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Fabio Hildenbrand über wichtige KPIs beim Investoren-Reporting

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über wichtige KPIs beim Investoren-Reporting

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Fabio Hildenbrand: „Besonders KPIs zu Finanzthemen sind für unsere Investoren wichtig: Unter anderem schauen wir uns an wie der Cash-Burn ist, wie viele neue Investoren dazugekommen sind und wie viel diese investiert haben. Auch zu welchen Konditionen diese investieren ist eine wichtige Information. Der Umsatz ist auch eine entscheidende Kennzahl. Das sind alles Hard Facts, die wir im Reporting an unsere Investoren weitergeben.

Dann haben wir auch noch reine Produkt-KPIs: Hier betrachten wir, was gerade auf der Produktebene passiert. Unter anderem was sind unsere Learnings von vorangegangenen Maßnahmen? Was sind die Daten, die wir bisher sammeln konnten. Bei uns sind das zum Beispiel die Customer-Acquisiton-Costs, die wir über Paid-Campaigns ausgetestet haben. Aber auch was die Retention und Session Time ist. Das sind alles Sachen, die wir sukzessive seit wir live sind sammeln an Daten.

Gerade in der Anfangszeit sind die Informationen sehr volatil und alles ändert sich ständig. Wir versuchen dennoch, die optimalen Prognosen zu treffen. Das Ganze wiederum versuchen wir in eine Strategie zu packen und zu rechtfertigen, warum wir diese Schritte in den kommenden Monaten umsetzen werden. Hier fragen wir auch aktiv nach Feedback, denn der Report ist nicht nur zum informieren da, sondern auch um nach Hilfe zu fragen.

Zusammengefasst haben wir die Produktseite, die Finanzseite und in unserem Fall nicht zu vergessen, die Marketingseite. Das betrifft vor allem die Creator: Wie viele Creator haben wir aktuell, was ist deren Reichweite, wie entwickelt sich das in Bezug auf unser Social Media und unsere Webseitenzahlen. Sprich Website-Traffic, Session Time und die Click-Through-Rate zum Produkt sind hier wieder relevant. Das sind alles Punkte, die wir tracken und in den Report reinpacken.“

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Tom Josczok
darüber, was Gründer für den Impact tun können, ohne Anteile abzugeben
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Tom Josczok: „Entscheidend ist die Einstellung der Gründer:innen, mit welcher intrinsischen Motivation gehen sie heran und aus welcher Motivation heraus gründen sie das Startup. Wenn die Motivation in einer sozialen oder ökologischen Verbesserung liegt, dann ist auch der Impact im Kern des Startups verankert.

Dann beschäftigt man sich von Anfang an intensiver mit Impact Themen und gibt dem ganzen auch mehr Raum. Es ist auch entscheidend, sich für die Themen entsprechend Zeit zu nehmen, es kommt nicht von alleine.

Auch mit unserer Lösung kommt der Impact nicht einfach outgesourct dazu, sondern es ist dieser erste Schritt.

Entscheidend ist auch hier von Anfang an, wenn ich mich mit dem Businessplan beschäftige, nicht nur auf die Profite und direkte Kunden zu konzentrieren, sondern auch, welchen Nutzen ich für andere schaffen kann. Welchen Einfluss kann man auf die Mitarbeiterkultur haben und wie gehen wir mit Mitarbeitern um? Das sind auch schon Punkte, die man Schritt für Schritt angehen kann, um den Impact zu etablieren.

Außerdem kann man sich mit dem CO2 Ausstoß beschäftigen. Jedes Startup produziert CO2 und wie kann man den so gering wie möglich halten. Das ist auch ein Thema, mit dem sich Startups beschäftigen sollten.

Wenn man als Gründer:in noch nicht weiß, wie man anfangen soll und noch nicht bereit ist, Anteile abzugeben, dann bieten wir auch eine Community aus Gleichgesinnten, die wir untereinander vernetzen und wo sich die Leute auch austauschen und voneinander lernen können.

Wir vernetzen die Gründer:innen untereinander und mit Investor:innen, um auch sicherzustellen, dass es ein guter Weg und die richtige Entscheidung ist. Um auch voneinander zu lernen und zu sehen, was andere Startups schon machen. Was kann ich mir da auch abschauen und wie können wir die Community dazu nutzen, alle voranzubringen.“

Dr. Matthias Brendel
darüber, was für und gegen ein echtes Equity Investment spricht
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Dr. Matthias Brendel: „Wir haben das Wandeldarlehen immer versucht zu umgehen und wir sind direkt in Eigenkapitalbeteiligungen gegangen, weil damit einfach klare Verhältnisse geschaffen werden.

