extrem wichtig. Angels sind in der Regel extrem effiziente Menschen und sie sind sicherlich gewohnt, dass man ihre Ratschläge annimmt. Daher ist das auch spannend, was passiert, wenn man den eigenen Weg gehen möchte & was passiert wenn man Konflikte hat. Das gehört auf jeden fall zu einer guten Due Diligence dazu.“

Business Angel Maximilian Fleitmann
über die Problem Slide im Pitch Deck
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Maximilian Fleitmann: „Grundsätzlich bin ich ein großer Freund von dem KISS-Modell: „Keep it simple, stupid!“. Ich sehe viele Decks, wo riesige Textblöcke drauf sind und die Gründer versuchen alle Dinge, die sie im Kopf haben, zu nennen. Am Ende des Tages ist die große Kunst es so kurz wie möglich zu halten. Auch das Problem, welches man lösen will ganz genau zu identifizieren. Viele Gründer bauen eine Lösung und fangen mit der Lösung an und die Lösung sucht dann nach einem Problem.

Eine Lösung zu bauen macht natürlich Spaß und man legt los und ist am machen. Dann merkt man auf dem Weg, dass man die Lösung auch an irgendjemanden verkaufen muss. Die meisten Wiederholungstäter fangen tatsächlich sehr weit vorne an, das Problem zu validieren. Das würde ich auch jedem ans Herz legen. Das heißt, erstmal mit extrem vielen Leuten zu sprechen und Interviews zu führen. Damit ich das Problem dann möglichst genau beschreiben kann. Das ist auch das Ziel der Problem-Slide, in so wenig Worten wie möglich zu zeigen, dass das ein Problem ist und wo ein riesiger Pain-Point ist.

So ein gutes Beispiel, wenn man über ein Problem nachdenkt, sagen wir jetzt mal: ‚Ich habe Kopfschmerzen.‘ Kopfschmerzen ist für mich erstmal ein Problem, was für mich sehr nervig ist, die möchte ich loswerden. Eine Lösung kann dann sein, dass ich irgendwelche Vitamine verkaufe, die ich dann jeden Tag einnehme und dann ist mein Vitaminhaushalt besser und ich bekomme dann keine Kopfschmerzen mehr. Oder halt so ein Aspirin, das löst das Problem direkt und da ist klar, dass es eine Zahlungsbereitschaft geben wird.

Zu dieser Problem-Slide: Möglichst klar und deutlich aufschreiben, wer hat dieses Problem, was ist das Problem und wieso ist es jetzt relevant, diese Problem zu lösen. Übrigens find ich es besser, wenn man das Problem in ein übergeordnetes Problem fassen kann. Das bedeutet, man sollte einen Satz haben, welches man mit der Firma lösen will. Natürlich gibt es dann verschiedene Unterprobleme, die da entsprechend mit reinspiele. Das ist wichtig, um zu zeigen, dass man das Problem auch richtig verstanden hat. Je besser man das Problem greifen kann und umso spezifischer man es hat, umso besser.

Es ist außerdem schön, wenn man beim Investor mit der Problem-Slide so ein gewisses Kopfnicken erzeugt. Deshalb auch bei komplizierten Themen versuchen, es möglichst einfach und verständlich zu erklären.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
über den Startzeitpunkt des Fundraisings
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Stephen Voss: „Wir haben im Jahr 2016 mit dem Fundraising begonnen. Das ist geschehen, nachdem mein Mitgründer Dirk und ich lange Zeit für die Zurich Insurance Group gearbeitet haben. Wir haben gesehen, wie Digitalisierung funktioniert und wie sie eben auch nicht funktioniert.

Das war für uns der Punkt für ein komplett digitales Modell, auch für die Kunden der Zukunft. Da haben wir unsere Konzern-Historie hinter uns gelassen und die Erfahrungen und das Netzwerk mitgenommen, um auf der grünen Wiese von Grund auf neu zu starten, um idealtypisch den digitalen Versicherer zu bauen.

Für den Aufbau eines Versicherers auf dem deutschen Markt, der auch durch die BaFin reguliert wird, ist es notwendig, Eigenkapital zu haben. Das ist die Vorgabe der BaFin zum Verbraucherschutz. Die sagen, dass man nicht einfach eine Versicherung mit ein bisschen Geld aufmachen kann.

Aus diesem Grund war es schon am Anfang notwendig, Millionenbeträge einzusammeln, um die Eigenkapitalvoraussetzungen zu erfüllen. Man kann natürlich einen Vermittler oder Makler als GmbH gründen, aber dann hat man den Nachteil, dass man nur einen Teil der Wertschöpfungskette abdeckt und man hängt an dem Versicherer, mit dem man zusammenarbeitet.

Wir wollten von Anfang an die gesamte Wertschöpfungskette als Versicherer abdecken und deswegen war das Fundraising essenziell, weil wir sonst keine BaFin Lizenz bekommen hätten.“

Madeleine Heuts
darüber, warum man sich schon vor der Gründung mit rechtlichen Themen und Fundraising beschäftigen sollte
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Madeleine Heuts: „Es ist am Ende häufig viel günstiger, weil eine bestimmte Struktur und du weißt, dass irgendwann einen Exit machen willst, dann kannst du dein Unternehmen eine Struktur schaffen, damit du am Schluss Steuern sparen kannst. Ein Beispiel ist da eine Holding Struktur.

Wenn man es erst hinterher macht, weil man sich damit vorher nicht beschäftigt hat, dann erzeugt es häufig Mehrkosten, da man die Anteile in dem Fall in seine Holding einbringen muss und das gewisse steuerliche Nachteile hat. Es gibt da eine 7-jährige Sperrfrist, wo man diese steuerlichen Vorteile gar nicht geltend machen kann. Da ärgert man sich natürlich hinterher.

Aus dem Grund ist es gut, wenn man sich am Anfang ein bisschen Aufwand macht, bzw. kontinuierlich Aufwand reinzustecken, damit man sich dann Zeit, Geld und Ärger hintenraus spart.

Da ist auch ein klassisches Beispiel, wenn du mit deinen Co-Foundern nichts geregelt und keine Verträge hast und ihr euch zerstreitet, dann kommt ihr in eine sehr schwierige Situation. So ein bisschen wie bei einer Ehe, da ist es gut, wenn man Dinge regelt, wenn man sich noch gut versteht, was natürlich hoffentlich auch immer so bleibt. Aber just in Case hat man dann schon verschiedene Szenarien überdacht und entsprechende Vorkehrungen getroffen.

Da ist es für mich so, dass es ein ganz anderes Gefühl gibt. Für Investoren ist es natürlich auch wichtig, dass man ein professionelles Setting hat, was natürlich auch für die Due Diligence relevant ist.“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
über qbilon
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Simon Lohmüller: „Mein Name ist Simon Lohmüller und ich bin einer der vier Gründer von der qbilon GmbH. Die qbilon GmbH ist ein Software-Startup und wir entwickeln eine SaaS-Plattform für Großunternehmen, um hybride IT-Landschaften zu erfassen, zu analysieren und zu optimieren.

Das heißt, dass wir Daten von Unternehmen abgreifen, die Daten in einer großen IT-Landkarte aufbereiten und den Unternehmen dann sagen, wie sie ihre Daten bezüglich Kosten oder Sicherheit optimieren können.“