Founder Academy

Stephen Voss über die Vorbereitung seines allererste Investoren Gesprächs

InsurTech Startup-Gründer

über die Vorbereitung seines allererste Investoren Gesprächs

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Stephen Voss: „Ich denke, es ist ziemlich individuell, wie man sich auf das erste Gespräch mit Investoren vorbereitet. In meinem Fall war es so, dass ich am Morgen eine Runde laufen gegangen bin. Also erstmal ein bisschen Energie abbauen, weil man unheimlich nervös ist. Jeder kann erzählen, dass er da total abgebrüht und cool ist, ich würde aber sagen, dass 99 % das nicht sind.

Ich empfehle vor dem ersten Pitch etwas zu machen, was einen runterbringt und ablenkt. Von mir aus Musik hören, mit dem Hund gehen, ich bin laufen gegangen. Dann auch was ganz Banales, bitte vor dem Termin etwas essen. Also nicht auf nüchternen Magen, das habe ich nämlich nicht getan und dann kann man in so einem Gespräch durchaus mal in so ein kleines Loch fallen.

Ich war an dem Morgen zu aufgeregt und ich habe einfach nicht mehr ans Essen gedacht. Wenn du am Nachmittag dann einen Termin hast und ich bin in meinem Fall auch noch eine Stunde hingefahren und dann fehlt eben was.

Wirklich so die Basics beachten: Auf den Körper hören, eine Ruhe finden, etwas essen. Außerdem hat mir geholfen zu denken, dass ich da jetzt reingehe und es auch aufhören wird. Wirklich keine Angst vor dem Termin haben, weil wenn man drin ist, dann ist man drin und irgendwann ist die Stunde rum und man ist nicht gefangen.

Mit der Einstellung, dass es vorbeigehen wird und dass ich mich der Sache stellen muss, selbst wenn es nicht 100 % funktioniert, werde ich etwas lernen und kann es beim nächsten Mal besser machen. Ich glaube, das ist ganz essenziell.

Ich habe aus dem ersten Termin gelernt, dass man sich nicht zu sehr auf die Technik fokussieren sollte. Wenn der Laptop nicht funktionieren sollte, einfach weglegen und den Dialog führen. Man sollte sich dann nicht ablenken lassen, es ist gar kein Problem.

Wenn man in den Termin geht, informiert euch bitte vorher über euren Gesprächspartner. Was macht der? Was hat der vorher gemacht? LinkedIn ect., es gibt ja mittlerweile genug Quellen.

Außerdem im Termin reden und Pausen machen. Auch mal warten, bis der Nächste etwas sagt. Man muss seinen Gesprächspartner auch lesen und da wird man mit der Zeit auch besser. Wir haben in unseren Gesprächen gelernt, auch in den Augen zu lesen, ob das Gegenüber noch eine Frage hat oder ob es noch einen offenen Punkt gibt. Dafür sind die Pausen wichtig.“

Direkt mehr Startup-Know-How

von diesen und vielen weiteren Startup-Gründer*innen

Lüder Brüggemann

Lüder Brüggemann

Social Fitness Marketplace Founder

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer

Dr. Daniel Fallscheer

Digital Health Startup-Gründer

Startup-Gründer Christof Weidl

Christof Weidl

HR-Tech Startup-Gründer

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer

Stephen Voss

InsurTech Startup-Gründer

Isabeau Ayoubi Co-Founder bei Onstruc
darüber, mit welchen Argumenten sie die Investoren überzeugt haben
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

John Agricola: “Unser erstes Pitch Deck war wirklich sehr schlecht. Also es war eher ein Anfängerdeck. Wir haben sehr früh zu fünft an dem Produkt gearbeitet. Das hat viel ausgemacht.“

Isabeau Ayoubi: “Wir hatten auch so ein bisschen einen Vorsprung. Wir haben schon vor unserer Gründung unser erstes Funding bekommen. Uns hat ein Business Angel so halb beauftragt. Er hat uns 100.000 Euro gegeben und wir sollten einfach mal durchstarten und ein MVP bauen.

An der Stelle, wo wir mit anderen Business Angels gesprochen hatten, haben wir schon ein Produkt, hatten erste Kunden und waren schon an einer Stelle, wo andere Startups noch gar nicht stehen, wenn sie in ihr erstes Funding gehen. Wir hatten ein bisschen Glück am Anfang, wie es gestartet ist. So konnten wir in unseren ersten richtigen Pitches Live-Demos zeigen. Zwar waren wir da auch noch am Anfang, aber es hat schon funktioniert. Wir hatten ein gutes Team und alles sah ganz gut aus.”

