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Lüder Brüggemann darüber, warum er immer über eine Holding gründen würde

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darüber, warum er immer über eine Holding gründen würde

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Lüder Brüggemann: “In der Vergangenheit habe ich immer als natürliche Person gegründet. Das heißt, ich als Lüder Brüggemann war Gesellschafter oder Mitgesellschafter. Das würde ich heute nicht mehr so machen und mache es auch nicht mehr so.

Ich habe gerade eine Holding gegründet, für meine aktuelle Firma, die ich in Kürze gründen werde. Einfach aus dem Grund, dass bei einem Exit die steuerliche Belastung bei einer Holding ganz anders aussieht, als wenn du als natürliche Person gründest.

Bei meinem letzten Exit, bei der ich als natürliche Person gegründet habe, musste ich entsprechend hohe Steuern zahlen und das hätte ich im Nachhinein auch anders gemacht. Ich habe daraus gelernt und ich würde auf jeden Fall dazu raten, es über eine Holding zu machen.

Natürlich sollte am Anfang nicht der Exit das Hauptziel sein, aber wenn die Möglichkeit besteht, dass es irgendwann einen Exit gibt, macht es auf jeden Fall, auch wenn es am Anfang ein Mehraufwand ist. Natürlich verursacht so was auch Kosten, die du bei einem Fall des Exits aber 100- oder 1000-fach wieder drin hast. Ich würde es nur noch über eine Holdingstruktur machen.“

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Isabeau Ayoubi Co-Founder bei Onstruc
über ihre Fundraising Erfahrungen mit Onstruc
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Isabeau Ayoubi: “Ich bin Isabeau Ayoubi, Co-Gründerin von Onstruc und CDO (Chief Design Officer). Ich mache bei uns alles, was mit dem Design zu tun hat. Sei es UX/UI Design, alles an Grafikdesign und Corporate Identity. Eigentlich alles, was unsere Kunden, Nutzer und ihr von außen sehen könnt. Ich habe Grafikdesignerin gelernt und im E-Commerce gearbeitet und bin dann irgendwie hier im PropTech Bereich mit Onstruc gelandet.

Wir haben bisher 540.000 Euro offiziell eingesammelt, stecken gerade aber noch in einer Finanzierungsrunde. Da kommt jetzt also noch mal ordentlich was oben drauf. So eine Finanzierungsrunde dauert immer lange, es ist anstrengend und sehr zeitaufwendig.”

John Agricola: “Ich bin John und zweiter Co-Gründer von Onstruc, habe auch einen E-Commerce Background und bin so der Techie in der Firma. Wir sind beide zufällig in der PropTech Nische gelandet. Eine lustige Geschichte, die auch mit Corona zu tun hat. Fundraising habe ich davor auch noch nie gemacht und es zieht sich halt alles wie so ein Kaugummi. Wir haben viele tolle Business Angels kennengelernt, aber das sind halt alles Erfahrungen, die man auf dem Weg so machen muss.”

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
über das Schwierigste am Pitch Deck
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Antonia Wälzholz: „Das Schwierigste am Pitch Deck war für mich tatsächlich es kurz zu halten. Ich liebe unser Produkt und bin total überzeugt davon. Ich glaube, dass wir tatsächlich erhebliche Probleme damit lösen. Und daher möchte ich natürlich allen alles erzählen: wie es funktioniert, warum es so toll ist, wie wir es noch besser machen und was wir alles in 10 Jahren noch machen wollen.

Und ich glaube, da ein bisschen die Produktverliebtheits-Rosa-Brille abzulegen und sich tatsächlich zu fokussieren, das ist wichtig und das ist mir auch am schwersten gefallen. Ich habe einfach so viel zu erzählen, musste es aber so herunterbrechen, dass wir auf so ca. 15 Slides kommen. Das war schwierig.

Eine weitere Sache ist das Thema ‚Kill your darlings‘, was relativ relevant ist. Am Anfang hatte ich eine Darstellung im Pitch Deck, wo ich Zitate aufgeführt habe von den Interviewpartnerinnen aus den User Interviews zur Problemvalidierung. Da hatte ich mir aufwendig passende Fotos ausgesucht und das sah wirklich wunderschön aus und ich habe diese Slides geliebt.

