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Lasse Dumstrei darüber, was aus seiner Sicht für und gegen Business Angels als Investoren spricht

AgTech Startup-Gründer

darüber, was aus seiner Sicht für und gegen Business Angels als Investoren spricht

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Lasse Dumstrei: „Was spricht aus meiner Sicht für und gegen Business Angels als Investoren?
Mit einem Business Angel wünsche ich mir einen sehr starken Austausch. Grundsätzlich sage, dass ich im Business Leute brauche, die mich in allen Bereichen challengen. Leute, die nett zu mir sind, habe ich zu Hause. Natürlich sollten wir am gleichen Strang ziehen, aber man ist ja auch irgendwann mit den Scheuklappen in seinem eigenen Business gefangen und braucht von Außen immer wieder Input und Feedback.

Wir sind ja sowieso in einer Trial and error Kultur und müssen sehen, was überhaupt funktioniert und was die Metriken sind. Genau in diesen Bereichen möchte ich eigentlich von einem Business Angel gefordert werden. Deswegen ist es für mich sehr wichtig, aus welchen Bereichen der Business Angel kommt und welche Erfahrungen er mitbringt.

Wir haben zum Beispiel Business Angels mit Domänenwissen aus der Landwirtschaft, Logistik, Food Value Chain und Private Equity. Da hole ich mir den ganzen Input zusätzlich zu dem Kapital, was ich bekomme. Meine Business Angels betrachte ich als Teil meines Management-Teams am Ende des Tages.

Was spricht eventuell gegen Business Angels?
Ich glaube, wenn deine Persönlichkeitsstruktur das nicht zulässt. Wir haben bei uns den Anspruch, dass wir die beste Version unseres selbst werden. Deswegen ist Feedback für mich immer positiv zu betrachten und ich nehme es immer gerne an. Ob ich dann alles umsetze, ist mal dahingestellt, aber ich glaube, dafür muss man einfach offen sein und es auch einfordern.

Deswegen ist es wichtig, in den Bereichen mit den Business Angels konkret in den Austausch geht. Wenn man sagt, dass man einfach sein Business durchziehen will, dann wäre es falsch. Ich kenne das von meiner Schwester, die ist im Bootstrapping-Business und auch ziemlich erfolgreich. Die sagt einfach, dass sie alles selber machen will und sie ist sehr stark an dem Thema Selbstverwirklichung und sie will es am Ende des Tages selbst gemacht haben. Ihr würde sicher auch Kapital von Business Angels guttun, aber sie will es trotzdem lieber selber machen.

Ich denke da sind es dann einfach verschiedene Persönlichkeiten und das Business muss natürlich auch dazu passen. Startup heißt für mich ein hoch skalierbares Geschäftsmodell und die ist jetzt vielleicht in vielen Consulting-Bereichen nicht so gegeben.“

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Fabio Hildenbrand
über wie er seine Investoren regelmäßig informiert
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Fabio Hildenbrand: „Wir haben uns zu Beginn erstmal darauf fokussiert, Business Angels reinzuholen, die einen gewissen Mehrwert bringen können. Einmal unterstützen uns diese auf der Expertisen-Seite und aber auch auf der Netzwerk-Seite, sprich Smart-Money-Investoren.

Wir hatten auch das Glück, dass wir einen kleineren VC mit an Bord bringen konnten. Das sind in diesem Fall 3 VCs, die gemeinsam als Syndikat investieren, wodurch wir die komplette VC Erfahrung mitbekommen. Wie informiere ich die?

Generell haben wir zwei Modelle: Einmal haben wir die klassischen Board-Meetings, die wir je nach Thema splitten.

Wir haben einmal das ganz klassische Board-Meeting, das man so kennt. Dann haben wir aber auch Meetings zum Thema Reisen, Creator oder HR. Für diese jeweiligen Bereiche haben wir einzelne Investoren gesucht, die uns genau da unterstützen. Diese werden natürlich informiert über die spezifischen Meetings.

Zeitgleich haben wir auch einen Verteiler, in welchem wir alle ein bis zwei Monate ein Update an alle versenden.

Natürlich ist man auch so immer im Austausch mit den verschiedenen Angels. Speziell bei uns, da wir gerne Teamevents machen, sieht man sich und trinkt ein Bierchen zusammen.“

Madeleine Heuts
über das Term Sheet
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Madeleine Heuts: „Ich versuche es jetzt mal so unjuristisch wie möglich zu erklären. Das Term Sheet ist eine Art Zusammenfassung von den Hauptkonditionen, die euch wichtig sind, für den späteren Beteiligungsvertrag. Wie sich das ausgestaltet, kann völlig unterschiedlich sein. Das liegt auch ein bisschen an dem Investor.

