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Julius Göllner über ein skalierbares Geschäftsmodell

Serial Entrepreneur & Investor

über ein skalierbares Geschäftsmodell

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Julius Göllner: „Also wie findet man ein skalierbares Geschäftsmodell? Also ich glaube, dass es in jedem Vertical und in jeder Industrie skalierbare Geschäftsmodelle gibt. Das heißt, wenn ich am Ende etwas über 10-15 Jahr machen möchte, dann muss es mir erstmal selber Spaß machen.

Wenn es mir keinen Spaß macht, dann ist es auch nichts, mit meinem Großteil meines Lebens beschäftigen will. Also muss als Erstes ein intrinsisches Interesse für das Thema da sein. Wenn ich Interesse für Industrie- und LogisticTech habe, habe ich vielleicht in dieser Industrie schon ein paar Touchpoints mit Personen aus der Industrie gehabt. Vielleicht auch schon Einblicke in die Industrie und Probleme der Unternehmen.

Oder kann ich durch irgendwelche Reports große Problemfelder der Unternehmen identifizieren. Ich glaube, dann ist der nächste Schritt Hypothesen aufzustellen und was gibt es für Lösungsoptionen dazu. Dann ist meine Empfehlung, diese Hypothesen mit so vielen Experten wie möglich zu verproben.

Findet wirklich heraus, ob diese Idee von 20, 30 oder 100 Experten als sinnvoll erachtet, unbrauchbar oder als nicht relevant genug erachtet wird. Es gibt Probleme, die da sind, die aber auf der Prioritätenliste ganz unten stehen. Führt diese Interviews und darüber werdet ihr auch ein Gefühl dafür bekommen, ob es eine skalierbare Lösung ist, also ist es relevant für sehr viele Marktteilnehmer oder ist es eher eine kleine Nischenlösung.

Wer das ganz gut macht, sind diese Talent-Investoren wie zum Beispiel Entrepreneur First, die erstmal Leute, die vorher noch nie zusammengearbeitet haben, zusammenholen. Die arbeiten an diesen Hypothesen und verproben die erstmal konsequent 3-4 Monate. Erst nach diesen 3-4 Monaten legen sie sich fest, wie das skalierbare Geschäftsmodell aussieht. Also sprecht mit so vielen Leuten wie möglich in dem Vertical, dass ihr bearbeiten wollt.“

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Tobias de Raet Lindenpartners
über die richtige Wahl der Rechtsform
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Dr. Tobias de Raet: „In welcher Struktur, in welcher Rechtsform man seine Gesellschaft gründen sollte, ist in Deutschland relativ einfach zu beantworten. Da gibt es in Deutschland die GmbH und die UG, bei der UG handelt es sich quasi um eine kleine GmbH, die man später auch zu einer GmbH upgraden kann. Das ist die klassische Gesellschaftsform in Deutschland und davon sollte man eigentlich auch nicht abweichen, wenn es dafür nicht besondere Gründe gibt.

Das bedeutet insbesondere Aktiengesellschaften oder Personengesellschaften, so was wie eine Kommanditgesellschaft, da gibt es selten Gründe dafür, dass man diese Rechtsform wählt. Eine Aktiengesellschaft ist manchmal aus aufsichtsrechtlichen Gründen notwendig, wenn man zum Beispiel eine Bank gründen möchte. Die sind aber deutlich schwieriger zu handhaben im laufenden Geschäft.

Es gab früher Zeiten, da wollte jeder gerne eine Aktiengesellschaft gründen, weil man schon den IPO vor Augen hatte. Am Anfang immer eine GmbH und eine deutsche Gesellschaft nehmen, weil alles andere schwieriger wird. Insbesondere auch nicht auf eine Limited (Ltd.) oder sonstige ausländische Gesellschaftsform ausweichen, weil es im Laufe der Zeit deutlich aufwendiger wird.

Bei der deutschen GmbH kann man einfach zum Notar gehen, da braucht man nicht viel Geld und Aufwand. Die UG braucht nicht mal ein Stammkapital, die GmbH braucht 25.000 Euro, davon muss die Hälfte am Anfang eingezahlt sein. Eine UG hat man mit wenigen Hundert Euro relativ schnell gegründet. Das ist die Rechtsform der Wahl!“

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
über MOOT und seine Fundraising Erfahrungen
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Michael Pfeifer: „Ich bin Michael Pfeifer, Co-Founder & CEO von MOOT. MOOT ist ein Akronym und steht für Made Out Of Trash. Das sagt auch schon sehr viel über das Unternehmen aus, denn die Grundidee von MOOT ist, aus Bestehendem etwas Neues zu machen. Wir machen Upcycling, wir produzieren in Deutschland aus lokalen Textilien und Abfall neue Produkte.