Jeder sieht in der Gesellschafterliste genau, wer welche Anteile hat. Es sind alle voll an Bord und es gibt keine schwebenden Zustände, wie es beim Wandeldarlehen häufig der Fall ist. Außerdem gab es eine Änderung in der INVEST Zuschuss Reform.

Bei einem Investment in Eigenkapital bekommt der Investor 20 % Cashback, wohingegen beim Wandeldarlehen nur 10 %. Das spricht aus meiner Sicht schon für ein Eigenkapital Investment, weil man als Gründer das wieder verwenden kann, um die Bewertung vielleicht noch ein bisschen nach oben zu verhandeln.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
über die Rollenverteilung beim Fundraising
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John Agricola: “Am Anfang war es so, dass Isabeau als UI und UX Designerin hier reingekommen ist und noch nichts über das Fundraising wusste, da sie nie in einem Startup war und aus einer Corporate Welt kam. Ich hatte auch keine Ahnung vom Fundraising, aber ich hatte schon länger eine Firma geführt. Aus dem Grund war es klar, dass ich mich da irgendwie drum kümmern muss. Am Ende haben wir es zusammen als Gründer gemacht und es kam zu dem Punkt, dass Isabeau mehr Pitches gemacht hat und ich so den technischen Part übernommen habe.”

Isabeau Ayoubi: “Meine Rolle ist eher so im Operativen und Pitchen. Das mache ich auch einfach gerne, auch mit Kunden sprechen und John übernimmt meistens den technischen Part. Das ist das Schöne als Gründerin, ich bin Grafikerin und ich arbeite auch noch in dem Bereich, aber die ganzen anderen Komponenten, die dazu kommen, machen das Arbeitsleben noch viel schöner.

Ich rede mit Investoren, reise, gehe auf Messen und gleichzeitig kümmere ich mich hier um meine Entwickler und um die Kunden. Das macht die Arbeitswelt so bunt und schön.”

John Agricola: “Gerade beim Fundraising kann ich auch empfehlen, dass ruhig mal mehr Leute auf die Bühne gehen. Ich habe es schon oft gesehen, dass irgendwie sechs Leute dabei sind, aber nur einer auf der Bühne ist. Geht ruhig zusammen drauf, weil die Investoren das ganze Team kennenlernen wollen.”

Isabeau Ayoubi: “Wir haben bei einem Pitch auch mal das ganze Team mitgenommen und sind da zu Zehnt eingelaufen. Jeder sollte mal sehen, wie sich unsere Firma nach außen präsentiert, für was wir stehen und wie uns die Leute wahrnehmen. Unsere Entwickler sind auf der ganzen Welt verteilt und die denken über dieses Thema gar nicht so nach. Da ist es schön, wenn man die an einem Fleck versammelt und die bei dem Thema mitnimmt. Ich würde auch jedem empfehlen, alles mitzunehmen und jede Seite mal anzuschauen.”

Fabio Hildenbrand
über die Erwartungen von Investoren nach der Finanzierungsrunde
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Fabio Hildenbrand: „Wir haben bisher verschiedene Business Angels und einen VC, der als Angel Syndikat investiert hat, als unsere Investoren gewinnen können. Diese Kombination ist für uns sehr spannend: Business Angels steigen in der Regel relativ früh in ein Business ein und möchten gerne aktiv involviert sein und operativ mitwirken.
Investoren, die einfach nur Geld investieren, um eine schöne Rendite herauszubekommen, klassifiziert man eher als „Dump-Money-Investoren“. Wir wollten kategorisch nur „Smart-Money-Investoren“. Daher haben wir uns zu Beginn direkt auf diese verschiedenen „Szene-Köpfe“ fokussiert.

Was ist für diese wichtige? Sie wollen informiert werden und wollen aktiv mitwirken. Sie wollen auch das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden. Das ist für uns ein schmaler Grat, denn als Gründerteam ist man im Unternehmen stark operativ involviert. Andererseits hat man durch die neu hinzugewonnenen Stakeholder, die integriert werden müssen. Diese möchten auch zur Hilfestellung bei Fragen herangezogen werden.

Diesen Spagat zu meistern, ist eine Herausforderung: Wie finde ich das optimale Mittel und wie setze ich die Investoren, die ich an Bord habe, am besten ein.

