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John Agricola und Isabeau Ayoubi über die Rollenverteilung beim Fundraising

PropTech Startup-Gründer

über die Rollenverteilung beim Fundraising

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John Agricola: “Am Anfang war es so, dass Isabeau als UI und UX Designerin hier reingekommen ist und noch nichts über das Fundraising wusste, da sie nie in einem Startup war und aus einer Corporate Welt kam. Ich hatte auch keine Ahnung vom Fundraising, aber ich hatte schon länger eine Firma geführt. Aus dem Grund war es klar, dass ich mich da irgendwie drum kümmern muss. Am Ende haben wir es zusammen als Gründer gemacht und es kam zu dem Punkt, dass Isabeau mehr Pitches gemacht hat und ich so den technischen Part übernommen habe.”

Isabeau Ayoubi: “Meine Rolle ist eher so im Operativen und Pitchen. Das mache ich auch einfach gerne, auch mit Kunden sprechen und John übernimmt meistens den technischen Part. Das ist das Schöne als Gründerin, ich bin Grafikerin und ich arbeite auch noch in dem Bereich, aber die ganzen anderen Komponenten, die dazu kommen, machen das Arbeitsleben noch viel schöner.

Ich rede mit Investoren, reise, gehe auf Messen und gleichzeitig kümmere ich mich hier um meine Entwickler und um die Kunden. Das macht die Arbeitswelt so bunt und schön.”

John Agricola: “Gerade beim Fundraising kann ich auch empfehlen, dass ruhig mal mehr Leute auf die Bühne gehen. Ich habe es schon oft gesehen, dass irgendwie sechs Leute dabei sind, aber nur einer auf der Bühne ist. Geht ruhig zusammen drauf, weil die Investoren das ganze Team kennenlernen wollen.”

Isabeau Ayoubi: “Wir haben bei einem Pitch auch mal das ganze Team mitgenommen und sind da zu Zehnt eingelaufen. Jeder sollte mal sehen, wie sich unsere Firma nach außen präsentiert, für was wir stehen und wie uns die Leute wahrnehmen. Unsere Entwickler sind auf der ganzen Welt verteilt und die denken über dieses Thema gar nicht so nach. Da ist es schön, wenn man die an einem Fleck versammelt und die bei dem Thema mitnimmt. Ich würde auch jedem empfehlen, alles mitzunehmen und jede Seite mal anzuschauen.”

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Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor
über seine wichtigsten Learnings als Gründer
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Julius Göllner: „Das sind meine 3 wichtigsten Learnings als Gründer:

1. Sucht euch ein Thema, welches euch intrinsisch motiviert und auch langfristig trägt. Das ist eine Reise, die euch viele Jahre begleiten wird, und dabei wird es viele Ups and Downs geben. Natürlich werden auf der Reise auch Tage sein, die ihr verfluchen werdet. Insgesamt muss es aber wirklich ein Thema sein, wo ihr eine Neugier habt, was euch Spaß macht und intrinsisch motiviert.

2. Das zweite Thema ist aus meiner Sicht das Thema der Fokussierung. Ihr müsst bei allem, was ihr macht, einen gewissen Fokus behalten. Ihr solltet Hypothesen aufstellen und diese vertesten und gerne schnell anpassen. Aber ihr solltet auf jeden Fall nicht alles machen und von den 100 Opportunitäten irritieren lassen. Man braucht da schon eine Vision und ihr solltet schon in allen Bereichen möglichst fokussiert arbeiten, um dort hinzukommen.

