Founder Academy

Janosch Kühn darüber, in welchen Situationen sich Bootstrapping lohnt

Entrepreneur & Investor

darüber, in welchen Situationen sich Bootstrapping lohnt

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Janosch Kühn: „Beim Thema Bootstrapping kommt es sehr stark auf das Geschäftsmodell an. Zum Beispiel Gaming und SaaS ist sehr oft nahe am Geld gebaut und da ist es leichter, schnell erste Umsätze und Gewinne zu erzielen.

Wenn ich jetzt Zulieferer für die Raumfahrtindustrie bin, dann ist Bootstrapping sehr schwierig. Dann kommt es immer darauf an, in welchem Bereich man unterwegs ist und ob es funktioniert oder eben nicht.“

Direkt mehr Startup-Know-How

von diesen und vielen weiteren Startup-Gründer*innen

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek

Christian Ritosek

SaaS Startup-Gründer

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor

Julius Göllner

Serial Entrepreneur & Investor

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH

Dr. Simon Lohmüller

SaaS Startup-Gründer

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT

Michael Pfeifer

Upcycling Startup-Gründer

Business Angel Maximilian Fleitmann
über die Market Slide
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Maximilian Fleitmann: „Da kann man natürlich viel falsch machen. Der häufigste Fehler sind einfach unrealistische Kalkulationen. Ein Klassiker ist, dass ein riesiger Markt angeschaut wird und dann wird da eine Prognose über die Market Share gemacht, die das Startup in 3-5 Jahren hat. Und dann kommen dabei so Dinger rum, dass in einem 25 Milliarden Markt, die Company in 3 Jahren 20 % Market Share hat. Da fragt man sich dann als Investor auch, wo diese Annahmen herkommen.

Da würde ich eher so vorgehen, dass ich Marktverständnis mitbringe. Das heißt, dass ich weiß, ob der Markt klein oder groß ist. Ich zeige aber mit der Market Slide auch, welches Segment ich in dem Markt angehe. Natürlich ist es so, dass VCs nach großen Märkten schauen. Es gibt aber auch Beispiele, wo eine Company einen neuen Markt kreiert hat. Zum Beispiel hat Uber einen neuen Markt mit dem Ride Sharing entwickelt. Da hätte man sich vielleicht in der Market Slide den Taximarkt angeschaut. Gründer und Gründerinnen sollten zeigen:

1. Du weißt, auf welchem Markt du unterwegs bist.
2. Wie verändert sich der Markt. Da können die Gründer und Gründerinnen auch ihre Hypothesen nennen.
3. Research Part: Was sind jetzt die Zahlen, die wir da haben. Für mich ist es da aber nicht entscheidend, dass da der genaue Market Share des Startups in 3 Jahren steht, weil woher sollen das die Gründer:innen in einer so frühen Phase wissen?“

Jonathan Spitz
über das Pricing
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jonathan Spitz: „Als erstes haben wir an ein monatliches Flatrate-Modell gedacht. Also dass die Kunden einmal im Monat bezahlen und so viel nutzen dürfen wie sie wollen. Jetzt haben wir es ein bisschen angepasst, der Kunde bezahlt eine Gebühr im Monat und dann bezahlt der Kunde noch mal für jede Optimierung, also Pay-per-Use. Wir denken gerade auch über ein reines Pay-per-Use Angebot nach.

Wie haben wir das Pricing aufgesetzt? Wir schauen, wie viel schneller unsere Kunden mit einer Laserschneidmaschine schneiden können. Das heißt, wir sparen dem Kunden eine bestimmte Zeit an der Maschine. Die Stunden haben einen Preis und unser Preis ergibt sich durch einen Teil dieser Zeitersparnis.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über die Dauer des Fundraisings
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Christof Weidl: „Unter einem halben Jahr eigentlich nicht. Wenn man es wie wir Step by Step macht, hat man natürlich schon den Punkt der Sicherheit, weil du schon die ersten Zusagen hast. Trotzdem hat es ein halbes Jahr gedauert, bis die Runde voll war. Und wie es manchmal so ist, der Löwenanteil kam im letzten Monat.

