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Tom Josczok darüber, wie Startups ihre Ernsthaftigkeit bezüglich Impact beweisen können

Impact Startup-Gründer

Tom

darüber, wie Startups ihre Ernsthaftigkeit bezüglich Impact beweisen können

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Tom Josczok: „Es gibt verschiedene Ansätze, den Impact von Anfang an mitzudenken. Da muss man auch noch mal unterscheiden: Es gibt Impact Startups, die adressieren mit ihrer Lösung ein soziales oder ökologisches Problem vom Kern ihres Business Case. Die haben den klaren Fokus auf den Impact und wollen aus ihrem Geschäft einen Impact erzeugen.

Es können aber auch alle anderen Startups einen positiven Impact von Anfang an erzeugen. Wir setzen daran mit dem Wirkungsanteil an, indem Startups einen Teil ihres Equities abgeben. Damit können die Startups von Tag 1 ihr Commitment bezüglich Impact unterstreichen.“

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Lüder Brüggemann
über seine Learnings zum Thema Marketing und Sales
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Lüder Brüggemann: “Ich habe in meiner Anfangszeit den Fehler gemacht, nur Geld für Markenbekanntheit auszugeben. Ich dachte, die Leute müssen unseren Namen hören und unser Logo sehen, dann werden sich die Verkäufe schon einstellen und dann wird es schon alles laufen.
Das ist meiner Erfahrung nach nicht so und ich würde dir dazu raten, dass wenn du Geld für Marketing in die Hand nimmst, dass du auch Geld wieder da raus bekommst. Sprich: Mach Marketing, um dann zu verkaufen.

Kümmere dich erst dafür Geld zu verdienen und kümmere dich später um reine Markenbekanntheitskampagnen. Kümmere dich erst um deine Umsätze, dass du später auch wieder mehr Geld für Marketing hast und es auch ein bisschen breiter ausgeben kannst.“

Tobias de Raet Lindenpartners
über wichtige Gründerrechte
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Dr. Tobias de Raet: „Da gibt es eigentlich drei wichtige Themen:

1. Das Verhältnis des Gründers zur Gesellschaft
Die erste Ebene der Gründer als Gesellschafter. Das betrifft vor allem das Thema “Vesting”. Vesting bedeutet, dass sich der Gründer seine Anteile, die er schon hält, eigentlich wieder erarbeiten muss. Wenn der Gründer sich besonders schlecht anstellt, dann kann es passieren, dass er rausgeworfen wird und einen großen Teil seiner Anteile verliert. Wichtig ist, dass man da auf die Details achtet. Solche Vesting-Klauseln sollen wirklich nur für den Fall da sein, wenn sich der Gründer grob Fehlverhalten sollte.

Investoren haben vielleicht das Interesse, in die Vesting-Klauseln noch andere Themen mit einfließen zu lassen. Zum Beispiel wenn der Gründer nicht so wirtschaftlich erfolgreich ist. Das soll Vesting aber eigentlich nicht abdecken. Man sollte immer überlegen, welche Ereignisse welche Konsequenzen habe sollten. Soll der Gründer alle Anteile verlieren oder nur die, die er sich nicht wieder erdient hat?

Wichtig ist, dass ein Gründer die Vesting-Klausel vollständig versteht. Er muss wissen, was in welchem Fall eintritt, weil es den Kern seiner unternehmerischen Tätigkeit ausmacht.

2. Mitspracherechte
Gründer haben am Anfang noch einen relativ hohen Anteil an ihrem Unternehmen. Das bedeutet aber nicht, dass sie durchregieren können. Investoren wollen Mitspracherechte haben und das ist auch vollkommen verständlich und normal. Da muss man als Gründer aber aufpassen, dass nicht hinten überfällt. Das heißt, bei wichtigen Entscheidungen sollte man als Gründer immer so eine Art Veto recht haben.

Mir soll als Gründer nicht ein Investor aufgezwungen werden, den ich nicht haben möchte. Mir soll als Gründer kein Exit aufgezwungen werden, wenn ich den gar nicht haben möchte. Das ist immer eine Frage des Kräfteverhältnisses, aber wichtig ist in der Satzung, im Shareholders‘ agreement klare Gründerrechte definieren.

