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Isabeau Ayoubi und John Agricola darüber, wie hilfsbereit Investoren sind, die nicht investieren

PropTech Startup-Gründerin

darüber, wie hilfsbereit Investoren sind, die nicht investieren

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Isabeau Ayoubi: “Die waren sehr hilfsbereit. Wir haben wahrscheinlich mehr Intros von denen bekommen als von denen, die investiert haben. Wir haben wirklich tolle Leute kennengelernt, die kein Investment gesucht haben, aber sehr gerne mit ihren Kontakten weitergeholfen haben. Das ist wirklich cool und da ist das Netzwerk meistens auch hilfreich. Früher im REAKTOR.BERLIN gab es auch so viele Mentoren. Da kannst du auch jeden mal anpingen und schauen, wer dir wo weiterhelfen kann.”

John Agricola: “Auch wenn ein Business Angel ablehnt, kannst du daraus viel lernen. Wenn ein erfahrener Business Angel schnell ablehnt, sagt der dir ganz klar, warum nicht. Damit kann man als Gründer einfach sehr gut arbeiten. Wenn sich das wiederholt beim zweiten und dritten Mal, dann kann man immer weiter dran arbeiten. Ich lese im Netz häufig, dass es 500 Bewerbungen gibt und 3 werden es. Sorry, dann stimmt was nicht. Wir kennen es auch von anderen Startups und da ist es eher auf 20 Bewerbungen, 10 Business Angels werden es schnell. Wenn die Business Angels absagen und immer das Gleiche sagen, dann würde ich darauf gehen, das Problem lösen und es ist einfach nicht normal, so eine hohe Absagequote zu haben.”

Isabeau Ayoubi: “Wenn Business Angels gar nicht mit euch reden wollen, dann gibt es einen Punkt, der dringend bearbeitet werden muss.”

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darüber, welche weiteren Unterlagen die Investoren außer dem Pitch Deck sehen wollten
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Dr. Daniel Fallscheer: „Ich bin da vielleicht etwas unorthodox rangegangen. Zum Beispiel habe ich am Anfang nie das Pitch Deck geschickt. Ich habe das nur Voice-over gemacht und wir haben dann das Deck im Nachhinein geschickt. Wir haben ein klassisches Investor Deck gehabt, was man auch eher lesen kann, deshalb haben wir es danach geschickt. Wir haben es manchmal länger oder kürzer geschickt, wir waren da variabel.

Den Businessplan haben wir auch erst später verschickt bzw. in den Datenraum gepackt, nachdem es einen detaillierten Call gab. Die Due Diligence war bei uns später auch eher kurz und knackig, in wenigen Wochen.

Man braucht ein sehr gutes Pitch Deck, man muss die Story aber auch ohne Deck präsentieren können. Das sollte in 3-5 Minuten gehen, innerhalb eines kernigen Pitches und einer kurzen Vorstellung. Das Pitch Deck kann man auch danach noch rausschicken, dann hat man die Investoren am Ohr und nicht auf irgendwelchen Folien.“

Business Angel Maximilian Fleitmann
über die Market Slide
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Maximilian Fleitmann: „Da kann man natürlich viel falsch machen. Der häufigste Fehler sind einfach unrealistische Kalkulationen. Ein Klassiker ist, dass ein riesiger Markt angeschaut wird und dann wird da eine Prognose über die Market Share gemacht, die das Startup in 3-5 Jahren hat. Und dann kommen dabei so Dinger rum, dass in einem 25 Milliarden Markt, die Company in 3 Jahren 20 % Market Share hat. Da fragt man sich dann als Investor auch, wo diese Annahmen herkommen.

Da würde ich eher so vorgehen, dass ich Marktverständnis mitbringe. Das heißt, dass ich weiß, ob der Markt klein oder groß ist. Ich zeige aber mit der Market Slide auch, welches Segment ich in dem Markt angehe. Natürlich ist es so, dass VCs nach großen Märkten schauen. Es gibt aber auch Beispiele, wo eine Company einen neuen Markt kreiert hat. Zum Beispiel hat Uber einen neuen Markt mit dem Ride Sharing entwickelt. Da hätte man sich vielleicht in der Market Slide den Taximarkt angeschaut. Gründer und Gründerinnen sollten zeigen:

1. Du weißt, auf welchem Markt du unterwegs bist.
2. Wie verändert sich der Markt. Da können die Gründer und Gründerinnen auch ihre Hypothesen nennen.
3. Research Part: Was sind jetzt die Zahlen, die wir da haben. Für mich ist es da aber nicht entscheidend, dass da der genaue Market Share des Startups in 3 Jahren steht, weil woher sollen das die Gründer:innen in einer so frühen Phase wissen?“

Jonathan Spitz
über das Pricing
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Jonathan Spitz: „Als erstes haben wir an ein monatliches Flatrate-Modell gedacht. Also dass die Kunden einmal im Monat bezahlen und so viel nutzen dürfen wie sie wollen. Jetzt haben wir es ein bisschen angepasst, der Kunde bezahlt eine Gebühr im Monat und dann bezahlt der Kunde noch mal für jede Optimierung, also Pay-per-Use. Wir denken gerade auch über ein reines Pay-per-Use Angebot nach.

Wie haben wir das Pricing aufgesetzt? Wir schauen, wie viel schneller unsere Kunden mit einer Laserschneidmaschine schneiden können. Das heißt, wir sparen dem Kunden eine bestimmte Zeit an der Maschine. Die Stunden haben einen Preis und unser Preis ergibt sich durch einen Teil dieser Zeitersparnis.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über die Vor- und Nachteile von Business Angels und VCs
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Christof Weidl: „Ein persönlicher Enthusiasmus ist seitens der Business Angels sehr positiv. Der führt sehr schnell dazu, dass Business Angels Türen öffnen, die du sonst nicht geöffnet bekommst. Außerdem Business Angels, die sich sehr stark mit dem Produkt identifizieren und das vielleicht auch aus ihrer persönlichen Historie heraus tun. Zudem holen sie andere mit an Bord, gehen mit Begeisterung auf Kunden und andere Investoren zu. Das machen sie mit ganzem Herzen und ganzer Leidenschaft.

