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Stephen Voss über seine größten Learnings im Fundraising

InsurTech Startup-Gründer

über seine größten Learnings im Fundraising

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Stephen Voss: „Man könnte einiges anders machen, aber es ist jetzt müßig darüber zu spekulieren. Ich habe einen Tipp für alle, die jetzt zuhören: Geht wirklich auf eure Präsentationen rein und bringt euer Thema auf den Punkt. Uns ist am Anfang schwergefallen, auf wenigen Seiten und in wenigen Worten das Modell zu erklären. Es ist so selbstverständlich, wenn man selber präsentiert, dass das ja alles klar ist.

Dein Gegenüber ist im Zweifel nicht aus der Branche und muss in wenigen Minuten verstehen, um was es geht. Daraus muss eine sehr teure Entscheidung getroffen werden, nämlich Geld zu geben. Versucht also wirklich euer Modell, eueren Pitch auf den Punkt zu bringen.

Verprobt ihn mit Leuten, die nicht aus eurer Branche sind und fragt danach nach den Inhalten. Wenn sich die Inhalte mit dem decken, was ihr wiedergeben wollt, dann seid ihr wirklich einen großen Schritt weiter. Das ist meine große Empfehlung.

Daran sind wir nicht gescheitert, aber das eine oder andere Mal hat man gemerkt, dass man sein Gegenüber nicht richtig abgeholt hat.“

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Janosch Kühn

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Entrepreneur & Investor

Tobias de Raet Lindenpartners
über wichtige rechtliche Themen am Anfang der Gründung
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Dr. Tobias de Raet: „Generell ist es wichtig zu unterscheiden, zwischen den Themen, die warten können und den Themen, die man sofort erledigen muss. Da gibt es eine Grundregel, die man beachten kann. Alles, was zu deutlichen Haftungsrisiken führt oder was man später nur mit viel Aufwand und Kosten korrigieren kann, das muss man sofort machen.

Dazu gehören ganz klassisch die Einrichtung einer Doppelstockstruktur. Das bedeutet, dass der Gründer sich nicht privat beteiligt, sondern über eine Kapitalgesellschaft. Aus steuerlichen Gründen ist das meiste eine UG. Das ist eine der Sachen, die man später nicht mehr reparieren kann oder nur noch mit erheblichen steuerlichen Nachteilen.

Ein zweiter Punkt ist, wenn man zu spät eine Gesellschaft gründet. Also wenn man schon anfängt, nach außen hin aufzutreten, wenn man schon damit anfängt, IP zu entwickeln, vielleicht Code zu entwickeln und das im Regime der jeweiligen Gründer macht und erst später eine Gesellschaft gründet, dann muss ich in die neue Gesellschaft das rüberretten, in die neue Gesellschaft. Das kreiert häufig auch Probleme.

Gründer-Holding ist der erste Punkt und der richtige Zeitpunkt, wann man die Gesellschaft gründet, ist der zweite Punkt. Beim dritten Punkt kommt man so ein bisschen in die Haftungsrisiken. Da geht um die Frage, ob das, was ich mache, auch erlaubt ist. Gerade im Finanzbereich sollte man sich früh die Frage stellen, ob es einer Erlaubnis bedarf. Das kann eine Erlaubnis sein, die von der BaFin kontrolliert ist, aber auch eine einfache Gewerbeaufsichtserlaubnis.

Wenn man das am Anfang nicht beachtet, dann ist man ganz schnell mit Bußgeldern oder der persönlichen Haftung dabei. Das sind so die klassischen Themen, die man am Anfang berücksichtigen sollte.

Was kann warten?

Dinge wie Tochtergesellschaften oder so ganz komplexe gesellschaftsrechtliche Regelungen am Anfang. Häufig kommen Gründer zu uns, die sich schon ausgedacht haben, wie viele Tochtergesellschaften sie gründen wollen und wer Geschäftsführer werden soll. Das ist am Anfang häufig viel zu komplex. Das sind so Dinge, wo man lieber erst mal klein anfangen und nicht zu sehr belasten sollte. Da sollte man abwarten.

