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Lüder Brüggemann über das Problem, wenn man am Anfang zu viele Anteile abgibt

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über das Problem, wenn man am Anfang zu viele Anteile abgibt

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Lüder Brüggemann: “Ein Problem dabei kann sein, dass man zu früh zu viele Anteile abgibt und man nach späteren Runden vielleicht nur noch 10-30 % am Startup hält und man dadurch monetär nicht mehr so motiviert ist.“

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Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
über die Dauer der ersten Finanzierungsrunde
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Simon Lohmüller: „Das ist relativ schwer zu sagen. Die ersten Investoren sind schon sehr früh auf uns zugekommen, einfach dadurch, dass wir zum Beispiel über den Businessplan-Wettbewerb ein bisschen Sichtbarkeit generiert haben. Dann sind schon erste Investoren im Anschluss auf uns zugekommen.

Am Anfang waren es sehr lockere Gespräche, da hat man schon gemerkt, dass noch nicht das ganz konkrete Ziel vor Augen ist.

Wann haben wir so richtig mit dem Fundraising gestartet?
Ich würde sagen, dass das so vor ungefähr 9 Monaten war, wo das Ganze intensiv wurde und viel personelle Kapazitäten gebunden hat. Also bei uns hat es grob 9 Monate gedauert, bis wir die Runde abschließen konnten.“

Tobias de Raet Lindenpartners
über unterschiedlichen Möglichkeiten der Finanzierung
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Dr. Tobias de Raet: „Eine Finanzierungsrunde ist eine klassische Eigenkapitalfinanzierung. Ein Investor beteiligt sich an einem Unternehmen und erhält Anteile. Das erfolgt im Rahmen einer Kapitalerhöhung und neue GmbH-Anteile werden ausgegeben, der Investor bekommt die und bezahlt dafür etwas. Zur Folge werden die Bestandsinvestoren verwässert, weil ihr Anteil weniger wird, weil Anteile ausgegeben werden. Das ist die ganz klassische Finanzierungsrunde.

Was man im Rahmen von VC-Finanzierung eher selten sieht, sind Darlehensverträge. Also Darlehensvertrag, welcher auf Rückzahlung angelegt ist. Das hat den Hintergrund, dass ein Darlehen einen Horizont hat und in der Zukunft zurückgezahlt werden muss. Gerade VC-Startups sind ja häufig nicht profitabel und auch am Anfang nicht darauf angelegt. Aus dem Grund ist ein klassischer Darlehensvertrag eher unüblich.

Was man häufiger hört, sind die klassischen Wandeldarlehensverträge, das ist ein Darlehensvertrag, wo das Darlehen nicht zurückgezahlt wird, sondern irgendwann in Anteile des Unternehmens gewandelt wird.

Was ist der Vorteil?
Es ist am Anfang etwas einfacher, weil ich am Anfang nur einen Darlehensvertrag abschließen muss. Ich muss den Investor nicht schon vollständig an Bord nehmen und die erste Pre-Seed oder Seed-Runde verläuft häufig über einen Wandeldarlehensvertrag. Erst wenn bestimmte Meilensteine eingetreten sind (zum Beispiel eine weitere Finanzierungsrunde), dann wird auch der Wandeldarlehensvertrag in echte Anteile gewandelt. Die Wette für den Investor ist in der Regel ein Abschlag auf die nächste Finanzierungsrunde, weil er ja schon deutlich früher investiert.Der Abschlag ist in der Regel bis zu 20 %, die er auf die Bewertung bekommt. Das ist die klassische Wandeldarlehensfinanzierung und die sieht man in der Pre-Seed-Phase ganz am Anfang. Außerdem sieht man sie auch in Zwischenfinanzierungsrunden von Bestandsinvestoren.

Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung von Startups ist Venture Debt. Das ist eigentlich nichts anderes als ein Darlehensvertrag. Die Besonderheit ist, dass Venture Debt besonders auf Startups zugeschnitten ist. Die haben dann häufig auch einen so genannten Equity Kicker, der Darlehensgeber sind in der Regel keine klassischen Banken, sondern Kreditfonds, die darauf spezialisiert sind. Die behalten sich auch vor, möglicherweise einen kleinen Eigenkapitalanteil erhalten zu können.

Für wen eignet sich das?
Ehrlich gesagt eignet sich Venture Debt nur für einen kleinen Teil an Startups. Ein Darlehen muss man irgendwann zurückzahlen und aus dem Grund muss man die Profitabilität des Startups absehen können. Wenn ein Startup einen Zeitraum von einem Jahr bis zur Profitabilität überbrücken will und keine weitere Finanzierungsrunde machen will, dann kann Venture Debt sinnvoll sein. Da muss man dann nicht weitere Anteile abgeben.

Die Zinsen, die für Venture Debt aufgerufen werden, sind nicht gering, das ist durchaus teures Geld, aber man muss nicht weitere Anteile abgeben. Eine Fremdfinanzierung ist in der Regel günstiger als eine Eigenkapitalfinanzierung und aus dem Grund für eine begrenzte Anzahl an Startups relevant.

Der zweite Anwendungsbereich sind Unternehmen, die sehr Asset heavy sind und einen hohen Vorfinanzierungsbedarf haben. Ich muss irgendwo Teile einkaufen, damit ich mein Produkt herstellen kann, und das muss ich erst mal bei meinem Lieferanten finanzieren. Für diese Zwischenfinanzierung kann sich auch ein Venture Debt anbieten, weil ich dann meinen Finanzierungsbedarf der notwendigen Teile abdecken kann. Dann hat man auch etwas, was man besichern kann, nämlich durch den Einkauf beim Lieferanten.

