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Michael Pfeifer darüber, wie er sein Netzwerk ausnutzt und seine Intros bekommt

Upcycling Startup-Gründer

darüber, wie er sein Netzwerk ausnutzt und seine Intros bekommt

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Michael Pfeifer: „Ein bestehendes Netzwerk kann sich auch in einem sehr frühen Stadium über viele verschiedene Kanäle erstrecken. D.h., man kennt vielleicht sogar wirklich noch aus dem schulischen Umfeld noch jemanden. Man hat Leute in Universitäten, im Bekanntschafts-/ Freundeskreis, die in ihrem persönlichen Umfeld Unternehmer*innen haben, die sich vorstellen können in Startups zu investieren. Daher am Anfang Friends and Family kontaktieren und fragen gibt es irgendjemanden, einmal im persönlichen Umfeld oder in dem Umfeld der Menschen, die einem besonders nahe stehen.

Zweitens auf Organisationen zu gehen. Beispielsweise auch AddedVal.io, um an ein Pool an Business Angel heranzukommen. Es gibt auch in Deutschland mehrere lokale Netzwerke von Business Angels. In Berlin ist das beispielsweise der Business Angels Club Berlin-Brandenburg. So etwas gibt es in jeder Region in Deutschland. Hier wirklich gut informieren, was gibt es an lokalen Strukturen, gibt es auch lokale Förderstrukturen. Gibt es irgendwelche Gründerzentren bei mir in der Gegend, die mich auch mit Investoren und Investorinnen vernetzen können.

Wenn man dann mal jemand überzeugt hat und die Person an einen und die Idee glaubt, dann auch keine falsche Scheu zeigen. Diese Person fragen „Hey, du glaubst ja an die Idee, meinst du es gibt weitere Leute aus deinem Bekanntenkreis, die auch an diese Idee glauben könnten? Wäre es sinnvoll sich da mal vorzustellen?“.

All das sind Möglichkeiten, um irgendwelchen Netzwerke anzuzapfen und bestehende Netzwerke zu nutzen. Sonst kann man natürlich auch per Kaltakquise auf Menschen zugehen. Es gibt über LinkedIn ganz viele Möglichkeiten herauszufinden, wer Business Angel ist. Wer vielleicht auch mal ins Startups schon investiert hat. Da kann man auch versuchen die Personen zu kontaktieren. Hier ist es besonders wichtig, auch eine personalisierte Ansprache zu wählen. Nicht einfach blind Leute zu kontaktieren und zu sagen „Hey, ich hab gesehen du bist Business Angel, hast du Lust bei mir zu investieren?“. Sondern Menschen aus einem bestimmten Grund kontaktieren und beispielsweise zu sagen „Ich habe gesehen du hast in Startup XY investiert oder ich habe deinen LinkedIn Post XY gesehen, ich finde das total spannend, ich habe folgende Idee, ist das für dich spannend, darüber mehr zu erfahren? Das ist auch eine Möglichkeit.

Es ist aber sehr mühsam insgesamt die erste Runde zu füllen. Am Anfang hat man logischerweise, das war auch bei mir so, kein Netzwerk aus 20 Jahren Berufserfahrung. Solche Netzwerke wachsen auch einfach über die Zeit hinweg, deshalb wirklich keine Scheu und auch Netzwerke von anderen nutzen.“

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über den Umgang mit "Neins" im Vertrieb
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Julius Göllner: „Mit “Neins” muss man im Leben per se umgehen lernen. Das findet im normalen sozialisierungsprozess an, dass man nicht zu jeder Party eingeladen wird und den einen oder anderen Korb von einem Partner im privaten bekommt.

Da muss man einfach reflektieren und sich mit auseinandersetzen, weil das im Business auch passieren wird und gerade im Sales sehr häufig vorkommt. Es gibt verschiedene Techniken, wie man sich dagegen abhärten kann. Zum Beispiel bestellt man in einem Schnellrestaurant ein Produkt, was sehr lächerlich ist und es da nicht gibt. Also man bestellt ein Döner bei McDonalds. Wenn man das 20x gemacht hat und die Reaktion der Person an der Kasse beobachtet, dann bekommt man so ein bisschen die Scheu vor dem Ansprechen der Leute und mir passiert etwas negatives.

Das ist einfach ein Lernprozess für die eigene Persönlichkeit. Die zweite wichtige Komponente im Sales ist eine intrinsische Neugier und dauerhafte Motivation. Also ich glaube man muss sich ein bisschen davon loslösen, dass ein Kunde das Produkt kauft oder er kauft es nicht. Sondern man kann aus der Kommunikation mit einem potenziellen Kunden eigentlich auch immer etwas positives für sich mitnehmen.