Beispielsweise produzieren wir T-Shirts aus Bettwäsche, Jacken aus Wolldecken oder Beutel aus Sofakissenbezügen. Ein sehr nachhaltiges und kreislauffähiges Konzept. Das Unternehmen sitzt in Berlin und wir haben dieses Jahr unsere erste Finanzierungsrunde abgeschlossen. Wir haben eine Pre-Seed-Runde von 300.000 Euro geclosed und dabei haben wir mehrere Business Angels und einen strategischen Investor mit an Bord geholt.“

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
über die Frage, ob die Bewertung im Deck stehen sollte
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Antonia Wälzholz: „Wir haben unsere angestrebte Bewertung tatsächlich nicht ins Deck aufgenommen, weil ich mich persönlich wohler damit gefühlt habe, sie in einem Gespräch persönlich zu nennen – nachdem wir schon Interesse generiert und Insights zu uns gegeben haben. So kann ich auch gleich die Reaktion des Gegenüber abschätzen und eventuell weitere Argumente für diese Bewertung mitliefern.

Ich kann noch nicht bewerten, wie das dann in späteren Phasen sein wird, wenn man dann mehr harte Zahlen hat, an denen man die Bewertung festmachen kann. Aber wenn man so früh ist wie wir – unsere Pre-Seed-Runde haben wir tatsächlich pre revenue und pre traction geraised – dann ist das ein bisschen eine Rechenübung, die man vorab macht und bei der man manchmal auch ein bisschen pokern muss.

Da fand ich es besser im Sinne einer Vertriebsstrategie, wenn ich die Bewertung selbst nennen kann, wenn die Situation richtig ist und ich auf mein Gegenüber eingehen kann in dem Moment.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über die Wichtigkeit von Transparenz gegenüber Investoren
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Christian Ritosek: „Ich kann nur sagen, dass man 100 % transparent sein sollte. Man sollte auch keine Leichen im Keller haben. Abgesehen davon, dass man Garantien in den Funding-Verträgen abgibt.

Mit einem Investor geht man wie eine Beziehung ein. Jede Beziehung kann nur funktionieren, wenn man offen, transparent und ehrlich ist. Man sollte natürlich in den Pitches verkaufen können, aber nicht lügen. Man sollte auch offen und ehrlich mit Fu**-Ups umgehen, weil in einem Startup nie alles rund läuft.

Investoren verstehen das, und im Idealfall sind es Learnings, die man gemacht hat. Investoren wollen auch gerne sehen, was die Gründer:innen aus Fehltritten in der Vergangenheit gelernt haben.

Mein Tipp ist: Seit 100 % transparent!“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, ob die angestrebte Bewertung ins Pitch Deck gehört
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Florin Kutten: „Wir haben die Bewertung nicht ins Pitch Deck geschrieben, weil die sehr lange gar nicht klar war. Die Bewertung haben wir erst in den Gesprächen mit den Business Angels herausgefunden. So grundsätzlich hatten wir eine Idee von der Bewertung und wir haben im Pitch Deck mitgeteilt, wie viel Geld wir suchen, aber die Bewertung haben wir dann in den Gesprächen mit den Business Angels erarbeitet.

Auch jetzt, wo die Bewertung steht, schreiben wir es nicht rein, weil wir da in den Gesprächen heranführen wollen und nicht alles direkt preisgeben wollen. Am Ende ist es so, dass wenn wir direkt mit der Bewertung reingegangen wären, dass dann viele gesagt hätten, dass ihnen die Bewertung zu hoch ist.

Wenn man mit den Business Angels erst redet, sich kennenlernt und dann irgendwann mit einer Bewertung kommt, dann ist es viel einfacher, diese Bewertung oder allgemein eine höhere Bewertung durchzusetzen.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über den frustrierendsten Zeitpunkt im Fundraising
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Daniel Bosman: „Durch unseren Funnel hatten wir insgesamt 6 fortgeschrittene Gespräche. In diesen waren wir kurz davor, die Runde zu closen. Wir hatten bereits ein festes „Ja“ von Insa Horsch. Bei drei weitere Gespräche mit Angels, hatte ich mit meiner 1.5 Jahren Fundraising-Erfahrung das Gefühl, da werden noch welche an Bord kommen. Das ging sogar so weit, dass wir Angels absagen hätten müssten.

Genau in diesem Moment begann die Invasion auf die Ukraine: Das hat sehr viel Panik ausgelöst und auch die Wirtschaft auf den Kopf gestellt. Das führte letztlich dazu, dass die Gespräche sich im Ton veränderten. Zwei Angels haben ganz konkret gesagt, dass sie von einem weiteren Investment aktuell absehen. Sie wollte erstmal die Situation beobachten. Da ging es auch darum, das eigene Portfolio erstmal zu schützen.

Für uns war das eine sehr schwierige Situation, denn um erstmal an dem Punkt anzukommen, dass so viele Angels Investment-ready sind, vergeht einige Zeit. Für uns war das ein Schock und wir waren sehr überrascht. Wir hatten diese Runde aufgebaut, um unsere Ziele zu erreichen und mit etwas Risikopuffer zu agieren. Letztlich haben wir eine kleinere Runde geschlossen und das passt jetzt auch alles. Aber der Punkt war da, bei welchem wir die Evaluierung überdenken mussten und nächste Schritte anpassen mussten.“