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Maximilian Fleitmann darüber, was in ein gutes Pitch Deck gehört

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darüber, was in ein gutes Pitch Deck gehört

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Maximilian Fleitmann: „Ich glaube am wichtigsten ist erstmal zu verstehen, dass das Pitch Deck ein sehr wichtiger Teil der Fundraising-Reise ist. Das heißt, du also Gründer brauchst einfach ein Pitch Deck, wenn du irgendwo von Investoren Geld einsammeln willst. Dieses Pitch Deck ist quasi eine Zusammenfassung von all dem, was du in der Vergangenheit gemacht hast, aber auch natürlich darüber, was du in der Zukunft vor hast.

Die große Schwierigkeit ist jetzt, deine ganzen Gedanken in eine komprimierte Form zu bringen und am Ende vielleicht 10-15 Slides hast, die du dann entsprechend an die Investoren schicken kannst. Das ist als erstes das allerwichtigste.

Dann höre ich teilweise von Gründern, dass Investoren irgendwo weit weg und oben sind. Vielleicht auch ein bisschen ein Feindbild von den Startups sind, weil von 100 Startups nur 2 Startups auch gefunded werden. Das ist so eine grobe Statistik. Ich glaube das wichtige, was man dabei bedenken muss ist, Investoren wollen ja Teams und dich als Gründer supporten. Das ist am Ende deren Job und die haben auch ihren Geldgebern gegenüber Verpflichtungen, dass sie das Geld auch investieren.

Ich würde mit dem Pitch Deck also immer schauen, dass ich dem Investor die Chance gebe zu sagen: ‚Ja, das finde ich gut, da möchte ich investieren.‘ Am Ende des Tages probiere ich beim Pitch Deck zu überlegen, was eigentlich die spannende Story ist, die ich als Gründer verkaufe und was verkaufe ich auch als Vision für die Zukunft.

Unterm Strich ist es auch so, dass die meisten Investoren nur in Business investieren, die eben auch ein riesiges Potenzial haben. Jetzt kann man sich vorstellen, dass Investoren sehr viele Pitch Decks zugeschickt bekommen und dann im Jahr sich vielleicht 1.000 Decks anschauen. Dementsprechend würde ich schon darauf achten, dass das Design ansprechend ist und der Investor das Pitch Deck nicht nach zwei Slides in den Papierkorb verschiebt.

Da muss es wirklich Lust auf mehr machen und da muss ich mir als Investor denken: ‚Ja cool, das möchte ich mir weiter anschauen.‘ Grundsätzlich gibt es eine Struktur im Deck, die sich in den letzten Jahren bewährt hat. Die kann man für sich immer ein bisschen anpassen, aber grundsätzlich sind die 10-15 Slides immer die gleichen. Es geht mit einer Titel-Slide los, wo man sein Logo, Punchline und Value Proposition hat. Dann kommt eine Problem-Slide, da geht es um das Problem, welches mit dem Business gelöst werden soll. Im Anschluss die Solution-Slide, wo ich meine Lösung beschreibe. Danach mache ich gerne eine Produkt-Slide, weil ich dort die Chance habe noch mehr in Detail zu gehen. Auch zu zeigen, wie das Produkt aussieht und wie es sich anfühlt.

Dann natürlich sehr interessant für die Investoren, der Markt. Also wer ist da noch unterwegs und wie groß ist der Markt. Also kann ich wirklich ein riesiges Business darauf aufbauen? Die Competition-Slide, also welche Wettbewerber gibt es, die ich im Auge behalten muss und teilweise nehmen die schon Marktpositionen ein, wo ich da mit denen kämpfen muss. Da muss ich mir dann auch überlegen, ob ich es vielleicht ein bisschen anders mache. Anschließend das Geschäftsmodell, natürlich ist gerade sehr viel Geld im Markt und in Startups fließt, die noch keinen Umsatz machen. Aber am Ende des Tages ist ja der Zweck eines Unternehmens auch irgendwo Profite zu erwirtschaften und da sollte man sich Gedanken machen, wie das jetzt schon aussieht oder in Zukunft aussehen könnte.

Dann meiner Meinung nach einer der wichtigsten Slides: Traction-Slide. Das beantwortet ein bisschen die Frage: Was ist bisher auf der Startup-Reise passiert? Das können Umsätze, potenzielle Kunden, Pilotkunden, User etc. sein. Einfach um zu zeigen, dass mit dem Investment eine nächste Stufe erreicht werden kann.