Die Kommunikation ist auch ein ganz wichtiger Bereich. Am Anfang hatten wir hier noch keine Erfahrung, wie wir am besten kommunizieren sollten. Da sind uns auch einige Fehler unterlaufen, welche wir aber direkt behoben haben und bei der nächsten Gelegenheiten verbessert. Da haben wir vor allem bei unserem letzten Reporting gutes Feedback erhalten, dass wir uns hier stark verbessert haben.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über den häufigsten Kritikpunkt von Investoren und darüber, wie er damit umgegangen ist
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Daniel Bosman: „Wir haben das Glück gehabt, nicht sehr viel Kritik zu unserer Geschäftsidee und zu unserem Geschäftskonzept zu erhalten. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir unsere eigene Due Diligence sehr gut gemacht haben. Dadurch haben wir wirklich Impact-fokussierte Angels mit an Bord geholt, die auch bereit sind, nicht nur klassisch SaaS zu machen. Denn das wäre für jeden Angel niedriges Risiko und relativ schnelle Verifizierung am Markt mit überschaubaren Aufwand für uns.

Mit der Entwicklung des Raumgartens, haben wir ein Produkt, was wirklich impact-relevant Lebensmittel zu Hause produziert. Das ist eine Challenge, da es sich um ein neues Produkt handelt, dass es so auf der Welt noch nicht gibt. Hardware schreckt aber auch viele Angels ab und dann auch noch als Zusatzkomponente der Impact. Mit unsere Produktidee legen wir den Fokus nicht komplett auf die Profitabilität und das so schnell wie möglich, sondern „Mission first, but business is also important“. Das ergibt für uns natürliche Vorteile, aber für einen Angel ist das auch ein erhöhtes Risiko.

Unsere Angels, die an Bord sind, gehen diese Reise mit uns zusammen. Sie stehen dahinter und wir haben einen Schulterschluss der uns vereint und das ist sehr wichtig. Du möchtest niemanden an Bord haben, der die ganze Zeit nach der „Cash Cow“ ruft, während du dabei bist ein Team richtig zu implementieren mit einem Purpose und einer Mission.

Wo wir Kritik erhalten haben ist, dass wir drei Gründer an Bord haben: Ein Gründer ist Softwareentwickler. Ich bin der Produktentwickler & CEO. Dann haben wir noch einen Gründer mit Robert der von „Infarm“ gekommen ist. Er ist fokussiert auf Pflanzen im Indoor-Bereich. Wir haben weder einen CMO, noch haben wir einen CFO. Wir haben keine Person die fürs Marketing oder die Financials zuständig ist. Dementsprechend ist der Bereich Buchhaltung und Marketing zwar durch uns abgedeckt, aber da können wir natürlich nicht in der Art und Weise performen, wie das der Fall wäre, wenn wir in diesem Bereich noch eine(n) Gründer*in mit an Bord hätten. Das ändert sich jetzt gerade und darauf sind wir auch sehr stolz. Wir haben jetzt zwei Angels mit dabei, die könnte man nachts um zwei Uhr wecken. Die wissen alles über Marketing und sie legen auch eine Messlatte an, indem sie sagen „Hey Jungs, wenn wir das jetzt hinkriegen wollen, dann müsst ihr in dem Bereich eure Sachen schnell auf die Straße bringen“. Wir haben natürlich auch noch ganz viele andere Sachen zu tun, aber die Challenge nehmen wir an und das schaffen wir auch.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über die Wichtigkeit von Transparenz gegenüber Investoren
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Christian Ritosek: „Ich kann nur sagen, dass man 100 % transparent sein sollte. Man sollte auch keine Leichen im Keller haben. Abgesehen davon, dass man Garantien in den Funding-Verträgen abgibt.

Mit einem Investor geht man wie eine Beziehung ein. Jede Beziehung kann nur funktionieren, wenn man offen, transparent und ehrlich ist. Man sollte natürlich in den Pitches verkaufen können, aber nicht lügen. Man sollte auch offen und ehrlich mit Fu**-Ups umgehen, weil in einem Startup nie alles rund läuft.

Investoren verstehen das, und im Idealfall sind es Learnings, die man gemacht hat. Investoren wollen auch gerne sehen, was die Gründer:innen aus Fehltritten in der Vergangenheit gelernt haben.

Mein Tipp ist: Seit 100 % transparent!“