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Janosch Kühn darüber, welche konkreten Schritte Gründer beim Thema Marketing gehen können

Entrepreneur & Investor

darüber, welche konkreten Schritte Gründer beim Thema Marketing gehen können

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Janosch Kühn: „Ich glaube, ein Gründer muss schauen, welcher der richtige Marketingkanal für ihn ist. Als Erstes würde ich an Performance-Marketing denken, dann geht man wahrscheinlich zu Facebook, weil die ja auch Instagram haben.

Da würde ich mit ein paar Hundert Euro testen und schauen, ob es in die richtige Richtung geht. Außerdem würde ich sehr genau auf die Zahlen schauen. Passt es ungefähr, was da passiert? Oder verbrenne ich hier mein Geld und kommt es gar nicht zurück?“

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darüber, welche Themen bei Gründern häufig heikel sein können
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Dr. Patrick Müller: „Ganz klassisch über zu hohe Unternehmensbewertungen. Wenn Founder doch Unternehmensbewertungen aufrufen, die unrealistisch sind und die Business Angels von vornherein abschrecken.

Es geht natürlich auch viel um Verhandlung, gerade in der jetzigen Situation merkt man, dass die Founder realistischer an die Thematik herangehen.

Ein anderes Thema sind Streitigkeiten und Spannungen unter den Gesellschaftern. Das kann sich zum Beispiel im Rahmen eines Pitches oder in den Verhandlungen zeigen. Wenn die Founder schlau sind, dann stellen sie sich zu jeder Zeit als ein gemeinsames cooles Team dar. Die Founder sind eine Familie, die in einer Sprache sprechen.

Wenn ein Business Angel in der Pre-Seed- oder Seed-Phase investiert, stellt sich immer wieder mal raus, dass die Harmonie im Team nicht so 100 % gegeben ist, wie man es am Anfang angenommen hat. Bestimmte Sachen kann man da auch Regeln (Bad und Good Leaver), aber es ist schon ein Risiko des Venture Capital Marktes, dass ein Streit unter den Gründern ausbricht.

Außerdem ist der Reifegrad der Absatzmechanismen wichtig. Sind die Kundenverträge so ausgereift, wie es dargestellt wurde? In einer frühen Phase kann man keine umfassende Due Diligence durchführen und man muss sich auch auf gewisse Aussagen der Gründer verlassen. Da ist es schon gut, wenn man sich so die wichtigsten Kundenverträge mal ansieht.

Ansonsten kann fehlende Erfahrung in der Personalführung oder im Finance schwierig werden. Kann ein Startup nach der Finanzierungsrunde gut mit der Finanzspritze umgehen? Da sieht man leider auch, dass da Fehler gemacht werden und da ist es als Business Angel wichtig, auch Unterstützung geben zu können.“

Dr. Matthias Brendel
über Investments, die in Tranchen ausgezahlt werden
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Dr. Matthias Brendel: „Investments in Tranchen auszuzahlen, macht bei großen Investments durchaus Sinn. Im Angel Bereich macht es eher keinen Sinn, bei uns war der größte Investor mit 350.000 Euro dabei und er hat die uns auch direkt ausgezahlt, weil er ja momentan auch Negativzinsen darauf bezahlt.

Das heißt, er war eigentlich froh, dass wir es sofort genommen haben. Wenn man es an Milestones koppelt und in Tranchen auszahlt, dann ist es eben ein gewisser Organisationsaufwand, den ich nur dann akzeptieren würde, wenn es unbedingt nötig ist. Dann muss man wieder einen Meilenstein tracken, der ist in kurzer Zeit vielleicht schon wieder überholt. Da fließt sehr viel Energie rein, in ein Investment, zu dem sich eigentlich sowieso beide Seiten committet haben.

Die Frage ist, was passiert, wenn ein Meilenstein nicht erreicht werden kann, weil zum Beispiel ein Kunde abgesprungen ist. Was macht man dann? Lässt man das Investment dann platzen oder macht man es trotzdem? Und dann kann man es doch gleich trotzdem machen.

Deswegen bin ich kein Freund davon, so formelle Mechanismen zu etablieren, die den Gründer und Investor davon abhalten, worum es eigentlich geht, nämlich Business zu generieren und das Unternehmen nach vorne zu bringen. Deswegen würde ich als Gründer gleich die komplette Kohle einsacken und für einen Investor ist es eigentlich auch einfacher.