Im Anschluss kommt die Team-Slide, natürlich für den Investor auch sehr wichtig. Am Ende des Tages investiert ein Investor in Menschen und nicht unbedingt in Ideen, weil Ideen gibt es viele da draußen. Es kommt darauf an, ob du dann derjenige bist, der die Idee auch umsetzen kann und zum Erfolg zu bringen. Die letzten beiden Slides sind, wie viel Geld ich einsammeln möchte und was ich konkret mache. Zum Beispiel: Ich stelle jetzt 10 Leute ein und noch viel wichtiger, wo möchte ich dann in 12-15 Monaten stehen, wenn ich das Geld ausgegeben habe. Sodass ich selbst und auch die Investoren diese Ziele überprüfen kann.

Last but not least eine Content-Slide und was ich da auch gut finde, ist auch so ein Call to Action. Sodass man den Investor gleich dazu animiert, gleich loszulegen und einen kontaktiert.“

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über anfängliche Kritikpunkte von Investoren
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Christian Ritosek: „Jeder hat unser Problem verstanden und auch, dass es ein großes Problem ist, aber Investoren haben eher geglaubt, dass es ein “Nice-to-have” und keine “Must-have-Solution” ist. Was wir gemerkt haben, als wir 2015/2016 gestartet sind, war, dass da das Bewusstsein im Markt noch nicht so da war. Es gab viel Automatisierung im Sales und Marketing, aber in Finanzprozessen war alles noch sehr manuell.

Es war zwar ein riesiges Marktpotenzial da, aber die Investoren haben noch keinen richtigen Zug im Markt gesehen. Das hat sich jetzt komplett geändert, auch durch die Corona-Krise. Viele Finanzabteilungen haben gemerkt, dass sie ihre Prozesse digitalisieren müssen. Jetzt sieht man einen richtigen Zug im Markt, auch weil viele Wettbewerber Richtung Cloud gehen.

Am Anfang haben wirklich die Investoren gedacht, dass unsere Lösung noch zu früh ist. Wie sind wir damit umgegangen? Wir haben einfach ein gutes Produkt gebaut und haben gezeigt, dass wir immer mehr Kunden gewinnen können, die Kunden sehr zufrieden sind und unsere Traction immer höher wird. Wir haben den Investoren einfach unseren Wachstum gezeigt.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über die Kosten für Rechtsberatung bei einer Finanzierungsrunde
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Christof Weidl: „Wir arbeiten da mit LUTHER zusammen, weil die schon sehr viel mit Startups zu tun hatten. Warum erwähne ich das? Weil die das auch auf einem sehr kurzen Weg machen können. Das heißt, dass da keine horrenden Kosten auf dich zukommen. Du hast am Ende des Tages ein Vertragswerk, welches du mit einem guten Anwalt besprichst. Da reicht eine Stunde Call aus, um einzelne Punkte zu klären.

Der sagt dann: “Es handelt sich um ein Standardvertrag und an der und der Stelle müsst ihr folgende Dinge wissen.” Dann geht man gut vorbereitet in das Gespräch mit dem Vertragspartner und ist in der Lage zu diskutieren. Durch diese Vorlagen haben wir super geringe Kosten gehabt, die im niedrigen dreistelligen Eurobereich liegen.“

Tobias de Raet Lindenpartners
über die richtige Wahl der Rechtsform
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Dr. Tobias de Raet: „In welcher Struktur, in welcher Rechtsform man seine Gesellschaft gründen sollte, ist in Deutschland relativ einfach zu beantworten. Da gibt es in Deutschland die GmbH und die UG, bei der UG handelt es sich quasi um eine kleine GmbH, die man später auch zu einer GmbH upgraden kann. Das ist die klassische Gesellschaftsform in Deutschland und davon sollte man eigentlich auch nicht abweichen, wenn es dafür nicht besondere Gründe gibt.

Das bedeutet insbesondere Aktiengesellschaften oder Personengesellschaften, so was wie eine Kommanditgesellschaft, da gibt es selten Gründe dafür, dass man diese Rechtsform wählt. Eine Aktiengesellschaft ist manchmal aus aufsichtsrechtlichen Gründen notwendig, wenn man zum Beispiel eine Bank gründen möchte. Die sind aber deutlich schwieriger zu handhaben im laufenden Geschäft.

Es gab früher Zeiten, da wollte jeder gerne eine Aktiengesellschaft gründen, weil man schon den IPO vor Augen hatte. Am Anfang immer eine GmbH und eine deutsche Gesellschaft nehmen, weil alles andere schwieriger wird. Insbesondere auch nicht auf eine Limited (Ltd.) oder sonstige ausländische Gesellschaftsform ausweichen, weil es im Laufe der Zeit deutlich aufwendiger wird.