Dabei sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass Verträge für schlechte Zeiten gemacht werden und nicht dafür, wenn man sich einig ist.

3. Das Anstellungsverhältnis des Gründers
Welche Rechte hat der Gründer als Geschäftsführer? Neben den Dingen, die man im Vertrag regelt, sollten auch die Dinge drum herum im Blick behalten werden. Das betrifft zum Beispiel den Sozialversicherungsstatus.

Den eigenen Arbeitsvertrag muss man kennen und dessen Entwicklung muss man im Blick behalten.

Das sind so die wichtigen Punkte, auf die man als Gründer achten muss.“

Janosch Kühn
über die Wahl des Startup-Standortes
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Janosch Kühn: „Ich glaube schon, dass sich das ein bisschen geändert hat. Als wir vor 6–7 Jahren angefangen haben, in Karlsruhe zu gründen, war das noch wichtiger als jetzt. Heute gibt es ja Zoom und alles. Damals gab es nur Skype und das hat nicht gut funktioniert.

Da hat sich viel an den Tools geändert, aber auch an der Bereitschaft. Damals waren für uns Video-Calls ganz komisch und heute ist es der Standard. An vielen Stellen hat sich da viel getan und deshalb ist der Standort auch weniger wichtig geworden.

Innerhalb von Deutschland war da meine Denkweise, dass, je größer die Stadt, desto besser. Ob es jetzt Berlin oder München ist, da kommt es wahrscheinlich eher auf das Thema an. Ich glaube, es hilft einfach in der Nähe von Firmen zu sein, die in einem gleichen Gebiet tätig sind.

Global betrachtet müsste man sich anschauen, wie die rechtliche Seite aussieht. Wie ist da die Unterstützung von Startups? Da gibt es auch große Unterschiede zwischen Ländern, aber ich glaube, für die meisten Gründer ist es auch ein zu großer Schritt zu sagen, dass sie jetzt von Berlin nach San Francisco ziehen. Von Karlsruhe nach Berlin zu ziehen, ist da einfacher.

Aber natürlich gibt es Orte, an denen es besser ist, zu gründen. Da ändert sich aber auch viel und es ist hier auch viel einfacher geworden zu gründen, als noch vor 6–7 Jahren.

Ich würde behaupten, dass Berlin schon einiges einfacher gemacht hat. Gaming ist auch sehr international und 50 % unserer Leute haben kein Deutsch gesprochen. Wenn man in Karlsruhe essen geht, dann gibt es noch nicht mal eine englische Menükarte. Für solche Leute ist es dann schon schwierig, nicht in Berlin zu sein, wo einfach jeder Englisch spricht.

Außerdem ist es einfach jemanden aus dem Ausland nach Berlin zu holen, als jetzt zum Beispiel nach Karlsruhe. Natürlich sind auch Partnerunternehmen da. Apple, Google sitzen ja alle in Berlin. Ich glaube, wir sind jetzt nicht nur durch Berlin erfolgreich geworden, aber es hat uns natürlich auch sehr in die Karten gespielt.“

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
über ihren Ansatz für gutes Design beim Pitch Deck
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Antonia Wälzholz: „Ich würde sagen, beim Thema Design des Pitch Decks haben wir einen guten Mittelweg gewählt. Ich habe in meiner vorherigen Berufserfahrung auch viele Decks gebaut und kenne daher so manche Tipps und Tricks, wie man zum Beispiel die Bildsprache einheitlich nutzt, wie man ein Deck ruhig gestaltet, indem man zum Beispiel eine Schriftart beibehält und nicht zwischen verschiedenen Schriftgrößen wechselt, indem man vielleicht auch verschiedene Bildelemente wiederholt, so dass der Leser einen Wiedererkennungseffekt hat usw. Das sind die allgemeinen Dinge, die man beachten kann, auch im Kleinen.