Manchmal sieht es aus wie ein Notizzettel, wo nur Stichpunkte mit den wichtigsten Facts aufgeschrieben sind, die relevant sind. Zum Beispiel: Welcher Betrag kommt rein? Wie sieht die Unternehmensbewertung aus? Was will der Investor so haben?

Manchmal sind es auch schon richtige Verträge, auf denen der Beteiligungsvertrag aufbaut. Da sollte man immer schauen, wie viel Sinn etwas macht, jetzt auch ein Term Sheet nochmal richtig auszugestalten. Das kommt immer darauf an, wie viel Geld du einsammelst. Wenn es nur um 50.000 Euro geht, dann würde ich mir den Aufwand von zwei richtig ausformulierten Verträgen nicht so machen. Wenn es um mehrere Millionen geht, dann ist es natürlich auch wieder ein VC Thema, wo du dich auch ein bisschen absichern kannst.

Ein Term Sheet ist schon das Signal, dass man in ernsthafte Verhandlungen geht und mehr anschaut. Außerdem ist die Geheimhaltungsvereinbarung beim Term Sheet relevant. Denn wenn du mit dem Investor an dem Punkt bist, dass er so richtig Tief einsteigen will, dann gibst du natürlich auch sehr viele Informationen preis.

Man sollte natürlich dem Investor nicht beim ersten Gespräch schon ein NDA vorlegen, weil dann ist der abgeschreckt. Das hört man ja auch bei Startups, die auf NDAs bestehen. Ein VC kann das gar nicht leisten, weil er so viele Gespräche führt. Dann dürfte der ja über nichts mehr reden. Aber wenn du jetzt anfängst, tiefere Finanzplanungen zu verschicken oder Einblicke in ein Patent, dann ist es natürlich schon wichtig, weil hochwertige Interna rausgegeben werden. Ab diesem Zeitpunkt sollte man über eine Verschwiegenheitsvereinbarung nachdenken.

Das kann man sehr gut in ein Term Sheet mit aufnehmen, man kann es aber natürlich auch ohne abschließen. Es kommt immer ein bisschen auf die Struktur der Runde an.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
über die Vor- und Nachteile von VCs
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Dr. Daniel Fallscheer: „Die VCs haben eine sehr große DNA, wie man sehr schnell skalieren kann. Die verstehen Technologie, wir sind ein HealthTech Unternehmen, wir sind Service und Technologie getrieben. Das verstehen die VCs am besten und da kann man auch sehr viele Learnings über deren Portfolios herausziehen. Man denkt immer, dass man sehr unique darin ist, was man tut. Vor Kurzem habe ich jemanden getroffen, der das Gleiche wie wir macht, nur mit Hotelbetten.

VCs sind sehr stark darin, branchenübergreifend zu schauen, wer ähnliche Geschäftsmodelle und Lösungen hat. Dann ist Healthcare vielleicht gar nicht so anders und da ist VC aus unserer Sicht das, was am besten funktioniert. Die sind bei Investitionsentscheidungen auch nicht emotional. Ein Business Angel ist hingegen sehr emotional und ein Corporate verfolgt eher ein strategisches Ziel.

Wir wollen unser Unternehmen eigenständige sehr lange betreiben, bis zum IPO oder Ähnliches. Deswegen sehen wir auch, das ein VC uns das am einfachsten ermöglicht. Wir sehen nicht den strategischen Case, den gibt es mit Sicherheit, aber unsere Motivation liegt in der Eigenständigkeit.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
darüber, wie er seine Investoren regelmäßig informiert
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Stephen Voss: „Investoren informieren wir einmal darüber, dass wir eine AG sind und wir einen Aufsichtsrat haben. Verschiedene Investoren sind im Aufsichtsrat vertreten und da gibt es Aufsichtsratssitzungen und da wird allgemein und breit informiert. Das ist allerdings nicht so regelmäßig.

In unserem Fall haben wir einen Vorteil, da ein digitaler Versicherer alle Daten in Echtzeit abrufen kann. Was wir gemacht haben, was sich wirklich als hilfreich erwiesen hat: Wir haben für unsere Investoren ein eigenes Dashboard mit den wichtigsten KPIs und Zahlen aufgebaut.

Unsere Investoren haben darauf jederzeit Zugriff. Die Zahlen gehen jetzt nicht ganz tief rein. Zum Beispiel steht da drin, wie viele Stücke wir diese Woche produziert haben und wie aktuell unsere Schadenquoten sind. Das kann eingesehen und abgerufen werden und das hat uns eben sehr geholfen, weil man so viele Fragen vermeiden kann, die sonst gekommen wären.