Das sind so die klassischen 3 Finanzierungen von Startups!“

Tom Josczok
darüber, wie die Stiftung Wirkungsanteil unterstützt
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Tom Josczok: „Wir wollen die Gründer:innen und Startups unterstützen. Unser Hauptthema, auf was wir uns konzentrieren, ist der Wirkungsanteil. Wir versuchen durch eigene Angebote und durch Angebote unserer Partner:innen, Startups dabei zu unterstützen, noch mehr Impact zu erzeugen.

Wir schauen auch auf das Geschäftsmodell und überlegen, wo wir ansetzen können. Wo gibt es im ökologischen und sozialen Sinne Möglichkeiten, mehr Impact zu erzeugen?

Durch den Wirkungsanteil setzt man das Fundament für die Impact Journey. Man committed sich als ganzes Startup, dass wenn es zum Erfolg kommt, dass man einen Teil dieses Erfolges an die Gesellschaft zurückgibt.

Das kann auch im Employer Branding Vorteile haben, wenn man sagt, dass wir nicht nur virtuelle Mitarbeiteranteile vergeben, sondern auch etwas für den Impact tun. Dieses Mitdenken über den Tellerrand hinaus ist ganz entscheidend.

Wichtig ist mir da, dass es keine Greenwashing-Lösung ist. Wir sind nicht die Impact-Abteilung, die outgesourct wird und wir lösen alle Impact-Probleme. Nein, wir sind der Startpunkt für diese Reise, die auch in einer Geschwindigkeit passieren soll, die für das Startup händelbar ist. Jedes Startup ist da in der Geschwindigkeit auch unterschiedlich.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über Frustration im Fundraising-Prozess
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Christian Ritosek: „Die Frustration im Fundraising ist für mich immer dann gegeben, wenn man ein “Nein” bekommt, obwohl man denkt, dass man weiter ist. Ich habe auch mit vielen US-VCs gesprochen und die sind am Anfang immer sehr begeistert. Es ist alles immer toll, Awesome und Great. Dann hatte ich immer ein gutes Gefühl und danach kam immer irgendwann die Absage. Das ist immer ein sehr frustrierender Zeitpunkt im Fundraising, aber auf der anderen Seite gibt es auch immer sehr schöne Momente. Nach manchen Pitches denkt man, dass es nicht gut gelaufen ist und dann bekommt man doch eine Investment-Zusage.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, wann alle Gründer spätestens Vollzeit im Startup arbeiten sollten
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Florin Kutten: „Grundsätzlich hat man am Anfang des Fundraisings noch kein Geld und so war es bei uns auch, dass man nicht genug Geld zum Leben hatte. Es ging einfach nicht, nur im Startup zu arbeiten. Wenn das Fundraising aber abgeschlossen oder fast abgeschlossen ist, dann muss man auf jeden Fall Vollzeit im Startup arbeiten. Dann ist es ja so, dass man Gehälter auszahlen kann. Am Anfang vom Fundraising fängt man ja erst an und hat noch kein Geld und so auch keine andere Möglichkeit.“

Agrar-Tech Startup-Gründer
über den besten Rat, den er zum Thema Fundraising bekommen hat
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Lasse Dumstrei: „Was war der beste Tipp für unsere Fundraising-Strategie?
Es geht am Ende des Tages um ein Business und das war für uns tatsächlich gar nicht immer so klar. Für uns war es immer wichtig, dass wir viele Transaktionen auf der Plattform haben und haben uns gar nicht so stark die Monetarisierung dahinter angeschaut. Dann haben wir festgestellt, dass wir grundsätzlich eine kleine Marge haben.

Was ist aber eigentlich extrem wichtig?
Viele glauben, dass es wichtig ist, immer mit einer Geschäftsidee rauszugehen, zu pitchen und dann heißt es am Schluss von den Investoren, dass es eine tolle Idee ist, aber wie verdient ihr eigentlich Geld damit? Eine konkrete Strategie dahinter zu haben, wie ich mein Geschäftsmodell auch monetarisiere. Das muss man auch valide mit Zahlen unterfüttern. Was kostet mich ein Kunden? Wie viel kann ich mit dem Kunden verdienen? Wann und wo habe ich das bewiesen? Als die ganze Validierung dahinter. Ich habe mir immer nur angeschaut, dass ich extrem viel Liquidität auf der Plattform brauche, dann weiß ich, dass etwas los ist und die Leute Transaktionen machen. Landwirte machen gute Deals, Händler machen Geld, genau deshalb machen wir es am Ende des Tages.

Die Strategie dahinter war relativ invalide und die müssen wir auch im aktuellen Fundraising-Prozess weiter beweisen. Deswegen haben wir auch eine Produktkategorie früher monetarisiert, als wir es vorher überlegt haben. Damit wir auch über die Zeit auch sagen können, wie es konkret aussieht und wie werden wir am Ende des Tages Geld verdienen. Wenn man viel Geld bekommt, muss man auch zeigen, wie man daraus viel Geld verdienen kann. Für den Investor zählt ein Return on Investment und das musst du dem Investor gut beweisen können. Natürlich muss dein Startup attraktiv und interessant sein, aber wir sind im knallharten Business-Kontext.“