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Fabio Hildenbrand über wie er es schafft, dass sich Investoren nicht zu sehr in sein Startup einmischen

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über wie er es schafft, dass sich Investoren nicht zu sehr in sein Startup einmischen

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Fabio Hildenbrand: „Das ist denke ich ein sehr schmaler Grad: Auf der einen Seite will man die Expertise der Investoren haben. Aber auf der anderen Seite will man sich auch an die Umsetzung machen: Die Informationen müssen schließlich auch operativ umgesetzt werden.

Zeitgleich möchte man die Investoren auch nicht vor den Kopf stoßen. Das ist denke ich der klasssischer Konflikt der auf Gründer*innen zukommt, wenn man mit vielen Business Angels arbeitet.

Diese Pros und Cons muss man entsprechend abwägen. Ich denke für uns hat es sich gelohnt: wir schaffen es diesen schmalen Grad zwischen Input reinholen und zu sagen, wenn es reicht an Informationen.“

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Madeleine Heuts
darüber, wie sie Investoren überzeugt
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Madeleine Heuts: „Also RAKETENSTART ist ja ein Legal Tech Startup und wir machen genau diese rechtlichen Themen für Gründerinnen und Gründer viel einfacher. Da heißt sowohl das Thema der Gründung als auch des Unternehmensaufbaus. Legal Tech ist gerade eine Branche, die ist superhot. Das Timing ist sehr gut und es gibt noch nicht so viele am Markt und es gibt fast keine Lösungen, die sich an Juristen richten, sondern an das Unternehmen selbst.

Der Ansatz, den wir haben, ist, dass wir ganzheitlich in einer Plattform, alle spezifischen Probleme lösen wollen, die Gründer und Unternehmer gerade am Anfang und im Wachstum haben. Gleichzeitig kommt natürlich das Problem mit rein, dass die finanziellen Mittel sehr begrenzt sind.

Wir haben jetzt alles in eine digitale Lösung gepackt, wo wir verschiedene Stufen miteinander verbinden. Die Gründer können sich beispielsweise in der Academy sehr viel in E-Learnings selbst beibringen. Da haben wir alle möglichen Fragen, die Gründer haben können, reingepackt.

Das ist für Investoren natürlich super, weil auch die Startups, mit denen die sprechen, unser Produkt brauchen. Für Investoren ist es sehr spannend, wenn sie mit Leuten verhandeln, die schon eine gewisse Augenhöhe bei vielen Themen haben.

Wir haben natürlich auch einen großen Kurs zum Thema der Finanzierung, wo wir die verschiedenen Finanzierungsarten erklären. Es gibt ein Kapitel, wo alle Klauseln drin stehen, die Investoren mit einem verhandeln wollen. Da kann man auch lernen, was es im rechtlichen Sinne bedeutet, wenn jemand das möchte. Wie wirkt sich das wirtschaftlich aus und welche Konstellationen gibt es? Was muss ich dabei beachten?

Ein klassisches Beispiel: Wähle ich ein Wandeldarlehen oder eine direkte Beteiligung? Was ist der Unterschied und wann lohnt sich was? So kann man für sich schon einen sehr guten Weg rausfinden. Außerdem kann man in unserem Vertragsgenerator die Verträge auch direkt erstellen.

Für die Verhandlungen mit den Investoren connecten wir die Startups auch mit den passenden Anwälten, die die Verhandlung im Fundraising übernehmen. Das ist natürlich super, weil du so alles in einer Lösung hast und das Thema Legal supereasy abhaken kannst. Außerdem nehmen wir die Leute an die Hand und führen sie durch den ganzen Prozess, damit sie nichts vergessen.

Obwohl man sagt, dass Gründer risikoaffin sind, gibt das eine sehr große Sicherheit, weil ich weiß, an was ich denken muss und es auch direkt umsetzen kann. Gleichzeitig haben wir auch Investoren, die unsere Plattform nutzen, weil auch Business Angels irgendwann mal anfangen. Die können natürlich auch lernen, was in so einen Vertrag reinkommt und was für Optionen es gibt.

So kann man sehr gut auf Augenhöhe einen Deal finden, der für beide Seiten auch fair ist.“

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
über gute Quellen für Zahlen für die Slides
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Antonia Wälzholz: „Woher bekommt man gute zitierfähige Zahlen? Das ist natürlich Recherche mit den eingängigen wissenschaftlichen Artikeln, mit sehr vielen Studien zu unterschiedlichen Themen, mit denen man sich auseinandersetzten kann. Teilweise muss man die auch kaufen, und für etwas mehr Geld gibt es manchmal wirklich sehr gute Insights, die man für das Pitch Deck benutzen kann.

Ehrlich gesagt ist mittlerweile auch einfach sehr viel öffentlich verfügbar. Ich würde mich nicht davor scheuen, auch mal in die Wissenschaft einzutauchen, denn da findet man oft Insights, die andere noch nicht genannt haben. Und ich bin ein Freund von der Maxime ‚Steal with pride‘. Wenn man irgendwo ein gutes Zitat sieht, das jemand benutzt und belegt hat, dann kann man das ruhig nehmen. Die Arbeit hat ja schon jemand gemacht und die Quelle gefunden, da kann man das auch einfach übernehmen.

