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Lüder Brüggemann über die Aufteilung der Anteile unter den Gründern

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über die Aufteilung der Anteile unter den Gründern

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Lüder Brüggemann: “Ich glaube, es ist wichtig, nicht nur in die Vergangenheit zu schauen, also wer hat die Idee und vielleicht auch Geld eingebracht, um einen ersten Prototypen zu bauen. Das ist wichtig, keine Frage, das sollte auch in die Verteilung der Anteile mit einfließen.

Meiner Meinung nach ist es aber noch wichtiger, wer welchen Wert in den nächsten 3-5 Jahren einbringt. Das ist so die Mindestzeit, die man zusammenarbeitet und da sollte man in meinen Augen schauen, wie hoch der Wert des jeden Einzelnen ist, was er einbringt. Das sollte deutlich höher gewichtet sein als die Vergangenheit.

Es ist einfach so, dass die Vergangenheit für ein Startup viel weniger zählt, als was noch in Zukunft passiert. Ich glaube, es kann fatal sein, wenn man jemandem zu wenig Anteile gibt, weil er in der Vergangenheit noch nicht so viel gemacht hat, der für die Zukunft aber sehr wichtig ist und nach der zweiten oder dritten Finanzierungsrunde nur noch 5 % am Startup hält. Das ist fatal, weil der dann natürlich nicht so sehr motiviert ist, wie er sein sollte und das schadet dem ganzen Unternehmen.”

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Startup-Gründer Christof Weidl
darüber, wie er seine Investoren informiert
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Christof Weidl: „Wir haben ein monatliches Reporting, wo wir die Leute einfach auf dem Laufenden halten. Das ist aber noch nicht quantitativ, sondern eher qualitativ. Da sagen wir zum Beispiel, dass wir neue Leute angestellt haben. Was lief gut und was lief nicht so gut? Da würde ich auch immer sehr offen damit sein, was nicht so gut lief.

Wenn ich zum Beispiel einen Kunden verliere, weil er unzufrieden war, dann kann ich nur empfehlen ehrlich zu den Investoren zu sein. Wenn du Angst hast, dann hast du in meinen Augen ein gestörtes Verhältnis zu deinen Investoren. Auf der anderen Seite können Investoren dir helfen oder sie wissen Bescheid und werden nicht überfahren, wenn wirklich mal etwas sein sollte.

Monatlich ist für uns sehr gut und wir wollen jetzt auch anfangen vierteljährlich Zahlen zu reporten. Das hängt aber auch mit einer Ausarbeitung von unserem Steuerberater zusammen. Dann bekommen die einfach eine Betriebswirtschaftliche Auswertung und wissen, was wir einnehmen und ausgeben.“

Dr. Matthias Brendel
über Pooling
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Dr. Matthias Brendel: „Die Frage drängt sich bei unserem Setup natürlich auf. Wir haben 20 Business Angels an Bord. Wir haben ein Pooling Agreement bei der letzten Finanzierungsrunde mit aufgenommen, haben es aber noch nicht abgeschlossen. Wenn man ein Pooling Agreement macht, dann müssen alle Investoren zustimmen, dass sie sich poolen lassen, da haben wir von allen die Zustimmung. Allerdings braucht man dann auch ein Pool-Sprecher, der dann alles organisiert. Dort haben wir noch keinen gefunden, der es unbedingt machen will.

Man kann sich vorstellen, dass es einen Organisationsaufwand mit sich bringt und es kann eigentlich nur ein Business Angel machen, der ein entsprechendes Backoffice hat oder zumindest eine Vollzeitassistenz hat, die sich nur um seine Investments kümmert.

Wir sind jetzt den Weg gegangen, dass wir eine Pooling-Vereinbarung haben, aber wir haben sie noch nicht umgesetzt. Bisher war es für mich immer am einfachsten, wenn ich die Investoren als CEO bespiele. Wenn es um eine Abstimmung geht, dann findet die bei uns meistens eh per Umlauf statt. Das heißt, ich schicke die raus, ich notiere die einzelnen Antworten und gebe die dann auch wieder raus.

