Founder Academy

Jonathan Spitz über die Gauss Machine Learning GmbH

Machine-Learning Startup-Gründer

über die Gauss Machine Learning GmbH

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jonathan Spitz: „Mit Gauss Machine Learning helfen wir Fertigungsunternehmen, bessere Einstellungen für ihre Maschinen zu finden. Gerade sind wir auf Laserschneidmaschinen fokussiert. Da haben wir die Maschinen schon auf unterschiedliche Materialien optimiert. Zum Beispiel Edelstahl, Baustahl und Aluminium. Außerdem haben wir es entsprechend der Materialdicken mit wirklich guten Ergebnissen optimiert.

Wir haben unser Produkt am Anfang als eine KI beschrieben, die sehr schnell lernen kann, wie die Maschine funktioniert. Jetzt, je mehr unsere KI lernt, können wir es noch anders vermarkten. Was die Kunden eigentlich kaufen, ist eine Art Experte oder hoch erfahrener Maschinenbediener für die Maschine.

Damit kann man einen ganz neuen Maschinenbediener einstellen, der das Wissen der KI nutzen kann. So hat man im Ergebnis jemanden, der wie jemand agieret, der schon 20-Jahre-Erfahrung als Maschinenbediener hat.“

Direkt mehr Startup-Know-How

von diesen und vielen weiteren Startup-Gründer*innen

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek

Christian Ritosek

SaaS Startup-Gründer

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz

Antonia Wälzholz

HR-Tech Startup-Gründerin

Isabeau Ayoubi Co-Founder bei Onstruc

Isabeau Ayoubi

PropTech Startup-Gründerin

Maika Kupfer

Maika Kupfer

B2B Startup-Gründerin

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über wie er mit schwierigen Phasen im Fundraising umgeht
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Daniel Bosman: „Ich würde jedem am Anfang empfehlen, zu schauen, wie hoch ist die eigene Burn-Rate und zu hinterfragen, ob diese so hoch sein muss. Auch sollte man schauen, wie Lean man arbeiten kann, bis ein Proof-of-Concept entstanden ist, oder zumindest eine Verifizierung.

Wenn du dich damit nicht von Anfang beschäftigst, kann man schnell ins Schleudern geraten und verliert letztenendes sein Ziel aus den Augen. Denn schnell kommen die ersten Angels und auf einmal sammelst du Geld ein. Aus einer Runde wird dann eine viel größere Runde, weil andere Angels mit ans Bord kommen. Die Komplexität steigt ab da stetig.

Dann beantragt man im nächsten Schritt Fördergelder. Auf einmal hast du Geld zur Verfügung – das Fördergeld ist jedoch an das Einstellen von Mitarbeitern gebunden. Auf einmal gerätst du von ein, zwei Leuten, die eine Idee haben und die Welt ein Stück besser machen wollen in die Situation, dass du Mitarbeiter hast und für diese die Verantwortung trägst.

Wenn jedoch keiner aus dem Gründerteam Erfahrung mit der Mitarbeiterführung hat, dann ist das eine riesige Challenge. Ein Produkt auf die Welt zu bringen und parallel dazu zulernen, wie man Mitarbeiter gut onboarded, funktionierende Strukturen aufbaut und zeitgleich ein gutes Klima schafft.

Da kommen so viele Herausforderungen auf einmal auf einen zu. Ich würde Gründer*innen immer empfehlen, solange es geht aus einer sich-selbst-finanzierenden Situation die Idee so weit voranzubringen, dass sie am Markt verifiziert werden kann. Erst mit diesen Ergebnissen sollte man dann nach Investments von Angels schauen.

Bei uns war das auch so der Fall: Wir hatten den Tischgarten bereits am Markt getestet und verbessert. Den Raumgarten haben wir erst letzte Woche auf die Straße gebracht. Wir erreichen zwar unsere Milestones, aber wir haben sehr früh viele Mitarbeiter gehabt durch unser tolles Fördergeld, aber das hat natürlich auch den Druck erhöht.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
über die Auswahl der richtigen Investoren
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Isabeau Ayoubi: “Wir haben bisher keinem Investor abgesagt, aber wir hatten auch das Glück, dass wir sehr viele unserer Investoren durch direkte Introductions bekommen haben. Unsere Bestandsinvestoren haben da gesagt, dass sie Leute kennen, die vielleicht interessant sind. Da ist die Wahrscheinlichkeit schon hoch, dass der kulturelle Fit einfach da ist. Wir hatten noch nicht den Fall, dass ein Investor bei uns investieren wollte, den wir gar nicht haben wollten. Dementsprechend waren wir immer froh, wenn der Investor sich für uns entschieden hat.”

John Agricola: “Ich finde, dass es sich auf dem Weg dahin auch so ausdünnt. Man pitched bei einem Pitch Event vor 50 Business Angels, 15 davon fragen noch etwas an und mit 10 redet man. Man muss ja nicht unbedingt zu jemandem Nein sagen, sondern es dünnt sich dann so aus. 5 Business Angels trifft man dann und von denen sind dann 3 dabei. Die, die man wieder getroffen hat, da war der Fit schon da.”

Isabeau Ayoubi: “Man merkt es auch schon in den ersten Treffen und Meetings. Wenn die Person sympathisch ist und ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen kann. Die meisten, wo der Fit nicht stimmt, melden sich auch gar nicht.”