Für den Marktblick außen kann man sehr gut Recherche von anderen nutzen und mit den relevanten Quellen im Deck verarbeiten. Bei der Solution Slide wird es etwas schwieriger, denn dazu gab es ja vermutlich noch gar keine Marktforschung. Wir planen jetzt beispielsweise eigene Studien mit KMU umzusetzen, um herauszufinden, was die relevanten Probleme sind und wie wir Dinge noch besser quantifizieren können.

Aber am Ende gehen wir von einem durchschnittlichen Nutzerverhalten aus, wenn wir sagen, wie viel Zeit unsere Lösung spart. Daraus rechnen wir dann Zeitinvestment und Ersparnisse hoch, wie viel Prozent man etwas verbessern kann usw. Das sind dann interne Berechnungen, die man natürlich auch erklären können sollte, statt sie nur zu behaupten. Wenn man das nicht selbst nachgerechnet hat, sollte man vorsichtig damit sein, solche Zahlen im Pitch Deck aufzunehmen. Denn kritische Nachfragen nach der Quelle solcher Zahlen können natürlich kommen.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
über die Due Diligence aus Sicht von Gründer*innen
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John Agricola: „Wenn du ein junges Startup hast, hast du nicht viel Due Diligence, weil du nicht viel zu zeigen hast. Das heißt Google Drive anlegen und alle Dokumente rein. Eigentlich alles was ihr habt, gehört da rein: Wenn ihr Wandelanleihen habt, wenn ihr eine Satzung habt, Verträge mit einem Steuerberater. Arbeitsverträge sind auch ganz wichtig, dass man sieht, was ihr euch auch selber auszahlt.

Unserer Erfahrung nach wollen Angels mehr sehen, dass es da ist. Inhaltlich ist es nicht so interessant, weil ihr keine Bilanzen habt. Wichtig ist, dass das was angefordert ist, da ist. In der Regel tun sich die Angels ein oder zwei Kleinigkeiten rauspicken, die sie dann überprüfen wollen. Vielleicht hat irgendetwas auch ihre Aufmerksamkeit erregt und das schauen sie sich dann genauer an. Für Statistiken kann man nochmal in Google Analytics reinschauen. Die meisten Business Angels waren da entspannt, solange man dann die kleinen Details, die abgefragt wurden dann auch wirklich liefern konnte.“

Jonathan Spitz
darüber, wie er mit Frustration umgeht
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Jonathan Spitz: „Ein guter Tipp ist es, den richtigen Mitgründer zu haben, der das für das Startup macht. Ich denke, es ist bei Startups generell so, dass manche Stunden sehr gut laufen und andere sehr schlecht. Das kann sich auch stundenweise ändern. Man muss einfach durchhalten und weitermachen.

Wir finden es wichtig, bei jedem Schritt zu schauen, was wir daraus gelernt haben. Zum Beispiel wenn wir eine Maschine optimiert haben und der Kunde nicht überzeugt ist. Liegt das vielleicht daran, dass es ein neues Material oder eine neue Maschine ist. An der Stelle sich die richtigen Fragen stellen: Warum ist der Kunde nicht überzeugt? Was lernen wir daraus? Können wir vielleicht noch mal mit dem Kunden sprechen und Feedback einholen.

Es ist immer schwierig, wenn wir ein „Nein“ oder ein „Vielleicht“ bekommen, aber solange wir aus den Dingen lernen, können wir weitermachen.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, wann alle Gründer spätestens Vollzeit im Startup arbeiten sollten
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Florin Kutten: „Grundsätzlich hat man am Anfang des Fundraisings noch kein Geld und so war es bei uns auch, dass man nicht genug Geld zum Leben hatte. Es ging einfach nicht, nur im Startup zu arbeiten. Wenn das Fundraising aber abgeschlossen oder fast abgeschlossen ist, dann muss man auf jeden Fall Vollzeit im Startup arbeiten. Dann ist es ja so, dass man Gehälter auszahlen kann. Am Anfang vom Fundraising fängt man ja erst an und hat noch kein Geld und so auch keine andere Möglichkeit.“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
darüber, wie transparent man zu Investoren sein sollte
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Simon Lohmüller: „Da kann ich nur zu maximaler Transparenz raten. Wenn ihr irgendetwas verheimlichen wollt, das kommt am Ende sowieso raus. Man muss sämtliche Dokumente zum Unternehmen abliefern und es bringt nichts, das Vertrauensverhältnis schon vorab zu beschädigen, selbst wenn man damit vielleicht durchkommt und die Runde abschließen kann.

Wenn es irgendwelche Leichen im Keller gibt, dann wird es früher oder später rauskommen. Es sollte ja auch nach Abschluss der Finanzierungsrunde ein vertrauensvolles Verhältnis sein und darauf sollte man bauen. Wir waren immer absolut ehrlich und transparent und das hat uns definitiv nicht geschadet.

Man kann den Investoren auch seine Schwächen erzählen und ich glaube, das ist durchaus gewollt, weil auch Investoren wissen, dass kein Startup von Anfang an perfekt ist. Es gibt immer irgendwelche Schwächen und wenn es die Schwächen nicht gäbe, dann bräuchte man wahrscheinlich keinen Investor.“