Dementsprechend haben wir es noch nicht so gebraucht, weil unsere Angels auch gut reagieren. Wir haben aber schon mal vorgebaut und alle Business Angels haben für das Pooling-Verfahren gestimmt. Bei einer nächsten Runde kann es durchaus passieren, dass ein großer Investor auf ein Pooling der kleineren Investoren besteht.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
darüber, wie Gründer:innen mit Druck umgehen sollten
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Christian Ritosek: „Als Unternehmer und als Startup im Fundraising hat man natürlich Druck. Wenn man im Extremfall nicht schafft, eine Runde zu raisen, dann war es das mit der Firma. Dann hat man sein Startup Baby verloren und man ist der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nicht gerecht geworden.

Wie mache ich das?
Ich versuche mich irgendwie abzulenken, ich hab eine Familie und Frau, die mir einen emotionalen Halt geben. Also man muss wirklich versuchen, einen Ausgleich zu finden. Bei mir ist es Familie und Sport. Außerdem habe ich Spaß bei der Sache und ich mache meine Arbeit gerne. Man sollte den Spaß an seinem Produkt nie verlieren. Wenn man den Spaß irgendwann verliert, dann sollte man sich die Frage stellen, ob man noch der Richtige für die Firma ist.

Das hat sonst für alle nur eine Downside. Die Investoren verlieren ihr Geld, die Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, der Firma geht es einfach nicht so gut und einem selber auch nicht.“

Dr. Matthias Brendel
über den Begriff "Cap Table" und was bei der Gewichtung der Anteile wichtig ist
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Dr. Matthias Brendel: „Der Cap Table bedeutet, wie die Anteile des Startups verteilt sind. Wenn alle Anteilseigner an einem Tisch sitzen, wer hat letztendlich welche Stimmrechte. Da ist sehr wichtig, dass die Gründer ein entsprechendes Verhältnis zueinander haben. Aus meiner Sicht ist das die Basis und wir haben uns dazu entschieden, dass die drei Gründer exakt gleich gewichtet sind.

Das heißt, jeder hatte von uns am Anfang genau 33,3 % und wir verwässern auch alle gleichmäßig. Das ist aus unserer Sicht ein fairer Ansatz, aber manchmal gibt es auch gute Gründe, warum ein Gründer mehr bekommt, weil er noch irgendwas mit eingebracht hat.

Dann kommen irgendwann Investoren hinzu und da macht es auch Sinn zu schauen, ob es einen Lead-Investor gibt, der den größten Anteil bekommt. Bei uns ist der Lead-Investor über die Finanzierungsrunden hinweg gleich geblieben, weil er immer mitgegangen ist. Das war natürlich auch ein tolles Signal für die neuen Investoren.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
über die Rollenverteilung beim Fundraising
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John Agricola: “Am Anfang war es so, dass Isabeau als UI und UX Designerin hier reingekommen ist und noch nichts über das Fundraising wusste, da sie nie in einem Startup war und aus einer Corporate Welt kam. Ich hatte auch keine Ahnung vom Fundraising, aber ich hatte schon länger eine Firma geführt. Aus dem Grund war es klar, dass ich mich da irgendwie drum kümmern muss. Am Ende haben wir es zusammen als Gründer gemacht und es kam zu dem Punkt, dass Isabeau mehr Pitches gemacht hat und ich so den technischen Part übernommen habe.”

Isabeau Ayoubi: “Meine Rolle ist eher so im Operativen und Pitchen. Das mache ich auch einfach gerne, auch mit Kunden sprechen und John übernimmt meistens den technischen Part. Das ist das Schöne als Gründerin, ich bin Grafikerin und ich arbeite auch noch in dem Bereich, aber die ganzen anderen Komponenten, die dazu kommen, machen das Arbeitsleben noch viel schöner.

Ich rede mit Investoren, reise, gehe auf Messen und gleichzeitig kümmere ich mich hier um meine Entwickler und um die Kunden. Das macht die Arbeitswelt so bunt und schön.”

John Agricola: “Gerade beim Fundraising kann ich auch empfehlen, dass ruhig mal mehr Leute auf die Bühne gehen. Ich habe es schon oft gesehen, dass irgendwie sechs Leute dabei sind, aber nur einer auf der Bühne ist. Geht ruhig zusammen drauf, weil die Investoren das ganze Team kennenlernen wollen.”

