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Michael Pfeifer darüber, wie aufwändig das Reporting ist

Upcycling Startup-Gründer

darüber, wie aufwändig das Reporting ist

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Michael Pfeifer: „Das Aufsetzen des ersten Reportings kostet natürlich am meisten Zeit. Man muss sich genau überlegen, wie man es aufbaut und wie die Struktur aussieht. Andererseits sind wir nicht das erste Unternehmen, welches eine Finanzierungsrunde abgeschlossen hat. Wir sind auf befreundete Gründer:innen zugegangen und haben die gefragt, wie deren Reporting aussieht und welchen Umfang es hat.

Da haben wir verschiedenes Feedback eingeholt und unser Reporting aufgebaut. Das erste Reporting hat etwas länger gedauert und die Nächsten gingen dann schneller. Das ist ein recht fixer Prozess, um so ein Reporting aufzusetzen.

Im Vergleich zu den Gesprächen, die man vor der Finanzierungsrunde durchgemacht hat, ist es doch eher eine leichte Aufgabe.

Wir erstellen da ein 3-5-seitiges Reporting und das wird in den gängigen Microsoft Office Tools gemacht. Wir haben unsere KPIs, die wir aus einer Excel herausziehen und verwenden dabei keine besonderen Tools für das Reporting.“

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Business Angel Maximilian Fleitmann
über die Market Slide
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Maximilian Fleitmann: „Da kann man natürlich viel falsch machen. Der häufigste Fehler sind einfach unrealistische Kalkulationen. Ein Klassiker ist, dass ein riesiger Markt angeschaut wird und dann wird da eine Prognose über die Market Share gemacht, die das Startup in 3-5 Jahren hat. Und dann kommen dabei so Dinger rum, dass in einem 25 Milliarden Markt, die Company in 3 Jahren 20 % Market Share hat. Da fragt man sich dann als Investor auch, wo diese Annahmen herkommen.

Da würde ich eher so vorgehen, dass ich Marktverständnis mitbringe. Das heißt, dass ich weiß, ob der Markt klein oder groß ist. Ich zeige aber mit der Market Slide auch, welches Segment ich in dem Markt angehe. Natürlich ist es so, dass VCs nach großen Märkten schauen. Es gibt aber auch Beispiele, wo eine Company einen neuen Markt kreiert hat. Zum Beispiel hat Uber einen neuen Markt mit dem Ride Sharing entwickelt. Da hätte man sich vielleicht in der Market Slide den Taximarkt angeschaut. Gründer und Gründerinnen sollten zeigen:

1. Du weißt, auf welchem Markt du unterwegs bist.
2. Wie verändert sich der Markt. Da können die Gründer und Gründerinnen auch ihre Hypothesen nennen.
3. Research Part: Was sind jetzt die Zahlen, die wir da haben. Für mich ist es da aber nicht entscheidend, dass da der genaue Market Share des Startups in 3 Jahren steht, weil woher sollen das die Gründer:innen in einer so frühen Phase wissen?“

Dr. Matthias Brendel
über Investments, die in Tranchen ausgezahlt werden
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Dr. Matthias Brendel: „Investments in Tranchen auszuzahlen, macht bei großen Investments durchaus Sinn. Im Angel Bereich macht es eher keinen Sinn, bei uns war der größte Investor mit 350.000 Euro dabei und er hat die uns auch direkt ausgezahlt, weil er ja momentan auch Negativzinsen darauf bezahlt.

Das heißt, er war eigentlich froh, dass wir es sofort genommen haben. Wenn man es an Milestones koppelt und in Tranchen auszahlt, dann ist es eben ein gewisser Organisationsaufwand, den ich nur dann akzeptieren würde, wenn es unbedingt nötig ist. Dann muss man wieder einen Meilenstein tracken, der ist in kurzer Zeit vielleicht schon wieder überholt. Da fließt sehr viel Energie rein, in ein Investment, zu dem sich eigentlich sowieso beide Seiten committet haben.

Die Frage ist, was passiert, wenn ein Meilenstein nicht erreicht werden kann, weil zum Beispiel ein Kunde abgesprungen ist. Was macht man dann? Lässt man das Investment dann platzen oder macht man es trotzdem? Und dann kann man es doch gleich trotzdem machen.

Deswegen bin ich kein Freund davon, so formelle Mechanismen zu etablieren, die den Gründer und Investor davon abhalten, worum es eigentlich geht, nämlich Business zu generieren und das Unternehmen nach vorne zu bringen. Deswegen würde ich als Gründer gleich die komplette Kohle einsacken und für einen Investor ist es eigentlich auch einfacher.

Nur wenn ein VC wirklich darauf besteht, würde ich mich darauf einlassen, aber im Angel Bereich hat es aus meiner Sicht keine Relevanz.“

Lüder Brüggemann
darüber, wie er durch schwierige Phasen kommt
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Lüder Brüggemann: “Da geht es darum, sich wieder aufzuraffen und sich zu fragen, warum man das Ganze angefangen hat. Was ist die Motivation und warum mache ich das Ganze überhaupt? Glaube ich noch an die Firma? Das nehme ich jetzt mal als Voraussetzung an.

Dann muss man sich wieder vor Augen führen, dass wir dieses Ziel haben. Wenn es sich nur um eine Momentaufnahme handelt, dann kann es auch helfen, wenn man sich einen längeren Zeitraum anschaut. Wo haben wir angefangen und wo stehen wir jetzt? In der Regel geht es rauf und runter, aber man steht meistens deutlich höher als an dem Punkt, wo man angefangen hat.