Das kann aber auch manchmal ins Gegenteil schwenken, da kommen wir jetzt zu den Nachteilen. Wenn ein Business Angel zu enthusiastisch ist, kann es passieren, dass er dir ständig ins tägliche Geschäft reinredet. Wir haben aus dem Grund den Business Angels vorher ganz klar gesagt, was unsere Erwartungshaltung ist und wie wir uns die Zusammenarbeit vorstellen.

Damit fahren wir sehr gut und das heißt, dass wir nicht jeden Tag irgendwelche Zeitungsausschnitte bekomme, die in irgendeiner Form leiten sollen. Unsere Business Angels sind für uns Unterstützung auf Abruf, wo wir konkrete Probleme anbringen können. Dann merke ich einfach, dass da eine riesige Bereitschaft zur Unterstützung da ist.

Bei den VCs sehe ich es ein bisschen anders. Da ist alles deutlich zahlen getriebener und weniger die reine Leidenschaft für das Produkt. Da zählen einfach Zahlen, Daten und Fakten. Ich habe da so das Gefühl, dass wenn du eine gute Vision und ein gutes Team aufgebaut hast, dass es schon etwas zählt und dir auch zugehört wird, aber am Ende erstmal Zahlen das wichtigste sind.

Wenn du die Zahlen, die sich ein VC vorstellt, noch nicht hast, dann fällst du in der letzten Runde raus. VCs schauen außerdem danach, ob du schonmal erfolgreich gegründet hast, nur dann hat man meiner Meinung nach auch ohne die entsprechenden Zahlen eine Chance ein Investment zu bekommen. Wenn das alles nicht vorhanden ist und du nur ein gutes Team und Vision hast, dann ist es bei VCs sehr schwer.“

Lüder Brüggemann
über Smart Money
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Lüder Brüggemann: “Ja, das sogenannte “Smart Money”. Ich denke, es ist extrem wichtig, dass ein Investor nicht nur Geld mitbringt. Er sollte auch Know-how und Expertise mitbringen. Das kann ich ganz unterschiedlicher Weise sein. Es kann sein, dass der Business Angel in deinem Bereich wichtig ist, dass er stark im Marketing und Sales ist oder dass er bereits ein ähnliches Startup aufgebaut hat.

Entweder einen Bezugspunkt zu der Art deines Startups, zu dem Markt oder in einem bestimmten Bereich oder Fachgebiet, das für dein Startup wichtig ist. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Netzwerk. Ein Business Angel, der ein gutes Netzwerk mitbringt, ist für deinen Aufbau des Startups und für weitere Finanzierungsrunden sehr wichtig.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
über die Vorbereitung seines allererste Investoren Gesprächs
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Stephen Voss: „Ich denke, es ist ziemlich individuell, wie man sich auf das erste Gespräch mit Investoren vorbereitet. In meinem Fall war es so, dass ich am Morgen eine Runde laufen gegangen bin. Also erstmal ein bisschen Energie abbauen, weil man unheimlich nervös ist. Jeder kann erzählen, dass er da total abgebrüht und cool ist, ich würde aber sagen, dass 99 % das nicht sind.

Ich empfehle vor dem ersten Pitch etwas zu machen, was einen runterbringt und ablenkt. Von mir aus Musik hören, mit dem Hund gehen, ich bin laufen gegangen. Dann auch was ganz Banales, bitte vor dem Termin etwas essen. Also nicht auf nüchternen Magen, das habe ich nämlich nicht getan und dann kann man in so einem Gespräch durchaus mal in so ein kleines Loch fallen.

Ich war an dem Morgen zu aufgeregt und ich habe einfach nicht mehr ans Essen gedacht. Wenn du am Nachmittag dann einen Termin hast und ich bin in meinem Fall auch noch eine Stunde hingefahren und dann fehlt eben was.

Wirklich so die Basics beachten: Auf den Körper hören, eine Ruhe finden, etwas essen. Außerdem hat mir geholfen zu denken, dass ich da jetzt reingehe und es auch aufhören wird. Wirklich keine Angst vor dem Termin haben, weil wenn man drin ist, dann ist man drin und irgendwann ist die Stunde rum und man ist nicht gefangen.

Mit der Einstellung, dass es vorbeigehen wird und dass ich mich der Sache stellen muss, selbst wenn es nicht 100 % funktioniert, werde ich etwas lernen und kann es beim nächsten Mal besser machen. Ich glaube, das ist ganz essenziell.

Ich habe aus dem ersten Termin gelernt, dass man sich nicht zu sehr auf die Technik fokussieren sollte. Wenn der Laptop nicht funktionieren sollte, einfach weglegen und den Dialog führen. Man sollte sich dann nicht ablenken lassen, es ist gar kein Problem.

Wenn man in den Termin geht, informiert euch bitte vorher über euren Gesprächspartner. Was macht der? Was hat der vorher gemacht? LinkedIn ect., es gibt ja mittlerweile genug Quellen.

Außerdem im Termin reden und Pausen machen. Auch mal warten, bis der Nächste etwas sagt. Man muss seinen Gesprächspartner auch lesen und da wird man mit der Zeit auch besser. Wir haben in unseren Gesprächen gelernt, auch in den Augen zu lesen, ob das Gegenüber noch eine Frage hat oder ob es noch einen offenen Punkt gibt. Dafür sind die Pausen wichtig.“