Business Angel Academy

Grundlagen des Business Angel Investings

mit fantastischen Beiträgen von 30 Angels wie beispielsweise

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021

Matthias Helfrich

Business Angel des Jahres 2021

Business Angel Olaf Stichtenoth

Olaf Stichtenoth

Serial Entrepreneur & Business Angel

Business Angel Göran Göhring

Göran Göhring

Serial Entrepreneur & Business Angel

Business Angel Gwendolyn Schröter

Gwendolyn Schröter

Sustainability Business Angel

Torsten Meyer - Business Angel

Torsten Meyer

Business Angel aus Berlin

Business Angel Stefan Müller

Stefan Müller

Erneuerbare Energie Business Angel

Business Angel Benjamin Minack

Benjamin Minack

Business Angel aus Berlin

Business Angel Dr. Gesa Miczaika

Dr. Gesa Miczaika

Female Founder Business Angel

Business Angel Wolrad Claudy

Wolrad Claudy

Business Angel aus Frankfurt

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer

Dr. Bastian Schmidt-Vollmer

Business Angel und Rechtsanwalt

Die Grundlagen des Business Angel Investings

Investieren in Startups birgt viele spannende und lohnenswerte Möglichkeiten. Gleichzeitig bringt ein Investment Risiken mit sich, über welche man sich im Voraus besser klar sein sollte.

Lerne in hier alles über das Angel Investing. Von der grundlegenden Einstellung, die du als angehender Business Angel mitbringen solltest, über passende Investmentstrategien bis hinzu bewährten Routinen, wenn du bereits investiert hast.

Übersicht der Fragen zu den Grundlagen des Business Angel Investings

Was ist ein Business Angel?

Gründer und Gründerinnen sind in der Frühphase oft auf Unterstützung angewiesen. Startups benötigen für ihr skalierbares und innovatives Geschäftsmodell meistens finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus ist auch das sogenannte “Smart Money” relevant.

Die Kapitalgeber (Business Angels) sollten am besten erfahrene Unternehmer:innen oder Manager:innen sein, die sich in der entsprechenden Branche auskennen. So können sie mit ihrem Know-how und Netzwerk eine beratende Funktion einnehmen. Oft werden Business Angels auch als Sparringspartner und Coaches verstanden. Im Gegenzug erhält der Business Angel Anteile am Startup.

Business Angel Göran Göhring
Serial Entrepreneur & Business Angel
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Serial Entrepreneur & Business Angel
Göran
Göhring
darüber, was ein Business Angel ist

Göran Göhring: „Ich kann da keine vollständige Definition geben und und möchte auch Raum für weitere Meinungen lassen. Als Erstes denken viele, dass ein Business Angel Geld gibt und dass es damit gewesen ist. Ich finde, dass ein Business Angel eine Persönlichkeit ist, die besonders Gründer in Startups und neue Geschäftsmodelle fördert und in gewissem Sinne fordert.

Die Vielfältigkeit sieht man vielleicht auch in meiner Person. Ich bin auf der einen Seite seit mehr als 20 Jahren Unternehmer und auf der anderen Seite gehe ich in eigene Startups rein, bin aber auch Partner und Berater in einem Venture Building, dem Next Mobility Labs. Parallel dazu bin ich Mentor in den Startup Teams. Alleine daran sieht man, mit wie vielen Wellen ich dort spiele.

Markant für Business Angels ist, dass sie meistens in einer sehr frühen Phase reingehen, die sogenannte Pre-Seed Phase. Das Geschäftsmodell ist meistens skizziert, aber noch nicht bewiesen. Es funktioniert also noch nicht. Der Weg zum Product-Market Fit, um ein funktionierendes Geschäftsmodell zu haben, den begleitet ein Business Angel mit den Gründern. Ich kenne da unterschiedliche Ausprägungen, die ein Business Angel tun kann. Das eine ist der Geldaspekt. Das Zweite ist der Service for Equity.

Der Business Angel hilft einem Startup und bekommt im Gegenzug virtuelle Anteile (ESOP, VSOP). Also wenn er bestimmte Voraussetzungen mit seinem Service erfüllt. Außerdem habe ich schon Connection for Equity kennengelernt. Jemand, der dem Startup beim New Business, bei den Kontakten mit den ersten Abschlüssen mit Kunden oder auch VCs hilft.

Noch ein wichtiger Punkt: Business Angel heißt nicht, dass man da einfach mal reingeht und dann war es das. Sondern es existiert in vielen Fällen ein kontinuierlicher Prozess der Hilfe für die Gründer eines Startups. In welcher Intensität man dies macht, muss man von Fall zu Fall entscheiden. Das ist auch jedes Mal anders und es hängt auch stark von der Expertise des Angels und von den Bedürfnissen der Gründer ab.

Viele Gründer fragen aber auch schon danach, wo, wie und mit welcher Intensität man als Angel hilft. Ich finde diese Frage auch sehr fair, denn es geht darum, die Gründer eine Weile zu begleiten, damit sie den Weg ins Unternehmertum schaffen und ein erfolgreiches Geschäftsmodell auf die Straße bringen.“

Business Angel Robert Sünderhauf
Business Angel mit Health-Hintergrund
(Sinnerhill Investments)
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Business Angel mit Health-Hintergrund
Robert
Sünderhauf
erklärt, was ein Business Angel ist

Robert Sünderhauf: „Ein Business Angel ist eine Person, die junge Unternehmen dabei unterstützt zu wachsen, und dabei natürlich vor allem die Gründer. Das kann finanziell sein, durch eine Beratung oder durch ganz verschiedene Dimensionen. Das kann auch ein Anwalt sein, der hilft einen Vertrag zu verfassen. Ich würde jede Form von Unterstützung für junge Unternehmen als Business Angel bezeichnen.“

Kasia Zalewska Angel Impact Investor bei Ragnarson
Angel Impact Investor
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Angel Impact Investor
Kasia
Zalewska
über ihre Arbeit als Impact Business Angel

Kasia Zalewska: „My name is Kasia Zalewska, I am based in Berlin, originally from Poland. I did plenty of different stuff along the way. Right now, I focus on investing in Impact startups. I see that as a cherry on top of my professional career. My job is to find startups and founders, that have that impact mission deep in the heart. I can help them with money, with some advisory and that is basically how my day looks like.“

Was ist das Schönste am Angel Investing?

Was begeistert unsere Angels am meisten? Sind es die spannenden Startup-Teams? Die tollen Ideen? Das finanzielle Potenzial? Der Reiz des Risikos?

