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John Agricola und Isabeau Ayoubi über wichtige Fundraising-Tools

PropTech Startup-Gründer

über wichtige Fundraising-Tools

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John Agricola: “Hauptsächlich wirklich mit Excel. Excel, E-Mail und Google Drive. Wir haben es auch mal mit HubSpot probiert, das macht jetzt aber nicht wirklich Sinn, weil der Prozess und der Funnel zu unterschiedlich ist. Wirklich eine Excel anlegen, wirklich alles mitschreiben und wir haben in Slack einen Channel, wo wir direkt Notizen machen, damit möglichst wenig verloren geht. Das war es aber auch schon. Wir haben aber auch nicht versucht bei 500 Leuten Geld zu bekommen und wir hatten auch keinen Kontakt zu einem VC.

Es ist auch sehr wichtig, dass wir die Excel oder Google Sheet kollaborativ nutzen und jeder schnell darauf zugreifen kann. Es sollen keine Informationen verloren gehen und jeder soll wissen, dass er einfach da schnell reinschreiben kann. Der Angel wollte noch diese Unterlagen haben, der andere hatte noch folgende Frage gestellt. Damit einfach alles an einem Ort ist, damit man schnell agieren kann.

Man sollte ja auch so ein Momentum aufbauen, immer schnell antworten, damit man auch zügig eine Zusage bekommt.

Außerdem habe ich ein Tool, womit man Finanzierungsrunden modellieren kann und wie sich die Prozente verteilen. Man raised ja immer runde Zahlen, aber sowas gibt es ja gar nicht, weil man Firmenanteile verkauft. Da kann ich nur jedem raten, sich da früh genug mit auseinanderzusetzen. Da kann man auch weitere Finanzierungsrunden in der Zukunft modellieren und schauen, ob es so aufgeht.”

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Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über wie und zu welchem Grad er Investoren-Feedback in sein Pitch Deck, Geschäftsmodell und Fundraising-Strategie hat einfließen lassen
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Daniel Bosman: „Das Pitch Deck ist für mich das „Schweizer Taschenmesser“. Du wirst immer wieder erleben, dass du mit Angels sprichst und du merkst der Fokus und die Geschäftsausrichtung von diesem Angel, aufgrund der Startups in die er/ sie schon investiert hat, aber vor allem die Businesses, in denen er/ sie bereits selbst unterwegs waren, erfordern noch mal ein anderes Tool.

Ich bin der Meinung, es ist illusorisch ein Pitch Deck zu machen, was für alle Angels passt. Das würde ich einfach auch nicht empfehlen. Irgendwann merkst du, du hast einfach viel zu viele Slides in deinem Deck. Was ich empfehlen würde ist, dass Ganze mit dem Intro Deck zu starten. 6 bis 7 Slides, mehr sollte das nicht beinhalten. In diesen Slides sollte präzise und schnell auf die wichtigsten Themen der Geschäftsidee eingegangen werden, als auch auf die Gründer*innen.

Meine Erfahrung ist, dass ein Pitch Deck mit einem Blumenstrauß vergleichbar ist: So wie verschiedene Blumen gesamtheitlich einen schönen Blumenstrauß ergeben, fügen sich einzelne Slides zu einem verständlichen Pitch Deck zusammen. Das eine hierbei ist natürlich die Idee, das andere ist das Team. Ganz wichtig ist das Timing, warum die Idee jetzt mit diesen Gründer*innen performen wird. Auch noch andere Sachen sind relevant, wie beispielsweise die Finanzen und die Profitabilität.

Wenn die ersten drei Punkte überzeugend sind, dann wirst du auch mit dem Angel /den Angels, mit denen du sprichst, so viel Erfahrung machen, die du dann wieder einfließen lassen kannst.

Ich selbst habe zum Beispiel drei Pitch Decks: Das eine ist ein Intro Deck. Das andere ist ein ausführlicheres Deck. Dieses hat 20 Slides, da unsere Geschäftsidee nun mal auch diese Präsenz benötigt. Und dann haben wir nochmal ein Deck, welches nur auf die finanziellen Sachen eingeht, welche man am Anfang vielleicht nicht direkt teilen möchtest.“

Startup-Gründer Florin Kutten
über das Nervigste am Fundraising
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Florin Kutten: „Das Nervigste am Fundraising sind Business Angels, die einen einfach ghosten. Also Business Angels, mit denen man schreibt und im Kontakt ist und die dann plötzlich einfach nicht mehr antworten. Da kommt man sich vor wie auf Tinder, wo dann einfach nicht mehr geschrieben wird.

Ich denke, dass sowas bei Business Angels nicht vorkommen sollte. Man sollte da schon den Mut haben und sagen, dass es nicht läuft und begründen, was gegen ein Investment spricht. Sonst ist es für die Gründerinnen und Gründer wirklich sehr nervig und frustrierend, weil man keine Antwort des Warums bekommt.“

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
über den Inhalt der Problem Slide
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Antonia Wälzholz: „Auf die Problem Slide gehören für mich natürlich die Hauptprobleme, die man als Startup mit seiner Produktlösung oder Dienstleistung lösen möchte. Es ist tatsächlich so, dass man ein Experte wird, wenn man sich eingehend mit einem Thema beschäftigt. Deshalb ist es ja sehr schwierig später auf die richtigen Hauptprobleme herunterzubrechen. Das ist aber sehr wichtig in einem Pitch Deck, weil die Personen sehr wenig Zeit haben, die so ein Pitch Deck lesen. Sie müssen Informationen schnell verdauen können.