Bei der deutschen GmbH kann man einfach zum Notar gehen, da braucht man nicht viel Geld und Aufwand. Die UG braucht nicht mal ein Stammkapital, die GmbH braucht 25.000 Euro, davon muss die Hälfte am Anfang eingezahlt sein. Eine UG hat man mit wenigen Hundert Euro relativ schnell gegründet. Das ist die Rechtsform der Wahl!“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
darüber, wie sie potentielle Investoren recherchiert haben
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Dr. Daniel Fallscheer: „Wir haben einen Serial-CTO, der Etienne, der hat das sechste Venture gegründet und bringt entsprechende Erfahrung mit. Wir haben Björn von Siemens als Healthtech Entrepreneur als Co-Founder mit dabei, der aber nicht operativ ist.

Das heißt, dass es ein bestehendes Netzwerk gibt, auf das wir zugehen. Außerdem reden VCs ja auch untereinander sehr viel. Da muss man gefühlt nur an einer Ecke anfangen, wenn die Idee gut ist.

Wir haben dann auch geschaut, welche Investoren haben bereits Startups im Berech Tele-Consultations im Portfolio? Auf die sind wir dann aktiv zugegangen, denn für die wäre es dann eine logische Erweiterung des bestehenden Portfolios.

Dann haben wir gemerkt, dass es sich umgekehrt hat und die Leute haben angefangen, auf uns zuzukommen. Ich habe den Eindruck, man muss die Lust haben am Anfang sehr kalt auf Leute zuzugehen. Noch besser ist es natürlich mit einer warmen Intro über einen anderen Investor. Das hilft sehr, schneller einen Termin zu bekommen.

Bei uns kamen dann aber irgendwann die Leute auf uns zu, und nicht mehr wir auf sie.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
darüber, wie wichtig die Prüfung der potenziellen Investoren ist
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Stephen Voss: „Die Investoren zu prüfen gehört zum Spiel dazu. Es ist wichtig, auch das Gegenüber zu kennen. Außerdem ist es wichtig, sich vor einem Erstgespräch mit Investoren über die Personen zu informieren. Was macht die Person? Wo hat die Person früher gearbeitet?

Es ist auch wichtig, mit welcher Organisation man spricht. Für was steht die Organisation? Was hat die in der Vergangenheit gemacht? Welche Unternehmen haben die an den Start gebracht? Das ist eine Frage, die man in einem Gespräch durchaus stellen darf und meiner Meinung nach auch stellen sollte.

Wenn die bisherigen Investitionen so gar nichts mit dem eigenen Pitch und der eigenen Startup-Idee zu tun haben, dann muss man schon die Frage stellen, warum wir zusammengekommen sind und warum der Bereich für euch interessant ist und was ihr damit machen wollt.

Bei Investoren ist das eine das Geld, aber es ist auch ganz wichtig, ob der Partner auch ein eigenes Netzwerk mitbringt. Sind im Portfolio des Partners vielleicht auch Unternehmen, die irgendeine Hilfestellung leisten können? Das ist auch ganz wichtig.

Nicht nur mit der Haltung des Geldes reingehen, sondern fragen, was die Investoren zu meinem Geschäftsmodell beitragen und wie könnte das funktionieren? So sollte man auch auswählen.

Nicht nur aufs Geld schauen! Das andere Paket ist fast wichtiger.“

Fabio Hildenbrand
über was er im Fundraising unterschätzt hat
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Fabio Hildenbrand: „Wir haben unterschätzt wie stark es die eigene Zeit einnimmt. Fundraising ist eine Vollzeitbeschäftigung. Man muss in diesem ganzen Prozess voll drin sein: Vom Listen aufbauen, Informationen in Data-Rooms sammeln, bis hin zum erstellen von Pitch Decks, Finanzplan und Businessplan. Du wirst de ganze Zeit in Gesprächen mit Investoren stecken. Das Problem, dass dabei entsteht ist, dass du dann selbst weniger Zeit für den Aufbau deines Businesses aufbringen kannst. Ich hatte selbst das Glück das mein Co-Founder das direkte Pendant zu mir ist. Ich selbst bin eher der Außenminister und er der Innenminister. Dadurch können wir beide Themengebiete (Aufbau des Fundraising und des Businesses) gut abdecken. Das ist auch mein Tipp, wenn andere Gründer mich fragen.

Fundraising geschieht nicht nebenbei: Du musst das 100% fokussieren. Denn schließlich baust du keine Traction auf für das Fundraising, wenn du das als Nebensache betätigst. Als Gründer*in baust du eine Art „Fomo“ (=Fear of Missing Out) auf, damit du Tickets schneller closen kannst.

Das schaffst du nicht, wenn du nicht mit vielen Investoren sprichst und du dieses Momentum für dich aufbaust. Dieses Momentum entsteht jedoch nicht nur auf der Investorenseite, sondern auch auf deiner persönlichen. Du wirst viel besser in Gespräche reingehen, wenn du weißt, ich hab heute noch fünf weitere Gespräche, statt nur einem Gespräch, von dem alles abhängt.“