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Michael Pfeifer darüber, was er rückwirkend betrachtet beim Fundraising anders machen würde, wenn das möglich wäre

Upcycling Startup-Gründer

darüber, was er rückwirkend betrachtet beim Fundraising anders machen würde, wenn das möglich wäre

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Michael Pfeifer: „Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer. Was extrem hilfreich ist, ist rückblickend einmal wirklich diesen Prozess verstanden zu haben.

Das Eine sind die Gespräche. Menschen und Unternehmen zu überzeugen, dass sie investieren. Dass sie diese Idee auch finanziell unterstützen wollen.

Das Andere ist das Ganze dann auch wirklich bürokratisch umzusetzen. Ich glaube für Gründer*innen ist es extrem wichtig, genau zu wissen wie funktioniert das Ganze beim Notar? Was muss man in Verträgen vorher beachten? Schaut, dass diese rechtlichen Fragen nicht erst ganz am Ende geklärt werden. Sodass man sich nicht erst ganz am Ende damit beschäftigt, sondern nehmt euch schon mal vorher die Zeit, sprecht mit Anderen und schaut dass ihr gewisse Fristen einhalten. Sonst wird euch das am Ende nochmal einige Nerven kosten, die man sich vorher hätte sparen können.

Zweitens was extrem hilfreich ist, ist auch eine gewisse Gelassenheit in dem Prozess. Es ist bei den meisten Gründer*innen, dass es im Fundraising Prozess Probleme gibt und dass man vielleicht bei einer gewissen Summe X hängen bleibt. Auch dass man für ein paar Tage oder ein paar Wochen das Gefühl hat „Okay, ich bin hier gerade festgefahren wir kriegen keine neuen Leute mit rein“. Auch da an das Netzwerk herantreten, welches man schon hat oder das Netzwerk von anderen nutzen.

Oftmals sind Leute vor allem im Startup Bereich extrem gewillt ihre Erfahrungen zu teilen: „Was lief gut in ihrem Fundraising Prozess?“ und „Was lief nicht?“. Das heißt, eine Gelassenheit mitzubringen oder auch den Mut aufzubringen, auf andere Gründerinnen und Gründer zuzugehen und zu sagen „Hey, was habt ihr in meiner Situation gemacht? Was ist euer Rat? Was kann ich als nächstes machen ?“. Das hätte mir glaube ich auch extrem geholfen bei den ein, zwei schlaflosen Nächten, die man wirklich Zwischendurch hatte.

Sonst ein Learning, aber da kann man auch wenig ändern, ist, dass sehr viel über Kontakte geht. Sehr viel geht über Intros. Das heißt Netzwerke, die man schon mitbringt oder auch Netzwerke von anderen, sollte man wirklich so gut es geht nutzen. Das ist auch nichts Verwerfliches, wenn man sagt, man zapft irgendwelche Netzwerke an. Es ist ganz normal, dass Menschen auf die Erfahrungsberichte von anderen Menschen vertrauen. Deshalb nutzt das so gut es geht. Und versucht, trotz all der nervenaufreibenden Zeit, gut durchzukommen. Auch wenn man irgendwie mal hängen bleibt, nicht vergessen, es ist „nur ein Unternehmen“, es ist es „nur eine Idee“. Man sollte da jetzt auch nicht die eigene Gesundheit aufs Spiel setzen, indem man zwei Wochen ohne Pause durcharbeitet.“

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Janosch Kühn
darüber, welche konkreten Schritte Gründer beim Thema Marketing gehen können
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Janosch Kühn: „Ich glaube, ein Gründer muss schauen, welcher der richtige Marketingkanal für ihn ist. Als Erstes würde ich an Performance-Marketing denken, dann geht man wahrscheinlich zu Facebook, weil die ja auch Instagram haben.

Da würde ich mit ein paar Hundert Euro testen und schauen, ob es in die richtige Richtung geht. Außerdem würde ich sehr genau auf die Zahlen schauen. Passt es ungefähr, was da passiert? Oder verbrenne ich hier mein Geld und kommt es gar nicht zurück?“

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
über den Rat, den Coaches ihr zum Deck gegeben haben
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Antonia Wälzholz: „Die Kernaussage des Feedbacks war – und das hat sich tatsächlich über die verschiedensten Feedbackpartner gezogen, mit denen ich gesprochen habe: zum einen das Deck kürzer und knapper zu machen, weil es zu lang ist. Man sollte daran denken, dass VCs und andere potentielle Investor*innen wenig Zeit haben. Die bekommen viele Decks, und daher muss auf einen Blick erkennbar sein, was für ein Problem du löst und was die Lösung dafür ist.

Das bringt mich zum zweiten Punkt, denn auch unser Problem und unsere Lösung müssen sich einfach darstellen und erklären lassen. Es geht nicht nur darum, das auf eine Slide zu bringen, sondern auch darum, die Komplexität von einem technischen Produkt herunterzuschmelzen, so dass es möglich ist zu verstehen für jemanden, der sich nicht im Detail mit dem Thema beschäftigt hat.

Ich glaube, das ist als Gründerin oder Gründer oft schwierig, weil man natürlich total in seine Lösung und sein Produkt verliebt ist und am liebsten alles dazu erzählen möchte. Da die Waage zu finden, die Informationen in der richtigen Menge zu präsentieren, ohne dabei in Fachjargon zu verfallen – das war tatsächlich der Hauptaspekt des Feedbacks, das wir bekommen haben.

