Founder Academy

Michael Pfeifer darüber, wie oft und über welche Themen er mit Investoren spricht

Upcycling Startup-Gründer

darüber, wie oft und über welche Themen er mit Investoren spricht

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Michael Pfeifer: „Zunächst bekommen unsere Investoren ein regelmäßiges Reporting von uns. Wir haben uns darauf geeinigt, auf Quartalsbasis zu berichten. Da gehen wir darauf ein, was sich im Unternehmen tut und wie wir in den einzelnen Bereichen vorankommen. Nach und nach entwickelte es sich aber auch zu einem monatlichen Reporting, bei dem wir Informationen mit Investoren und Investorinnen teilen.

Zusätzlich dazu gibt es auch unregelmäßige Abstimmungstermine. Gerade diese Woche haben wir super Beispiele, da treffen wir uns mit 3 Business Angels vor Ort und mit einem anderen Business Angel haben wir uns schon digital ausgetauscht. Nächste Woche kommt auch noch unser Lead-Investor vorbei.

Das heißt immer, wenn Bedarf ist, dann fordern wir einen Austausch auch aktiv ein. Zwischendurch kommen auch Business Angels auf einen zu und fragen, wie der aktuelle Stand ist. Wir haben da aber keine festen Zeitpunkte für solche Termine. Wir da unser Reporting und wenn es Rückfragen gibt, dann beantworten wir die immer und setzen uns in einem Termin zusammen. Größere Abstimmungsrunden entstehen, wenn es für beide Seiten sinnvoll erscheint.“

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von diesen und vielen weiteren Startup-Gründer*innen

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH

Dr. Simon Lohmüller

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Janosch Kühn

Janosch Kühn

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Startup-Gründerin Antonia Wälzholz

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Dr. Patrick Müller
darüber, welche Themen bei Gründern häufig heikel sein können
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Dr. Patrick Müller: „Ganz klassisch über zu hohe Unternehmensbewertungen. Wenn Founder doch Unternehmensbewertungen aufrufen, die unrealistisch sind und die Business Angels von vornherein abschrecken.

Es geht natürlich auch viel um Verhandlung, gerade in der jetzigen Situation merkt man, dass die Founder realistischer an die Thematik herangehen.

Ein anderes Thema sind Streitigkeiten und Spannungen unter den Gesellschaftern. Das kann sich zum Beispiel im Rahmen eines Pitches oder in den Verhandlungen zeigen. Wenn die Founder schlau sind, dann stellen sie sich zu jeder Zeit als ein gemeinsames cooles Team dar. Die Founder sind eine Familie, die in einer Sprache sprechen.

Wenn ein Business Angel in der Pre-Seed- oder Seed-Phase investiert, stellt sich immer wieder mal raus, dass die Harmonie im Team nicht so 100 % gegeben ist, wie man es am Anfang angenommen hat. Bestimmte Sachen kann man da auch Regeln (Bad und Good Leaver), aber es ist schon ein Risiko des Venture Capital Marktes, dass ein Streit unter den Gründern ausbricht.

Außerdem ist der Reifegrad der Absatzmechanismen wichtig. Sind die Kundenverträge so ausgereift, wie es dargestellt wurde? In einer frühen Phase kann man keine umfassende Due Diligence durchführen und man muss sich auch auf gewisse Aussagen der Gründer verlassen. Da ist es schon gut, wenn man sich so die wichtigsten Kundenverträge mal ansieht.

Ansonsten kann fehlende Erfahrung in der Personalführung oder im Finance schwierig werden. Kann ein Startup nach der Finanzierungsrunde gut mit der Finanzspritze umgehen? Da sieht man leider auch, dass da Fehler gemacht werden und da ist es als Business Angel wichtig, auch Unterstützung geben zu können.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
darüber, in welcher Tiefe sie ihre potentiellen Investoren überprüft haben
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Isabeau Ayoubi: “Wir haben unsere potenziellen Investoren nicht direkt überprüft, aber man hört sich natürlich so ein bisschen um. Wer hat da schon mit dem gearbeitet und gibt es da schon irgendwelche schlechten Erfahrungen. Jeder Business Angel hat auch schon seinen Ruf, wenn er in Business Angel Clubs aktiv ist. Wir haben jetzt einfach schon ein paar Business Angels bei uns, die wir da fragen können.”

