Founder Academy

Jonathan Spitz darüber, wie sein Startup zu dem Fokus Laserschneiden gekommen ist

Machine-Learning Startup-Gründer

darüber, wie sein Startup zu dem Fokus Laserschneiden gekommen ist

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Jonathan Spitz: „Wir waren letztes Jahr im Oktober auf einer Messe. Das war hier in Stuttgart die Blechexpo. Ich war dort zusammen mit meinem Geschäftspartner Timur. Dort haben wir mit ganz vielen verschiedenen Maschinenherstellern gesprochen und die meisten waren Laserschneidmaschinenhersteller. Dort haben wir das beste Feedback bekommen und uns wurde gesagt, dass das sehr sinnvoll für ihre Kunden wäre.

Außerdem haben wir mit Herstellern von Plasmaschneidmaschinen geredet, aber da haben wir eher das Feedback bekommen, das es in dem Bereich nicht so sinnvoll ist. Vom Laserschneiden haben wir einfach ein wirklich gutes Signal bekommen und deshalb haben wir uns für den Fokus entschieden.“

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Dr. Matthias Brendel

Dr. Matthias Brendel

Impact Startup-Gründer

Tobias de Raet Lindenpartners
über AGBs
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Dr. Tobias de Raet: „AGB sind Standardmuster für Vertragsklauseln, die man nicht immer wieder neu verhandeln möchte. Das heißt, allgemeine Geschäftsbedingungen, Zahlungsbedingungen, Lieferbedingungen und Rechtswahlklausel. So was vereinbart man in AGB und das sind diese langen Vertragsdokumente, die sich eigentlich nie jemand durchliest.

Das ist auch so gedacht, AGB soll man nicht durchlesen müssen, weil da nichts Überraschendes drin stehen darf. Grundsätzlich gilt bei AGB, dass alles, was überraschend ist, unwirksam ist. Man kann in AGB nichts verstecken und jemandem dadurch was unterschieben. Grundsätzlich sollen AGB das Regeln, was beide Interessen vertritt.

Man muss dazu wissen, dass AGB strengen Vorlagen unterliegen, durch das Gesetz und durch die Rechtsprechung. Häufig geht es um das Thema, was überraschend und nicht überraschend ist. Aus dem Grund sollte man vorsichtig sein, wenn man AGB als Muster nimmt. Da gibt es viele Angebote und die stimmen dann in sich. Man sollte dann aber nicht ins Getriebe greifen und die einzeln anpassen, ohne zu prüfen, ob es auch wirklich geht.

Ein Beispiel: Ich verlängere mal meine Kündigungsfrist um ein paar Jahre oder ich schreibe noch eine zusätzliche Klausel rein, die mir besonders wichtig ist. Da muss man immer aufpassen und lieber noch mal prüfen lassen, ob es wirklich geht. Wenn es rechtlich nicht geht, dann ist es unwirksam und dann schützen einem die schönsten AGB nichts, wenn sie unwirksam sind.“

Business Angel Maximilian Fleitmann
über die Team Slide
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Maximilian Fleitmann: „Du als Gründer und Gründerin musst mit dieser Slide zeigen, dass du der perfekte Mensch für den Job bist. Das heißt, warum schaffst du als Team jetzt diese Aufgabe zu bewältigen. Von 10 Startups werden 9 scheitern und du musst jetzt derjenige sein, der das eine Startup mit Erfolg baut. Deshalb sind für mich die Erfahrungen, die dazu beitragen, warum die Gründer:innen erfolgreich werden, viel wichtiger, als der Lebenslauf. Es ist natürlich schön, wenn man sagen kann, dass man jetzt auf der WHU studiert hat, aber für mich als Investor ist es ja viel wichtiger zu wissen, was du bei der WHU gemacht hast, was dir jetzt im Startup hilft, erfolgreich zu sein.

Das würde ich mir für jedes Teammitglied anschauen und entsprechend auf der Team Slide präsentieren. Wenn man noch ein kleines Team von 4-5 Leuten ist, dann kann man natürlich alle draufpacken. Bei größeren Teams sollten es eigentlich nur die Gründer und Gründerinnen sein. Wenn man jetzt schon richtig gute Leute gehired hat, dann kann man die auch wieder im Anhang weiter vorstellen.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über den frustrierendsten Zeitpunkt im Fundraising
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Daniel Bosman: „Durch unseren Funnel hatten wir insgesamt 6 fortgeschrittene Gespräche. In diesen waren wir kurz davor, die Runde zu closen. Wir hatten bereits ein festes „Ja“ von Insa Horsch. Bei drei weitere Gespräche mit Angels, hatte ich mit meiner 1.5 Jahren Fundraising-Erfahrung das Gefühl, da werden noch welche an Bord kommen. Das ging sogar so weit, dass wir Angels absagen hätten müssten.