All das erfährst du in folgenden Videos:

Business Angel Stefan Müller
Erneuerbare Energie Business Angel
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Erneuerbare Energie Business Angel
Stefan
Müller
über das Schönste am Business Angel Dasein

Stefan Müller: „Das Schönste am Business Angel Dasein sind Menschen. Ich sage jetzt nicht junge Menschen, weil wir auch in Firmen mit älteren Gründer:innen investiert haben. Das Schöne daran ist wirklich, dass man etwas schafft und etwas umsetzt. Man arbeitet daran einen Traum umzusetzen. Jede Gründer:in, die mit irgendwas Neuem anfängt, schaut sich wahrscheinlich die Höhle der Löwen an und schaut, was da so passiert.

Das ist auch ganz spannend, da erlebt man ganz emotionale Situationen, wo man sich zusammen erfreut, aber auch zusammen weint, weil etwas total schief gelaufen ist. Das sind einfach alles schöne Erlebnisse und die möchte ich nicht missen. Also wirklich alle guten und auch alle schlechten Erlebnisse, die ich so erlebt habe. Das macht einfach unglaublich Spaß, mit neuen Menschen etwas Neues auf die Beine zu stellen.“

Business Angel
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Business Angel
Dörte
Kaschdailis
über das Schönste am Angel Investing

Dörte Kaschdailis: „Das Schönste für mich persönlich ist diese Vielzahl an unterschiedlichen Menschen, die ich kennenlerne. Sei es die Peers, mit denen man zusammen investiert, oder die Gründer:innen. Und in meinem Alltag findet man meine Kinder, Rentner (meine Eltern und Schwiegereltern) und Menschen, die so alt wie ich sind.

Und das ich so mit Mittzwanzigern oder Anfangdreißigern zu tun habe, kommt ja sonst nicht so vor und ich finde das mit den Gründer:innen super. Die schauen anders auf die Dinge, bringen andere Entscheidungskriterien teilweise mit, wo ich mir denke, bin ich hier jetzt schon zu alt oder was ist hier los.

Da passiert auch so viel mit einem selber und reflektiert, welche Bias man hat. Das finde ich absolut toll und man ist immer an diesem Puls der Zeit. Ich lese in der Zeitung Dinge, an denen ich beteiligt bin. Das finde ich mega, ich bin nicht nur passiv, sondern sehr aktiv an der Gestaltung der Zukunft beteiligt. Das macht superviel Spaß!“

Torsten Meyer - Business Angel
Business Angel aus Berlin
(TM Future Ventures)
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Business Angel aus Berlin
Torsten
Meyer
über das Schönste am Angel Investing

Torsten Meyer: „Ich dringe gern in neues Terrain vor, ich mag gern mit neuen Leuten zusammen zu sein. Ich finde den Gründer-Spirit einfach total faszinierend: wie hochgradig intelligent manche Leute sind, wie die sich für eine Sache begeistern, sich da einarbeiten, ein Produkt entwickeln usw.

Ich denke da gern an meine eigene Zeit als Gründer zurück. Ich saß da mit meinem eigenen Partner beim Notar und habe die Verträge für die UG-Gründung unterschrieben. Das war sozusagen an einem Freitag – und Montag musste ich allein der Marketing-Experte, der Vertriebs-Experte, der Buchhalter, der Produktbauer, der Investorenanwerber usw. sein, obwohl ich vorher überhaupt nicht wusste, wie das alles funktioniert. Mit einer Unterschrift warst du das alles auf einmal.

Wenn man als Business Angel jetzt wieder mit solchen Menschen in Kontakt kommt, die in so einer Phase stecken, die dir diese Unternehmung auch noch mit Enthusiasmus verkaufen können, dann finde ich das einfach großartig.

Kaum ein Angel macht das als Philantropie, sondern die meisten aus wirtschaftlichen Erwägungen. Im besten Fall sollte keines der Startups scheitern, denn wer verbrennt schon gern Geld. Dann hat man als Business Angel am Ende auch die entsprechende Belohnung für sein Risiko.“

Business Angel Stephan Jacquemot
Business Angel aus Köln
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Business Angel aus Köln
Stephan
Jacquemot
über das Schönste daran, Business Angel zu sein

Stephan Jacquemot: „Ich liebe es wirklich mit den Teams zu arbeiten. Ich mag es wirklich mit diesen Menschen zu arbeiten, die Talente sind, die die Welt anders sehen, als sie jetzt ist. Menschen, die die Welt besser machen wollen, getrieben von ihrer Zielstrebigkeit und mit dieser Energie an Menschen zu arbeiten, in Board-Meetings zu sitzen, nach Lösungen zu suchen, gemeinsam interessante neue Wege zu gehen.

Diese Arbeit motiviert mich unglaublich und das heißt nicht, dass immer alles gut laufen muss, sich aber dann zusammen wieder hinzusetzen und gemeinsam wieder an Lösungen zu arbeiten. Das ist natürlich super und wenn dies dann auch noch in harten KPIs messbar ist, durch: Umsatz, Margen, Gewinne, Marktanteil oder Daily active Users. Also, wenn man die Strategie dann auch aufgehen sieht, in harten Zahlen, das ist dann natürlich noch mal eine riesige Belohnung. Ich glaube, dafür ist man in diesem Geschäft, um diese Geschäftsmodelle beim Entstehen zu begleiten und dann zu sehen, dass man Erfolg hat und es funktioniert. Das ist wirklich unglaublich motivierend.“

Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tim
Schumacher
über das Schönste am Angel Investing

Tim Schumacher: „Als Angel wird einem ermöglicht, mit tollen und jungen Menschen zusammenzuarbeiten, die für ein Thema brennen und ein Unternehmen gründen. In der Regel machen Gründer:innen bestimmte Sachen sehr gut, sodass ich auch von meinen Gründer:innen richtig viel lernen kann. Damit bleibe ich auf der Höhe der Zeit, was ganz viele tolle und unterschiedliche Themen angeht.“

Business Angel Dr. Gesa Miczaika
Female Founder Business Angel
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Female Founder Business Angel
Dr. Gesa
Miczaika
über das Schönste am Angel Investing

Dr. Gesa Miczaika: „Ich liebe es, die Zeit mit so vielen tollen unterschiedlichen Menschen zu verbringen, die so spannende Dinge machen und von denen ich so viel lernen kann. Ich liebe den Job wirklich sehr, weil man einfach nur jeden Tag viel dazulernt. Wer sich dafür entschieden hat: Herzlichen Glückwunsch!“

Business Angel Claudia Nagel
Proptech Business Angel
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Proptech Business Angel
Claudia
Nagel
über das Schönste am Angel Investing

Claudia Nagel: „Das Schönste für mich am Angel Investing ist, dass man Unternehmen beim Wachsen zusehen kann und auch die Unternehmer begleitet. Am Anfang steht ja oft eine Vision, was das Gründungsteam verändern möchte.