Auf eine Problem Slide gehören daher am besten drei, maximal vier Kernprobleme, die man lösen möchte. Die sollen immer mit quantifizierbaren Insights hinterlegt sein, die es leicht machen, sie in einen übergeordneten Kontext zu setzen. Dabei soll der Leser verstehen, dass dies nicht nur eine subjektive Ansicht einer einzelnen Person ist, sondern objektiv nachvollziehbar und belegt ist beispielsweise durch Forschung, groß angelegte Studien usw.

Quellenarbeit ist wichtig, man muss also zitierfähige Quellen finden, um die Probleme zu belegen. Es ist immer besser, HBR (das Harvard Business Review) zu zitieren als beispielsweise Wikipedia. Was im wissenschaftlichen Kontext gilt, gilt im Kleinen auch bei einem Pitch Deck. Finde also gute Quellen, um deine Probleme nachvollziehbar zu quantifizieren.

Auch wichtig: die relevanten Probleme zu identifizieren, die bei den Lesern tatsächlich das Interesse wecken.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
darüber, welche weiteren Unterlagen die Investoren außer dem Pitch Deck sehen wollten
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Dr. Daniel Fallscheer: „Ich bin da vielleicht etwas unorthodox rangegangen. Zum Beispiel habe ich am Anfang nie das Pitch Deck geschickt. Ich habe das nur Voice-over gemacht und wir haben dann das Deck im Nachhinein geschickt. Wir haben ein klassisches Investor Deck gehabt, was man auch eher lesen kann, deshalb haben wir es danach geschickt. Wir haben es manchmal länger oder kürzer geschickt, wir waren da variabel.

Den Businessplan haben wir auch erst später verschickt bzw. in den Datenraum gepackt, nachdem es einen detaillierten Call gab. Die Due Diligence war bei uns später auch eher kurz und knackig, in wenigen Wochen.

Man braucht ein sehr gutes Pitch Deck, man muss die Story aber auch ohne Deck präsentieren können. Das sollte in 3-5 Minuten gehen, innerhalb eines kernigen Pitches und einer kurzen Vorstellung. Das Pitch Deck kann man auch danach noch rausschicken, dann hat man die Investoren am Ohr und nicht auf irgendwelchen Folien.“

Agrar-Tech Startup-Gründer
über Betriebsmittelhelden
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Lasse Dumstrei: „Mein Name ist Lasse Dumstrei, ich bin CEO von Betriebsmittelhelden. Mit Betriebsmittelhelden digitalisieren wir den Einkauf von der Landwirtschaft. Wir haben ein klassisches Two-sided Platform Modell. Einmal ein Marktplatz, wo Landwirte ihren täglichen Bedarf anfragen können und wir auf der anderen Seite Landhändler im klassischen Sinn haben und dort Angebote abgeben können. So haben Landwirte nicht nur die Möglichkeit, schneller und einfacher einzukaufen, sondern auch eine Geldersparnis von bis zu 20 % auf ihren Betriebsmitteleinkauf.
Unser klassischer Landwirt ist nicht der 25. jährige Jungbauer, sondern der durchschnittliche Landwirt auf unserer Seite ist 45 Jahre alt.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
über die Rollenverteilung beim Fundraising
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John Agricola: “Am Anfang war es so, dass Isabeau als UI und UX Designerin hier reingekommen ist und noch nichts über das Fundraising wusste, da sie nie in einem Startup war und aus einer Corporate Welt kam. Ich hatte auch keine Ahnung vom Fundraising, aber ich hatte schon länger eine Firma geführt. Aus dem Grund war es klar, dass ich mich da irgendwie drum kümmern muss. Am Ende haben wir es zusammen als Gründer gemacht und es kam zu dem Punkt, dass Isabeau mehr Pitches gemacht hat und ich so den technischen Part übernommen habe.”

Isabeau Ayoubi: “Meine Rolle ist eher so im Operativen und Pitchen. Das mache ich auch einfach gerne, auch mit Kunden sprechen und John übernimmt meistens den technischen Part. Das ist das Schöne als Gründerin, ich bin Grafikerin und ich arbeite auch noch in dem Bereich, aber die ganzen anderen Komponenten, die dazu kommen, machen das Arbeitsleben noch viel schöner.

Ich rede mit Investoren, reise, gehe auf Messen und gleichzeitig kümmere ich mich hier um meine Entwickler und um die Kunden. Das macht die Arbeitswelt so bunt und schön.”

John Agricola: “Gerade beim Fundraising kann ich auch empfehlen, dass ruhig mal mehr Leute auf die Bühne gehen. Ich habe es schon oft gesehen, dass irgendwie sechs Leute dabei sind, aber nur einer auf der Bühne ist. Geht ruhig zusammen drauf, weil die Investoren das ganze Team kennenlernen wollen.”

Isabeau Ayoubi: “Wir haben bei einem Pitch auch mal das ganze Team mitgenommen und sind da zu Zehnt eingelaufen. Jeder sollte mal sehen, wie sich unsere Firma nach außen präsentiert, für was wir stehen und wie uns die Leute wahrnehmen. Unsere Entwickler sind auf der ganzen Welt verteilt und die denken über dieses Thema gar nicht so nach. Da ist es schön, wenn man die an einem Fleck versammelt und die bei dem Thema mitnimmt. Ich würde auch jedem empfehlen, alles mitzunehmen und jede Seite mal anzuschauen.”