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Maximilian Fleitmann über die maximale Länge eines Pitch Decks

Erfolgreicher Edtech Gründer & Angel

über die maximale Länge eines Pitch Decks

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Maximilian Fleitmann: „Wenn man sich vorstellt, als Investor bekomme ich 1.000 Decks pro Jahr zugeschickt. Dann habe ich nur eine begrenzte Zeit, die ich je Deck verwenden kann.

Für mich ist es auch immer eine Art Test, ob der Gründer die Idee, das Problem und das bisher Erreichte in 10-15 Slides darzustellen, dann weiß ich nicht, ob das das richtige Team ist. Das wäre meine harte Aussage dazu.

Die Aufmerksamkeitsspanne ist ja auch mittlerweile recht gering. Es gibt so eine Statistik von Docsend – ich glaube, dass Investoren durchschnittlich ca. 3 Minuten auf ein Deck schauen. In diesen 3 Minuten schafft man vielleicht zehn Folien, aber spätestens dann wird man wahrscheinlich abbrechen.

Insofern: In der Kürze liegt die Würze.“

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Dr. Matthias Brendel

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Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor

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Startup-Gründerin Antonia Wälzholz

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Janosch Kühn
darüber, welche konkreten Schritte Gründer beim Thema Marketing gehen können
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Janosch Kühn: „Ich glaube, ein Gründer muss schauen, welcher der richtige Marketingkanal für ihn ist. Als Erstes würde ich an Performance-Marketing denken, dann geht man wahrscheinlich zu Facebook, weil die ja auch Instagram haben.

Da würde ich mit ein paar Hundert Euro testen und schauen, ob es in die richtige Richtung geht. Außerdem würde ich sehr genau auf die Zahlen schauen. Passt es ungefähr, was da passiert? Oder verbrenne ich hier mein Geld und kommt es gar nicht zurück?“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
darüber, wie er sich auf das allererste Investoren-Gespräch vorbereitet hat
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Simon Lohmüller: „Grundsätzlich muss man sagen, dass die ersten Investoren-Gespräche, die wir hatten, die waren noch sehr locker. Es war zu einem sehr frühen Zeitpunkt, wo wir eigentlich noch nicht wirklich mit dem Fundraising gestartet haben. Deshalb war die Vorbereitung am Anfang auch sehr gering.

Wir sind da sehr offen in die Gespräche reingegangen und haben es eher als lockeren Austausch gesehen. Wenn es dann wirklich in die Richtung ging, dass wir den Pitch halten sollten, vor dem internen Team des Investors, dann hat man sich schon sehr intensiv darauf vorbereitet.

In diesen Pitch ist dann sehr viel Arbeit eingeflossen, man hat den natürlich einige Male vorher durchgesprochen, man hat den vor Kollegen gehalten, man hat sich überlegt, was falsch rüberkommen könnte und hat da schon geschaut, dass die Inhalte einfach stimmig sind und nichts fehlt.

Wir haben auch viel Rücksprache mit Coaches und Mentoren gehalten, haben uns da andere Meinungen eingeholt und haben uns dann relativ gut vorbereitet gefühlt.

Wir haben bei jedem Investor eigentlich so einen Grund-Check gemacht. Was gehört da dazu? Einerseits: In was hat der Investor bisher investiert? Passen die Startups, in die er bisher investiert hat, zu uns? Sind das ähnliche Bereiche und glauben wir, dass der Investor eine gewisse Expertise mitbringen kann?

Andererseits: Sind auch schon andere Startups in dem Portfolio, die einen Konflikt zu uns darstellen könnten? Das will man selbst nicht und das will auch meistens der Investor nicht. Auch dann fällt mal ein Investor raus und auch das ist uns mal passiert.“

Fabio Hildenbrand
über die Rolle von Personal Branding im Fundraising
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Fabio Hildenbrand: „Für mich hat Personal Branding eine sehr große Rolle im Fundraising gespielt. Mein Co-Founder Stephan und ich haben von Anfang sehr viel in Personal Branding auf LinkedIn und Instagram investiert.