Genau in diesem Moment begann die Invasion auf die Ukraine: Das hat sehr viel Panik ausgelöst und auch die Wirtschaft auf den Kopf gestellt. Das führte letztlich dazu, dass die Gespräche sich im Ton veränderten. Zwei Angels haben ganz konkret gesagt, dass sie von einem weiteren Investment aktuell absehen. Sie wollte erstmal die Situation beobachten. Da ging es auch darum, das eigene Portfolio erstmal zu schützen.

Für uns war das eine sehr schwierige Situation, denn um erstmal an dem Punkt anzukommen, dass so viele Angels Investment-ready sind, vergeht einige Zeit. Für uns war das ein Schock und wir waren sehr überrascht. Wir hatten diese Runde aufgebaut, um unsere Ziele zu erreichen und mit etwas Risikopuffer zu agieren. Letztlich haben wir eine kleinere Runde geschlossen und das passt jetzt auch alles. Aber der Punkt war da, bei welchem wir die Evaluierung überdenken mussten und nächste Schritte anpassen mussten.“

Madeleine Heuts
über welche Themen ein Startup am Anfang Rechtsberatung braucht
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Madeleine Heuts: „Ich würde es ein bisschen Differenzieren in:

1. Womit sollte ich mich rechtlich beschäftigen?
2. Wofür sollte ich Beratung auch wirklich in Anspruch nehmen?

Sehr viel kann und sollte man sich selbst aneignen, damit man ein guter Unternehmer sein kann. Man sollte verstehen, wie geistiges Eigentum funktioniert und man sollte verstehen, welche Firmenkonstellationen man braucht und hat. Das kann sich natürlich auch privat auswirken.

Zum Beispiel ist bei einer GbR das Thema Haftung superwichtig, weil man mit dem kompletten Privatvermögen haftet. Da muss man einfach ein Grundwissen haben und man kann es nicht einfach einen Anwalt machen lassen.

Das Gleiche gilt für die Geschäftsführung. Viele denken, dass sie bei der GmbH aus der Haftung raus sind, aber man hat als Geschäftsführer auch eine gewisse Haftung. Dementsprechend sollte man bei dem klassischen Fall Insolvenzverschleppung aufpassen. In viele Themen kann man sich reinarbeiten, reinlesen und aneignen. Das ist einer der Gründe, warum wir unsere Academy gebaut haben und da alles lernen kann.

Da kann man sich sehr gut reinfuchsen und dann sollte man schauen, was Themen sind, die besonders sind. Ist das Gründerteam zum Beispiel zu dritt und einer ist verheiratet? Dann wisst ihr schon mal, dass eine zusätzliche Gesellschaftervereinbarung sehr sinnvoll ist. Haben wir da noch andere Sonderwünsche, die wir da reinhaben wollen?

Bei den individuellen Fällen sollte man sich mit einem Anwalt unterhalten. Auch wenn man jetzt sagt, dass man Investoren mit reinnehmen will. Es gibt natürlich das klassische Wandeldarlehen, dass 80 % der Leute nutzen. Wenn ein Investor jetzt aber beispielsweise zusätzliche Anteile für Sonderleistungen haben will, die er sich erarbeiten kann, da macht es auch Sinn, sich einen Anwalt dazuzuholen. Bei solchen Sachen würde ich aber auch immer vorsichtig sein, weil meiner Meinung nach es für Business Angels dazu gehört, sich einzubringen.

Ein Anwalt kann natürlich auch für einen verhandeln und die Gründer vertreten, der auch den “Bad Cop” spielen kann. Eigentlich wollen die Gründer ja ein gutes Verhältnis zu den Investoren, da kann man den Anwalt natürlich ganz gut vorschicken und der derjenige ist, der ganz kritisch fragt. Es ist natürlich auch eine strategische Entscheidung, einen Rechtsberater dazuzuholen. Der bringt bestimmte Mehrwerte mit.

Die Markenanmeldung kann man auch sehr gut einfach machen, wenn der Name noch nicht vergeben ist. Da muss man aber auch sehr ordentlich recherchieren.

Ansonsten kommt es natürlich auf das Produkt an. Wenn ihr beispielsweise ein FinTech seid, dann solltet ihr ganz genau checken, ob ihr eine Lizenz braucht, um überhaupt Finanzdienstleistungen anbieten zu können. N26 braucht eine Bankenlizenz und das kann ein paar Jahre dauern, bis man die bekommt.

Die Spezifika für das Produkt, was man darf und was man nicht darf, ist direkt am Anfang entscheidend.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über wie und mit welchen Tools er den Fundraising Prozess verwaltet und organisiert hat
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Daniel Bosman: „Es ist für ein Startup und die Person, die für das Fundraising verantwortlich ist, extrem wichtig diesen Prozess selbst zu organisieren. Vor allem Dingen war es für mich, als kreativen Menschen, wichtig, eine Art von Gamifizierung und eigenem System für diesen Prozess mit den entsprechenden Fundraising-Tools zu entwickeln.

Im Fundraising, gerade bei Hardware und Impact-Themen, wirst du mit extrem vielen Menschen sprechen und auch viele Absagen bekommen. Wir selbst hatten Glück, denn die ersten beiden Angels, mit denen wir gesprochen hatten, wurden erfolgreiche Leads. Danach hatte es jedoch 50 Gespräche gedauert, bis wir den dritten Angel für unsere Runde dazugewinnen konnten.

