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Olaf Stichtenoth darüber, wie sich Gründer auf ihr erstes Gespräch mit Investoren vorbereiten sollten

Serial Entrepreneur & Business Angel

darüber, wie sich Gründer auf ihr erstes Gespräch mit Investoren vorbereiten sollten

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Olaf Stichtenoth: „Gründer sollten sich grundsätzlich gut auf Pitches vorbereiten. Tatsächlich ist es so, dass die Gespräche bei Business Angel unterschiedlicher ablaufen als in späteren Runden bei Venture Capital Fonds. Es gibt aber Listen im Internet und da stehen so die gängigsten 400 Fragen drauf. Die muss man jetzt vielleicht nicht alle beantworten können, aber da kann man sich mal anschauen, wie gedacht wird im Venture Capital Bereich.

Prinzipiell ist ein guter Tipp an Gründer, dass sie sich überlegen, was ein Investor, Business Angel oder VC macht. Die investieren risikoreich, um aus ihrer Investitionssumme deutlich mehr zu machen. Das ist ein Teil der Story, den ich auch erwähnen sollte. Wo möchten die Gründer hin? Da reicht es in der Regel nicht, TAM (Total Adressable Market / Total Available Market (gesamter verfügbarer Markt)), SAM (Serviceable Available Market / Served Available Market (bedienbarer verfügbarer Markt)) und SOM (Serviceable Obtainable Market / Share of Market (bedienbarer erreichbarer Markt)) irgendwo hinzuklatschen.

Da hilft es oft viel mehr zu sagen, das sind meine Ziele mit meinem Unternehmen und ich will dort in 5 Jahren stehen. Das ist so eine Fragestellung, die einem im Alltag nicht so begegnet. Sich wirklich zu fragen: Was ist eigentlich unsere Vision und wo wollen wir eigentlich hin? Das ist auch ein sehr starkes Argument, wirklich im Gespräch auch damit einzusteigen.

Vielleicht noch einen anderen Tipp, bei Business Angels geht es meistens noch, aber VCs haben nicht so wahnsinnig viel Zeit. Wenn ich jetzt übertrieben gesagt, denen ein 150-seitiges Pitch Deck schicke, dann schauen die sich das natürlich nicht an. Aus meiner Erfahrung haben sich Pitch Decks im Rahmen von 10-15 Seiten bewährt. Da gibt es auch genug Tipps im Internet, wie das aufgebaut werden muss. Aber dann wirklich in einer E-Mail wirklich 3 oder 4 relevante Punkte zu schreiben und sagen: “Hey, wir haben X vor und Y schon erreicht, anbei ist unser Pitch Deck.” Wenn man da ein bisschen Eyecatcher mit reinbringt und die erste Aufmerksamkeit auf sich zieht, dann ist es hilfreich.“

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Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
über MOOT und seine Fundraising Erfahrungen
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Michael Pfeifer: „Ich bin Michael Pfeifer, Co-Founder & CEO von MOOT. MOOT ist ein Akronym und steht für Made Out Of Trash. Das sagt auch schon sehr viel über das Unternehmen aus, denn die Grundidee von MOOT ist, aus Bestehendem etwas Neues zu machen. Wir machen Upcycling, wir produzieren in Deutschland aus lokalen Textilien und Abfall neue Produkte.

Beispielsweise produzieren wir T-Shirts aus Bettwäsche, Jacken aus Wolldecken oder Beutel aus Sofakissenbezügen. Ein sehr nachhaltiges und kreislauffähiges Konzept. Das Unternehmen sitzt in Berlin und wir haben dieses Jahr unsere erste Finanzierungsrunde abgeschlossen. Wir haben eine Pre-Seed-Runde von 300.000 Euro geclosed und dabei haben wir mehrere Business Angels und einen strategischen Investor mit an Bord geholt.“

Fabio Hildenbrand
über die Themen, bei denen er sich professionellen Rat einholt
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Fabio Hildenbrand: „Ich halte sehr viel von dem Thema Coaching generell.

Einmal auf der Business Seite werden wir von unseren Investoren zu den Themen Fundraising, Mitarbeiterführung und Co unterstützt. Wir haben da beispielsweise HR-Investoren, die uns mit der Führung und dem Contracting aktiv unterstützen.

Auf der Topic-Seite, sprich Travel und Creator-Economy, holen wir uns auch aktiv Hilfe und fragen bei unseren Investoren nach.

Aber auch auf der persönlichen Seite, was das Thema Mental-Health angeht bin ich aktiv dran. Ich hab da einen eigenen Coach, der mich unterstützt. Dabei wird mir geholfen das Thema Work-Life-Balance bewusst zu integrieren. Man vergisst häufig, dass die Spätfolgen einen einholen können, wenn man nicht rechtzeitig vorsorgt. Ich möchte von meinem Exit und der Arbeit, die ich geleitet habe, schließlich noch etwas haben.“

Fabio Hildenbrand
über wie er seine Investoren regelmäßig informiert
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Fabio Hildenbrand: „Wir haben uns zu Beginn erstmal darauf fokussiert, Business Angels reinzuholen, die einen gewissen Mehrwert bringen können. Einmal unterstützen uns diese auf der Expertisen-Seite und aber auch auf der Netzwerk-Seite, sprich Smart-Money-Investoren.