Man muss sich veranschaulichen, dass wie vorankommen und dass es nicht gerade hochgeht, sollte klar sein. Man muss auch einfach lernen, solche Phasen auch durchzuhalten.“

Tobias de Raet Lindenpartners
darüber, was beim Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zu beachten ist
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Dr. Tobias de Raet: „Durch ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm können Mitarbeiter, die in einem Startup kein Top-Gehalt verdienen, in­cen­ti­vie­rt werden. Das einfachste wäre, wenn man den Mitarbeitern echte Anteile geben würde.

Das macht man aus mehreren Gründen nicht:
Es ist natürlich ein Einflussthema, da die Mitarbeiter auch Gesellschafter sind. Die können dann möglicherweise alles sehen und haben Mitspracherechte. Da ist die Frage, ob man das möchte und ob die Investoren das möchten.

In Deutschland sind es aber maßgeblich steuerliche Gründe. Wenn ich Mitarbeitern eine Beteiligung an meinem Unternehmen gebe, dann ist es ein Vergütungsbestandteil. Wenn ich einem Mitarbeiter beispielsweise 10 Anteile gebe, dann steht er in der Gesellschafterliste und bekommt kein Geld. Der Staat sagt aber, dass der Mitarbeiter 10 Anteile für einen Wert von 50.000 Euro bekommen hat und für diese Summe fallen Steuern an. Der Mitarbeiter hat kein Geld bekommen, muss aber trotzdem für die 50.000 Euro Steuern bezahlen. Aus dem Grund funktioniert das nicht.

In der Regel ist es aus dem Grund virtuell geregelt. Das heißt, der Mitarbeiter bekommt erst dann einen Zufluss, wenn ein bestimmtes Exit-Ereignis eintritt. Erst in dem Moment partizipiert der Mitarbeiter an dem Unternehmenserlös. Dann ist ja auch Geld da und von der Summe müssen sie dann Steuern bezahlen. Das wird typischerweise wie der Arbeitslohn behandelt.

Für die Gründer heißt es kommerziell nichts anderes, dass man berücksichtigen muss, dass ein Teil des Kuchens später weggeht. Auch wenn die Mitarbeiter nur virtuell beteiligt sind, muss ich im Cap Table und in der Gesellschafterstruktur eine Schattenrechnung vornehmen. Daher stammen die Begriffe Diluted und Non Fully Diluted. Diluted bedeutet, dass ich verwässert dazu rechne, dass ich ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm habe. 5-10 % sind so die Bandbreite, die man typischerweise hat.

Demzufolge erhalten die Bestandsgesellschafter weniger. Wichtig ist noch, wer das Programm finanziell trägt. Ist das ein Teil, was die Gründer aus ihrem Exit-Erlös zahlen müssen oder geht es vom Kuchen aller Gesellschafter ab? Typischerweise berate ich die Gründer so, dass alle die Mitarbeiterbeteiligung tragen sollten, da alle daran interessiert sind, dass die Mitarbeiter incentiviert sind.

Wichtig sind noch steuerliche Risiken, die da ganz besonders zu beachten sind. Das ist nicht nur für den Mitarbeiter wichtig, sondern auch die Gesellschaft. Bei der Sozialversicherung bin ich als Gesellschaft dafür verantwortlich, dass ich sie abführe. Wenn ich mir ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ausdenke, wo schon jetzt Sozialversicherungsbeiträge abzuführen sind, dann bin ich als Geschäftsführer dafür verantwortlich, dass ich das für die Arbeitnehmer mache. Wenn ich das nicht mache, dann bin ich möglicherweise in einem strafrechtlichen Bereich.“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
über überraschende Fragen von Investoren
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Simon Lohmüller: „Was war die überraschendste Frage?
Das kann ich nur schwer beantworten und ich würde sogar sagen, dass keine überraschenden Fragen kamen. Wenn man 10-20 Investorengespräche geführt hat, dann hat man auch so ein Grundset an Fragen, die immer wieder gestellt werden. Man kennt diese Fragen und man weiß auch vorher schon, wo die kritischen Punkte sind.

Außerdem kennt man auch die Punkte, wo Investoren ganz besonders in die Wunde drücken und man bereitet sich entsprechend darauf vor. Wie haben wir das gemacht? Wir haben wirklich so einen Katalog zusammen geschrieben und dokumentiert, welche Fragen gekommen sind und welche wirklich kritisch waren.

So konnten wir möglichst schnell eine Antwort auf die Fragen geben. Es ist auch sehr wichtig, dass man auf solche Fragen direkt antworten kann und somit die Angst beim Investor rausnehmen kann.“

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
über die Frage, ob die Bewertung im Deck stehen sollte
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Antonia Wälzholz: „Wir haben unsere angestrebte Bewertung tatsächlich nicht ins Deck aufgenommen, weil ich mich persönlich wohler damit gefühlt habe, sie in einem Gespräch persönlich zu nennen – nachdem wir schon Interesse generiert und Insights zu uns gegeben haben. So kann ich auch gleich die Reaktion des Gegenüber abschätzen und eventuell weitere Argumente für diese Bewertung mitliefern.

Ich kann noch nicht bewerten, wie das dann in späteren Phasen sein wird, wenn man dann mehr harte Zahlen hat, an denen man die Bewertung festmachen kann. Aber wenn man so früh ist wie wir – unsere Pre-Seed-Runde haben wir tatsächlich pre revenue und pre traction geraised – dann ist das ein bisschen eine Rechenübung, die man vorab macht und bei der man manchmal auch ein bisschen pokern muss.

Da fand ich es besser im Sinne einer Vertriebsstrategie, wenn ich die Bewertung selbst nennen kann, wenn die Situation richtig ist und ich auf mein Gegenüber eingehen kann in dem Moment.“