Das gleiche gilt auch für sonstige interne Strukturen, Reporting an die Gesellschafter. Da sollte man sich wirklich darauf konzentrieren, was wichtig und gewollt ist. Da sollten keine zu großen formalen Strukturen aufgebaut werden, als sei man schon ein riesiger Konzern.“

Fabio Hildenbrand
über wie seine Investoren ihn nach dem Fundraising unterstützen
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Fabio Hildenbrand: „Wir wählen unsere Investoren immer spezifisch für ihre Expertise aus. Dahingehend setzen wir Meetings mit den Teams oder dem Gründerteam auf, um mit den Investor*innen gemeinsam tiefer in die Themen einzusteigen, bei welchen sie sich gut auskennen.

Was das Thema Business Development angeht, je nach Expertise des Angels, formulieren wir Meilensteine. Beispielsweise, um das nächste Fundraising zu erreichen. Da prüfen wir auf welche Ziele wir hinarbeiten müssen, um für größere Investoren interessant zu sein.

Aber auch unsere privaten Events sind wichtig in puncto Unterstützung. Beispielsweise bei Teamevents tauschen wir uns oft mit unseren Investoren aus. Das Thema mentale Gesundheit und Work-Life-Balance sind hier ganz wichtig. Es ist schön, wenn man die ganze Zeit Vollgas geben kann. Aber irgendwann brauch man auch mal eine Pause. Gerade für junge Gründer*innen ist das ein Problem, wenn man gefühlt 7 Tage die Woche Gas gibt. Da vergisst man oft eine Pause einzulegen. Gute Investor*innen motivieren einen bewusst Pausen einzulegen.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, was das Schwierigste am Pitch Deck ist
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Florin Kutten: „Das Schwierigste ist ganz klar, auf einer begrenzten Anzahl von Folien (10-12, maximal 15) alles drauf zubekommen. Das ist heute noch superschwer, weil manche Dinge dazukommen. Zum Beispiel irgendwelche Tractions, die man zeigen will und dann ist die große Frage, welche Dinge man dann im Gegenzug rausnimmt. Das ist sehr schwierig, am Ende will man dann alles auf eine Folie packen und dann ist die Folie zu voll. Wirklich ein großes hin und her.

Wir haben es geschafft, unser Pitch Deck auf 13 Folien zu begrenzen. Wir sind so vorgegangen, dass wir uns überlegt haben, was wirklich wichtig ist, wenn man uns in der ersten Minute kennenlernt und was man später erklären kann. Zum Beispiel ist unser Geschäftsmodell relativ einfach, wir sind ein Handel, genauso wie jeder Supermarkt eigentlich und deshalb haben wir es erstmal rausgenommen.

Natürlich redet man da später drüber, aber es ist nicht für die erste Minute wichtig. Der Markt ist da zum Beispiel viel wichtiger. So haben wir es mit Coaches und Mentoren nach und nach besprochen und ausgearbeitet.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über weitere wichtige Unterlagen, die Investoren sehen wollen
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Christian Ritosek: „Ich mache es meistens so, dass ich zuerst das Pitch Deck pitche. Die Termine sind meistens 30 oder 60 Minuten, das kommt auf den Fonds an. VCs wollen dann im zweiten Schritt einen Zugriff auf einen Datenraum bekommen, indem dann relevante KPIs sind. Im SaaS-Bereich ist das sowas wie Net dollar retention (NDR), Average Revenue per Customer (ARPC) usw.

