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Lüder Brüggemann über die Wichtigkeit der Transparenz

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über die Wichtigkeit der Transparenz

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Lüder Brüggemann: “100 % Transparenz! Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, irgendetwas zu verschweigen oder zu verschleiern. Gerade ein Funding sollte auf Ehrlichkeit und Transparenz beruhen. Man arbeitet mit den Investoren über Jahre zusammen und da macht es keinen Sinn, wenn man nicht 100 % transparent ist.

Außerdem würde so was auch bei einer Due Diligence auffallen, dann kommt eh alles ans Tageslicht. Wenn man etwas verschwiegen hat, gibt es spätestens dann kein Investment, dann ist es vorbei. Sowohl bei einem Exit als auch bei einem Funding ist das so.

Wenn man bei einem Exit Falschangaben macht, kann es auch im schlimmsten Fall wieder rückabgewickelt werden. Das ist dann sehr teuer, mit Gerichtskosten ect.. Sei einfach ehrlich und zeige deine Fehler auf! Jeder Investor weiß, dass nicht alles 100 % gut läuft und manche Zahlen nicht so gut aussehen.“

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über den besten Rat, den er zum Thema Fundraising bekommen hat
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Lasse Dumstrei: „Was war der beste Tipp für unsere Fundraising-Strategie?
Es geht am Ende des Tages um ein Business und das war für uns tatsächlich gar nicht immer so klar. Für uns war es immer wichtig, dass wir viele Transaktionen auf der Plattform haben und haben uns gar nicht so stark die Monetarisierung dahinter angeschaut. Dann haben wir festgestellt, dass wir grundsätzlich eine kleine Marge haben.

Was ist aber eigentlich extrem wichtig?
Viele glauben, dass es wichtig ist, immer mit einer Geschäftsidee rauszugehen, zu pitchen und dann heißt es am Schluss von den Investoren, dass es eine tolle Idee ist, aber wie verdient ihr eigentlich Geld damit? Eine konkrete Strategie dahinter zu haben, wie ich mein Geschäftsmodell auch monetarisiere. Das muss man auch valide mit Zahlen unterfüttern. Was kostet mich ein Kunden? Wie viel kann ich mit dem Kunden verdienen? Wann und wo habe ich das bewiesen? Als die ganze Validierung dahinter. Ich habe mir immer nur angeschaut, dass ich extrem viel Liquidität auf der Plattform brauche, dann weiß ich, dass etwas los ist und die Leute Transaktionen machen. Landwirte machen gute Deals, Händler machen Geld, genau deshalb machen wir es am Ende des Tages.

Die Strategie dahinter war relativ invalide und die müssen wir auch im aktuellen Fundraising-Prozess weiter beweisen. Deswegen haben wir auch eine Produktkategorie früher monetarisiert, als wir es vorher überlegt haben. Damit wir auch über die Zeit auch sagen können, wie es konkret aussieht und wie werden wir am Ende des Tages Geld verdienen. Wenn man viel Geld bekommt, muss man auch zeigen, wie man daraus viel Geld verdienen kann. Für den Investor zählt ein Return on Investment und das musst du dem Investor gut beweisen können. Natürlich muss dein Startup attraktiv und interessant sein, aber wir sind im knallharten Business-Kontext.“

Tobias de Raet Lindenpartners
darüber, wie man seine Idee schützen kann
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Dr. Tobias de Raet: „Viele Gründer kommen zu uns und sagen, dass sie eine Idee haben und sie diese schützen wollen. Die Idee soll ihnen keiner wegnehmen oder klauen. Da müssen wir immer grundsätzlich sagen, dass sich eine Idee als solche nicht schützen lässt. Wenn man eine Idee hat, dann ist grundsätzlich jeder andere frei, diese zu kopieren.

Teilweise ist es auch das Geschäftsmodell von Startups oder Inkubatoren zu sagen: “Wir entdecken eine spannende Nische, wo ein Startup ist und das bringen wir jetzt besser auf die Straße”.