In unserem jetzigen Pitch Deck sind diese Slides aber gar nicht mehr drin. Und ich muss zugeben, dass es mir schwer gefallen ist, sie rauszuschneiden. Aber sie haben der Story einfach nicht gedient und waren zu aufwendig. Sie haben auch nicht ganz genau die Probleme abgegriffen.

Daher ist mein Tipp: immer mal wieder relativ kritisch einen Schritt zurücktreten und auch ganz kritisch hinterfragen, ob deine Lieblingsslide wirklich gut ist, oder ist sie einfach nur eine deiner Lieblingsslides und dir ans Herz gewachsen?“

Lüder Brüggemann
über seine Learnings zum Thema Marketing und Sales
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Lüder Brüggemann: “Ich habe in meiner Anfangszeit den Fehler gemacht, nur Geld für Markenbekanntheit auszugeben. Ich dachte, die Leute müssen unseren Namen hören und unser Logo sehen, dann werden sich die Verkäufe schon einstellen und dann wird es schon alles laufen.
Das ist meiner Erfahrung nach nicht so und ich würde dir dazu raten, dass wenn du Geld für Marketing in die Hand nimmst, dass du auch Geld wieder da raus bekommst. Sprich: Mach Marketing, um dann zu verkaufen.

Kümmere dich erst dafür Geld zu verdienen und kümmere dich später um reine Markenbekanntheitskampagnen. Kümmere dich erst um deine Umsätze, dass du später auch wieder mehr Geld für Marketing hast und es auch ein bisschen breiter ausgeben kannst.“

Isabeau Ayoubi Co-Founder bei Onstruc
darüber, wie hilfsbereit Investoren sind, die nicht investieren
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Isabeau Ayoubi: “Die waren sehr hilfsbereit. Wir haben wahrscheinlich mehr Intros von denen bekommen als von denen, die investiert haben. Wir haben wirklich tolle Leute kennengelernt, die kein Investment gesucht haben, aber sehr gerne mit ihren Kontakten weitergeholfen haben. Das ist wirklich cool und da ist das Netzwerk meistens auch hilfreich. Früher im REAKTOR.BERLIN gab es auch so viele Mentoren. Da kannst du auch jeden mal anpingen und schauen, wer dir wo weiterhelfen kann.”

John Agricola: “Auch wenn ein Business Angel ablehnt, kannst du daraus viel lernen. Wenn ein erfahrener Business Angel schnell ablehnt, sagt der dir ganz klar, warum nicht. Damit kann man als Gründer einfach sehr gut arbeiten. Wenn sich das wiederholt beim zweiten und dritten Mal, dann kann man immer weiter dran arbeiten. Ich lese im Netz häufig, dass es 500 Bewerbungen gibt und 3 werden es. Sorry, dann stimmt was nicht. Wir kennen es auch von anderen Startups und da ist es eher auf 20 Bewerbungen, 10 Business Angels werden es schnell. Wenn die Business Angels absagen und immer das Gleiche sagen, dann würde ich darauf gehen, das Problem lösen und es ist einfach nicht normal, so eine hohe Absagequote zu haben.”

Isabeau Ayoubi: “Wenn Business Angels gar nicht mit euch reden wollen, dann gibt es einen Punkt, der dringend bearbeitet werden muss.”

Jonathan Spitz
darüber, wie er mit Frustration umgeht
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Jonathan Spitz: „Ein guter Tipp ist es, den richtigen Mitgründer zu haben, der das für das Startup macht. Ich denke, es ist bei Startups generell so, dass manche Stunden sehr gut laufen und andere sehr schlecht. Das kann sich auch stundenweise ändern. Man muss einfach durchhalten und weitermachen.

Wir finden es wichtig, bei jedem Schritt zu schauen, was wir daraus gelernt haben. Zum Beispiel wenn wir eine Maschine optimiert haben und der Kunde nicht überzeugt ist. Liegt das vielleicht daran, dass es ein neues Material oder eine neue Maschine ist. An der Stelle sich die richtigen Fragen stellen: Warum ist der Kunde nicht überzeugt? Was lernen wir daraus? Können wir vielleicht noch mal mit dem Kunden sprechen und Feedback einholen.

Es ist immer schwierig, wenn wir ein „Nein“ oder ein „Vielleicht“ bekommen, aber solange wir aus den Dingen lernen, können wir weitermachen.“