Wir haben wie gesagt einen Mittelweg beim Design des Decks gewählt. Wir haben keine Vorlage gekauft und auch keinen Designer beschäftigt, sondern wir haben uns viele Insights geholt und mit unseren privaten Möglichkeiten gearbeitet. Das beinhaltet zum Beispiel gute Stock-Fotos, die wir gekauft haben und geht über gute Bearbeitung zum Beispiel mit Canva, mit dem man viele visuelle Element einfach gestalten kann. Auf diese Weise haben wir einen finanziell günstigen Weg gefunden, wir wir das pragmatisch und einigermaßen schön hinbekommen haben.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, ob er als natürliche Person oder über eine eigene Holding gegründet hat
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Florin Kutten: „Wir haben als natürliche Personen gegründet und nicht mit einer Holding, weil wir sehr unsicher waren, was das Geschäftsmodell angeht und ob wir es so aufbauen können. Für mich persönlich steht immer noch im Raum, dass ich irgendwann ins Ausland gehe und dann bringt die Holding ja auch nichts.

Am Ende war es auch einfach zu spät, das mit der GmbH musste durchkommen und gemacht werden. Wir hatten da gar nicht mehr so viel Zeit, um uns da richtig zu informieren und da vorher noch eine Holding zu gründen.

Dann haben wir gesagt, dass wir es so lassen. Klar, am Ende hat man deutliche Steuernachteile. Dann wird halt am Ende eine Holding gegründet und bei der nächsten Unternehmung wird es vielleicht anders gemacht.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über die Herleitung der Bewertung
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Christof Weidl: „Wir haben mal einen Sophisticated Ansatz gemacht, also wirklich über Formeln, die wir bekommen haben. Da muss ich aber ganz ehrlich sagen, dass das eine schöne Idee ist, aber die Realität sieht doch ein ganzes Stück anders aus. Trotzdem ist es wichtig zu beobachten, was andere am Markt in deinen Peers eingesammelt haben. Wie nah bist du an denen dran und wie kannst du auch für dein Startup argumentieren. Aus unserer Sicht ist, Personio ist ja auch irgendwie im Personalbereich tätig, die sind jetzt 6 Milliarden wert und da kommen wir auch in 2 Jahren hin, dann ist es eine Übertreibung, weil es viel zu weit weg ist.

Wenn du allerdings Unternehmen in deiner Peer findest, die nur ein Stückchen weiter sind, dann kannst du den Investoren klar sagen, was du noch brauchst, um da hinzukommen und was dann auch die Bewertung rechtfertigen würde.

So kommst du relativ schnell auf eine Zahl, mit der du auch ins Rennen gehen kannst. Und dann ist es wichtig nicht den Fehler zu machen und die Bewertung so gering wie möglich zu halten. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir mit einer sehr geringen Bewertung Fragezeichen erzeugt haben. Nach dem Motto: Irgendein Haken muss da noch sein und es ist scheinbar nicht so viel Wert.

Das heißt, dass man da so ein Zwischenpunkt finden muss und dann auch von Sekunde 0 Feedback einholen. Wie beurteilen Investoren unsere Bewertung? VCs waren teilweise auch ein bisschen überrascht von der Frage, dass die direkt kam. Mit der Begründung, dass wir dazulernen wollen, war es wirklich sehr gut.

Außerdem haben wir natürlich viele Startups gefragt, die eine ähnliche Größe haben, auch wenn sie in einem ganz anderen Bereich tätig sind. Man bekommt irgendwann ein Gefühl dafür, ob man eher hochpreisig oder niedrigpreisig ist.

Wir haben uns damals auch ein richtiges Bewertungsmodell gebaut, wo du durch zukünftige Umsätze approximierst, was ein zukünftiger Wert sein könnte. Da diskontierst du am Ende Cashflows ab und wie du auch klassischerweise Unternehmensbewertungen machen würdest. Bei einem Startup ist die Schwierigkeit, da du die Cashflows noch nicht hast. Trotzdem kannst du aus so einem Modell die mögliche zukünftige Bewertung ableiten.“