Die Idee an sich ist nicht schützenswert. Schützenswert sind Dinge um die Idee herum, die zum Beispiel die Marke betrifft. Wenn man eine tolle Marke und Markennamen hat, dann kann man den schützen lassen, mit einer Markenanmeldung. Da muss man wissen, dass es nicht günstig ist. Eine Marktanmeldung beim europäischen Patentamt das kostet viel, weil man vorher auch eine Recherche machen muss. Da kann die Recherche schon einige Tausend Euro kosten, um sicherzustellen, dass noch niemand anders die Marke nutzt.

Der zweite Punkt ist natürlich das Wettbewerbsrecht. Unzulässiger Wettbewerb ist verboten. Das heißt, wenn man eine Idee hat und hat einen bestimmten Kundenstamm, dann dürfen andere Anbieter nicht unzulässigen Wettbewerb zum Beispiel über Abmahnungen zu machen.

Ganz besonders wichtig ist, dass man in seinen Verträgen Klauseln hat, um den Wettbewerb zulässigerweise zu schützen. Das betrifft Arbeitnehmer, da sollte klar sein, dass das Know-how der Arbeitnehmer in der Gesellschaft bleibt, damit die Arbeitnehmer nicht irgendwann weggehen und sagen, dass sie ihre eigene Gesellschaft aufmachen, mit dem Code, den sie programmiert haben. Die Rechte dafür sollten in der Gesellschaft liegen.

Was man in diesem ganzen Kontext nicht überschätzen sollte, ist das Thema Geheimhaltungsvereinbarung (NDA). Häufig wissen die Gründer auch schon selber, dass sie die Idee nicht schützen können, aber sie wollen dann zum Beispiel mit Kunden NDAs abschließen. Dazu muss man sagen, dass man sich natürlich zu Geheimhaltung verpflichten kann und man kann da möglicherweise auch eine Vertragsstrafe festlegen.

In der Praxis sind das zahnlose Tiger. Ich habe noch nie einen Rechtsstreit gesehen, wo jemand wegen der Verletzung eines NDAs dafür haften musste. Es ist immer ganz schwer nachzuweisen, dass jemand wirklich dagegen verstoßen hat. Außerdem ist es ganz schwer nachzuweisen, welcher Schaden dadurch eingetreten ist. Deshalb sollte man das ganze Thema NDAs nicht überschätzen.

Viel wichtiger ist, dass man ganz faktisch dafür sorgt, das, was man geheim halten und schützen möchte, auch schützt. Das sind häufig keine rechtlichen Themen, sondern Zugriffthemen. Wer hat meine Kundenlisten? Wer hat Zugriff auf meine Datenbank? Was dürfen Mitarbeiter und können die einfach etwas rauskopieren?

Das Faktische ist viel wichtiger, als es rechtlich zu schützen. Letztendlich ist es auch so, dass jede Idee auch nur so gut ist, wie sie dann operativ umgesetzt wird. Wenn es jemanden gibt, der die Idee besser umsetzen kann, dann verhindert es das deutsche Recht nicht.“

Tom Josczok
über die Stiftung Wirkungsanteil
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Tom Josczok: „Mein Name ist Tom Josczok und ich bin der Co-Founder und Geschäftsführer der Stiftung Wirkungsanteil und wir unterstützen Startups mehr Impact zu erzeugen, indem sie einen kleinen Teil ihres Equities für ein soziales Anliegen abgeben.

Der Wirkungsanteil ist eine virtuelle Beteiligung, ähnlich wie eine Mitarbeiterbeteiligung und das Gründungsteam entscheidet gemeinsam, wenn sie diesen Wirkungsanteil eingehen wollen und arbeitet weiter an ihrem Startup, an ihrem Produkt und der Lösung.

Wir unterstützen die Startups durch passende Angebote, wie sie auch in anderen Punkten ihren Impact erhöhen können. Wenn es zu einem erfolgreichen Exit kommt, dann gehen die Erlöse aus diesem Wirkungsanteil an gemeinnützige Projekte. Die Gründer entscheiden mit unserer Beratung, wo die Erlöse hingehen sollen.