John Agricola: “Das Team war es am Ende wahrscheinlich auch. Wir haben eine gute Mischung an Seniors und Youngstern.”

Fabio Hildenbrand
über wie viel Zeit er fürs Fundraising eingeplant hat
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Fabio Hildenbrand: „Nach dem Fundraising ist vor dem Fundraising.

Demnach ist man da schon sehr stark involviert. Das macht auch einen Großteil meiner Arbeit aus.

Mir persönlich macht das aber Spaß und das ist denke ich auch einer der wichtigsten Faktoren. Spaß muss dabei sein, denn wenn man da nicht voll dabei ist, wirkt sich das auf den Erfolg des Fundraisings aus. Ich bilde mich regelmäßig weiter und tracke meine KPIs: Daran messe ich auch meinen Erfolg des Fundraisings. Ich mag es auch beispielsweise meine Taktik zu optimieren und die Strategien anzupassen. „

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
darüber, wie der zeitliche Anteil der einzelnen Gründer:innen im Fundraising verteilt ist
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Christian Ritosek: „Ich owne den Fundraising-Prozess und bin der Contact für die Investoren. Meistens ist es so, dass ich den ersten Pitch mache und ich versuche es immer so 80/20 zu machen. Also, dass ich 80 % zeitlich involviert bin und 20 % macht das Team.

Den ersten Pitch mache ich eigentlich alleine und dann gibt es ja noch eine zweite Session, in der man dann auf Product, Tech und Go-to-Market eingeht. Da hole ich dann das Team mit hinzu, sodass die Investoren in zwei Calls schon das gesamte Management kennengelernt haben.

Mit der Strategie waren wir immer sehr erfolgreich, jeder Investor hat gesagt, dass es auch sehr schön war, das gesamte Team in einem so frühen Zeitpunkt kennenzulernen.“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
über seine wichtigsten Learnings im Fundraising-Prozess
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Simon Lohmüller: „Da fallen mir drei Punkte ein:

1. Fundraising kostet Zeit: Man sollte definitiv viel Zeit einplanen und es sollte eine Person im Startup geben, die sich den Hut für die Aufgabe aufsetzt. Das heißt nicht, dass die anderen Gründer der Person nicht zuarbeiten können, aber man sollte auf jeden Fall viel Zeit einplanen und nicht zu spät damit starten.

2. Traction: Das klingt vielleicht ein bisschen banal, aber wir haben es am Anfang ein bisschen unterschätzt. Man hört ganz oft, dass den Investoren das Team ganz wichtig ist, aber wenn die Umsatzzahlen sehr gut sind, dann wird trotzdem jeder Investor in euch investieren. Das macht einfach den Erfolg des Unternehmens aus und wenn die Umsatzzahlen passen, heißt es ja auch, dass im Team soweit alles funktioniert und es da keine größeren Probleme gibt. Aus dem Grund würde ich sagen, dass die Traction noch vor dem Team steht.

3. Term Sheet: Ein Term Sheet ist ganz gut, aber ist noch keine Verpflichtung für den Investor. Selbst wenn ihr ein Term Sheet habt, heißt das erstmal noch gar nichts. Das mussten wir auch auf harte Weise lernen. Es ist keine Verpflichtung, höchstens eine Absichtserklärung, dass er an euch interessiert ist.“

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
über gute Leitfäden für die Pitch Deck-Erstellung
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Antonia Wälzholz: „Bezüglich Leitfäden oder Vorlagen, die wir für unser Pitch Deck benutzt haben, muss ich sagen, dass Google unser Freund ist. Ich habe am Anfang sehr viel Recherche betrieben, um herauszufinden, was ein gängiger Standard ist, wie Decks von bekannten Startups aussehen – wie zum Beispiel von Airbnb, das findet man reicht einfach im Internet – an denen man sich orientieren kann.

Bevor ich also überhaupt angefangen habe, ein Pitch Deck zu bauen, bin ich in die Recherche gegangen nach Marktstandards und Beispielen, von denen man viel lernen kann.

Ganz besonders gut fand ich die Content-Sammlung von Slidebean. Da gibt es sehr gute Youtube-Videos, die die Themen sehr gut herunterbrechen. Slidebean kommt ja aus einem sehr einfachen Design-Ansatz, um automatisiert gutes Design herzustellen für Slides. Da kann man viel übernehmen an Darstellungsoptionen und sogar Inhalten, die sind immer sehr gut heruntergebrochen und einfach zu verstehen. Teilweise kann man die 1:1 übernehmen.