Isabeau Ayoubi: “Wir haben bei einem Pitch auch mal das ganze Team mitgenommen und sind da zu Zehnt eingelaufen. Jeder sollte mal sehen, wie sich unsere Firma nach außen präsentiert, für was wir stehen und wie uns die Leute wahrnehmen. Unsere Entwickler sind auf der ganzen Welt verteilt und die denken über dieses Thema gar nicht so nach. Da ist es schön, wenn man die an einem Fleck versammelt und die bei dem Thema mitnimmt. Ich würde auch jedem empfehlen, alles mitzunehmen und jede Seite mal anzuschauen.”

Madeleine Heuts
über die wichtigsten Punkte bei der Wahl der Rechtsform
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Madeleine Heuts: „Das erste wichtige Thema ist immer die Auswahl der richtigen Rechtsform. Das klingt immer so banal, aber es kommt immer darauf an, was man eben vor hat. Es macht einfach Sinn für die Situationen eine gewisse Struktur zu wählen. Ein f**k-up, dass vielen Gründern häufig passiert ist, dass sie mit einer GbR anfangen. Auf den ersten Blick sieht es nach wenig Arbeit aus, aber wenn man schon Umsätze generiert hat, ist es gar nicht so einfach, in eine GmbH zu wandeln.

Aus juristischer und steuerlicher Perspektive musst du die Firma, die es schon gibt, einbringen in die GmbH als neue Firma. Man muss es sich so vorstellen, dass du vorher als Person ziemlich stark gebunden warst und das Unternehmen repräsentiert hast. Eine Kapitalgesellschaft (GmbH) ist hingegen eine ganz eigene Rechtspersönlichkeit. Man kann es sich so vorstellen, dass die Firma dann einverleibt wird.

Das Problem dabei ist, dass du einen Steuerberater und einen Anwalt brauchst, der das Ganze gut für dich aufsetzt. Da können auch höhere Kosten entstehen, als wenn du direkt mit einer GmbH gestartet hättest. Wenn man eh weiß, dass man bald eine GmbH gründen wird und Investoren reinnehmen will, dann sollte man auch gleich eine GmbH machen.

Was viele auch nicht wissen, ist, dass man gar nicht die vollen 25.000 Euro zu Beginn einzahlen muss. Man kann auch schon mit 12.500 Euro starten, da muss man nur beachten, dass man für den Rest, der noch nicht eingezahlt ist, erst mal persönlich haftet. Das ist aber auch eine gute Möglichkeit, wenn man am Anfang noch nicht so viel hat. Nicht jeder startet ja aus einem Vollzeitjob aus einer riesigen Beratung.

Viele Haben auch Angst vor dem bürokratischen Aufwand. Man muss natürlich eine ganz andere Buchführung machen, wenn man eine GmbH hat. Das ist immer so eine Einzelfallentscheidung, ob man die Buchhaltung vielleicht am Anfang lieber selber machen will. Man kann sich natürlich auch einen guten Steuerberater suchen, dem man sehr viel zuarbeiten kann, um die Kosten niedriger zu halten.

Viele möchten am Anfang natürlich erst ihre Idee testen. Das heißt, dass nicht jeder sofort mit einer GmbH loslegen sollte. Ich glaube aber gerade wenn man weiß, dass Investoren dazukommen sollen, ist natürlich eine GmbH ein guter Schritt, weil man sich Gedanken darüber gemacht hat, welche Vertragskonstellationen man haben will. Bei einer GbR braucht man ja gar keinen schriftlichen Gesellschaftsvertrag. Das bedeutet, dass viele einfach mal loslegen und sich nicht überlegen, was jeder einbringen soll. Zum Beispiel an Know-how und an Zeit, das ist auch wieder ein großes Thema zwischen den Gründern.

Wenn man es nicht schriftlich festlegen muss, dann machst du es auch meistens nicht. Das ist gut bei einer GmbH, weil man da einen Gesellschaftsvertrag machen muss und du musst dir auch Gedanken darüber machen, wie es ausgestaltet werden soll. Das ist natürlich auch eine gute Hilfestellung, weil viele noch gar nicht wissen, an was sie alles in einem Gesellschaftsvertrag denken müssen. Da geht es ja nicht nur um die Verteilung der Anteile, sondern auch, wer wie viel Geld einbringt, welche Meilensteine sind da vielleicht auch dran gekoppelt, wer welche Verantwortungsbereiche hat und das sind auch wichtige Punkte, um Streit zu vermeiden.“