3. Personal-Network-Value: Also, wie es in den Wald hineinschreit, so kommt es auch wieder raus. Seid nett zueinander, seid offen, teilt euer Wissen und geht offen auf Stakeholdern zu. Zum Beispiel Wettbewerber, Experten und Industrieteilnehmer zu. Meine Erfahrung ist immer, dass einen das belohnt. Das kann man jetzt nennen, wie man will, Menschen, soziale Gebilde oder Karma, einfach mit Opportunitäten, die man im ersten Moment nicht absehen kann. Da ist wirklich meine Empfehlung: Seit kooperativ und nicht wettbewerbsorientiert. Der langfristige Nutzen übersteigt den kurzfristigen monetären Nutzen um ein Vielfaches. Um ein gutes Beispiel zu geben, wenn euch der Kunde die doppelte Rechnung überweist und ihr das zusätzliche Geld gut gebrauchen könnt, ruft den trotzdem an und sagt, dass er zweimal bezahlt hat und überweist ihm das Geld zurück. Es wird euch langfristig Möglichkeiten eröffnen, von denen ihr heute noch keine Ahnung habt.“

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
darüber, was er rückwirkend betrachtet beim Fundraising anders machen würde, wenn das möglich wäre
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Michael Pfeifer: „Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer. Was extrem hilfreich ist, ist rückblickend einmal wirklich diesen Prozess verstanden zu haben.

Das Eine sind die Gespräche. Menschen und Unternehmen zu überzeugen, dass sie investieren. Dass sie diese Idee auch finanziell unterstützen wollen.

Das Andere ist das Ganze dann auch wirklich bürokratisch umzusetzen. Ich glaube für Gründer*innen ist es extrem wichtig, genau zu wissen wie funktioniert das Ganze beim Notar? Was muss man in Verträgen vorher beachten? Schaut, dass diese rechtlichen Fragen nicht erst ganz am Ende geklärt werden. Sodass man sich nicht erst ganz am Ende damit beschäftigt, sondern nehmt euch schon mal vorher die Zeit, sprecht mit Anderen und schaut dass ihr gewisse Fristen einhalten. Sonst wird euch das am Ende nochmal einige Nerven kosten, die man sich vorher hätte sparen können.

Zweitens was extrem hilfreich ist, ist auch eine gewisse Gelassenheit in dem Prozess. Es ist bei den meisten Gründer*innen, dass es im Fundraising Prozess Probleme gibt und dass man vielleicht bei einer gewissen Summe X hängen bleibt. Auch dass man für ein paar Tage oder ein paar Wochen das Gefühl hat „Okay, ich bin hier gerade festgefahren wir kriegen keine neuen Leute mit rein“. Auch da an das Netzwerk herantreten, welches man schon hat oder das Netzwerk von anderen nutzen.

Oftmals sind Leute vor allem im Startup Bereich extrem gewillt ihre Erfahrungen zu teilen: „Was lief gut in ihrem Fundraising Prozess?“ und „Was lief nicht?“. Das heißt, eine Gelassenheit mitzubringen oder auch den Mut aufzubringen, auf andere Gründerinnen und Gründer zuzugehen und zu sagen „Hey, was habt ihr in meiner Situation gemacht? Was ist euer Rat? Was kann ich als nächstes machen ?“. Das hätte mir glaube ich auch extrem geholfen bei den ein, zwei schlaflosen Nächten, die man wirklich Zwischendurch hatte.

Sonst ein Learning, aber da kann man auch wenig ändern, ist, dass sehr viel über Kontakte geht. Sehr viel geht über Intros. Das heißt Netzwerke, die man schon mitbringt oder auch Netzwerke von anderen, sollte man wirklich so gut es geht nutzen. Das ist auch nichts Verwerfliches, wenn man sagt, man zapft irgendwelche Netzwerke an. Es ist ganz normal, dass Menschen auf die Erfahrungsberichte von anderen Menschen vertrauen. Deshalb nutzt das so gut es geht. Und versucht, trotz all der nervenaufreibenden Zeit, gut durchzukommen. Auch wenn man irgendwie mal hängen bleibt, nicht vergessen, es ist „nur ein Unternehmen“, es ist es „nur eine Idee“. Man sollte da jetzt auch nicht die eigene Gesundheit aufs Spiel setzen, indem man zwei Wochen ohne Pause durcharbeitet.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
darüber, worauf ein Gründer beim Beteiligungsvertrag achten sollte
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Dr. Daniel Fallscheer: „Es gibt natürlich die Grundfrage, wie du dein Startup finanziert. Du kannst ein Convertible Loan Agreements (CLA, Wandeldarlehen) machen. Das kann man zeitlich ungebunden machen, du bist flexibel, was die Bewertung angeht. Da kommt es natürlich auf ein paar Kern-Terms an, zum Beispiel Liquidationspräferenzen, Mitbestimmungsrechte, Rechte des Boards, Mehrheiten für Votings und Optionspools für Mitarbeiter.

