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Lasse Dumstrei über die Dauer vom Fundraising-Prozess

AgTech Startup-Gründer

über die Dauer vom Fundraising-Prozess

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Lasse Dumstrei: „Wie viel Zeit sollte ein Startup grundsätzlich für das Fundraising einplanen?
Ich würde 6 Monate empfehlen, das ist für mich so eine gute Timeline, die man einhalten kann. Mit der Vorbereitungsphase, den konkreten Gesprächen und dem Closing, um dann noch den Deal zu verhandeln und die Verträge fertigzumachen. Dann muss noch berücksichtigt werden, dass das Ganze ins Handelsregister eingetragen werden muss und es dann ausgezahlt werden muss. Bei uns hat es damals wirklich 6 Wochen gedauert.
Dementsprechend hatten wir damals auch einen größeren Delay. Es lag auch an Corona, dass die Abläufe in den Ämtern ein bisschen anders aussahen.

Wie lange hat damals der Fundraising-Prozess bei uns gedauert?
In der ersten Runde waren wir ungefähr 2 Monate dabei, kam aber auch daher, dass wir schon relativ viel Nachfrage aus unserem Netzwerk hatten und die uns auch schon ein bisschen begleitet haben. Unter anderem macht es auch da Sinn zu schauen, wen man wirklich möchte. Mit wem möchte man sprechen und dann auch wirklich Kategorien bildet.

Wer bringt dir einfach extrem viel Tempo auf die Pipeline? Da hatten wir einfach zwei Namen auf unserer Liste, die uns den Start mit Gesprächen mit anderen Investoren einfach erleichtert haben. Die haben einfach so viel Trust in dem Markt erzeugt und deshalb hatten wir so ein gewisses Vertrauen im Vorschuss. Das hat es uns an der ein oder anderen Stelle wahrscheinlich ein bisschen einfacher gemacht.“

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darüber, wie er seine Investoren informiert
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Christof Weidl: „Wir haben ein monatliches Reporting, wo wir die Leute einfach auf dem Laufenden halten. Das ist aber noch nicht quantitativ, sondern eher qualitativ. Da sagen wir zum Beispiel, dass wir neue Leute angestellt haben. Was lief gut und was lief nicht so gut? Da würde ich auch immer sehr offen damit sein, was nicht so gut lief.

Wenn ich zum Beispiel einen Kunden verliere, weil er unzufrieden war, dann kann ich nur empfehlen ehrlich zu den Investoren zu sein. Wenn du Angst hast, dann hast du in meinen Augen ein gestörtes Verhältnis zu deinen Investoren. Auf der anderen Seite können Investoren dir helfen oder sie wissen Bescheid und werden nicht überfahren, wenn wirklich mal etwas sein sollte.

Monatlich ist für uns sehr gut und wir wollen jetzt auch anfangen vierteljährlich Zahlen zu reporten. Das hängt aber auch mit einer Ausarbeitung von unserem Steuerberater zusammen. Dann bekommen die einfach eine Betriebswirtschaftliche Auswertung und wissen, was wir einnehmen und ausgeben.“

Maika Kupfer
darüber, warum ein Fokus auf eine Zielgruppe so wichtig ist
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Maika Kupfer: „Der Fokus auf eine Zielgruppe oder eine Buyer Persona ist für uns sehr wichtig, weil wir eben ein anlassbezogenes Produkt anbieten und das Ziel ist es, in den Kopf der Buyer Persona zu gelangen.

Für uns ist es ganz wichtig, Top-of-Mind zu bleiben, also dass sich Kunden an uns erinnern und dann das Produkt auch kaufen. In unserem Fall sind wir ein gebootstraptes Unternehmen, wir finanzieren uns komplett selbst. Wir müssen Streuverluste vermeiden und gezieltes Marketing verwenden, weil es sonst einfach zu teuer wird.“

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor
über ein skalierbares Geschäftsmodell
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Julius Göllner: „Also wie findet man ein skalierbares Geschäftsmodell? Also ich glaube, dass es in jedem Vertical und in jeder Industrie skalierbare Geschäftsmodelle gibt. Das heißt, wenn ich am Ende etwas über 10-15 Jahr machen möchte, dann muss es mir erstmal selber Spaß machen.

Wenn es mir keinen Spaß macht, dann ist es auch nichts, mit meinem Großteil meines Lebens beschäftigen will. Also muss als Erstes ein intrinsisches Interesse für das Thema da sein. Wenn ich Interesse für Industrie- und LogisticTech habe, habe ich vielleicht in dieser Industrie schon ein paar Touchpoints mit Personen aus der Industrie gehabt. Vielleicht auch schon Einblicke in die Industrie und Probleme der Unternehmen.

Oder kann ich durch irgendwelche Reports große Problemfelder der Unternehmen identifizieren. Ich glaube, dann ist der nächste Schritt Hypothesen aufzustellen und was gibt es für Lösungsoptionen dazu. Dann ist meine Empfehlung, diese Hypothesen mit so vielen Experten wie möglich zu verproben.