Ich begeistere mich für das Thema, weil ich glaube, dass wenn wir mehr Leute dazu bringen wollen, etwas Gutes zu tun, brauchen wir einfache Lösungen, die schnell umsetzbar sind und die Leute auch motivieren, heute und jetzt damit anzufangen. Wir brauchen ganz viele verschiedene Lösungen, um mehr Brücken hin zu einem ökonomischen System zu bauen, was für die gesamte Gesellschaft funktioniert.

Mit denen wir auch Brücken zwischen den einzelnen Bereichen bauen, sowohl zwischen Gesellschaft und Startup, als auch Politik, zwischen Impact Startup und klassischem Startup oder Social Entrepreneurship. Diese Welten müssen näher zusammenrücken!“

Madeleine Heuts
über Gesellschaftsvertrag und Gesellschaftervereinbarung
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Madeleine Heuts: „Wichtig ist abzugrenzen, dass es einen Gesellschaftsvertrag gibt und eine Gesellschaftervereinbarung, die man zusätzlich abschließen kann. Ein Gesellschaftsvertrag ist Pflicht und das ist auch der Vertrag, der im Handelsregister veröffentlicht wird. Daraus ergibt sich auch ein Grund, warum es noch zusätzlich eine Gesellschaftervereinbarung gibt.

Dadurch, dass der Gesellschaftsvertrag veröffentlicht wird, steht da eine Menge drin, von dem man eigentlich gar nicht will, dass das alle nachlesen können. Deshalb hat man sich dazu entschieden, nur die verpflichtenden Angaben in den Gesellschaftsvertrag zu schreiben und alle anderen Dinge in die Gesellschaftervereinbarung.
Dazu gehören zum Beispiel Regelungen mit Investoren. Dazu gehören auch Meilensteine, aber da gehören natürlich auch die Regelungen zwischen den Gründern dazu. Man sollte sich immer überlegen, was passiert, wenn es zwischen den Gründern vielleicht nicht mehr so gut läuft oder es einer Person nicht gut geht oder das eine Gründer merkt, dass er sich als Gründer doch nicht so wohl fühlt. Alle diese Situationen kommen vor und sollten vorher bedacht werden.

Was passiert, wenn einer der Gründer die Gesellschaft verlässt. Darf man die ihm einfach abkaufen oder kann der die Anteile auch einer fremden Person verkaufen? Dann hast du als Gesellschafter natürlich Personen da sitzen, die du da überhaupt nicht haben willst. Dafür kam man Vorkehrungen treffen.

Auch das schlimmste Szenario sollte bedacht werden. Was passiert, wenn einer der Gründer plötzlich stirbt? Es muss nicht immer vorhersehbar sein, es kann auch einfach ein Unglück im Urlaub passieren. Es ist superwichtig, weil Gesellschafter ein Stimmrecht in der Gesellschafterversammlung haben. Deshalb ist es auch ganz wichtig, sich auszusuchen, wer mit am Tisch sitzt.

Wenn einer der Gesellschafter verstirbt, gehen die Anteile in das Erbe über. Das kann natürlich bedeuten, dass plötzlich der Ehepartner oder die Kinder mit am Tisch sitzen. Das ist natürlich ein Problem, denn entweder kennt man die Person gar nicht oder die haben gar kein wirtschaftliches Know-how.

Deshalb sollte man immer Regelungen treffen, dass zum Beispiel die bestehenden Gründer ein Vorkaufsrecht auf die Anteile haben. Das kann man alles in einer Gesellschaftervereinbarung ausgestalten. Das klingt immer so, als würde man alles schwarzmalen, aber es ist tatsächlich wichtig, Verträge für Szenarien zu nutzen, die eintreten können.

Ein anderes Beispiel ist Vesting, ist auch sehr üblich zwischen Gründern. Das jeder Gründer sich seine Anteile erst mal über eine gewisse Zeitspanne erarbeitet und wenn er früher geht, dann hat er auch nur den Anteil, den er sich bis dahin erarbeitet hat. Wenn man es ohne Vesting macht, dann würde es bedeuten, dass bei drei Gründern jeder ein Drittel haben würde. Sagen wir mal, dass der erste Gründer nach einem Jahr keine Lust mehr hat und danach habt ihr erst eine Finanzierungsrunde und ein Produkt. Dann sind halt ein Drittel der Anteile komplett blockiert, weil der Aussteiger zwar keine Lust mehr hat, aber auch nicht verkaufen will. Auch das kann man natürlich vorher regeln und vermeiden. Da sollte man auch sehr kritisch vorgehen, um sich abzusichern.“

