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Ingo Weber darüber, wie viele Anteile die Gründer bei den verschiedenen Finanzierungsrunden abgeben

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darüber, wie viele Anteile die Gründer bei den verschiedenen Finanzierungsrunden abgeben

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Ingo Weber: „In der Regel ist es so, dass in jeder Runde die Gründer Anteile abgeben. Das ist technisch nicht ganz richtig, weil sie nur verwässert werden. Absolut gesehen haben sie immer noch genauso viele Anteile. Bloß der Kuchen wird größer und das anteilige Stückchen des Kuchens kleiner, das bei den Gründern bleibt.

In der Regel wird es so sein, dass man bei jeder Runde ca. 10-20 % der Anteile abgibt. Das heißt, bei einer Pre-Seed Runde 10-20 %, bei einer Seed Runde 10-20 % und dann sollte man eben bei diesen 50 % bleiben. Einerseits, dass die Gründer bei der Serie A noch motiviert sind und andererseits, dass man in der Serie B, C, D noch ein vernünftigen Equity Stake als Gründer hat. Damit man finanziell noch ausreichend incentiviert ist.“

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Janosch Kühn
über seinen Exit bei Kolibri Games
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Janosch Kühn: „Im Gaming Bereich gibt es Analyseseiten und da kann man relativ transparent nachschauen, wie viel ein Spiel oder auch ein Unternehmen verdient. Dann waren wir 2019 schon relativ weit oben und haben ständig irgendwelche Angebote von Investoren bekommen.

Auch andere Unternehmen in diesem Bereich wollten gerne mit uns zusammenarbeiten. Da war schon klar, dass sie entweder kaufen oder investieren wollten. Da werden auch große Zahlen in den Raum geworfen, aber es heißt ja auch noch nichts, weil es lange vor dem Term Sheet war.

Wir sind auch auf ein komplexes Level gekommen und da war auch einfach die Frage, ob es nicht Sinn macht, mit einem starken Partner zusammenzuarbeiten.

Dann haben wir den ganz klassischen Weg über eine Investment-Bank genommen, die uns da auch begleitet hat. Wir haben da mit verschiedenen Strategen und nur mit Strategen gesprochen, weil wir den Eindruck hatten, dass nur die das Thema richtig verstehen.

Wir haben da mit vielen gesprochen und es war so, dass uns Ubisoft am besten gefallen hat. Die waren nicht so weit weg von Berlin, auf dem gleichen Kontinent und in der gleichen Zeitzone. Bei dem Unternehmen haben wir die größten Vorteile für unser Startup gesehen.

Es hat einfach sehr gut zusammengepasst und dann ging es in die Verhandlungen. Als Erstes gab es ein Term Sheet und danach ging es damit weiter, wie der Verkauf auf rechtlicher Seite aussieht. Das war ein sehr langes Dokument, mit sehr vielen Anwälten.

Am Schluss ging es dann zum Notar, der sehr lange vorgelesen hat. Wir haben aus einer sehr guten Stärke heraus verkauft und hätten nicht verkaufen müssen. Das hat uns die Zeit gegeben, einen guten Partner zu finden. Wir waren sehr glücklich mit Ubisoft und fanden es super gut. Dann war es einfach eine gute Story, wo nichts schiefgelaufen ist und alle glücklich waren.
Wir haben die Mehrheit abgegeben und der Stratege wollte nach und nach auch 100 % bekommen. Da waren wir dann noch 1,5 Jahre dabei, haben da ein Management Team mit aufgebaut, den nächsten CEO eingestellt und uns danach aber zurückgezogen.“

Business Angel Göran Göhring
darüber, welchen Nutzen er aus der Arbeit mit Startups ziehen kann
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Göran Göhring: „Ich betrachte das Business Angel Dasein, ich mache es jetzt seit ca. 4,5 Jahren, als unternehmerische Weiterbildung für mich. Ich bin seit 20 Jahren Unternehmer und ich mache die Dinge so, wie ich sie damals von meinen Mentoren gelernt habe. Heute machen junge Gründer die Dinge anders und da lerne ich viel für meine eigene Arbeit und meine Agentur, um dort Impulse reinzubringen.