Findet wirklich heraus, ob diese Idee von 20, 30 oder 100 Experten als sinnvoll erachtet, unbrauchbar oder als nicht relevant genug erachtet wird. Es gibt Probleme, die da sind, die aber auf der Prioritätenliste ganz unten stehen. Führt diese Interviews und darüber werdet ihr auch ein Gefühl dafür bekommen, ob es eine skalierbare Lösung ist, also ist es relevant für sehr viele Marktteilnehmer oder ist es eher eine kleine Nischenlösung.

Wer das ganz gut macht, sind diese Talent-Investoren wie zum Beispiel Entrepreneur First, die erstmal Leute, die vorher noch nie zusammengearbeitet haben, zusammenholen. Die arbeiten an diesen Hypothesen und verproben die erstmal konsequent 3-4 Monate. Erst nach diesen 3-4 Monaten legen sie sich fest, wie das skalierbare Geschäftsmodell aussieht. Also sprecht mit so vielen Leuten wie möglich in dem Vertical, dass ihr bearbeiten wollt.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über den Einfluss der Gründer-Motivation auf das Fundraising
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Christian Ritosek: „Wenn man ein Produkt hat, dass man wirklich aus einer intrinsischen Motivation heraus gebaut hat, das haben wir bei CANDIS gemacht, weil mich diese Buchhaltungsprozesse so frustriert haben, in meiner Eigenschaft als früherer Unternehmer. Aus dem Grund haben wir das Produkt gebaut und das hat sich natürlich im Fundraising gezeigt.

Deshalb würde ich jetzt nicht denjenigen aus dem Team ins Fundraising schicken, der nicht so sehr für das Produkt brennt. Beim Fundraising muss man auch beachten, ob meine Pläne und Ziele zu denen des Investors passen. Viele Investoren wollen für 5-7 Jahre involviert sein, manche Fonds sind auch auf 15 Jahre ausgelegt. Da muss man immer schauen, ob die eigene Motivation und der persönliche Exit-Plan zu dem des Investors passt.“

Dr. Matthias Brendel
über die Rechtskosten bei Finanzierungsrunden
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Dr. Matthias Brendel: „Die Kosten für die Finanzierungsrunde sind natürlich zweigeteilt. Es gibt einmal den Teil, der beim Notar ausgelöst wird. Da muss ich dazu sagen, dass wir nie mit einem Wandeldarlehen gearbeitet haben, sondern wir sind immer gleich in Eigenkapital gegangen.

Das heißt, wir haben die Leute immer über eine Kapitalerhöhung reingeholt. Das hat den großen Vorteil, dass man als Investor einen höheren INVEST-Zuschuss bekommt.
Außerdem hat man einen klaren Cap Table. Für jeden, der dazukommt, ist ganz klar, wie heute die Verteilung der Anteile aussieht.

Das heißt, man hat nicht so schwebende Zustände, was wir einfach nicht wollten.

Die Notarkosten sind proportional zur Finanzierungshöhe. Als wir bei unserer letzten Finanzierungsrunde 1.000.000 Euro aufgenommen haben, hatten wir ca. 6.000 Euro Notarkosten (inkl. Handelsregisteranmeldung).

Für unseren eigenen Beteiligungsvertrag haben wir bei unserer Rechtsberatung gerade mal 4.000 Euro gezahlt, weil wir den aus der vorherigen Runde quasi Copy & Paste, mit ein paar kleinen Änderungen übernehmen konnten.

Unser ganzes Vertragswerk hat über die Zeit vielleicht 12.000 – 15.000 Euro gekostet, von der Gründung bis hin zu drei einzelnen Finanzierungsrunden. Dieses Geld ist aus meiner Sicht eine perfekte Investition gewesen, weil wir wirklich sicher sein können, dass wir alle Fälle abgedeckt haben.

Das betrifft sowohl die Gründer- als auch die Investoren-Seite. Also wenn einer der Gründer aussteigen muss. Das ist aus meiner Sicht das beste Investment, dass man machen kann. Man wünscht es sich zwar nicht, aber wenn etwas schief geht, dann haben wir eine rechtliche Grundlage, die uns hilft, auf eine gerade Bahn zu kommen.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, wann alle Gründer spätestens Vollzeit im Startup arbeiten sollten
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Florin Kutten: „Grundsätzlich hat man am Anfang des Fundraisings noch kein Geld und so war es bei uns auch, dass man nicht genug Geld zum Leben hatte. Es ging einfach nicht, nur im Startup zu arbeiten. Wenn das Fundraising aber abgeschlossen oder fast abgeschlossen ist, dann muss man auf jeden Fall Vollzeit im Startup arbeiten. Dann ist es ja so, dass man Gehälter auszahlen kann. Am Anfang vom Fundraising fängt man ja erst an und hat noch kein Geld und so auch keine andere Möglichkeit.“