Und das dann zu begleiten und bei der Realisierung ein bisschen zu helfen, das finde ich am Schönsten. Und wenn man dann nach 3-4 Jahren zurückschaut, was das Team geschafft hat und was man dazu beitragen konnte, das ist einfach großartig.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
Business Angel und Rechtsanwalt
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Business Angel und Rechtsanwalt
Dr. Bastian
Schmidt-Vollmer
über das Schönste am Angel Investing

Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Das Schönste ist wirklich motivierte Leute zu sehen. Ich finde es sensationell, wenn Jungs oder Mädels sich hinstellen und sagen: “Ich bin noch total jung, ich will jetzt nicht direkt eine Familie gründen, ein Häuschen bauen oder Beamtin werden, sonder ich probiere noch mal was aus!”. Das ist letztlich auch so die Zeit, die man hat und die man nutzen sollte. Wir haben in ganz vielen Ländern die Schule auf zwölf Jahre begrenzt und es gibt keine Wehrpflicht mehr. Viele machen auch keine Ausbildung oder so. Also ich hab hier welche mit 24, die schnell studiert haben und sich bei mir als Anwälte bewerben.

Denen fehlt aber extrem viel Lebenserfahrung. Das lernt man nicht, wenn man so fokussiert durchs Leben geht. Diese Lebenserfahrung kann man eigentlich nirgendwo so gut lernen wie in einem Startup. Da ist man einfach mit allen möglichen Problemen konfrontiert, die die Welt so bietet. Diese Probleme muss man dann eigenständig lösen und da helfe ich einfach sehr gerne mit. Ich finde es einfach toll, wenn Leute so stark motiviert sind und sich etwas trauen.

Das passiert in Deutschland immer noch zu wenig, auch wenn man das Gefühl hat, dass es mehr wird. Deutschland wird sozusagen von mittelständischen Unternehmen dominiert. Deswegen sollte eigentlich der Gründergeist in vielen Menschen in den Genen stecken und das muss er auch. Ich stehe dafür da, dass ich Leute, die diesen Gründergeist haben, gerne unterstütze.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
Business Angel des Jahres 2021
(MGH Beratungs- und Beteiligungs-GmbH)
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Business Angel des Jahres 2021
Matthias
Helfrich
über das Schönste am Angel Investing

Matthias Helfrich: „Das Schönste am Angel Investing ist, dass ich glaube zu spüren, dass ich selbst im Kopf jung bleibe, weil ich unglaublich auch von meinen Gründerinnen und Gründern gefordert werde.

Zweimal im Jahr lade ich alle alle meine Gründerinnen und Gründer zu mir persönlich ein. Das stellt in meinem Haus oder Garten einen Energiemix dar, von dem ich danach noch monatelang zehre. Das ist für mich mit Abstand das Schönste am Angel Investing und gibt mir viel Lebensfreude, diese Interaktion an solchen Nachmittagen.“

Business Angel Xavier Sarras
Purpose Business Angel
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Purpose Business Angel
Xavier
Sarras
über das Schönste am Angel Dasein

Xavier Sarras: „Das Erste ist mit den Unternehmern zu arbeiten. Unternehmertum begleitet mich schon immer, ich habe meine erste Firma mit 17 gegründet. Ich bin jetzt Mitte 40, ich behaupte mal, dass mich junge Unternehmer auch jung halten. Ich empfinde mich jetzt noch nicht als alt, aber ich arbeite dann doch häufig eher mit 20-,30-jährigen Gründer:innen zusammen.

Ich finde es einfach mega, mit Leuten an ihnen und an ihren Ideen zu arbeiten und für sie da zu sein. Als Mentor und Coach zu agieren und selber zu lernen, immer neue Themen zu entdecken. Der zweite Punkt ist so die Jungfräulichkeit in jedem neuen Projekt. Ich bin so ein Typ, ich will mir immer neue Themen anschauen, neben den stabilen Themen, die ich so mache. Das hilft mir die Energie im Job zu halten und das finde ich einfach mega. Die technologischen Innovationen zu sehen, jedes Mal wieder aufs Neue etwas zu entdecken.

Ich habe vor 1,5 Jahren in Blockchain Unternehmen investiert, ich kannte mich vorher mit Blockchain viel zu wenig aus, mittlerweile bin ich da im Beirat, also ich musste mich in das Thema einarbeiten. Ein Investment zwingt einen auch, sich in ein bestimmtes Thema einzuarbeiten. Dabei lernt man unfassbar viel und ich mache quasi jedes Mal einen Micro Master, wenn ich mich mit einem neuen Thema beschäftige.

Das sind so die zwei Punkte, die mich wirklich faszinieren. Das Wirtschaftliche ist so was on top kommt. Natürlich freust du dich riesig, wenn es gut geht und die Multiples toll sind. Wenn du ein 8x, 10x oder 20x auf dein Geld gemacht hast. Aber du verlierst auch und das muss man auch können. Wenn ich ganz ehrlich bin, ist der dritte Punkt auch die Aufregung bei Investments. Es ist aufregend und das macht halt auch Spaß.“

Welche Tipps hat Verena Pausder für angehende Angels?

In ihrem LinkedIn Live vom 18.11.2021 hat Verena Pausder insbesondere für alle zukünftigen weiblichen Business Angels das Einmaleins des Business Angel Investings erklärt. Dies stellen wir hier mit Verenas Einverständnis zur Verfügung. 

(Falls das Video nicht direkt lädt, bitte den Button „Inhalt laden“ klicken.)

Business Angel Verena Pausder

Unternehmerin & Investorin

über das 1x1 des Business Angel Investings

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.linkedin.com zu laden.

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Business Angel 1×1 – Wie wird man Business Angel? Wie entscheidet man, wo man investiert? Welche Ticket Size macht Sinn? Welche Rolle hat man als Business Angel für die Gründerteams?

Was ist das Schlimmste am Angel Investing?

Auch im Traumjob gibt es Aufgaben und Situationen, die einfach keinen Spaß machen. Hier folgen die schlimmsten Dinge, die dich als Business Angel erwarten:

Business Angel Claudia Nagel
Proptech Business Angel
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Proptech Business Angel
Claudia
Nagel
über das Schlimmste am Angel Investing

Claudia Nagel: „Ich würde eher sagen, das Frustrierendste am Angel Investing ist, dass der Erfolg bei Teams teilweise viel später eintritt, als man am Anfang annimmt. Auch wenn es nicht am Team und am Produkt liegt, sondern es am Markt noch nicht so richtig zündet. Wenn man vielleicht doch noch ein wenig zu früh dran ist.

Oder wenn externe Marktschocks eintreten, die dazu führen, dass ein Produkt, das supergut gestartet ist, noch mal neu konzipiert werden muss. Das sind wirklich so Momente, wo man den Kopf nicht in den Sand stecken darf und auch das Team weiter motivieren muss. Das sind so die schlimmsten Momente.“

Business Angel Tina Dreimann
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tina
Dreimann
über das Schlimmste am Angel Investing

Tina Dreimann: „Ich musste sehr lange überlegen, was das Schlimmste am Angel Investing ist, weil es einfach wahnsinnig viel Spaß macht. Es ist ein tolles Feld, man lernt viel und man kann sein Wissen weitergeben. Außerdem kann man Teams multiplizieren und wenn man sich auf die richtigen Themen fokussiert, sogar Impact haben.