Die Person ist nicht nur ein Käufer, sondern auch eine spannende Persönlichkeit. Selbst wenn er das Produkt nicht kauft, kann man in jedes Gespräch mit Neugier reingehen und persönlich etwas lernen. Das macht langfristig einen sehr guten Verkäufer aus, das er sich nicht nur durch die Zahlen motiviert, sondern auch bei Neins mit einer positiven Erfahrung rauszugehen. Es findet sich in jedem Gespräch ein Punkt, aus dem man lernen kann und die einen persönlich besser macht.

Die Frage ist, ob ich so da drauf schaue oder ob ich negativ da drauf schaue. Die guten Verkäufer schauen da immer positiv drauf.“

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor
über das Erstgespräch mit Startups
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Julius Göllner: „Wie läuft ein Erstgespräch ab?
Ich denke, es hängt erstmal stark davon ab, wie viel Zeit ich mir für ein Erstgespräch nehme. Bei einem vollen Kalender sind es 30 Minuten. Wenn ein bisschen mehr Zeit ist, kann man in 60 Minuten auch noch ein bisschen mehr machen.

Um was geht es bei einem Erstgespräch für mich?
Ich habe das Pitch Deck schon gesehen und verstehe das Geschäftsmodell und den Markt schon in einer gewissen Art und Weise. Mir geht es im Erstgespräch darum, ein besseres Gefühl für das Gründerteam zu bekommen.

Wie mache ich das?
Ich steige meistens so ein, dass ich die Gründer:innen neben dem Pitch Deck auch über ihre unternehmerische Journey sprechen lasse. Wie sind sie ganz konkret zu dem Problem, welches sie jetzt lösen wollen gekommen? Das ist eigentlich ein lockerer Einstieg, weil es eine Erzählung aus der Vergangenheit ist. Nichtsdestotrotz gibt es da schon einen guten Anhaltspunkt, wie viel Vorwissen vorhanden ist. Wie groß vielleicht auch der Pain schon auf persönlicher Ebene war, wie viel Erfahrung die Gründer:innen haben und welche Industrie Insights auch da sind. Aus meiner Sicht ist das ein sehr guter Einstieg.

In Phase 2 geht es meistens um sehr detaillierte Fragen. Wo stehen sie in ihrer Journey? Wie machen sie Vertrieb? Haben sie schon Pilotkunden? Wie haben sie diese Pilotkunden bekommen? Was ist die Vision und Roadmap im Produkt? Da kann man je nach Business Model und je nach Stand, wo man investiert, unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Wenn mehr Zeit als eine halbe Stunde ist, dann würde ich mir auch den Stand des Produktes anschauen. Das ist innerhalb von 30 Minuten meist unrealistisch. Deshalb würde ich bei spannenden Kurzgesprächen einen weiteren Termin für das Produkt ansetzen. Wenn man aber merkt, dass verschiedene Aspekte nicht funktionieren, dann würde ich direkt im Gespräch oder in einem nächsten Gespräch den Gründer:innen erklären, warum es nicht weitergeht.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, welchen Wert er auf das Design gelegt hat
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Florin Kutten: „Wir haben sehr großen Wert auf das Design gelegt. Meiner Meinung nach ist es schön und gut, wenn man die richtigen Worte im Pitch Deck verwendet, aber wenn es einfach nicht ansprechend aussieht, dann wird trotzdem jeder das Interesse verlieren. Aus dem Grund haben wir großen Wert auf Design, Fotos und Corporate Design gelegt.

Wir hatten dabei keine Unterstützung. Julia, die Co-Gründerin und ich haben beide im Consulting gearbeitet und da mussten die PowerPoint-Präsentationen auch immer gut aussehen. Von da kamen die Skills und es gibt sicher auch noch Verbesserungsbedarf.“

Dr. Patrick Müller
über seine Zusammenarbeit mit Startups und VCs
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Dr. Patrick Müller: „Mein Name ist Patrick Müller und ich bin Rechtsanwalt und Salaried Partner an der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek am Standort Düsseldorf. Wir sind eine Full-Service-Kanzlei, die alle Rechtsbereiche an verschiedenen Standorten in Deutschland und der DACH-Region abdeckt.

Ich selbst bin hier innerhalb des Teams für M&A Corporate tätig, wobei ich mich schon seit vielen Jahren in den Bereichen Venture Capital und Startups spezialisiert habe. Zusammen mit anderen Kollegen haben wir hier die Venture Capital Task-Force aufgebaut.