Also KPIs, Finanzplan und Development (Plan vs. Actual Numbers), Cap-Table und in einem späteren Stadium die letzten Board Decks (Was hat man den Investoren zuletzt kommuniziert?).“

Isabeau Ayoubi Co-Founder bei Onstruc
darüber, wie hilfsbereit Investoren sind, die nicht investieren
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Isabeau Ayoubi: “Die waren sehr hilfsbereit. Wir haben wahrscheinlich mehr Intros von denen bekommen als von denen, die investiert haben. Wir haben wirklich tolle Leute kennengelernt, die kein Investment gesucht haben, aber sehr gerne mit ihren Kontakten weitergeholfen haben. Das ist wirklich cool und da ist das Netzwerk meistens auch hilfreich. Früher im REAKTOR.BERLIN gab es auch so viele Mentoren. Da kannst du auch jeden mal anpingen und schauen, wer dir wo weiterhelfen kann.”

John Agricola: “Auch wenn ein Business Angel ablehnt, kannst du daraus viel lernen. Wenn ein erfahrener Business Angel schnell ablehnt, sagt der dir ganz klar, warum nicht. Damit kann man als Gründer einfach sehr gut arbeiten. Wenn sich das wiederholt beim zweiten und dritten Mal, dann kann man immer weiter dran arbeiten. Ich lese im Netz häufig, dass es 500 Bewerbungen gibt und 3 werden es. Sorry, dann stimmt was nicht. Wir kennen es auch von anderen Startups und da ist es eher auf 20 Bewerbungen, 10 Business Angels werden es schnell. Wenn die Business Angels absagen und immer das Gleiche sagen, dann würde ich darauf gehen, das Problem lösen und es ist einfach nicht normal, so eine hohe Absagequote zu haben.”

Isabeau Ayoubi: “Wenn Business Angels gar nicht mit euch reden wollen, dann gibt es einen Punkt, der dringend bearbeitet werden muss.”

Dr. Matthias Brendel
über die Rechtskosten bei Finanzierungsrunden
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Dr. Matthias Brendel: „Die Kosten für die Finanzierungsrunde sind natürlich zweigeteilt. Es gibt einmal den Teil, der beim Notar ausgelöst wird. Da muss ich dazu sagen, dass wir nie mit einem Wandeldarlehen gearbeitet haben, sondern wir sind immer gleich in Eigenkapital gegangen.

Das heißt, wir haben die Leute immer über eine Kapitalerhöhung reingeholt. Das hat den großen Vorteil, dass man als Investor einen höheren INVEST-Zuschuss bekommt.
Außerdem hat man einen klaren Cap Table. Für jeden, der dazukommt, ist ganz klar, wie heute die Verteilung der Anteile aussieht.

Das heißt, man hat nicht so schwebende Zustände, was wir einfach nicht wollten.

Die Notarkosten sind proportional zur Finanzierungshöhe. Als wir bei unserer letzten Finanzierungsrunde 1.000.000 Euro aufgenommen haben, hatten wir ca. 6.000 Euro Notarkosten (inkl. Handelsregisteranmeldung).

Für unseren eigenen Beteiligungsvertrag haben wir bei unserer Rechtsberatung gerade mal 4.000 Euro gezahlt, weil wir den aus der vorherigen Runde quasi Copy & Paste, mit ein paar kleinen Änderungen übernehmen konnten.

Unser ganzes Vertragswerk hat über die Zeit vielleicht 12.000 – 15.000 Euro gekostet, von der Gründung bis hin zu drei einzelnen Finanzierungsrunden. Dieses Geld ist aus meiner Sicht eine perfekte Investition gewesen, weil wir wirklich sicher sein können, dass wir alle Fälle abgedeckt haben.

Das betrifft sowohl die Gründer- als auch die Investoren-Seite. Also wenn einer der Gründer aussteigen muss. Das ist aus meiner Sicht das beste Investment, dass man machen kann. Man wünscht es sich zwar nicht, aber wenn etwas schief geht, dann haben wir eine rechtliche Grundlage, die uns hilft, auf eine gerade Bahn zu kommen.“