Aber natürlich gibt es auch immer eine Schattenseite. Meine persönliche ist, Teams scheitern zu sehen und das wird passieren. Man hat eine Bindung zu den Teams aufgebaut, aber alleine das Team ist nicht der Erfolgsfaktor, sondern eben auch die Idee, das Geschäftsmodell und das Timing sind entscheidend.

Es gibt wirklich die fantastischsten Ideen, die vor Jahren auf der Strecke geblieben sind, weil es noch nicht der richtige Zeitpunkt war. Das wird uns Angels allen passieren und ich wünsche gutes Durchhaltevermögen, das man in der Zeit auch ein positives Mindeset für die Gründerinnen und Gründer behält, um sie wieder aufzustellen.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
Business Angel des Jahres 2021
(MGH Beratungs- und Beteiligungs-GmbH)
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Business Angel des Jahres 2021
Matthias
Helfrich
über über die zwei Dinge, die für ihn am Angel Investing nicht so schön sind

Matthias Helfrich: „Da habe ich sofort die perfekte Antwort drauf: Für mich ist das Schlimmste am Angel Investing, dass ich nicht mehr investieren kann, weil ich eigenen Restriktionen unterliege. Das sind zum Beispiel Restriktionen im Sinne von Zeit. Ich habe 17 Beteiligungen, die ich ganz allein manage. Da kann mein eigener Anspruch an den Austausch mit den Gründerinnen und Gründern kaum mehr aufrechterhalten werden.

Das zweite sind die finanziellen Restriktionen. Wenn man dann auf die Idee kommt, noch ein Darlehen auf sein Haus aufzunehmen, um mehr Startup-Investments machen zu können, dann muss man doch unbedingt innehalten.

Das sind die zwei Dinge, die mich am Angel-Dasein nicht so glücklich machen.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
Business Angel und Rechtsanwalt
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Business Angel und Rechtsanwalt
Dr. Bastian
Schmidt-Vollmer
über das Nervigste am Angel Investing

Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Es ist nervig, wenn man einen kleinen Finger gibt und einem dann der Arm ausgerissen wird. Ich bin nicht nur Angel, sondern ich muss auch noch Geld verdienen, um dann Angel sein zu können. Das heißt, meine Zeit ist wie bei vielen Angels stark begrenzt. Deshalb bringt es mir nichts, wenn jemand alle sieben Minuten anruft und dies oder jenes fragt. Das muss schon strukturiert sein und man muss regelmäßig solche Treffen machen und man kann dann entscheiden, an welchen Stellen ich helfen kann. Es kann aber nicht sein, dass man ständig parat stehen muss. Das geht einfach nicht.“

Business Angel Nikolaus D. Bayer
Business Angel des Jahres 2020
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Business Angel des Jahres 2020
Nikolaus D.
Bayer
über das Schlimmste am Angel Investing

Nikolaus D. Bayer: „Das Schlimmste als Unternehmer, um mal etwas allgemeiner zu beginnen, ist es, Mitarbeiter entlassen zu müssen.

Das Schlimmste aus der Sicht der Angel-Investoren ist, wenn ein Gesellschafterkreis oder Beirat sieht, dass Probleme herankommen – die Gründer bzw. Geschäftsführer sehen diese Probleme aber selbst nicht kommen und sind da beratungsresistent. Das ist ein Moment, in dem man wirklich verzweifelt.“

Business Angel Stephan Jacquemot
Business Angel aus Köln
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Business Angel aus Köln
Stephan
Jacquemot
über das Schlimmste am Angel Investing

Stephan Jacquemot: „Ich glaube, zwei Dinge sind als Business Angel schlimm bzw. belastend. Das eine sind Gründerteams, die sehr beratungsresistent sind. Also, wenn Gründer:innen eine Frage stellen, du gibst eine ehrliche Antwort, wo du dir auch wirklich Gedanken machst, weil du natürlich willst, dass die Firma erfolgreich ist. Und dann bügelt das Startup-Team es einfach so vom Tisch. Also nach dem Motto: “Ja, haben wir gehört, ist nichts!”.

Das kann sein, man muss ja auch nicht immer recht haben. Es ist auch ok, wenn Gründer:innen dann sagen, dass es nicht passt und ihre Antwort auch begründen. Wenn so was aber immer wieder vorkommt und man merkt, dass man mit seinem Rat eigentlich recht gehabt hat und die Gründer:innen einem dann immer noch nicht richtig zuhören. So was kann dann sehr frustrierend sein. So fahren die Gründer:innen mit Ansage gegen die Wand, weil sie glauben es besser zu wissen. Man meint es ja nicht böse, man meint es nicht von oben herab, sondern man spricht auf Augenhöhe mit den Gründer:innen. Beratungsresistente Gründer:innen sind schon sehr frustrierend.

Das zweite ist die administrative Arbeit. Also man muss die ganzen Verträge durchlesen, Shareholder Agreements, Notartermine beachten, ein gewissen juristisches Wissen haben, um die ganzen Dokumente zu verstehen. Dann Dinge auch nachzuverhandeln, auch ein bisschen zu schauen, ob irgendwo etwas ein bisschen eingeschmuggelt worden ist. Die ganzen Jahresabschlüsse verstehen, die ganze administrative Arbeit sollte man nicht vergessen. Dies mache ich jetzt nicht mit großer Leidenschaft.“

Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tim
Schumacher
über das Schlimmste am Angel Investing

Tim Schumacher: „Das Schlimmste am Angel Investing – wenn man das überhaupt so bezeichnen kann – ist, dass man manchmal eben überhaupt nicht eingreifen kann. Dass man sieht, ein Team könnte so viel mehr, wenn es bestimmte Dinge tun würde, aber das man einfach akzeptieren muss, dass das Gründungsteam das Sagen hat und man selbst nur der Investor ist.

Auch wenn man am Anfang daran geglaubt hat, kann man aus dieser Position eben Dinge nicht verändern. Das ist dann sehr traurig, wenn man sieht, wie sie trotz guter Ratschläge scheitern.“

Business Angel Stefan Müller
Erneuerbare Energie Business Angel
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Erneuerbare Energie Business Angel
Stefan
Müller
über das Nervige am Business Angel Dasein

Stefan Müller: „Ich glaube, das Schwierige als Business Angel ist, Menschen um sich rumzuhaben, die auch zuhören können. Es gibt auch unter Angels extrovertierte Typen, die gerne reden und sagen, was sie alles gemacht haben. Das kann manchmal anstrengend sein und trifft auch auf der Seite der Gründer:innen zu.