Über spezielle Themen sprechen wir dann in der nächsten Projekt- oder Aufsichtsratssitzung.“

Tobias de Raet Lindenpartners
darüber, was beim Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zu beachten ist
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Dr. Tobias de Raet: „Durch ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm können Mitarbeiter, die in einem Startup kein Top-Gehalt verdienen, in­cen­ti­vie­rt werden. Das einfachste wäre, wenn man den Mitarbeitern echte Anteile geben würde.

Das macht man aus mehreren Gründen nicht:
Es ist natürlich ein Einflussthema, da die Mitarbeiter auch Gesellschafter sind. Die können dann möglicherweise alles sehen und haben Mitspracherechte. Da ist die Frage, ob man das möchte und ob die Investoren das möchten.

In Deutschland sind es aber maßgeblich steuerliche Gründe. Wenn ich Mitarbeitern eine Beteiligung an meinem Unternehmen gebe, dann ist es ein Vergütungsbestandteil. Wenn ich einem Mitarbeiter beispielsweise 10 Anteile gebe, dann steht er in der Gesellschafterliste und bekommt kein Geld. Der Staat sagt aber, dass der Mitarbeiter 10 Anteile für einen Wert von 50.000 Euro bekommen hat und für diese Summe fallen Steuern an. Der Mitarbeiter hat kein Geld bekommen, muss aber trotzdem für die 50.000 Euro Steuern bezahlen. Aus dem Grund funktioniert das nicht.

In der Regel ist es aus dem Grund virtuell geregelt. Das heißt, der Mitarbeiter bekommt erst dann einen Zufluss, wenn ein bestimmtes Exit-Ereignis eintritt. Erst in dem Moment partizipiert der Mitarbeiter an dem Unternehmenserlös. Dann ist ja auch Geld da und von der Summe müssen sie dann Steuern bezahlen. Das wird typischerweise wie der Arbeitslohn behandelt.

Für die Gründer heißt es kommerziell nichts anderes, dass man berücksichtigen muss, dass ein Teil des Kuchens später weggeht. Auch wenn die Mitarbeiter nur virtuell beteiligt sind, muss ich im Cap Table und in der Gesellschafterstruktur eine Schattenrechnung vornehmen. Daher stammen die Begriffe Diluted und Non Fully Diluted. Diluted bedeutet, dass ich verwässert dazu rechne, dass ich ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm habe. 5-10 % sind so die Bandbreite, die man typischerweise hat.

Demzufolge erhalten die Bestandsgesellschafter weniger. Wichtig ist noch, wer das Programm finanziell trägt. Ist das ein Teil, was die Gründer aus ihrem Exit-Erlös zahlen müssen oder geht es vom Kuchen aller Gesellschafter ab? Typischerweise berate ich die Gründer so, dass alle die Mitarbeiterbeteiligung tragen sollten, da alle daran interessiert sind, dass die Mitarbeiter incentiviert sind.

Wichtig sind noch steuerliche Risiken, die da ganz besonders zu beachten sind. Das ist nicht nur für den Mitarbeiter wichtig, sondern auch die Gesellschaft. Bei der Sozialversicherung bin ich als Gesellschaft dafür verantwortlich, dass ich sie abführe. Wenn ich mir ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ausdenke, wo schon jetzt Sozialversicherungsbeiträge abzuführen sind, dann bin ich als Geschäftsführer dafür verantwortlich, dass ich das für die Arbeitnehmer mache. Wenn ich das nicht mache, dann bin ich möglicherweise in einem strafrechtlichen Bereich.“

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
darüber, wie aufwändig das Reporting ist
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Michael Pfeifer: „Das Aufsetzen des ersten Reportings kostet natürlich am meisten Zeit. Man muss sich genau überlegen, wie man es aufbaut und wie die Struktur aussieht. Andererseits sind wir nicht das erste Unternehmen, welches eine Finanzierungsrunde abgeschlossen hat. Wir sind auf befreundete Gründer:innen zugegangen und haben die gefragt, wie deren Reporting aussieht und welchen Umfang es hat.

Da haben wir verschiedenes Feedback eingeholt und unser Reporting aufgebaut. Das erste Reporting hat etwas länger gedauert und die Nächsten gingen dann schneller. Das ist ein recht fixer Prozess, um so ein Reporting aufzusetzen.

Im Vergleich zu den Gesprächen, die man vor der Finanzierungsrunde durchgemacht hat, ist es doch eher eine leichte Aufgabe.

Wir erstellen da ein 3-5-seitiges Reporting und das wird in den gängigen Microsoft Office Tools gemacht. Wir haben unsere KPIs, die wir aus einer Excel herausziehen und verwenden dabei keine besonderen Tools für das Reporting.“