Das sind so die Kernthemen, der Rest ist auch ganz viel Standard und da muss man durchgehen. Für uns sind die Terms wichtig, die uns am Schluss treffen und die uns eventuell einschränken.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
über die wichtigsten Punkte im Pitch Deck
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Stephen Voss: „Zuerst haben wir beim Pitch Deck darauf geachtet, dass wir die grundlegenden Financials drin haben. Das wussten wir schon vorher, dass Venture Capital Unternehmen und Geldgeber ganz klar die Story verstehen wollen. Die ist wichtig und die muss man auch in wenigen Worten rüberbringen.

Aber der nächste Punkt ist eben, haben die Menschen, die da vor einem sitzen, für das finanzielle Modell eine Vorstellung, wie das funktioniert. Das heißt nicht, dass man einen ausgefeilten 6, 7 Jahresplan abgeben muss. Man muss aber klar sagen können, das ist unser Organisationsfonds, das ist das Geld, was wir für die Technologie benötigen. Das brauchen wir für die Lizenz, das sind die minimalen Punkte, die wir brauchen.

Diese Punkte sollte man schon sehr klar darlegen können, weil das auch das Stück Professionalität ausdrückt, womit sich dann die Investor:innen wohlfühlen wollen.“

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Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
über seine Beziehung zu Investoren, die nicht investiert haben
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Michael Pfeifer: „Das ist natürlich ganz normal, dass es im Rahmen einer Finanzierungsrunde auch einige Absagen gibt. Dass man nicht zueinander findet. Das passiert übrigens auch in einer überwiegenden Anzahl der Fälle: Man kriegt deutlich mehr Absagen als Zusagen. Davon sollte man sich natürlich nicht beirren lassen.

Im Gegenteil: Was wir gemacht haben war, dass wir nach der Finanzierungsrunde nochmal alle Investorinnen und Investoren kontaktiert haben, mit denen wir in Gesprächen waren. Wir sind jetzt nicht nochmal besonders auf Menschen zugegangen, die uns bei der ersten Email abgesagt haben. Aber es gibt natürlich manche, mit denen hatten wir Gespräche und die haben gesagt aus unterschiedlichen Gründen bin ich „jetzt“ nicht dabei. Da ist es ganz wichtig, das diese gesagt haben „jetzt“ nicht dabei zu sein. Die haben wir informiert und gesagt „Hey, wir haben jetzt die Runde geclosed, aber lasst uns doch in Kontakt bleiben. Wir fanden die Gespräche sehr spannend und wir würden euch gerne weiterhin informieren.“

Das ist in zweierlei Hinsicht gut, weil es gibt einige, die gesagt haben „Finden wir total super und nach der Runde ist vor der Runde!“ – lasst uns gerne zu einem späteren Zeitpunkt noch mal sprechen. Aber es gibt auch manche die sagen, wir sind jetzt zwar nicht zusammengekommen, aber ich würde trotzdem gerne irgendwie dabei sein. „Wenn ihr irgendwelche Fragen habt könnt, ihr mich natürlich jederzeit kontaktieren“.

Es gibt auch ganz konkret bei uns jetzt drei Business Angels, die als Sparringpartner aus dieser Finanzierungsrunde hervorgegangen sind, ohne dass sie investiert haben. Das ist auch schön, die Leute einfach kontaktieren zu können, wenn man irgendwelche Fragen hat.