Es gibt Gründer:innen, die nicht die erste, sondern vielleicht die zweite, dritte, vierte Firma gegründet haben. Das kann dann schwierig sein, wenn man in einem Umfeld ist, wo keiner dem anderen mehr richtig zuhört. Also wenn Menschen zu sehr von sich überzeugt sind, da gibt es wirklich eine Menge Egos in der Welt der Gründer:innen und Investor:innen.“

Business Angel Alf Arnold
Business Angel aus Berlin
(Angel Investments & Communications)
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Business Angel aus Berlin
Alf
Arnold
über das Schlimmste am Angel Investing

Alf Arnold: „Es gibt natürlich immer prekäre Situationen, die oft stattfinden, wenn es einen besonderen Erfolg oder Misserfolg gibt. Es treten häufig Probleme auf, wenn es unterschiedliche Interessen gibt. Außerdem können die unterschiedlichsten Persönlichkeiten unter Druck hervortreten, die man vorher nicht kannte. Auch sehr unschöne Momente sind zum Beispiel: wenn die Kunden ausbleiben, das Feedback negativ ist oder das Produkt so nicht stimmt.

Die Rahmenbedingungen haben sich in den letzten zwei Jahren auch massiv verändert, dies hatte extrem gravierende Auswirkungen. Es ist immer ideal, wenn man auf ein Problem direkt eine Lösung hat. Dies ist aber nicht immer der Fall und manchmal gibt es auch keine Lösung, die einem einfällt.“

Business Angel
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Business Angel
Dörte
Kaschdailis
über das Schlimmste am Angel Investment

Dörte Kaschdailis: „Also was jetzt passiert ist, dass die großen Geldgeber in den Stages der Unternehmen immer weiter nach vorne rücken. Als kleiner Business Angel konkurrierst du vielleicht irgendwann mit großen VCs um coole und innovative Startups. Das ist so ein bisschen schade und ich möchte da ein bisschen die Lanze für Business Angels brechen. An alle Gründer:innen die sich das hier anschauen, schaut nicht nur auf den großen Scheck, der da kommt, sondern auch auf die Menschen, die dahinterstehen und wie die euch unterstützen können. Geld ist bei einer richtig coolen Idee am Ende nicht alles. Also wir sehen schon, dass da immer mehr Konkurrenz ist, um die innovativen Unternehmen. Aber es ist noch so, dass wir tolle Beteiligungen bekommen.“

Was sind die größten Schwierigkeiten beim Angel Investing?

Jeder Business Angel empfindet andere Dinge beim Startup-Investing als besonders schwierig. Das reicht von der Herausforderung, überhaupt erst einmal besonders gute Teams kennenzulernen, über technische Themen beim Investment selbst bis hin zu Enttäuschungen bei der Zusammenarbeit mit den Gründer:innen.

Im Startup- und Angel-Ökosystem lauern aber noch viele andere Schwierigkeiten. Folgende Dinge sagen unsere Angels zu Schwierigkeiten bei Investments in Startups:

Business Angel Robert Sünderhauf
Business Angel mit Health-Hintergrund
(Sinnerhill Investments)
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Business Angel mit Health-Hintergrund
Robert
Sünderhauf
über das Schwierigste am Angel Investing

Robert Sünderhauf: „Ich würde sagen, die größte Schwierigkeit ist der Funnel, also der Zugang zu attraktiven Gründern und Ideen. Dazu unterstütze ich beispielsweise hier bei AddedVal.io oder bei Accelerator-Programmen, um Leute kennen zu lernen und ein Netzwerk aufzubauen.

Ich treffe mich auch regelmäßig mit anderen Angel-Investoren, um mögliche gemeinsame Investments zu besprechen.

Man muss sich aber auch bewusst sein, dass man als Privatinvestor nicht die Kapazität für beliebig viele Themen hat. Mit einem professionellen VC, der in einem Jahr unzählige Startups screent, kann man da einfach nicht mithalten.

Man sollte sich daher klar überlegen, in welchen Bereichen man als Business Angel aktiv sein und investieren will. Ich würde nicht überall investieren, sondern versuchen, sich ein Feld aufzubauen, in dem man sich besser auskennt, in dem man einen Netzwerkeffekt innerhalb seiner Portfolio-Startups schaffen kann und in dem man die Entscheidung für oder gegen ein Investment deutlich einfacher treffen kann.

Dann muss man einfach mit den Gründern reden. Das erfordert viel Bauchgefühl, weil ja noch nicht so viel im Startup da ist und weil man die Leute noch nicht so lange kennt. Das ist schon ein großes Risiko und man muss sich genau überlegen, ob man das will. Denn man muss Zeit und Geld investieren und sehr wahrscheinlich geht es schief.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
Business Angel und Rechtsanwalt
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Business Angel und Rechtsanwalt
Dr. Bastian
Schmidt-Vollmer
über die größten Schwierigkeiten beim Angel Investing

Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Die Klippe, die ich eigentlich am häufigsten sehe, ist die Zeit. Jeder macht mehr oder weniger einen Businessplan. Es ist auch wichtig, dass man einen Businessplan hat, weil man dann irgendwo einen roten Faden und ein Ziel hat. Aber ich habe eigentlich noch nie einen Businessplan gesehen, der sich am Ende wirklich erfüllt. Meistens dauert alles viel länger, aus 1000 verschiedenen Gründen.

Und wenn man sagt, dass man das Unternehmen jetzt für ein halbes Jahr finanziert, dann wird es meistens nicht ausreichen. Nach einem halben Jahr steht man dann da und es muss ein neuer Investor ran oder der gleiche Investor muss noch mal nachlegen. Das sollte man vorher im Blick haben, dass es 1000 Gründe geben kann, warum der Businessplan zeitlich nicht eingehalten werden kann.“

Business Angel Göran Göhring
Serial Entrepreneur & Business Angel
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Serial Entrepreneur & Business Angel
Göran
Göhring
über die Schwierigkeiten beim Business Angel Investing

Göran Göhring: „Angel Investing ist ein sehr holistisches Thema. Es ist nicht damit getan, dass ich ein bisschen Ahnung im Marketing oder Sales habe. Es kommen sehr viele Rechtsthemen und Finanzthemen mit ins Spiel. Ein zweiter Punkt sind die Branchen. Da sollte man sich ganz genau überlegen, in welche Branchen man reingeht, welche Branche versteht man und welche Branche versteht man nicht.