Ich betreue und berate Startups bei der Gründung und dem Aufbau der Unternehmensentwicklung. Außerdem betreue ich Venture Capital Fonds bei Finanzierungsrunden und sonstigen VC-Themen.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
darüber, wie wichtig die Prüfung der potenziellen Investoren ist
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Stephen Voss: „Die Investoren zu prüfen gehört zum Spiel dazu. Es ist wichtig, auch das Gegenüber zu kennen. Außerdem ist es wichtig, sich vor einem Erstgespräch mit Investoren über die Personen zu informieren. Was macht die Person? Wo hat die Person früher gearbeitet?

Es ist auch wichtig, mit welcher Organisation man spricht. Für was steht die Organisation? Was hat die in der Vergangenheit gemacht? Welche Unternehmen haben die an den Start gebracht? Das ist eine Frage, die man in einem Gespräch durchaus stellen darf und meiner Meinung nach auch stellen sollte.

Wenn die bisherigen Investitionen so gar nichts mit dem eigenen Pitch und der eigenen Startup-Idee zu tun haben, dann muss man schon die Frage stellen, warum wir zusammengekommen sind und warum der Bereich für euch interessant ist und was ihr damit machen wollt.

Bei Investoren ist das eine das Geld, aber es ist auch ganz wichtig, ob der Partner auch ein eigenes Netzwerk mitbringt. Sind im Portfolio des Partners vielleicht auch Unternehmen, die irgendeine Hilfestellung leisten können? Das ist auch ganz wichtig.

Nicht nur mit der Haltung des Geldes reingehen, sondern fragen, was die Investoren zu meinem Geschäftsmodell beitragen und wie könnte das funktionieren? So sollte man auch auswählen.

Nicht nur aufs Geld schauen! Das andere Paket ist fast wichtiger.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
darüber, wie wichtig Transparenz gegenüber den Investoren ist
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Stephen Voss: „Dirk und ich glauben an die maximale Transparenz. So haben wir es immer aufgebaut. Das ist vielleicht ein Modell, dass nicht zu jedem passt. Für uns war es aber von Anfang an wichtig, ehrlich, authentisch und transparent rüberzukommen. Wir haben keine Show vorgespielt und das sind wir auch nicht.

Es gibt Leute, die mit einer starken Persönlichkeit mit jedem Produkt durch jeden Pitch rennen können. Das sind ganz starke Verkäufer-Persönlichkeiten. Wir wollten von Anfang an einen unheimlich modernen, technisch basierten, digitalen Versicherer aufbauen, aber immernoch einen Versicherer. Das ist eine klassische Sparte, auch wenn wir alles ganz modern und digital machen.

Dazu gehört beim Versicherer auch dazu, dass er reguliert ist und daher verbietet es sich für uns von vornherein schon die Show. Das ist bei einem Versicherer nicht passend. Ein Kunde möchte zwar ein modernes Antlitz, ein tolles Interface und Kommunikation. Aber er möchte eigentlich nicht belabert werden und irgendwas vorgegaukelt bekommen.

Aus dem Grund ist es mir sehr wichtig, authentisch zu sein, auch wenn man einen Dialekt hat, den nicht zu unterdrücken. Das macht keinen Sinn und es fällt auf. Da möchte ich jetzt auch alle ermutigen, die einen Dialekt haben, nutzt den. Der macht charmant, der macht authentisch und echt.

Deswegen einfach nett und freundlich rüberkommen und nicht versuchen, etwas zu sein, was man nicht ist. Ich denke da immer an den Song “The Great Pretender” von Freddie Mercury. Pretenden ist halt nicht, am Schluss kommt es raus.

Es kommt sicher auch auf die Branche an. Wir sind in einer sehr zahlgetriebenen Branche und da lässt sich keine Show abziehen. Am Schluss zählen die Ergebnisse. Man darf auch nicht vergessen, dass es auch Meilensteine mit den Investoren gibt, die man erreichen muss.

Wenn ich in einem Pitch etwas erzähle, was ich nicht erreichen kann, wird es mich später einholen, weil sich der Investor sehr gute Notizen macht. Im Zweifel gibt es ein Agreement, wo schon Meilensteine drinstehen. Dann reißt man die Meilensteine und das ist sehr schmerzhaft, bishin zum Verlust der eigenen Idee.

Da kann ich nur darauf hinweisen, dass man im Pitch nicht übertreiben sollte. Da sollte man transparent sein, weil sonst steht da ein Meilenstein im Vertrag, den man nicht erfüllen kann.“