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Tom Josczok über virtuelle Beteiligungen der Stiftung Wirkungsanteil

Impact Startup-Gründer

Tom

über virtuelle Beteiligungen der Stiftung Wirkungsanteil

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Tom Josczok: „Virtuelle Beteiligungen haben den Vorteil, dass sie keinen Gang zum Notar benötigen. Die Anteilseigner tauchen nicht direkt im Cap Table auf. In unserem Fall ist es so, dass unsere virtuelle Beteiligung nachrangig und verwässernt ist. Das heißt, die Interessen der Investoren gehen bei einem Exit vor.

Außerdem verwässert der Anteil nach jeder neuen Finanzierungsrunde und zusätzlich haben wir keine Stimmrechte und Informationsrechte, wie wir es bei einer echten Eigenkapitalbeteiligung hätten. Wir dürfen auch nicht zu den Gesellschafterversammlungen eingeladen werden. Im Wesentlichen ist es ein Schuldschein, der auch nur im Erfolgsfall greift.“

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Startup-Gründerin Dr. Desiree-Jessica Pely
über die weiteren Kunden
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Dr. Desiree-Jessica Pely: „Wir haben jetzt einige Corporates. Die kamen auch relativ hintereinander und wir haben zum Beispiel weitere Versicherungsunternehmen im Portfolio. Aber auch Siemens Energy ist als Kunde dazugekommen. Das ist natürlich sehr schön, wenn man als junges Startup schon die großen Namen hat. Warum? Weil das eben andere Player anzieht.

Das spüren wir natürlich und das ist toll. Wir sind ein komplettes Bootstrapping Unternehmen. Dadurch sind wir auf das Geld der Kunden angewiesen und deshalb freut es uns natürlich, dass wir da auf Nachfrage gestoßen sind. Es ist aber so, dass es für Startups immer sehr mühsam ist, mit Startups zusammenzuarbeiten, weil die Entscheidungsschleifen sehr lange sind. Deswegen haben wir auch gesagt, dass wir einmal unsere Corporates haben, mit denen wir gut gestartet sind. Jetzt fokussieren wir uns mehr auf Scale-ups. Warum? Weil meine Mitgründerin/Schwester in San Francisco unterwegs ist und wir da mit Tech Unternehmen zusammenarbeiten.

Da ist uns aufgefallen, dass es umso besser ist, umso früher wir in den Unternehmen sind. Diese Learnings setzen wir auch bei den deutschen Scale-ups ein und da können wir uns auch noch ein bisschen besser auf unseren USP fokussieren. Jetzt haben wir diese beiden Schienen parallel und entwickeln die Plattform mit den wenigen Corporates weiter und haben aber auch kleinere Unternehmen unter Vertrag.“

Fabio Hildenbrand
über die Erwartungen von Investoren nach der Finanzierungsrunde
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Fabio Hildenbrand: „Wir haben bisher verschiedene Business Angels und einen VC, der als Angel Syndikat investiert hat, als unsere Investoren gewinnen können. Diese Kombination ist für uns sehr spannend: Business Angels steigen in der Regel relativ früh in ein Business ein und möchten gerne aktiv involviert sein und operativ mitwirken.
Investoren, die einfach nur Geld investieren, um eine schöne Rendite herauszubekommen, klassifiziert man eher als „Dump-Money-Investoren“. Wir wollten kategorisch nur „Smart-Money-Investoren“. Daher haben wir uns zu Beginn direkt auf diese verschiedenen „Szene-Köpfe“ fokussiert.

Was ist für diese wichtige? Sie wollen informiert werden und wollen aktiv mitwirken. Sie wollen auch das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden. Das ist für uns ein schmaler Grat, denn als Gründerteam ist man im Unternehmen stark operativ involviert. Andererseits hat man durch die neu hinzugewonnenen Stakeholder, die integriert werden müssen. Diese möchten auch zur Hilfestellung bei Fragen herangezogen werden.

Diesen Spagat zu meistern, ist eine Herausforderung: Wie finde ich das optimale Mittel und wie setze ich die Investoren, die ich an Bord habe, am besten ein.

Die Kommunikation ist auch ein ganz wichtiger Bereich. Am Anfang hatten wir hier noch keine Erfahrung, wie wir am besten kommunizieren sollten. Da sind uns auch einige Fehler unterlaufen, welche wir aber direkt behoben haben und bei der nächsten Gelegenheiten verbessert. Da haben wir vor allem bei unserem letzten Reporting gutes Feedback erhalten, dass wir uns hier stark verbessert haben.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
darüber, worauf ein Gründer beim Beteiligungsvertrag achten sollte
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Dr. Daniel Fallscheer: „Es gibt natürlich die Grundfrage, wie du dein Startup finanziert. Du kannst ein Convertible Loan Agreements (CLA, Wandeldarlehen) machen. Das kann man zeitlich ungebunden machen, du bist flexibel, was die Bewertung angeht. Da kommt es natürlich auf ein paar Kern-Terms an, zum Beispiel Liquidationspräferenzen, Mitbestimmungsrechte, Rechte des Boards, Mehrheiten für Votings und Optionspools für Mitarbeiter.

Das sind so die Kernthemen, der Rest ist auch ganz viel Standard und da muss man durchgehen. Für uns sind die Terms wichtig, die uns am Schluss treffen und die uns eventuell einschränken.“

Maika Kupfer
darüber, warum ein Fokus auf eine Zielgruppe so wichtig ist
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Maika Kupfer: „Der Fokus auf eine Zielgruppe oder eine Buyer Persona ist für uns sehr wichtig, weil wir eben ein anlassbezogenes Produkt anbieten und das Ziel ist es, in den Kopf der Buyer Persona zu gelangen.