Insofern muss man als Angels was Ähnliches wie die Gründer tun. Nämlich Fokus auf die Nische, wo man sagt, dort macht es Sinn, dort kann ich einen Beitrag leisten und das Geschäftsmodell verstehen ich. Ansonsten passiert es ähnlich wie bei vielen Anlagen bei Banken, dass man etwas aufgeschwatzt bekommt, man versteht es nicht und wundert sich, warum es nicht durchstartet.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
Business Angel
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Business Angel
Dr. Rahel
Stichtenoth
über die Schwierigkeiten beim Angel Investing

Dr. Rahel Stichtenoth: „Ich finde es immer schwierig, die richtige Balance zu finden. Ganz vereinfacht ist es so, dass die Gründer Entscheidungen treffen und das Startup schmeißen. Die Business Angels stehen beratend zur Seite, haben häufig schon mehr unternehmerische Erfahrung als die Gründer und sehen vielleicht manchmal etwas, was nicht so gut läuft. Ich denke, dass man als Business Angel den Gründern sehr viel Freiheit lassen sollte.

Die jungen Gründer sind manchmal etwas risikofreudiger, aber können dadurch auch mehr erreichen. Wenn man da immer reinredet, da ist niemandem geholfen. Andererseits ist es auch wichtig, begründete Bedenken zu äußern. Wenn irgendwas in die falsche Richtung geht, dass man es eben auch äußert und es nicht einfach laufen lässt.

Ein anderer ganz schwieriger Punkt ist die Entscheidung zu treffen, ein Startup aufzugeben. Es ist ja bekannt, dass es nicht alle Startups schaffen, aber wann muss man realisieren, dass es ein Startup nicht schaffen wird und dass ich mein Investment abschreiben muss.

Das sollte man nicht zu früh machen, da man immer an der Seite der Gründer stehen und unterstützen sollte. Wenn man das Startup aufgibt, dann tut man es eben nicht mehr so richtig. Es bringt ja auch nichts zu versuchen ewig weiterzumachen und schlimmstenfalls nochmal Geld nachschieße, obwohl ich nicht mehr dran glaube.

Das ist eine ganz schwierige Entscheidung, weil es eben auch ein eigenes Scheitern beinhaltet. Ich habe mich für das falsche Startup entschieden und ich habe es nicht geschafft, dass es doch funktioniert.“

Business Angel Beate Fastrich
Business Angel aus München
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Business Angel aus München
Beate
Fastrich
über die größten Schwierigkeiten beim Angel Investing

Beate Fastrich: „Ich würde sagen, das Schwierigste ist, wenn man nicht so richtig herankommt an das Gründerteam. Wenn man das Gefühl hat, man hat zwar investiert, aber man kann sein Netzwerk, das Know-How, die Erfahrung usw. nicht einbringen. Das kann zum Beispiel sein, weil das Gründerteam es selbst besser zu wissen glaubt, einfach daran nicht interessiert ist oder zu fokussiert auf ein aktuelles Problem oder das operative Geschäft ist. Das finde ich manchmal schade.

Das Schwierigste finde ich aber, wenn die Offenheit und Transparenz nicht da ist. Ich glaube, je erfahrener man als Business Angel ist, da weiß man, dass es nicht nur Höhen sondern auch Tiefen gibt. Es gibt auch Gründerteams, die ihre Probleme erst einmal selbst lösen wollen, bevor sie damit an ihre Business Angels gehen. Das ist grundsätzlich auch gut. Aber diese Transparenz in schwierigen Zeiten finde ich extrem wichtig.

Die ersten Male habe ich sicher auch nicht richtig reagiert und war zu erschrocken. Mit einer gewissen Erfahrung kann man das sachlicher bewerten, ruhig nach den nächsten Schritten fragen und einfach mehr unterstützen. Aber das geht natürlich nicht nachträglich, wenn schon alles ins Wasser gefallen ist. Diese fehlende Transparenz kann also viel kaputt machen, was sehr schade ist.“

Über welche Vorkenntnisse sollte ein Business Angel verfügen?

Vorkenntnisse sind in den meisten Berufen gefragt, auch bei Angels gibt es Kompetenzen, die von Vorteil sind. Gründer und Gründerinnen stoßen gerade am Anfang immer auf ähnliche Problemstellungen, bei denen ein erfahrener Angel einfach besser unterstützen kann. Auf folgende Vorkenntnisse kommt es konkret an:

Business Angel Claudia Nagel
Proptech Business Angel
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Proptech Business Angel
Claudia
Nagel
über notwendige Vorkenntnisse als Angel

Claudia Nagel: „Angels werden ganz oft rechtliche Sachen gefragt, weil die meisten Gründer:innen keine Vorkenntnisse in Rechtsfragen haben. Diese rechtlichen Themen wollen Gründer:innen auch sehr schnell vom Tisch haben, weil sie komplex und kostspielig sind.

Am Anfang wollen Gründer:innen auch nicht direkt teure Anwälte beauftragen und deshalb sind Erfahrungen in den Bereichen GmbH Strukturierung, Gesellschaftsverträge oder andere rechtliche Themen sehr gut. Aus dem Grund sind Investoren, die selbst gegründet haben, klassische Unternehmer oder Juristen im Gesellschafterkreis von Vorteil.

Es muss nicht jeder Angel alles wissen, aber es ist schön, wenn ein Angel den Gründer:innen auf einem Gebiet weiterhelfen kann. Idealerweise haben Gründer:innen dann einen kleinen Angel-Pool, die sich gegenseitig ergänzen.“

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Business Angel
Katja
Ruhnke
darüber, was Angels mitbringen sollten

Katja Ruhnke: „Angels sollten auf jeden Fall Leidenschaft und Lust auf Menschen mitbringen. Man muss echt ein Menschenfreund als Angel sein, da man mit so vielen unterschiedlichen Menschen zusammenarbeitet. Neugierde ist wichtig, weil man sich ja ständig mit ganz neuen Dingen beschäftigt. Da braucht man auch eine Offenheit und Begeisterung für innovative Lösungen. Ich glaub, das ist eine ganz wichtige Grundvoraussetzung als Business Angel.

Man muss auch den Willen haben: Ich möchte helfen. Wenn man nur Geld verdienen will, sollte man kein Business Angel werden. Da kann man auch einfach in den Aktienmarkt gehen. Man braucht schon viel Engagement, aber man bekommt dafür auch wahnsinnig viel zurück. Mir gibt es wirklich sehr viel mehr, als am klassischen Aktienmarkt, dafür gebe ich aber auch viel. Dazu muss man bereit sein.“

Business Angel Tina Dreimann
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tina
Dreimann
darüber, welche Vorkenntnisse man als Angel haben sollte

Tina Dreimann: „Aus meiner Sicht gibt es zwei wichtige Vorkenntnisse, die man als Business Angel mitbringen sollte. Das erste ist das “Frühphasenverständnis”, so haben wir es bei better ventures getauft. Es geht darum, dass man ein Grundverständnis davon hat, was einen Erfolg eines Startups ausmachen kann. Also als Angel brauche ich ein Näschen für die Teams, die Geschäftsmodelle, Märkte und Timing. Idealerweise bringe ich auch Vorerfahrungen aus einem Startup mit, damit unsere Pflänzchen schnell und kundenorientiert wachsen können.