Manche sagen jetzt bei 53 Gesprächen, 3 erfolgreiche Leads generiert zu haben, ist doch eine super Quote. Das zeugt dann einmal davon, dass ich es selbst einfach unterschätzt habe, wie aufwändig Fundraising sein kann. Aber es zeugt auch davon, dass wir einfach Glück hatten.

Insgesamt hab ich das Ganze nach längeren Lernprozessen so aufgebaut, dass ich einen Funnel geschaffen haben. Diesen habe ich über ein „Trello Board“ abgebildet. Links waren meine Leads, danach kamen Erstgespräch, dann Zweitgespräch. Einen logischen Aufbau muss jeder für sich selbst definieren. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, sich mit der Frage zu beschäftigen, was man aus einem Erstgespräch rausholen möchte und was willst du von einem Zweitgespräch. Ein Angel hat keine Lust, 6 Gespräche zu führen. Er / sie wollen relativ schnell in Erfahrung bringen, was das Startup von einem als Investor möchte.

Man läuft sonst zu sehr „um den heißen Brei herum“, da man sich eventuell nicht traut wichtige Fragen zu stellen, aus Angst vor einer Absage. Wenn du aber im Erstgespräch bereits herausgefunden hast, du musst ein oder zwei Fragen stellen, um den Angel in die Richtung eines Invests bewegen, dann stell diese auch.

Ich hab bei meinem Trello-Board, meine Leads links, dann kommen Erstgespräche, dann Zweitgespräche. Irgendwann erreicht man den Punkt im Fundraising-Funnel, bei welchem das Ziel vorgestellt worden sein muss. Bis zu diesem Punkt muss bereits ein Gespräch mit dem Team stattgefunden haben. Danach gilt es herauszufinden, was noch fehlt für ein Investment. Was fehlt dem Angel noch, um an Bord zu kommen?

Für mich war Trello immer ein gutes Tool zur Gamifizierung, da ich einen guten Überblick hatte, um direkt zu sehen, ich brauche mehr Leads, oder mehr Erstgespräche.

Meine Leadgenerierung war während des ersten Lockdowns etwas schwieriger, da es keine live Events gab. Ich konnte jedoch auch relativ unproblematisch mit Menschen in Videocalls connecten.

Kaltakquise ist insgesamt ein Horror. Da muss man sich nur vorstellen, wie viele Nachrichten & Emails ein etwas prominenterer Angel am Tag bekommt. Ich selber mache das tatsächlich immer noch über LinkedIn: Ich schaue mir an, was machen die Angels, was posten sie für Inhalte? Ich followe diesen in der Regel, wenn ich das Gefühl habe, es ist noch zu früh für eine Vernetzung. Dabei habe ich die Gelegenheit, auf die Due Diligence einzugehen, um zu prüfen, was postet er / sie?

Zu den Pitch Decks habe ich insgesamt drei Decks zur Verfügung. Das erste ist ein Intro Deck, welches Inhalte zur Geschäftsidee, Team und Timing behandelt. Mit den anderen beiden Decks kann man im Nachgang mehr in die Tiefe gehen.“

Janosch Kühn
darüber, wie Gründer mit Druck umgehen können
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Janosch Kühn: „Druck ist immer ein großes Thema für einen Gründer. Ich kann mir vorstellen, dass der Druck auch manchmal von außen kommt. Zum Beispiel durch Investoren, die sagen, dass es schneller, weiter oder höher gehen sollte.

Der Druck beim Bootstrapping bei uns war, dass wir eben kein externes Geld bekommen haben. Am Anfang war das eigene Geld auch nicht so viel und da stellt man sich die Frage, was passiert, wenn man zum Beispiel aus dem App Store fliegt und kein Geld mehr verdient. Wie bezahlt man dann die Mitarbeiter?

Es ist nie passiert, wir waren immer profitabel und hatten immer genügend Geld. Für mich war aber immer im Hinterkopf, was passieren könnte und wie ich mit so einer Situation umgehen soll.

Was hat mir geholfen?
Mir hat Sport und ein Ausgleich viel geholfen. Ich glaube aber auch, dass dieser Druck dazugehört. Es gibt auch Techniken wie zum Beispiel Meditation, aber ich glaube nicht, dass der Druck ganz weggeht.

Wir hatten am Anfang sehr strenge Arbeitszeiten. Das hat vor allem den Mitarbeitern geholfen. Die haben dann ihre 7–8 Stunden gearbeitet und mehr wurde von ihnen nicht erwartet. Als Gründer habe ich aber schon Tag und Nacht an die Firma gedacht. Die Firma war einfach Nummer 1 und da ist einfach Druck. Ich denke, der ist bei den meisten Gründern da.

Man kann sich mit Sport oder Hobbys ablenken und das Business mal für ein paar Stunden vergessen. Bei mir war es so, dass ich nach solchen Aktivitäten aber immer wieder an die Firma gedacht habe.“