Ich habe zum Beispiel gelernt OKRs einzuführen. Außerdem habe ich mich beim Product-Market Fit stetig weiterentwickelt, egal ob es jetzt digitale oder reale Produkte sind. Unternehmerische Denkweise, also anders an Themen ranzugehen, nicht nur mit Druck und Power. Diese ganzen Dinge lerne ich in der Zusammenarbeit mit jungen Gründern. Ich beobachte, wie sie ihr operatives Geschäft machen und ziehe dann für mich Erkenntnisse raus. So kann man die Dinge auch einfach mal ausprobieren. Was mich momentan sehr beeindruckt, ist die Schnelligkeit und Agilität der Gründer von schnell wachsenden Startups. Da lerne ich sehr viel, weil die Geschwindigkeit so hoch ist.“

Business Angel Tina Dreimann
über die Relevanz des Angel-Netzwerks
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Tina Dreimann: „Das Netzwerk bestimmt, worein ich investieren kann und weil das Netzwerk so wichtig ist, um Investments zu tätigen, haben wir mit better ventures einen eigenen Impact Angel Club aufgebaut. Dort sind wertegetriebenen und ähnlich denkenden Menschen vertreten. Da haben wir uns zusammengeschlossen. Das haben wir wegen der Geschwindigkeit gemacht, gerade wenn man sich das Thema Klima und Biodiversität anschaut.

Da müssen wir einfach schnell sein und wenn wir einzeln arbeiten würden, dann würden wir die Gründerteams eher ausbremsen. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir bessere Entscheidungen treffen, schnellere Entscheidungen treffen und sind dadurch auch gründerfreundlicher. Das kommt natürlich sehr gut bei den Teams an.“

Business Angel Jana Moser
darüber, welche Konsequenzen es haben kann, wenn man sich nicht über beteiligte Angels informiert
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Jana Moser: „Es kann passieren, dass eine gewisse Diskrepanz entsteht und dass die Business Angels unterschiedliche Ziele verfolgen und das Startup auch unterschiedlich unterstützen. So kann es vorkommen, dass ein Angel durch relativ große eigene finanzielle Mittel das Startup sehr stark lenkt, aber nicht im Interesse des Startups. Wenn man sowas nicht vorher rausbekommt und es weiß, dann kann es passieren, dass man als anderer Angel mit vielleicht nicht so viel Kapital, gegebenenfalls weniger Mitspracherecht hat.

Es kann auch sein, dass jemand seine eigene Agenda verfolgt und eigene Ziele verfolgt, die nicht dem Interesse des Startups sind. Zum Beispiel könnten Informationen aus dem Startup gezogen werden, die vielleicht für andere Investitionen wichtig für den Investor sind.“

Business Angel Ingo Weber
über Milestones
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Ingo Weber: „Ich habe Milestones die letzten fünf Jahre gefühlt gar nicht mehr gesehen. Das hat was mit Angebot und Nachfrage zu tun. Für die guten Investments ist einfach genug VC-Geld vorhanden und die Gründer sind nicht mehr daran gebunden, Milestones zu machen. Ich habe mich aber die letzten Tage auch gefragt, warum es eigentlich keine Milestones mehr gibt.

Ich glaube, ein Grund ist auch, dass es einfach für das Handling aufwendig ist. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es ein technisches Thema bei VCs ist. Also wenn die den Capital Call machen und dann müssen die den zum Beispiel drei Mal für ein Startup machen, immer wenn ein weiterer Milestone erreicht ist. Vielleicht ist das auch ein Grund. Es ist aber eine sehr spannende Frage.“

Business Angel Ingo Weber
über Follow-on Investments
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Ingo Weber: „In der Regel ziehe ich bei Folgeinvestments mit. Insbesondere, damit ich nicht verwässert werde und um bei der Liquidationspräferenz nicht weiter runterzurutschen. In der Regel ist es bei einer Folgeinvestition so, dass derjenige, der die Folgeinvestition gemacht hat, auch als Erstes wieder rauskommt und oben an der Liquidationspräferenz ist.

Häufig ist es so, dass man verwässert wird, wenn man bei Folgeinvestments nicht mitzieht. Deswegen kann ich nur empfehlen, da mitzuziehen. Auch vor dem Hintergrund, dass irgendwann bei der Series A oder B, man als Angel Investor lästig wird und man durch VCs im Rahmen eines Secondaries rausgekauft wird. Kann aber ganz ordentlich ins Geld gehen, wenn die Bewertung da relativ steil nach oben geht. Das kann schnell mal in 6-stellige Beträge gehen, die man dann für Folgefinanzierungen braucht.

Letzterer Punkt, dann höre ich auf. Ich würde nicht mitziehen, wenn es nur interne Runden gibt und man es nicht schafft, externe Investoren zu gewinnen. Dann gibt es auch Gründe dafür, warum niemand Neues fresh money mit reingibt.“

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