Nur wenn ein VC wirklich darauf besteht, würde ich mich darauf einlassen, aber im Angel Bereich hat es aus meiner Sicht keine Relevanz.“

Agrar-Tech Startup-Gründer
über sein Netzwerk
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Lasse Dumstrei: „Wenn man die Haustür verlässt, da ist das Netzwerk vorhanden. Also im realen Leben, da habe ich auf verschiedenen Event die Leute kennengelernt und ich würde auch von mir behaupten, dass ich jemand bin, der an der Bar steht und mit Leuten quatscht. Dementsprechend sind das verschiedene Startup-Events, die es dort gibt und wo ich mein Netzwerk erweitert habe. Dann gibt es verschiedene Pitch-Events, wo man Leute kennenlernt. Außerdem ist es ganz klassisch LinkedIn, wo ich mich mit Leuten connected habe und ins Gespräch gekommen bin.

Des Weiteren sind es Business Netzwerke, bei denen ich Member bin. Also ich würde sagen, dass es ganz viele verschiedene Möglichkeiten gibt, um sein Netzwerk zu erweitern. Mein Grundnetzwerk würde ich auch daraus begründen, dass ich schon an vielen verschiedenen Orten gelebt und dort natürlich unterschiedlichen Menschen kennengelernt habe.

Du bist ja immer eine Version deines Umfelds und deine Persona wird von deinen Personen um dich rum geprägt. Dementsprechend bin ich gerade in dem Startup-Kontext und habe gerade total viele Founder um mich rum. Da haben wir die gleichen Interessen, Probleme und Fragestellungen, über die wir uns austauschen.“

Fabio Hildenbrand
über wichtige KPIs beim Investoren-Reporting
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Fabio Hildenbrand: „Besonders KPIs zu Finanzthemen sind für unsere Investoren wichtig: Unter anderem schauen wir uns an wie der Cash-Burn ist, wie viele neue Investoren dazugekommen sind und wie viel diese investiert haben. Auch zu welchen Konditionen diese investieren ist eine wichtige Information. Der Umsatz ist auch eine entscheidende Kennzahl. Das sind alles Hard Facts, die wir im Reporting an unsere Investoren weitergeben.

Dann haben wir auch noch reine Produkt-KPIs: Hier betrachten wir, was gerade auf der Produktebene passiert. Unter anderem was sind unsere Learnings von vorangegangenen Maßnahmen? Was sind die Daten, die wir bisher sammeln konnten. Bei uns sind das zum Beispiel die Customer-Acquisiton-Costs, die wir über Paid-Campaigns ausgetestet haben. Aber auch was die Retention und Session Time ist. Das sind alles Sachen, die wir sukzessive seit wir live sind sammeln an Daten.

Gerade in der Anfangszeit sind die Informationen sehr volatil und alles ändert sich ständig. Wir versuchen dennoch, die optimalen Prognosen zu treffen. Das Ganze wiederum versuchen wir in eine Strategie zu packen und zu rechtfertigen, warum wir diese Schritte in den kommenden Monaten umsetzen werden. Hier fragen wir auch aktiv nach Feedback, denn der Report ist nicht nur zum informieren da, sondern auch um nach Hilfe zu fragen.

Zusammengefasst haben wir die Produktseite, die Finanzseite und in unserem Fall nicht zu vergessen, die Marketingseite. Das betrifft vor allem die Creator: Wie viele Creator haben wir aktuell, was ist deren Reichweite, wie entwickelt sich das in Bezug auf unser Social Media und unsere Webseitenzahlen. Sprich Website-Traffic, Session Time und die Click-Through-Rate zum Produkt sind hier wieder relevant. Das sind alles Punkte, die wir tracken und in den Report reinpacken.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über den besten Rat zum Thema Fundraising
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Christof Weidl: „Das größte Learning ist eigentlich das Durchhaltevermögen und das wirst du meiner Meinung nach nur erhalten können, wenn du in einem ununterbrochenen Austausch mit deinem Team bist. Das heißt, dass was uns wirklich dazu gebracht hat und dass wir am Ende des Tages auch einen Erfolg verzeichnen konnten, war ganz klar das Team.

Es wird viele blöde Situationen geben und das Team spürt es auch, wenn es dir nicht so gut geht und du mit Augenringen ins Meeting kommst. Da solltest du offen mit deinem Team in die Diskussion gehen und dann wirst du daraus viel Energie ziehen und das Team gut am Laufen halten und ein wir Gefühl erzeugen.