John Agricola: “Wir haben so ein bisschen dieses typische Social Media Stalking gemacht. Wir haben versucht, auf LinkedIn rauszubekommen, wie der Business Angel eigentlich sein Geld verdient hat. Dazu haben wir viel rumgefragt und auch mal an Stellen angerufen, wo der Business Angel schon aktiv ist. Da würde ich, wenn ich es nochmal machen würde, deutlich tiefer recherchieren.

Ich will einfach verstehen, was seine Investment-Hypothese ist und wie der langfristig agieren wird. Ist der Investor zufrieden, wenn es am Ende eine Firma mit 100 Mitarbeitern ist, die eine Dividende abwirft? Das muss vorab alles schon ein bisschen abgeklärt sein. Was möchte der nach 3,4 oder 5 Jahren? Wenn man da keinen Fit hinbekommt, dann ist es einfach ein Rezept für dein Desaster.

Das würde ich mir als junger Gründer genauer anschauen und das kann ich nur jedem raten. Man sollte nicht zu allem Ja sagen, weil man es unbedingt braucht. Da sollte man wirklich noch mal einen Schritt zurückgehen und überlegen, ob es auch mit meiner Hypothese übereinstimmt.
Oft gehen die Business Angels aus der ersten Runde auch in der zweiten Runde mit und da ist es eben nützlich, wenn so eine Potenz da ist und der Wille nochmal nachzuschießen.”

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
darüber, wer den ersten Pitch übernommen hat und warum
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Simon Lohmüller: „Das Pitchen haben von Anfang an eigentlich ich übernommen. Ich bin auch gut aufgesetzt, was das Thema Fundraising und Kommunikation angeht. Ich glaube, diese Rolle übernimmt meistens einer der Geschäftsführer, der das machen sollte. Auf jeden Fall auch jemand, der ein bisschen zahlenaffin und auf der betriebswirtschaftlichen Seite unterwegs ist.

Das wird eher nicht der sein, der in einem Tech Startup eher auch der technischen Seite steht. Aus dem Grund war das von Anfang an meine Rolle und das war eigentlich auch allen klar. Das heißt aber nicht, dass ich das komplett alleine gemacht habe. Auch die anderen Gründer sind hin und wieder mal für einen Pitch eingesprungen, wenn ich keine Zeit hatte oder es doch mal in die technische Richtung ging.

Grundsätzlich muss man so viele Pitches wie möglich halten, um bei Investoren Sichtbarkeit zu generieren. Es ist aber nicht sonderlich schwer, so einen initialen Pitch zu bekommen. Das geht eigentlich sehr schnell, da sich Investoren grundsätzlich sehr viel anhören. Oft bekommt man dann direkt nach dem Erstgespräch die Absage, weil man merkt, dass es nicht passt.“

Fabio Hildenbrand
über wichtige KPIs beim Investoren-Reporting
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Fabio Hildenbrand: „Besonders KPIs zu Finanzthemen sind für unsere Investoren wichtig: Unter anderem schauen wir uns an wie der Cash-Burn ist, wie viele neue Investoren dazugekommen sind und wie viel diese investiert haben. Auch zu welchen Konditionen diese investieren ist eine wichtige Information. Der Umsatz ist auch eine entscheidende Kennzahl. Das sind alles Hard Facts, die wir im Reporting an unsere Investoren weitergeben.

Dann haben wir auch noch reine Produkt-KPIs: Hier betrachten wir, was gerade auf der Produktebene passiert. Unter anderem was sind unsere Learnings von vorangegangenen Maßnahmen? Was sind die Daten, die wir bisher sammeln konnten. Bei uns sind das zum Beispiel die Customer-Acquisiton-Costs, die wir über Paid-Campaigns ausgetestet haben. Aber auch was die Retention und Session Time ist. Das sind alles Sachen, die wir sukzessive seit wir live sind sammeln an Daten.

Gerade in der Anfangszeit sind die Informationen sehr volatil und alles ändert sich ständig. Wir versuchen dennoch, die optimalen Prognosen zu treffen. Das Ganze wiederum versuchen wir in eine Strategie zu packen und zu rechtfertigen, warum wir diese Schritte in den kommenden Monaten umsetzen werden. Hier fragen wir auch aktiv nach Feedback, denn der Report ist nicht nur zum informieren da, sondern auch um nach Hilfe zu fragen.