Der zweite Punkt aus meiner Sicht ist die Unterstützung, weil wir als Angels zwei Flügel haben. Es gibt einmal die Seite des Kapitals und gleichzeitig sollte man auch eine Expertise und Know-how für die Teams mitbringen, um sie zu beschleunigen. Das Traurige ist, dass es nichts Gefährlicheres als Investoren gibt, die eine Meinung, aber keine Erfahrung haben und diese Meinung auch bei den Startups durchsetzen wollen.

Deshalb habe ich nicht nur ein Tipp für die Angel Seite, sondern auch für die Gründer. Nämlich, dass man auch immer abfragt, was ein Angel an Expertise mitbringt und wie er sich einbringen will. Sodass man am Ende ein gemeinsames Verständnis des Angels und des Gründerteams hat. Also auch, wie man arbeitet, dass das Gründerteam entscheidet und Angels nur eine beratende Funktion haben.“

Business Angel Stephan Jacquemot
Business Angel aus Köln
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Business Angel aus Köln
Stephan
Jacquemot
darüber, welche Vorkenntnisse man als Angel haben sollte

Stephan Jacquemot: „Gute Vorkenntnisse für einen Angel sind: Eine hohe Branchenkenntnis, dass man sich in einer Branche sehr gut auskennt und man selber in dem Bereich beruflich tätig war. Jemand, der sich damit in letzter Zeit sehr viel beschäftigt hat, also als Hobby oder einfach aus dem Beruf heraus. Zum anderen sollte man ein gutes Verständnis zu Gründer:innen und Menschen haben, dass man Menschen und Lebensläufe einschätzen kann. Auch ob das Skillset der Gründer:innen zum Geschäftsmodell passt.

Der dritte Punkt ist, dass man ein Grundverständnis davon haben sollte, wie man ein Startup aufbaut. Also wie baue ich Produkte lean? Wie rekrutiere ich am Anfang eine gute Mannschaft? Weil man immer mit knappen Ressourcen umgehen muss. Startups haben immer zu wenig Geld, Angels haben immer wenig Zeit, deshalb sollte man wissen, wie man Gründer:innen am Anfang helfen kann, mit diesen knappen Ressourcen zurechtzukommen.“

Business Angel Gwendolyn Schröter
Sustainability Business Angel
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Sustainability Business Angel
Gwendolyn
Schröter
darüber, ob Investoren aus der Branche kommen sollten, in die sie investieren

Gwendolyn Schröter: „Ist es denn gut, wenn man sich in einer Branche als Investor besonders gut auskennt? Ich hab es in zwei Fällen erlebt. Ich komme Beispielsweise aus der Papierindustrie und ich habe mir am Anfang Cases aus dem Bereich angeschaut.

Da habe ich einfach gemerkt, dass ich bei anderen Branchen viel mehr an ABERs und gedanklichen Hindernisse hinnehme, als in der Branche, wo ich mich auskenne. Da war ich einfach insgesamt sehr kritisch und habe alles hinterfragt. Kritisch zu sein ist natürlich wichtig, aber je kritischer man ist, desto schwieriger wird auch eine Zusammenarbeit mit den Startups.

Man kann es natürlich machen und auch die Startups mit seinem Branchen Know-how unterstützen, aber man muss sich schon zusammenreißen. Wirklich immer tief durchatmen und nicht immer gleich: “Ja, aber…” sagen. Erst einmal kurz drüber nachdenken und überlegen, warum der Ansatz der Startups vielleicht doch eine gute Idee sein könnte.

Die Gefahr liegt darin, dass wenn man eine Branche sehr gut kennt, man denkt, dass man schon alles weiß. Es gibt Business Angels, die durch eine sehr lange Karriere, sehr viel über eine Branche wissen. Die können denken, dass sie in dem Bereich vielleicht schon alles gesehen haben. Wenn man sich in einer Branche nicht so gut auskennt tendiert man eher dazu, nochmal jemand anderes zu fragen. Man setzt sich dann mit Experten aus der Branche zusammen und das macht ja auch einen guten Venture Capitalist aus, die institutionellen Investoren haben oft einen groben Fokus, aber den genauen Fokus können sie gar nicht haben und sprechen deswegen mit Experten, führen Calls durch und sprechen eben nicht nur mit einem, sondern möglichst vielen erfahrenen Menschen.

Ich glaube, dieser Ansatz fällt einem einfacher, wenn man sich noch nicht so gut auskennt. Man sollte nicht arrogant sein und sagen, dass man schon alles weiß, sondern immer trotzdem andere Experten fragen. Für Branchenfremde muss aber auch klar sein, dass man viel Arbeit reinstecken muss, um die Branche kennenzulernen.

An vielen Punkten hat man verschiedene Erfahrungen gemacht. Ich glaube der Austausch im Netzwerk und mit Leuten, mit denen man schon investiert hat, aber auch mit ganz frischen Business Angels ist sehr hilfreich für alle Seiten. Ab dem Moment, wo man aufhört zu fragen und sich denkt, dass man alles weiß, da sollte man sich nochmal hinterfragen. Ich glaube das ist der Punkt, an dem man immer wieder ansetzen muss. Ja, man muss immer weiterlernen und Gespräche führen.

Ich haben uns persönlich für einen engeren Fokus der Investments entschieden. Das kann jeder Business Angel machen wie er will, aber ich habe mich für diesen Fokus entschieden, obwohl ich da nicht herkomme. Ich habe einfach Lust auf dieses Wissen und ich will da einfach besser werden. In dem Bereich möchte ich einfach Deal-Flow bekommen.

Bei Investoren-Events gibt es ja eine Startup-Bandbreite von A-Z. Für mich ist da ein Fokus einfach spannender und es ist mir auch möglich mit einem Fokus schon früher anzusetzen. Zum Beispiel bei einer speziellen Forschungsfrage kann man auch in die Universitäten gehen und schauen, was es da schon gibt und an was geforscht wird. So kann ich den Deal-Flow erkennen, bevor er entstanden ist.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
Business Angel und Rechtsanwalt
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Business Angel und Rechtsanwalt
Dr. Bastian
Schmidt-Vollmer
darüber, welche Vorkenntnisse ein Angel mitbringen sollte

Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Also ich glaube, man sollte so was schon öfters mal gesehen haben. Jede Angelschaft, so nenne ich es jetzt mal, ist so ein bisschen wie eine Ehe, nur sehr stark komprimiert. Man hat am Anfang starke Begeisterung und es gibt ununterbrochen irgendwelche Klippen, die man umschiffen muss. Wenn man dies nicht gewohnt ist, wird man schon an der ersten Klippe scheitern und so was möglicherweise nie wieder machen.
Das muss man sich bewusst sein und deshalb würde ich es hier und da mit dem pokern vergleichen. Hier und da ein bisschen Geld investieren, um einfach mal eine Historie zu haben und einen Track-Record selber aufzubauen. Auch ein paar Mal auf die Nase zu fallen, um zu sehen, warum man eigentlich auf die Nase fällt. Oder warum das Team auf die Nase fällt und damit das eigene Geld futsch ist.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
Business Angel
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Business Angel
Dr. Rahel
Stichtenoth
darüber, über welche Vorkenntnisse Business Angels verfügen sollten

Dr. Rahel Stichtenoth: „Über welche Vorkenntnisse sollte man verfügen, wenn man als Business Angel loslegt?

