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Florin Kutten darüber, ob die angestrebte Bewertung ins Pitch Deck gehört

Zero-Waste Startup-Gründer

darüber, ob die angestrebte Bewertung ins Pitch Deck gehört

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Florin Kutten: „Wir haben die Bewertung nicht ins Pitch Deck geschrieben, weil die sehr lange gar nicht klar war. Die Bewertung haben wir erst in den Gesprächen mit den Business Angels herausgefunden. So grundsätzlich hatten wir eine Idee von der Bewertung und wir haben im Pitch Deck mitgeteilt, wie viel Geld wir suchen, aber die Bewertung haben wir dann in den Gesprächen mit den Business Angels erarbeitet.

Auch jetzt, wo die Bewertung steht, schreiben wir es nicht rein, weil wir da in den Gesprächen heranführen wollen und nicht alles direkt preisgeben wollen. Am Ende ist es so, dass wenn wir direkt mit der Bewertung reingegangen wären, dass dann viele gesagt hätten, dass ihnen die Bewertung zu hoch ist.

Wenn man mit den Business Angels erst redet, sich kennenlernt und dann irgendwann mit einer Bewertung kommt, dann ist es viel einfacher, diese Bewertung oder allgemein eine höhere Bewertung durchzusetzen.“

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Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
über seine Beziehung zu Investoren, die nicht investiert haben
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Michael Pfeifer: „Das ist natürlich ganz normal, dass es im Rahmen einer Finanzierungsrunde auch einige Absagen gibt. Dass man nicht zueinander findet. Das passiert übrigens auch in einer überwiegenden Anzahl der Fälle: Man kriegt deutlich mehr Absagen als Zusagen. Davon sollte man sich natürlich nicht beirren lassen.

Im Gegenteil: Was wir gemacht haben war, dass wir nach der Finanzierungsrunde nochmal alle Investorinnen und Investoren kontaktiert haben, mit denen wir in Gesprächen waren. Wir sind jetzt nicht nochmal besonders auf Menschen zugegangen, die uns bei der ersten Email abgesagt haben. Aber es gibt natürlich manche, mit denen hatten wir Gespräche und die haben gesagt aus unterschiedlichen Gründen bin ich „jetzt“ nicht dabei. Da ist es ganz wichtig, das diese gesagt haben „jetzt“ nicht dabei zu sein. Die haben wir informiert und gesagt „Hey, wir haben jetzt die Runde geclosed, aber lasst uns doch in Kontakt bleiben. Wir fanden die Gespräche sehr spannend und wir würden euch gerne weiterhin informieren.“

Das ist in zweierlei Hinsicht gut, weil es gibt einige, die gesagt haben „Finden wir total super und nach der Runde ist vor der Runde!“ – lasst uns gerne zu einem späteren Zeitpunkt noch mal sprechen. Aber es gibt auch manche die sagen, wir sind jetzt zwar nicht zusammengekommen, aber ich würde trotzdem gerne irgendwie dabei sein. „Wenn ihr irgendwelche Fragen habt könnt, ihr mich natürlich jederzeit kontaktieren“.

Es gibt auch ganz konkret bei uns jetzt drei Business Angels, die als Sparringpartner aus dieser Finanzierungsrunde hervorgegangen sind, ohne dass sie investiert haben. Das ist auch schön, die Leute einfach kontaktieren zu können, wenn man irgendwelche Fragen hat.

Tobias de Raet Lindenpartners
über AGBs
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Dr. Tobias de Raet: „AGB sind Standardmuster für Vertragsklauseln, die man nicht immer wieder neu verhandeln möchte. Das heißt, allgemeine Geschäftsbedingungen, Zahlungsbedingungen, Lieferbedingungen und Rechtswahlklausel. So was vereinbart man in AGB und das sind diese langen Vertragsdokumente, die sich eigentlich nie jemand durchliest.

Das ist auch so gedacht, AGB soll man nicht durchlesen müssen, weil da nichts Überraschendes drin stehen darf. Grundsätzlich gilt bei AGB, dass alles, was überraschend ist, unwirksam ist. Man kann in AGB nichts verstecken und jemandem dadurch was unterschieben. Grundsätzlich sollen AGB das Regeln, was beide Interessen vertritt.

Man muss dazu wissen, dass AGB strengen Vorlagen unterliegen, durch das Gesetz und durch die Rechtsprechung. Häufig geht es um das Thema, was überraschend und nicht überraschend ist. Aus dem Grund sollte man vorsichtig sein, wenn man AGB als Muster nimmt. Da gibt es viele Angebote und die stimmen dann in sich. Man sollte dann aber nicht ins Getriebe greifen und die einzeln anpassen, ohne zu prüfen, ob es auch wirklich geht.

Ein Beispiel: Ich verlängere mal meine Kündigungsfrist um ein paar Jahre oder ich schreibe noch eine zusätzliche Klausel rein, die mir besonders wichtig ist. Da muss man immer aufpassen und lieber noch mal prüfen lassen, ob es wirklich geht. Wenn es rechtlich nicht geht, dann ist es unwirksam und dann schützen einem die schönsten AGB nichts, wenn sie unwirksam sind.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
darüber, worauf ein Gründer beim Beteiligungsvertrag achten sollte
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Dr. Daniel Fallscheer: „Es gibt natürlich die Grundfrage, wie du dein Startup finanziert. Du kannst ein Convertible Loan Agreements (CLA, Wandeldarlehen) machen. Das kann man zeitlich ungebunden machen, du bist flexibel, was die Bewertung angeht. Da kommt es natürlich auf ein paar Kern-Terms an, zum Beispiel Liquidationspräferenzen, Mitbestimmungsrechte, Rechte des Boards, Mehrheiten für Votings und Optionspools für Mitarbeiter.