Für uns ist es ganz wichtig, Top-of-Mind zu bleiben, also dass sich Kunden an uns erinnern und dann das Produkt auch kaufen. In unserem Fall sind wir ein gebootstraptes Unternehmen, wir finanzieren uns komplett selbst. Wir müssen Streuverluste vermeiden und gezieltes Marketing verwenden, weil es sonst einfach zu teuer wird.“

Tobias de Raet Lindenpartners
darüber, was man bei Verträgen mit Kunden beachten sollte
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Dr. Tobias de Raet: „Bei Verträgen gilt grundsätzlich, dass weniger mehr ist. Man sollte sich in einem Vertrag wirklich darauf konzentrieren, was man wirklich regeln will. Ein Jurist sagt immer: “Wer will was von wem woraus?”.

Wer sind die Vertragsparteien?
Was soll geregelt werden?
Der Leistungsaustausch: Ich liefere dir was und du zahlst mir dafür was.
Wann zahlst du?
Wann wird geliefert?
Wie muss die Qualität sein?

Darauf sollte man sich wirklich fokussieren. Wichtig ist, dass Verträge nicht dazu da sind alles aufzuschreiben, was man immer schon mal sagen wollte. Insbesondere das, was keine Rechtsfolge nach sich zieht. Verträge sind dazu da etwas zu regeln.

Wichtig ist, dass Verträge nicht für gute Zeiten, sondern für schlechte Zeiten gemacht. Die beste Kundenbeziehung ist, dass man einen Vertrag macht und der ist dann irgendwo in der Schublade und es läuft alles gut.

Verträge werden immer dann relevant, wenn es nicht mehr gut läuft. Wenn der Kunde nicht mehr bezahlt oder wenn Lieferungen ausbleiben. Dann wird der Vertrag herangezogen und man kann prüfen, was geregelt wurde.

Aus dem Grund ist bei der Vertragsgestaltung wichtig, was mir wirklich wichtig ist. Irgendwelche Klauseln zu Nebenthemen, die nicht wichtig sind, einfach rausnehmen. Man sollte sich nur auf die wichtigen Dinge konzentrieren und in einem Vertrag regeln. Die dann aber auch so regeln, dass die durchsetzbar und vollziehbar sind.

Das heißt: Klare Verpflichtungen, klare Verantwortungszuweisungen, nicht ein Wischiwaschi, dass sich beide Seiten bemühen, sondern klare, durchsetzbare und vollziehbare Regelungen.

Außerdem sollte man immer prüfen, ob derjenige, der den Vertrag auf der Gegenseite unterschreibt, berechtigt ist, den Vertrag zu unterschreiben. Wenn man eine Vielzahl an Verträgen mit Kunden schließt, dann sollte man sich auch immer fragen, ob der Vertriebsmitarbeiter oder der Einkaufsmitarbeiter den Vertrag unterschreiben darf. Hat der eine Vertretungsberechtigung? Denn auch da gilt, dass der Vertrag nur gut ist, wenn er auch wirksam ist.

Wenn man einen Vertrag mit einem Mitarbeiter aus dem Einkauf schließt und dann sagt der Kunde, dass der Mitarbeiter es gar nicht durfte, dann hat man ein Problem. Die operative Umsetzung bei solchen Verträgen auch immer mitdenken.“

Tobias de Raet Lindenpartners
über die richtige Wahl der Rechtsform
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Dr. Tobias de Raet: „In welcher Struktur, in welcher Rechtsform man seine Gesellschaft gründen sollte, ist in Deutschland relativ einfach zu beantworten. Da gibt es in Deutschland die GmbH und die UG, bei der UG handelt es sich quasi um eine kleine GmbH, die man später auch zu einer GmbH upgraden kann. Das ist die klassische Gesellschaftsform in Deutschland und davon sollte man eigentlich auch nicht abweichen, wenn es dafür nicht besondere Gründe gibt.

Das bedeutet insbesondere Aktiengesellschaften oder Personengesellschaften, so was wie eine Kommanditgesellschaft, da gibt es selten Gründe dafür, dass man diese Rechtsform wählt. Eine Aktiengesellschaft ist manchmal aus aufsichtsrechtlichen Gründen notwendig, wenn man zum Beispiel eine Bank gründen möchte. Die sind aber deutlich schwieriger zu handhaben im laufenden Geschäft.

Es gab früher Zeiten, da wollte jeder gerne eine Aktiengesellschaft gründen, weil man schon den IPO vor Augen hatte. Am Anfang immer eine GmbH und eine deutsche Gesellschaft nehmen, weil alles andere schwieriger wird. Insbesondere auch nicht auf eine Limited (Ltd.) oder sonstige ausländische Gesellschaftsform ausweichen, weil es im Laufe der Zeit deutlich aufwendiger wird.

Bei der deutschen GmbH kann man einfach zum Notar gehen, da braucht man nicht viel Geld und Aufwand. Die UG braucht nicht mal ein Stammkapital, die GmbH braucht 25.000 Euro, davon muss die Hälfte am Anfang eingezahlt sein. Eine UG hat man mit wenigen Hundert Euro relativ schnell gegründet. Das ist die Rechtsform der Wahl!“