Also a) auf die Länge achten und b) schwierige Dinge einfach darstellen, ohne zu fachsimpeln.“

Dr. Patrick Müller
über Rechtsberatung, die einem später beim Fundraising viel Aufwand erspart
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Dr. Patrick Müller: „Was sollte man zusätzlich machen?
Also zusätzlich zu den Dokumenten, die man sowieso zwingend benötigt, wie den Gesellschaftsvertrag empfiehlt es sich schon eine erste Version eines Beteiligungsvertrags aufzusetzen. Jetzt nicht in 50 Seiten mit allen Detailregelungen, aber das man schon ein paar Themen geregelt hat.

Regelungen eines Gesellschafterstreites, Good und Bad Leaver Klauseln, einfach, dass man auch in einer zukünftigen Finanzierungsrunde Verhandlungsmacht hat. Dann kann man als Founder seinen Entwurf nutzen und muss nicht von Anfang an etwas Neues aufsetzen. Die eher schlanken Beteiligungsverträge sind auch für kleineres Geld durch spezialisierte Anwälte zu bekommen.

Das Gleiche gilt für Begleitdokumente wie den Gesellschafteranstellungsvertrag. Das würde ich auch gleich mit entwerfen lassen und das ist auch überschaubar von den Kosten. So wird dem Ganzen ein professionelles juristisches Korsett aufgezogen und es kommt gut für weitere Finanzierungsrunden an.

Ansonsten natürlich Markenanmeldung und solche Sachen, das sollte man auch auf jeden Fall machen. Da halten sich die Kosten auch in Grenzen und dass man da so einen Schutz hat. Patente bekommt man nur sehr selten eingetragen, gerade in der Seed-Phase, weil sie auch ziemlich teuer sind. Markenrechte sollte man aber auf jeden Fall umsetzen.

Alle anderen Dinge können dann aber für weitere Phasen aufgespart werden.“

Business Angel Maximilian Fleitmann
über die Team Slide
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Maximilian Fleitmann: „Du als Gründer und Gründerin musst mit dieser Slide zeigen, dass du der perfekte Mensch für den Job bist. Das heißt, warum schaffst du als Team jetzt diese Aufgabe zu bewältigen. Von 10 Startups werden 9 scheitern und du musst jetzt derjenige sein, der das eine Startup mit Erfolg baut. Deshalb sind für mich die Erfahrungen, die dazu beitragen, warum die Gründer:innen erfolgreich werden, viel wichtiger, als der Lebenslauf. Es ist natürlich schön, wenn man sagen kann, dass man jetzt auf der WHU studiert hat, aber für mich als Investor ist es ja viel wichtiger zu wissen, was du bei der WHU gemacht hast, was dir jetzt im Startup hilft, erfolgreich zu sein.

Das würde ich mir für jedes Teammitglied anschauen und entsprechend auf der Team Slide präsentieren. Wenn man noch ein kleines Team von 4-5 Leuten ist, dann kann man natürlich alle draufpacken. Bei größeren Teams sollten es eigentlich nur die Gründer und Gründerinnen sein. Wenn man jetzt schon richtig gute Leute gehired hat, dann kann man die auch wieder im Anhang weiter vorstellen.“

Janosch Kühn
über Kolibri Games und BLN Capital
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Janosch Kühn: „Mein Name ist Janosch Kühn und ich bin einer der Gründer von Kolibri Games und war dort Co-CEO. Wir haben ein Family-Office gegründet, nach unserer Zeit bei Kolibri Games und investieren da gerade in Gaming Themen, aber auch Themen wie SaaS finden wir gerade super spannend. Ab und zu machen wir auch Sachen, die weiter weg von unserer Expertise aus der Vergangenheit liegt.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über ihre Startup-Bewertung
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Christian Ritosek: „Wie finde ich meine Startup-Bewertung?
Ich würde sagen, es gibt so zwei Daumenregeln. Am Anfang, wenn noch nicht so viele Daten da sind, da würde ich überlegen, wie viel Geld das Unternehmen für die nächsten 18 Monate braucht, um eine relevante Traction zu bekommen.

Das hängt jetzt auch stark von dem Geschäftsmodell des Startups ab. Man muss schauen, was der erste Milestone ist. Im SaaS-Bereich könnten das 2.000.000 ARR (Annual Recurring Revenue) für eine Series A sein. Was brauche ich an Geld, um da hinzukommen?

Dann kommt es auf das Verhandlungsgeschick an und dafür gebe ich 15-25 % ab. Man kann auch externe Referenzen mit reinnehmen, also was haben andere Startups in dem Bereich schon geraised. Da kann man dann schauen, dass man sich so eine Bewertung modelliert.

Zu einem späteren Zeitpunkt gibt es dann auch Bewertungs-Multiples. Da kann man sich anschauen, was börsennotierte Unternehmen in dem Segment und was haben die für Multiples. Wenn ein Unternehme in dem Segment beispielsweise ein KUV von 10 hat, dann ist es mit dem 10-fachen Umsatz bewertet. Im VC-Bereich kann man dann noch mit einem Aufschlag von ungefähr 50 % rechnen. Daran kann man sich so ein bisschen orientieren, was den Multiple angeht.

Dann spielt natürlich auch die Zeit eine Rolle. In den letzten zwei Jahren habe ich Firmen gesehen, die ein 40x oder 100x Multiple hatten. Das ist natürlich völlig verrückt und ein bisschen aus dem Ruder gelaufen.“