Klar hat man am Ende nicht mehr so den Druck, wenn man schon fast alles hat. So unfair ist nun mal die Welt, wenn der Druck weniger wird, dann wird es auch einfacher, genauso war es bei uns. Unter einem halben Jahr ist dann eine Glückssache.

Unsere Learnings aus dem Fundraising und was hätten wir an manchen Stellen schneller und effizienter machen können. Einerseits das Thema Vorbereitung und dass wir uns schon vorher feste Termine in unserem Zeitplan hätten blocken müssen. Dass man dieses Thema als einen festen Bestandteil des Alltags ansieht, das muss gemacht werden.

Dann sollte man aber auch im Vorfeld einen ganz genauen Plan machen und sich festlegen, bis wann man welche Feedbacks eingesammelt haben will. Zum Beispiel zum Pitch Deck, welche Zahlen wollen VCs sehen und wie soll der Businessplan aussehen. Wenn wir das alles vorbereitet hätten und uns das dann auch Sicherheit gegeben hätte, dann kann man das Thema sehr geballt angehen und die VCs einen nach dem anderen ansprechen. Am besten wirklich 3–4 Termine pro Woche machen und das hätte uns am meisten Zeiteffizienz gebracht.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, was das Schwierigste am Pitch Deck ist
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Florin Kutten: „Das Schwierigste ist ganz klar, auf einer begrenzten Anzahl von Folien (10-12, maximal 15) alles drauf zubekommen. Das ist heute noch superschwer, weil manche Dinge dazukommen. Zum Beispiel irgendwelche Tractions, die man zeigen will und dann ist die große Frage, welche Dinge man dann im Gegenzug rausnimmt. Das ist sehr schwierig, am Ende will man dann alles auf eine Folie packen und dann ist die Folie zu voll. Wirklich ein großes hin und her.

Wir haben es geschafft, unser Pitch Deck auf 13 Folien zu begrenzen. Wir sind so vorgegangen, dass wir uns überlegt haben, was wirklich wichtig ist, wenn man uns in der ersten Minute kennenlernt und was man später erklären kann. Zum Beispiel ist unser Geschäftsmodell relativ einfach, wir sind ein Handel, genauso wie jeder Supermarkt eigentlich und deshalb haben wir es erstmal rausgenommen.

Natürlich redet man da später drüber, aber es ist nicht für die erste Minute wichtig. Der Markt ist da zum Beispiel viel wichtiger. So haben wir es mit Coaches und Mentoren nach und nach besprochen und ausgearbeitet.“

Tobias de Raet Lindenpartners
über die 5 wichtigsten rechtlichen Themen in der Verhandlung mit Investoren
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Dr. Tobias de Raet: „Das sind die 5 wichtigsten Themen in der Verhandlung mit Investoren:
1. Bewertung
2. Einfluss der Investoren
3. Risiko der Gründer
4. Kräfteverhältnis
5. Folgerechte

1. Bewertung
Bei der Bewertung geht es darum, ob man überhaupt die gleiche Sprache spricht. Man sollte sich nicht nur auf die Zahlen konzentrieren, sondern auch auf die Formeln, die dahinter stehen. Es gibt Begriffe wie Fully-Diluted und dabei ist es wichtig, dass man sich nicht nur auf eine absolute Zahl konzentriert, sondern auch, was darauf abgeschlagen oder hinzugerechnet wird. Davon hängt der Wert des Unternehmens maßgeblich von ab.

2. Wie viel Einfluss will der Investor haben?
Dies bezieht sich auch auf zukünftige Finanzierungsrunden und den Exit des Investors. Wichtig hierbei ist, dass man Einzelinvestoren so wenig Einzelrechte wie möglich einräumen sollte. Die einzelnen Investoren sollten nicht alle unterschiedliche Rechte haben, sondern es sollte einen Gleichlauf geben, den man höchstens über die Größe der Beteiligung unterscheidet. Jemand, der mehr Anteile hält, hat auch mehr Mitspracherechte, es sollte aber keine Sonderrechte geben. Ganz am Anfang sollte man darauf achten, dass nicht irgendwelche Sonderrechte “eingelockt” werden.