Fabio Hildenbrand
darüber warum er sich für Investoren entschieden hat
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Fabio Hildenbrand: „Die Entscheidung für Investoren begründet sich bei uns erstmal anhand des Geschäftsmodells. Wir sind eine Wette eingegangen, als wir innerhalb der Pandemie ein Reise-Startup gegründet haben. Da war direkt ersichtlich, dass wir in den nächsten Monaten keinen Umsatz machen werden. Und wenn doch, dann eben nur sehr geringen Umsatz.

In der Reisebranche ist es zudem sehr schwierig, etwas Neues auf den Markt zu bringen. Da passiert so viel die ganze Zeit, aufgrund der Größe des Marktes. Daher war das unsere Chance in der Pandemie einzusteigen und das ging eben nur mit Fremdkapital am Anfang.

Was den Druck angeht der dabei entsteht, habe ich diesen persönlich eher als positiven Druck empfunden. Man hinterfragt viel mehr durch beispielsweise das Aufstellen des Reportings. Unter anderem reflektiert man mehr, welche Information man an Investoren rausgeben kann. Man hört auch einen Ticken weniger auf sein Bauchgefühl und mehr auf die Daten, da man Entscheidungen nun auch rechtfertigen muss. Deswegen empfinde ich den Druck von Investoren eher als positiv.

Natürlich, ist das aber auch stark von einer guten Investorenauswahl abhängig. Falsche Investoren können das Startup kaputt machen. Dabei kann zu viel Druck und falsche Erwartungen das Startup in eine falsche Richtung lenken. Das ist die Aufgabe von meinem Co-Founder und mir, die richtigen Investoren auszuwählen, die uns im Endeffekt weiter helfen. Im Idealfall wirken diese positiven Druck und nicht negativen Druck auf uns aus.“

Dr. Patrick Müller
über Pooling
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Dr. Patrick Müller: „Da gibt es im wesentlichen drei Grundmodelle:

Investmentgesellschaft gründen:
Es gibt eine GmbH als Startup (XY-GmbH) und da gehen im Rahmen einer Finanzierungsrunde verschiedene Business Angels mit rein. VC Fonds werden das eher weniger machen, da sie ihr eigenes Vehikel haben. Wenn aber mehrere Business Angels in eine Seed-Finanzierung im Family & Friends Bereich investieren, kann es schon auch Sinn machen, wenn sie ihre Anteile in einer eigenen UG oder GmbH poolen.

Im Cap Table taucht dann nur ein Gesellschafter auf und man kann natürlich innerhalb dieser UG oder GmbH alles Mögliche regeln. Vor allem kann man einen zentralen Geschäftsführer ernennen, der auf der Gesellschafterversammlung des Startups entscheidet. Es führt dazu, dass die ganzen Abstimmungen aus dem Startup rausgehalten werden. Es ist aber in der Regel nur dann möglich, wenn es ein gewisses Vertrauen unter den Business Angels gibt.

Stimmrechtspooling:
Das bedeutet, die einzelnen Investoren gehen in die Beteiligung des Startups mit rein, schließen aber einen Stimmrechtspoolvertrag ab. So müssen sich die Business Angels vor den Gesellschafterversammlungen abstimmen, um ein einheitliches Abstimmungsverhalten sicherzustellen. So wird ein konfliktfreies Abstimmungsverhalten in der Gesellschafterversammlung gewährleistet.

Treuhandmodell:
Rechtlich bleibt man im Startup investiert, aber man hat ein Konstrukt entworfen, wo die einzelnen Investoren bestimmte Rechte an den Treuhänder outsourcen. Der Treuhänder ist auch intern gebunden, dass er sich vor Abstimmung intern mit den Investoren abstimmt.

Alle Modelle führen zum gleichen Ergebnis, nämlich eine zersplitterte Gesellschafterstruktur mit Chaos in den Abstimmungen zu vermeiden.“