Zusammengefasst haben wir die Produktseite, die Finanzseite und in unserem Fall nicht zu vergessen, die Marketingseite. Das betrifft vor allem die Creator: Wie viele Creator haben wir aktuell, was ist deren Reichweite, wie entwickelt sich das in Bezug auf unser Social Media und unsere Webseitenzahlen. Sprich Website-Traffic, Session Time und die Click-Through-Rate zum Produkt sind hier wieder relevant. Das sind alles Punkte, die wir tracken und in den Report reinpacken.“

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
darüber, wer ihnen zum Pitch Deck Feedback gegeben hat
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Antonia Wälzholz: „Feedback haben wir uns von verschiedensten Stellen zu unserem Pitch Deck eingeholt. Ich hatte das große Glück, dass ich über ehemalige Kollegen Kontakt in die VC-Welt hatte. Daher hatte ich da ein paar Sparringspartner, die mir zum Beispiel gesagt haben, dass das Deck zu lang ist. Aus dem Investment-Bereich haben wir uns also beispielsweise Stimmen geholt, meist über das persönliche Netzwerk.

Ich habe eingangs zum Start unserer Produktidee sehr viele Nutzerinterviews geführt, um festzustellen, ob das an den Markt passt, ob es wirklich ein Problem löst usw. Im Nachgang bin ich dann auch auf die Interviewpartner zugegangen und habe ihnen auch unser Deck gezeigt und sie gefragt, ob das so ihre Meinung widerspiegelt und sie das Problem Statement so unterschrieben könnten.

Und dann bin ich auch zu Hause auf meinen Mann zugegangen, da er beruflich viele Slides und Decks erstellt, da er in einer Agentur arbeitet. Auch das waren sehr wertvolle Feedback-Schleifen, weil das in einem ganz anderen Kontext war. Er ist ja nicht im VC-Business oder HR-Bereich beruflich unterwegs, sondern hat mit einem unvoreingenommenen Nutzerauge auf das Pitch Deck geschaut und dabei viele Ungereimtheiten aufgedeckt und Stellen aufgezeigt, die nicht gut verständlich waren und vereinfacht werden sollten.

Die Kernaussage des Feedbacks war – und das hat sich tatsächlich über die verschiedensten Feedbackpartner gezogen, mit denen ich gesprochen habe: zum einen das Deck kürzer und knapper zu machen, weil es zu lang ist. Man sollte daran denken, dass VCs und andere potentielle Investor*innen wenig Zeit haben. Die bekommen viele Decks, und daher muss auf einen Blick erkennbar sein, was für ein Problem du löst und was die Lösung dafür ist.

Das bringt mich zum zweiten Punkt, denn auch unser Problem und unsere Lösung müssen sich einfach darstellen und erklären lassen. Es geht nicht nur darum, das auf eine Slide zu bringen, sondern auch darum, die Komplexität von einem technischen Produkt herunterzuschmelzen, so dass es möglich ist zu verstehen für jemanden, der sich nicht im Detail mit dem Thema beschäftigt hat.

Ich glaube, das ist als Gründerin oder Gründer oft schwierig, weil man natürlich total in seine Lösung und sein Produkt verliebt ist und am liebsten alles dazu erzählen möchte. Da die Waage zu finden, die Informationen in der richtigen Menge zu präsentieren, ohne dabei in Fachjargon zu verfallen – das war tatsächlich der Hauptaspekt des Feedbacks, das wir bekommen haben.

Also a) auf die Länge achten und b) schwierige Dinge einfach darstellen, ohne zu fachsimpeln.“

Janosch Kühn
über die Vorteile von Bootstrapping
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Janosch Kühn: „Bootstrapping hat mehrere Vorteile:

Niemand redet dir rein, du kannst machen, was du als Gründer für richtig hältst.

Außerdem hast du keinen Verwaltungsaufwand wie Board Meetings, Reportings, die du für deine Investoren vorbereiten musst.

Zum Anderen musst du nicht alle 12, 18 oder 24 Monate in die nächste Fundraising-Runde gehen, weil du ein profitables Business gebaut hast, welches aus sich heraus wächst. So kann man sich mehr auf das Team und das Produkt fokussieren.

Darüber hinaus gehört euch als Gründer 100 % des Unternehmens und bei einem Exit gehen die Erlöse voll an euch. Bei Startups mit Angel-Finanzierung gehen entsprechend Anteile an die Investoren.

Bootstrapping ist selbst finanziert, ich muss nicht ständig auf die Suche nach Investoren gehen und dauernd versuchen neues Geld einzusammeln. Zudem sind Investoren nicht täglich dabei, wollen aber dennoch informiert und glücklich gehalten werden. Beim Bootstrapping fällt das eben alles raus.“