Wir hatten auch das Glück, dass wir einen kleineren VC mit an Bord bringen konnten. Das sind in diesem Fall 3 VCs, die gemeinsam als Syndikat investieren, wodurch wir die komplette VC Erfahrung mitbekommen. Wie informiere ich die?

Generell haben wir zwei Modelle: Einmal haben wir die klassischen Board-Meetings, die wir je nach Thema splitten.

Wir haben einmal das ganz klassische Board-Meeting, das man so kennt. Dann haben wir aber auch Meetings zum Thema Reisen, Creator oder HR. Für diese jeweiligen Bereiche haben wir einzelne Investoren gesucht, die uns genau da unterstützen. Diese werden natürlich informiert über die spezifischen Meetings.

Zeitgleich haben wir auch einen Verteiler, in welchem wir alle ein bis zwei Monate ein Update an alle versenden.

Natürlich ist man auch so immer im Austausch mit den verschiedenen Angels. Speziell bei uns, da wir gerne Teamevents machen, sieht man sich und trinkt ein Bierchen zusammen.“

Tobias de Raet Lindenpartners
über die richtige Wahl der Rechtsform
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Dr. Tobias de Raet: „In welcher Struktur, in welcher Rechtsform man seine Gesellschaft gründen sollte, ist in Deutschland relativ einfach zu beantworten. Da gibt es in Deutschland die GmbH und die UG, bei der UG handelt es sich quasi um eine kleine GmbH, die man später auch zu einer GmbH upgraden kann. Das ist die klassische Gesellschaftsform in Deutschland und davon sollte man eigentlich auch nicht abweichen, wenn es dafür nicht besondere Gründe gibt.

Das bedeutet insbesondere Aktiengesellschaften oder Personengesellschaften, so was wie eine Kommanditgesellschaft, da gibt es selten Gründe dafür, dass man diese Rechtsform wählt. Eine Aktiengesellschaft ist manchmal aus aufsichtsrechtlichen Gründen notwendig, wenn man zum Beispiel eine Bank gründen möchte. Die sind aber deutlich schwieriger zu handhaben im laufenden Geschäft.

Es gab früher Zeiten, da wollte jeder gerne eine Aktiengesellschaft gründen, weil man schon den IPO vor Augen hatte. Am Anfang immer eine GmbH und eine deutsche Gesellschaft nehmen, weil alles andere schwieriger wird. Insbesondere auch nicht auf eine Limited (Ltd.) oder sonstige ausländische Gesellschaftsform ausweichen, weil es im Laufe der Zeit deutlich aufwendiger wird.

Bei der deutschen GmbH kann man einfach zum Notar gehen, da braucht man nicht viel Geld und Aufwand. Die UG braucht nicht mal ein Stammkapital, die GmbH braucht 25.000 Euro, davon muss die Hälfte am Anfang eingezahlt sein. Eine UG hat man mit wenigen Hundert Euro relativ schnell gegründet. Das ist die Rechtsform der Wahl!“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über wichtige Tools im Fundraising-Prozess
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Christian Ritosek: „Ich habe immer für die Lead-Listen (mit potenziellen Investoren) Excel bzw. Google Spreadsheet genutzt. Da habe ich notiert, mit wem ich wann gesprochen habe und was die Kommentare waren.

Für die Kommunikation habe ich das Telefon, Video-Calls, E-Mails und Whatsapp genutzt. Wir haben wirklich viele Deals auch über Whatsapp verhandelt und dann abgeschlossen.

Für den Datenraum nutze ich ganz einfach Google Drive. Ich denke, man braucht am Anfang keine Sophisticated Tools, vielleicht später mal. Später kann man überlegen, ob man noch ein Cap-Table-Management-Tool dazu nimmt oder ein Datenraum. In den ersten Phasen sehe ich noch keinen Need für Sophisticated Tools.“

Lüder Brüggemann
darüber, wie man die richtige Zielgruppe findet
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Lüder Brüggemann: “Die Zielgruppe sollte schon von vornherein klar sein und nicht erst, wenn du mit dem Marketing beginnst. Bei der Entwicklung deines Produktes solltest du schon deine Zielgruppe im Kopf haben. Im besten Fall bist du selbst Teil der Zielgruppe, das hilft extrem.

Wenn du selbst Sport machst, ist es für dich deutlich leichter, Produkte für Sportler zu verkaufen. Ganz wichtig: Kenne deinen Kunden und baue dein Produkt für deinen Kunden. Sprich außerdem mit deinen Kunden, schon lange bevor sie deine Kunden sind.

Wir bauen in unserem Fall einen Marktplatz für Fitness Coaches und wir sprechen jede Woche mit 15-20 Fitness Coaches und fragen sie, was sie brauchen. Wie können wir dir den weiterhelfen? Dieses Feedback ist wirklich Gold wert.

Bau kein Produkt für eine Zielgruppe, die du gar nicht kennst und nimm nicht irgendwas an. Denke nicht, dass du weißt, was die wollen, sondern frag sie.“