Es gibt aber neben Slidebean Tausend andere Dinge, die man sich anschauen kann. Da ist dann ein bisschen die Gefahr sich zu verzetteln. Man muss irgendwann auch einfach mal anfangen zu bauen – und optimiert erst dann weiter.

Ich hatte in meinem vorherigen Berufsleben auch sehr viele Präsentationen gebaut und hatte auch viel Präsentationstraining, auch mit Mentoren und Trainern. Es gibt natürlich auch allgemeingültige Grundsätze für gute Präsentationen. Das sind zum Beispiel: eine einheitliche Bildsprache, nicht zu viele verschiedene Schriftarten und -größen. Also ganz grundsätzliche Dinge, die es einfacher machen, Präsentationen zu verstehen.

Menschen, die aus dem Consulting kommen, wissen, dass dass MECE-Prinzip wichtig ist. Das bedeutet, die Inhalte sollten ‚mutually exclusive, collectively exhaustive‘ sein. Das heißt, ich sollte mich nicht wiederholen, aber alle relevanten Inhalte bringen.

Mein liebstes Beispiel ist, dass man keine ‚This is a horse.‘ slide bauen soll, auf der ein Pferd zu sehen ist und dieser Satz in der Überschrift steht. Das bringt keinem etwas. Stattdessen soll man Überschriften sehr gezielt nutzen, um relevante Aspekte noch einmal aufzubringen.

Weiter wichtig ist auch Storytelling. Das ist manchmal in einem Pitch Deck schwierig, weil man bestimmte Informationen bringen muss. Aber ein Spannungsbogen sollte trotzdem in einem Deck aufgebaut werden. Solche Grundsätze haben wir beim Bau unseres eigenen Pitch Decks immer beherzigt.

Was mir immer noch passiert: manchmal sehe ich online oder bei einer Veranstaltung ein tolles Pitch Deck von jemand anderem, das mich dann inspiriert. Dann möchte ich Aspekte davon auch bei uns einbauen, wenn ich die besonders gut finde.

Daher kann ich allen Gründerinnen und Gründern nur mitgeben: euer Pitch Deck wird nie fertig sein. Es ist immer im Fluss und immer im Wandel, weil man immer dazulernt. Diese Learnings kann man dann immer wieder einbauen in sein eigenes Konzept, und so entwickelt man sich stetig weiter an diesem Deck.

Wir selbst arbeiten in Google Workspace mit Google Slides, so dass wir immer eine aktuelle Version haben. Wenn wir in PowerPoint arbeiten würden, dann hätten wir vermutlich ganz lange Dateinamen mit ‚Version 10 final final‘ oder so… Also, ein Pitch Deck ist nie ganz fertig, das ist so.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über wie und in welcher Tiefe er seine potentiellen Investoren überprüft hat
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Daniel Bosman: „In der Phase, in der die Gespräche sich vertiefen mit Investoren & mit Business Angels, die man menschlich und von vom strategischen Fit her gerne an Bord holen möchte, würde ich jedem empfehlen, sich Referenzen von den Angels einzuholen. Welches Portfolio haben sie? Wo haben sie bisher investiert?

Das hat zweierlei Gründe: Das Eine ist, wenn du im Endeffekt im SAAS Bereich aktiv bist und eine App programmierst, die Menschen helfen soll im Alltag und dieser Angel hat bereits ähnliche Projekte, die nicht genau das gleiche machen, dann gibt es einen Synergieeffekt. Man kann davon ausgehen, dass dieser Angel bereits extrem viele Probleme in diesem Bereich behoben hat oder zumindest unterstützend war. Man kann auch diese Startups kontaktieren. Die werden vielleicht im Setup ähnliche Probleme gehabt haben und hier kannman herausfinden, ist dieser Angel aktiv oder eher passiv? Übernimmt er/sie auch gerne mal Mitverantwortung? Wie geht die Person damit um, wenn die Ratschläge nicht angenommen werden. Das ist auch extrem wichtig. Angels sind in der Regel extrem effiziente Menschen und sie sind sicherlich gewohnt, dass man ihre Ratschläge annimmt. Daher ist das auch spannend, was passiert, wenn man den eigenen Weg gehen möchte & was passiert wenn man Konflikte hat. Das gehört auf jeden fall zu einer guten Due Diligence dazu.“