3. Welches Risiko geht der Gründer durch seine Beteiligung ein?
Das sind so die klassischen Themen wie Vesting. Da besteht das Risiko, die wirtschaftliche Beteiligung und den Einfluss seines Unternehmens wieder zu verlieren. Es ist ganz üblich, dass man eine Vesting Verpflichtung eingeht. Man muss sich die Anteile, die man hält, über eine gewisse Zeit wieder erarbeiten. Damit stellen die Investoren sicher, dass die Gründer in die Zukunft arbeiten.

Bei solchen Regelungen ist es wichtig, dass es nur die Felder betrifft, wo den Gründern ein grobes Fehlverhalten vorzuwerfen ist. Es sollte zu keiner Situation kommen, dass sich die Investoren und Gründer nicht mehr so gut verstehen und das Instrument dann dazu verwendet werden kann, den Gründer rauszuwerfen. Aus dem Grund sollten die Gründer bei der Verhandlung des Vestings genau aufpassen.

4. Finanzielles Kräfteverhältnis
In welchem Umfang partizipieren die Investoren an einem möglichen Unternehmenserlös? Das kann natürlich sein, wenn das Unternehmen irgendwann profitabel ist. Der Hauptfall ist aber häufig der Exit. Das Unternehmen wird irgendwann verkauft oder es geht an die Börse. Die Frage ist dann, wie viel die Investoren und wie viel die Gründer bekommen. Es ist ein nachvollziehbares Bedürfnis, dass die Investoren mindestens das zurückbekommen, was sie auch investiert haben. Da sollte man den Investoren auch einen gewissen Komfort geben, aber man muss aufpassen, dass man in solchen Liquidationspräferenzen nicht in ganz A-typische Konstellationen reinrutscht, dass am Ende für die Gründer nichts mehr übrig bleibt.

Die Frage, ob man eine partizipierende oder nicht partizipierende Liquidationspräferenz wählt oder ob die Liquidationspräferenz möglicherweise verzinst wird, ob es eine einfache oder mehrfache Liquidationspräferenz gibt, das sind alles Punkte, die das finanzielle Kräfteverhältnis an einem möglichen Erlös betreffen.

5. Folgerechte
Wenn man eine Finanzierungsrunde macht, dann denkt man häufig nur an den Moment. Also ich möchte jetzt einen bestimmten Betrag zu einer möglichst hohen Bewertung raisen. Meine Erfahrung ist, dass Gründer dann schnell Dinge aus der Hand geben, die mit den Kerndingen nichts zu tun haben. Das heißt, man gesteht dann sehr schnell Dinge zu, die einem in der Zukunft auf die Füße fallen. Das betrifft so Themen wie Verwässerungsschutz, Liquidationspräferenz und Konditionen für spätere Finanzierungsrunden. Das sieht man häufig, dass sich starke Business Angels Rechte einräumen, zu einer bestimmten Bewertung noch mal nachzulegen. Das kann falsche Anreize setzen und zukünftige Investoren abschrecken. Alles, was Auswirkungen in die Zukunft hat, ist genauso wichtig wie die anderen 4 Punkte, die ich gerade genannt habe.“

Maika Kupfer
darüber, wie man den USP klar und einfach darstellt
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Maika Kupfer: „Wir haben einen vollautomatischen Prozess entwickelt, der es möglich macht, dass unsere Kunden zu jeder Zeit und von überall Buchprojekte erstellen können. Heutzutage ist es schwierig, Geschenke für ausscheidende Mitarbeiter zu finden. Die Message von Books4Memories ist daher: Schnell und einfach eine Erinnerung und ein positives Erlebnis zu schaffen!

Wo positionieren wir den USP?
Eigentlich überall da, wo man uns findet. Auf der Website, in der Werbung und in den verschiedenen Ansprachen. Das auch immer mit einer klaren und einfachen Message, worum es geht und dass der Kunde es auch gleich erkennt und versteht.

Wir machen es ganz klassisch mit Learning by Doing. Das heißt, es ist ein stetiger Prozess und wir sprechen mit der Zielgruppe, holen uns Feedback rein, orientieren uns an den Rückmeldungen der Kunden. Basierend auf dem Feedback wird das Produkt stetig weiterentwickelt.“