Das ist ein Rat, den ich gerne gehört hätte, den hat mir aber niemand gesagt. Wenn du mit anderen Gründern sprichst, dann ist es eigentlich ein Gefühl, was du mit ihnen teilst.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über wie und mit welchen Tools er den Fundraising Prozess verwaltet und organisiert hat
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Daniel Bosman: „Es ist für ein Startup und die Person, die für das Fundraising verantwortlich ist, extrem wichtig diesen Prozess selbst zu organisieren. Vor allem Dingen war es für mich, als kreativen Menschen, wichtig, eine Art von Gamifizierung und eigenem System für diesen Prozess mit den entsprechenden Fundraising-Tools zu entwickeln.

Im Fundraising, gerade bei Hardware und Impact-Themen, wirst du mit extrem vielen Menschen sprechen und auch viele Absagen bekommen. Wir selbst hatten Glück, denn die ersten beiden Angels, mit denen wir gesprochen hatten, wurden erfolgreiche Leads. Danach hatte es jedoch 50 Gespräche gedauert, bis wir den dritten Angel für unsere Runde dazugewinnen konnten.

Manche sagen jetzt bei 53 Gesprächen, 3 erfolgreiche Leads generiert zu haben, ist doch eine super Quote. Das zeugt dann einmal davon, dass ich es selbst einfach unterschätzt habe, wie aufwändig Fundraising sein kann. Aber es zeugt auch davon, dass wir einfach Glück hatten.

Insgesamt hab ich das Ganze nach längeren Lernprozessen so aufgebaut, dass ich einen Funnel geschaffen haben. Diesen habe ich über ein „Trello Board“ abgebildet. Links waren meine Leads, danach kamen Erstgespräch, dann Zweitgespräch. Einen logischen Aufbau muss jeder für sich selbst definieren. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, sich mit der Frage zu beschäftigen, was man aus einem Erstgespräch rausholen möchte und was willst du von einem Zweitgespräch. Ein Angel hat keine Lust, 6 Gespräche zu führen. Er / sie wollen relativ schnell in Erfahrung bringen, was das Startup von einem als Investor möchte.

Man läuft sonst zu sehr „um den heißen Brei herum“, da man sich eventuell nicht traut wichtige Fragen zu stellen, aus Angst vor einer Absage. Wenn du aber im Erstgespräch bereits herausgefunden hast, du musst ein oder zwei Fragen stellen, um den Angel in die Richtung eines Invests bewegen, dann stell diese auch.

Ich hab bei meinem Trello-Board, meine Leads links, dann kommen Erstgespräche, dann Zweitgespräche. Irgendwann erreicht man den Punkt im Fundraising-Funnel, bei welchem das Ziel vorgestellt worden sein muss. Bis zu diesem Punkt muss bereits ein Gespräch mit dem Team stattgefunden haben. Danach gilt es herauszufinden, was noch fehlt für ein Investment. Was fehlt dem Angel noch, um an Bord zu kommen?

Für mich war Trello immer ein gutes Tool zur Gamifizierung, da ich einen guten Überblick hatte, um direkt zu sehen, ich brauche mehr Leads, oder mehr Erstgespräche.

Meine Leadgenerierung war während des ersten Lockdowns etwas schwieriger, da es keine live Events gab. Ich konnte jedoch auch relativ unproblematisch mit Menschen in Videocalls connecten.

Kaltakquise ist insgesamt ein Horror. Da muss man sich nur vorstellen, wie viele Nachrichten & Emails ein etwas prominenterer Angel am Tag bekommt. Ich selber mache das tatsächlich immer noch über LinkedIn: Ich schaue mir an, was machen die Angels, was posten sie für Inhalte? Ich followe diesen in der Regel, wenn ich das Gefühl habe, es ist noch zu früh für eine Vernetzung. Dabei habe ich die Gelegenheit, auf die Due Diligence einzugehen, um zu prüfen, was postet er / sie?

Zu den Pitch Decks habe ich insgesamt drei Decks zur Verfügung. Das erste ist ein Intro Deck, welches Inhalte zur Geschäftsidee, Team und Timing behandelt. Mit den anderen beiden Decks kann man im Nachgang mehr in die Tiefe gehen.“