Das sind so die Kernthemen, der Rest ist auch ganz viel Standard und da muss man durchgehen. Für uns sind die Terms wichtig, die uns am Schluss treffen und die uns eventuell einschränken.“

Dr. Matthias Brendel
darüber, welche ungewöhnlichen Themen in den Beteiligungsvertrag gehören
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Dr. Matthias Brendel: „Neben Krankheit und Schwangerschaft sollte auch der Todesfall berücksichtigt werden. Damit will man sich natürlich nicht beschäftigen, also was passiert, wenn einer der drei Gründer stirbt, aber es kann passieren. Da gibt es wichtige Konstellationen, beispielsweise gehen bei einer Ehe die Anteile auf die Partnerin über und dann kann es sehr schnell kompliziert werden.

Da wird ein Rückkaufsrecht für die übrigen Gründer benötigt, damit die die Chance haben, die Anteile im Unternehmen zu halten und operativ handlungsfähig zu sein. So was ist eine Herausforderung für die Gründer, solche Fälle auszudiskutieren, aber man wächst auch daran, weil man sich eben auch dafür absichert.
Uns hat es sehr geholfen, auch den Fall mal durchzudiskutieren und von unserem Anwalt Impulse zu bekommen, was alles passieren kann und auf was man achten muss.“

Startup-Gründerin Dr. Desiree-Jessica Pely
über ihr Startup loyee.io
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Dr. Desiree-Jessica Pely: „Ich bin Jessi und die Gründerin von loyee.io. Was ist mein Hintergrund? Ich habe in Finanzwesen promoviert und komme eigentlich aus der Finanzbranche, habe aber im Rahmen meiner Promotion mit dem Nobelpreisträger Richard H. Thaler zusammengearbeitet. Er hat die Nudge Theorie ins Leben gerufen und nach meiner Promotion wollte wir die Wissenschaft in die Praxis bringen. Da ist dieses Thema Nudge ein super Aufhänger und da haben wir gestartet.

loyee.io ist eine interne Kommunikationssoftware, die inklusive und nachhaltige Arbeitsplätze schaffen und Mitarbeiter abholen soll. Ich freue mich, dass ich heute hier sein darf und von unserem ersten Kunden erzählen darf.

Das Problem ist gerade, dass die Mitarbeiter in der Remote-Arbeit die Vision des Unternehmens nicht sehen. Sie wissen nicht, in welche Richtung sie gehen sollen und dadurch entstehen sehr viele Silos innerhalb und außerhalb der Teams. Wir haben damit gestartet, dass wir den “sense of belonging” zu dem Unternehmen erhöhen wollen und dass sich die Mitarbeiter abgeholt fühlen. Genau dafür brauchen die Unternehmen eine interne Kommunikationsplattform.

Wir machen das anhand von zwei Säulen. Einerseits haben wir Nudge-Pakete entwickelt, die zu den Themen Remote-Work, Diversity and Inclusion Impulse setzen. Das sind so Mikro-Learnings für die Mitarbeiter und deren Verhalten. Da vertreiben wir quasi unseren eigenen Inhalt, den unsere Psycholog:innen aus der Wissenschaft ableiten.

Die zweite Säule ist die Plattform selber. Wir bieten an, dass die Unternehmen eigene Nudges mit unserer Guidance kreieren können. Zum Beispiel etwas aus dem HR-Bereich oder Compliance-Bereich. So etwas kann dann über unsere Plattform vertrieben werden und das hängt dann über Slack, Microsoft Teams, E-Mails und Co. zusammen.

Unsere Plattform forciert noch viel mehr die Zusammenarbeit und Kommunikation unter den Mitarbeitern, gerade auch im Remote-Work. Wir haben so eine Art Employé Hub gebaut, wo sich jeder Mitarbeiter seinen eigenen Workspace aufbauen kann und da kommt der Newsfeed und Company Update rein. Also die Mitarbeiter wissen, wo das Unternehmen gerade steht, wo es hinwill und es ist eine moderne und einfache Art des Intranets. Es wird dabei aber keine eigene IT-Abteilung benötigt und es ist auch kein Knowledge Management System.“

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor
darüber, wie offen Experten in der Industrie für Gespräche sind
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Julius Göllner: „Meine Erfahrungen sind da sehr positiv. Einerseits, weil sich Experten in der Industrie gerne mit neuen Technologien beschäftigen, ich glaube, es gibt auch so väterliche und mütterliche Gefühle, weil man sieht, dass es junge Leute sind.

Man kann die Experten natürlich auch ein bisschen an ihrer beruflichen Ehre packen und sagen, dass wir sie als den Experten für Logistik in der Industrie identifiziert haben und ob er nicht Zeit für ein paar Fragen hat. Es kann auch sein, dass die Leute so ein Gespräch als Chance für ein potenzielles Investment sehen, die Experten haben teilweise auch schon sehr viel Geld verdient.

Es gibt sehr viele Motive, warum ein Experte so ein Interview macht. Natürlich würde ich erst über das Netzwerk geht und wenn man da ein Intro bekommt, dann ist es nochmal einfacher. Per se habe ich die Erfahrung in den letzten 5-10 Jahren gemacht, dass da eine extrem hohe Bereitschaft besteht, Gründern zu helfen.“