Wir haben uns überlegt, für welchen Bereich möchten wir stehen? Bei mir was das ganz klar der Reisebereich. Dort haben wir versucht Contentformate aufzubauen um gewissen Inhalte zu transportieren. Unsere Buyer-Personas über LinkedIn sind hauptsächlich Investoren. Dementsprechend haben wir uns überlegt was sind Pain Point von Investoren, die sie oft mit Gründer*innen haben. Dementsprechend haben wir Content aufbereitet, um diese Themen anzusprechen. Beispielsweise war das die Umsetzung der Idee und die passende Storyline dazu: „Warum macht dieser Gründer das überhaupt? Macht er das nur des Geldes wegen, oder weil er tiefgründig davon überzeugt ist?“

Im Hinterkopf steckt bei Investoren natürlich die Angst, dass die Gründer*innen nicht voll hinter der Idee stehen und nach einer kurzen Zeit aufhören. Deswegen haben wir uns vorab einige Fragen überlegt und dazu Content erstellt. Das haben wir dann sukzessive gepostet. So haben wir es geschafft Investoren bereits frühzeitig in unser Netzwerk reinzuziehen. Als wir dann mit dem Fundraising gestartet haben, sind wir aktiv auf die Investoren zugegangen. Die Investoren kannten uns dann teilweise schon.

Ich poste beispielsweise Freitags immer meine Travel-News. Auf diese werde ich immer wieder von Investoren angesprochen. Das zeigt mir, dass dieser Weg des Personal Brandings sehr gut funktioniert hat. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder, beispielsweise in den Antwortraten von den Outreaches an Investoren. Diese sind deutlich höher als bei anderen Startups im Vergleich. Investoren werden tagtäglich zugespamt über LinkedIn und Email. Mit Personal Branding kann man da aus der Masse herausstechen.“

Dr. Matthias Brendel
darüber, wie und mit welchen rechtlichen Themen er sich am Anfang auseinandergesetzt hat
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Dr. Matthias Brendel: „Ich habe mich mit dem Thema selbst viel beschäftigt und habe viele Webinare und dergleichen besucht. Das Wichtigste war, dass ich von Anfang an mit einem Profi zusammengearbeitet habe, der alle unsere Verträge gecheckt hat. Von Gründungsvertrag bis hin zu allen Finanzierungsrunden.

Wir haben von Anfang an darauf geachtet, dass wir auch für internationale Investoren interessant sind. Das heißt, wir haben von Anfang an englische Verträge genommen, was für ein Startup in der Early Stage total überproportioniert schien. Jetzt, 3 Jahre später sind sie aber angemessen.

Sodass wir immer mit dem Vertrag unterwegs waren, mussten wir daran auch nichts mehr ändern. Das heißt, am Anfang war es natürlich ein Investment, weil so ein Vertrag natürlich auch ein paar Euro kostet, aber dafür nutzen wir den jetzt schon über Jahre und haben den nur minimal ergänzt. Aus dem Grund hat es sich total gelohnt!“

Tobias de Raet Lindenpartners
über unterschiedlichen Möglichkeiten der Finanzierung
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Dr. Tobias de Raet: „Eine Finanzierungsrunde ist eine klassische Eigenkapitalfinanzierung. Ein Investor beteiligt sich an einem Unternehmen und erhält Anteile. Das erfolgt im Rahmen einer Kapitalerhöhung und neue GmbH-Anteile werden ausgegeben, der Investor bekommt die und bezahlt dafür etwas. Zur Folge werden die Bestandsinvestoren verwässert, weil ihr Anteil weniger wird, weil Anteile ausgegeben werden. Das ist die ganz klassische Finanzierungsrunde.

Was man im Rahmen von VC-Finanzierung eher selten sieht, sind Darlehensverträge. Also Darlehensvertrag, welcher auf Rückzahlung angelegt ist. Das hat den Hintergrund, dass ein Darlehen einen Horizont hat und in der Zukunft zurückgezahlt werden muss. Gerade VC-Startups sind ja häufig nicht profitabel und auch am Anfang nicht darauf angelegt. Aus dem Grund ist ein klassischer Darlehensvertrag eher unüblich.

Was man häufiger hört, sind die klassischen Wandeldarlehensverträge, das ist ein Darlehensvertrag, wo das Darlehen nicht zurückgezahlt wird, sondern irgendwann in Anteile des Unternehmens gewandelt wird.

Was ist der Vorteil?
Es ist am Anfang etwas einfacher, weil ich am Anfang nur einen Darlehensvertrag abschließen muss. Ich muss den Investor nicht schon vollständig an Bord nehmen und die erste Pre-Seed oder Seed-Runde verläuft häufig über einen Wandeldarlehensvertrag. Erst wenn bestimmte Meilensteine eingetreten sind (zum Beispiel eine weitere Finanzierungsrunde), dann wird auch der Wandeldarlehensvertrag in echte Anteile gewandelt. Die Wette für den Investor ist in der Regel ein Abschlag auf die nächste Finanzierungsrunde, weil er ja schon deutlich früher investiert.Der Abschlag ist in der Regel bis zu 20 %, die er auf die Bewertung bekommt. Das ist die klassische Wandeldarlehensfinanzierung und die sieht man in der Pre-Seed-Phase ganz am Anfang. Außerdem sieht man sie auch in Zwischenfinanzierungsrunden von Bestandsinvestoren.

Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung von Startups ist Venture Debt. Das ist eigentlich nichts anderes als ein Darlehensvertrag. Die Besonderheit ist, dass Venture Debt besonders auf Startups zugeschnitten ist. Die haben dann häufig auch einen so genannten Equity Kicker, der Darlehensgeber sind in der Regel keine klassischen Banken, sondern Kreditfonds, die darauf spezialisiert sind. Die behalten sich auch vor, möglicherweise einen kleinen Eigenkapitalanteil erhalten zu können.

Für wen eignet sich das?
Ehrlich gesagt eignet sich Venture Debt nur für einen kleinen Teil an Startups. Ein Darlehen muss man irgendwann zurückzahlen und aus dem Grund muss man die Profitabilität des Startups absehen können. Wenn ein Startup einen Zeitraum von einem Jahr bis zur Profitabilität überbrücken will und keine weitere Finanzierungsrunde machen will, dann kann Venture Debt sinnvoll sein. Da muss man dann nicht weitere Anteile abgeben.

Die Zinsen, die für Venture Debt aufgerufen werden, sind nicht gering, das ist durchaus teures Geld, aber man muss nicht weitere Anteile abgeben. Eine Fremdfinanzierung ist in der Regel günstiger als eine Eigenkapitalfinanzierung und aus dem Grund für eine begrenzte Anzahl an Startups relevant.

Der zweite Anwendungsbereich sind Unternehmen, die sehr Asset heavy sind und einen hohen Vorfinanzierungsbedarf haben. Ich muss irgendwo Teile einkaufen, damit ich mein Produkt herstellen kann, und das muss ich erst mal bei meinem Lieferanten finanzieren. Für diese Zwischenfinanzierung kann sich auch ein Venture Debt anbieten, weil ich dann meinen Finanzierungsbedarf der notwendigen Teile abdecken kann. Dann hat man auch etwas, was man besichern kann, nämlich durch den Einkauf beim Lieferanten.

Das sind so die klassischen 3 Finanzierungen von Startups!“

Tobias de Raet Lindenpartners
darüber, was in einem Term Sheet steht und wie viel Zeit man einplanen sollte
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Dr. Tobias de Raet: „Was muss im Term Sheet stehen?
Erst mal muss da drinstehen, was einem besonders wichtig ist. Das ist so ein bisschen eine Plattitüde, aber das bedeutet vor allem:

1.Bewertung und der Bewertungsmechanismus
Nicht nur eine Zahl, sondern die Formel, wie man da hinkommt. Was wird da hinzugerechnet und was wird abgezogen.

2.Rechte des Investors
Sämtliche Rechte, die der Investor bekommt. Ich rate immer dazu, sich auch auf Term Sheet Basis darüber zu einigen, ob es einen Verwässerungsschutz geben soll. Damit nicht später die Aussage kommt, dass dies zu erwarten ist, weil es Standard ist.

3.Gründerbetreffende Dinge
Zum Beispiel Vesting, so was sollte auch im Term Sheet mitgeregelt sein. Das muss nicht in Absätzen und ausführlichen Antworten sein.

Man sollte sich das Inhaltsverzeichnis eines Musters einer Gesellschaftervereinbarung nehmen und anhand dessen die wichtigsten Punkte abarbeiten. Meistens sind es doch sehr viele Punkte, die man aber knapp halten kann. Das muss nicht in Rechtssprache ausformuliert sein, aber man muss darüber gesprochen haben und man muss sich einig sein, wie man etwas umsetzen möchte.

Wie lange eine Verhandlung eines Term Sheets dauert, ist sehr unterschiedlich. Das hängt auch davon ab, wie Komplex eine Finanzierungsrunde ist. Eine gute Hausnummer ist, wenn man sagt, dass man ein Term Sheet innerhalb von 1-2 Wochen verhandeln kann.

Es gibt aber auch Term Sheet Verhandlungen, die deutlich länger dauern können. Das hängt auch davon ab, wie viele Parteien schon mit an Bord sind. Wenn ich Bestandsinvestoren habe, dann wollen die auch mitreden. Dass weniger als 2 Wochen an einem Term Sheet verhandelt wird, kommt eigentlich sehr selten vor.

Es gibt immer wieder Gründer, die am Anfang ganz schnell was unterschreiben, aber dann hat man in der Regel die Probleme hinterher.“