John Agricola: “Vielleicht spricht das auch für unser Pitch Deck, das die Leute wissen, was sie bekommen”.

Isabeau Ayoubi: “Unser erstes Pitch Deck war wirklich schlecht!”

John Agricola: “Ja, aber die Business Angels wussten trotzdem, was sie bekommen. Aus dem Grund haben wir da wenig Absagen bekommen. Ich glaube, wenn man es nach außen hin gut kommuniziert, dann wissen die Business Angels schon Bescheid.”

Isabeau Ayoubi: “Unsere erste Runde war unser Pitch Deck wirklich miserabel, aber wir haben trotzdem ganz gut damit Geld einsammeln können. Ich glaube schon, dass es darauf ankommt, wie du als Gründer dastehst und deine Idee präsentierst.”

Jonathan Spitz
über das Pricing
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jonathan Spitz: „Als erstes haben wir an ein monatliches Flatrate-Modell gedacht. Also dass die Kunden einmal im Monat bezahlen und so viel nutzen dürfen wie sie wollen. Jetzt haben wir es ein bisschen angepasst, der Kunde bezahlt eine Gebühr im Monat und dann bezahlt der Kunde noch mal für jede Optimierung, also Pay-per-Use. Wir denken gerade auch über ein reines Pay-per-Use Angebot nach.

Wie haben wir das Pricing aufgesetzt? Wir schauen, wie viel schneller unsere Kunden mit einer Laserschneidmaschine schneiden können. Das heißt, wir sparen dem Kunden eine bestimmte Zeit an der Maschine. Die Stunden haben einen Preis und unser Preis ergibt sich durch einen Teil dieser Zeitersparnis.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, ob er als natürliche Person oder über eine eigene Holding gegründet hat
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Florin Kutten: „Wir haben als natürliche Personen gegründet und nicht mit einer Holding, weil wir sehr unsicher waren, was das Geschäftsmodell angeht und ob wir es so aufbauen können. Für mich persönlich steht immer noch im Raum, dass ich irgendwann ins Ausland gehe und dann bringt die Holding ja auch nichts.

Am Ende war es auch einfach zu spät, das mit der GmbH musste durchkommen und gemacht werden. Wir hatten da gar nicht mehr so viel Zeit, um uns da richtig zu informieren und da vorher noch eine Holding zu gründen.

Dann haben wir gesagt, dass wir es so lassen. Klar, am Ende hat man deutliche Steuernachteile. Dann wird halt am Ende eine Holding gegründet und bei der nächsten Unternehmung wird es vielleicht anders gemacht.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, welche besonderen Hinweise er von Coaches bekommen hat
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Florin Kutten: „Von Coaches haben wir sehr oft gehört, dass weniger Text besser ist. Außerdem sollten wir mehr mit Bildern arbeiten und die Bilder müssen sich entsprechend mit den Aussagen auf den Folien decken. Am Anfang hatten wir nur Stockbilder und jetzt haben wir unsere eigenen Bilder und das ist viel besser. Zudem sollte man sich beim Pitch Deck auf 10-15 Folien beschränken und mit wenigen Worten alles wichtige präsentieren.“

Dr. Patrick Müller
über Anti-Dilution-Protection (Verwässerungsschutz)
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Dr. Patrick Müller: „Ganz allgemein kann man sagen, dass es im Kapitalgesellschaftsrecht das Prinzip des Verwässerungsschutzes gibt. Was ist damit gemeint?

Founder gründen ein Unternehmen und benötigen für den weiteren Aufbau des Startups Investitionen. Mit zunehmender Anzahl an Investoren werden auch eine zunehmende Anzahl an Shares abgegeben. Das heißt, dass die Beteiligung immer mehr verwässert.

Zum Beispiel startet ein Founder mit 100 % und mit zunehmender Anzahl an Finanzierungsrunden, verwässert die Struktur immer mehr. Der Cap Table wird immer größer und komplexer. Da stellt sich die Frage, was man dagegen eigentlich tun kann?

Da gibt es zwei Varianten: das Bezugsrecht und die Downround Protection.

Bezugsrecht:
Wenn zwei Founder jeweils 50 % an einer GmbH halten und 2-3 Investoren aufnehmen und danach noch mal eine Finanzierungsrunde durchgeführt wird, haben die Bestandsinvestoren erst mal ein Bezugsrecht. Sie haben gesetzlich das Recht, zumindest in der Höhe nachfinanzieren, dass die bisherige Beteiligungsquote nach Cap Table aufrechterhalten bleibt.

Das Problem hier ist, dass nach dem Pay to Play Prinzip auch die Leistungen mit einhergehen müssen. Sprich, man muss dann auch die Zahlung für die Kapitalrücklagen und das Aufgeld einer Kapitalerhöhung tätigen.
Aus dem Grund sehen eigentlich alle Beteiligungsverträge vor, dass das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, weil sonst einzelne Gesellschafter das Wachstum und die Aufnahme weiterer Finanzierungen verhindern. Deswegen ist das Bezugsrecht auch nur ein bedingter Schutz, der eigentlich immer ausgehebelt wird.

Downround Protection:
Da wird durch verschiedene Klauseln sichergestellt, dass die Bestandsinvestoren bei einer Downround nicht das Nachsehen haben und zu dem Nominalwert Anteile zugewiesen bekommen, um einen Verwässerungsschutz zu bieten.“