Ich sehe da eigentlich keine bestimmten Vorkenntnisse für nötig. Jeder hat einen eigenen Schwerpunkt. Was ich immer ganz wichtig finde ist, dass ein Business Angel unternehmerische Erfahrung mitbringt. Das ist ein Punkt, der den jungen Gründern in Startups oft fehlt. Da kann man gerade am Anfang auch extrem gut weiterhelfen.

Auch Kenntnisse darüber, wie Förderprogramme funktionieren oder spezifische Branchenkenntnisse, Kontakte in gewissen Bereichen, das ist natürlich auch wertvoll. Ich würde aber nicht sagen, dass du pauschal darüber oder darüber Bescheid wissen musst. Jeder der Business Angel wird hat eine Menge Erfahrung und wenn er die einbringt ist es gut für die Startups.“

Ab welchem Betrag macht es Sinn als Angel tätig zu werden und was ist bei der Ticketgröße zu beachten?

Nicht nur aufgrund der hohen Notar- und Rechtskosten bei einer Startup-Beteiligung, sondern auch aus praktischen Gründen für das Startup sind Business Angel Investments erst mit fünfstelligen Beträgen wirklich sinnvoll.

Auch wenn in manchen Konstellationen Investments durchaus auch schon mit €10.000 oder noch weniger durchgeführt werden, sind für Gründer und Gründerinnen eigentlich erst Beträge ab €20.000 pro Angel attraktiv. Sonst müssen für die eigentlich nötigen sechsstelligen Investments einfach zu viele Einzelinvestoren gewonnen werden.

Torsten Meyer - Business Angel
Business Angel aus Berlin
(TM Future Ventures)
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Business Angel aus Berlin
Torsten
Meyer
darüber, wie viel Kapital man mindestens pro Startup bereithalten sollte

Torsten Meyer: „Die kleinsten Tickets, die ich kenne, sind so im Bereich 20.000 Euro. Und dann auch nur dann, wenn man das mit anderen Business Angels bündelt. Das bedeutet nicht, dass man selbst noch zum Beispiel vier andere Angels mitbringen muss, um auf die 100.000 Euro zu kommen. Aber es soll für das Startup Sinn machen.

Die Gründer brauchen genug Geld, also beispielsweise dann von mehreren Angels zusammen, damit sie in damit dann auch einige Monate arbeiten können, zum Beispiel um das Produkt zu schärfen.

Da gibt es kein Richtig oder Falsch. Manchmal sagt das Startup, dass es jetzt auch mit 10.000 Euro weiterkommt und genau dich als Business Angel haben will. Wenn du dann mit einem Geld noch einen genügend großen Anteil bekommst, dann ist das auch möglich.

Aber das kommt nicht so oft vor – 20.000 bis 25.000 Euro ist ein Wert, den man als Untergrenze ansehen sollte.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
Serial Entrepreneur & Business Angel
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Serial Entrepreneur & Business Angel
Olaf
Stichtenoth
über die Ticketgröße

Olaf Stichtenoth: „Prinzipiell muss man sich als Business Angel die Frage stellen, wie viel Geld ich in Startups investieren kann. Außerdem, ob ich an dem Punkt bin, dass ich auch in Startups investieren möchte. Aus meiner Sicht sollte man in der Lage sein, ein paar Investments zu tätigen. Das kann natürlich jeder anders sehen.

Ein Investment als Business Angel fängt meiner Meinung nach bei 25.000 Euro pro Unternehmen an. Das heißt, wenn ich 10 Investment machen will, dann muss ich 250.000 Euro zur Verfügung haben, auf die ich in keiner Weise angewiesen bin. Das sind wirklich Risikoinvestments, die haben auch das Potenzial, ein hohes Multiple zu erreichen und entwickeln sich vielleicht besser als andere Investitionen in Güter oder Unternehmen. Aber die tragen eben auch andere Risiken. Man sollte nie ein Kredit auf ein Eigenheim nehmen und damit Angel Investitionen machen. Außerdem sollte man auch keine Aktien beleihen, die man vielleicht für seine Rente gedacht hatte. Dieses Geld lässt man in seinen Aktien, ETFs oder in seinem Eigenheim und tilgt vielleicht erstmal irgendwelche Kredite.

Angel Investments sollte man wirklich nur mit dem Geld machen, welches man frei zur Verfügung hat. Es tut immer weh, wenn man Geld verliert, aber es darf eben nicht so richtig wehtun. Es darf einem keine relevanten Probleme erzeugen. Manchmal fühlt es sich so an, dass die Startup-Investments eine sichere Sache sind und die Founder verkaufen es auch so, sie sind es aber nicht.

Als Eigenkapitalinvestor ist man der Letzte in der Kette, wenn es irgendwie schief geht. Im Regelfall bekommt man im Insolvenzfall wirklich nichts zurück. Das muss man sich klar machen. Wenn ich jetzt nur 10.000 – 15.000 Euro als quasi Spielgeld habe, dann kann man sich einen erfahrenen Business Angel suchen, der Geld von anderen Leuten mit in seine Investments mit reinnimmt. Ich mache sowas nicht.

Außerdem kann man über Crowdinvesting-Plattformen oder Angel Clubs gehen, wo man eben mit kleineren Summen teilnehmen kann. Ab einem gewissen Betrag kann man auch in kleinere VCs investieren.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
Business Angel und Rechtsanwalt
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Business Angel und Rechtsanwalt
Dr. Bastian
Schmidt-Vollmer
über die Ticketgröße und Diversifikation

Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Natürlich müssen es proportional kleine Tickets sein, die man in Startups investiert. Das Risiko ist im Startup-Bereich einfach besonders groß. Das heißt, man muss möglichst weit streuen, um nicht alle Eier in einen Korb zu legen. Das mag sein, dass man es in einem Fall mal macht, weil man so begeistert ist. Häufig auch durch die persönliche oder familiäre Beziehung zu den Gründer:innen. Dies kann dann gefährlich sein. Es muss auf jeden Fall immer Geld sein, was man im Zweifel abschreiben kann.“

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Business Angel
Katja
Ruhnke
über die Ticketgröße bei Beteiligungen

Katja Ruhnke: „Kleine Tickets bedeutet für mich so ungefähr 20.000 Euro. Das ist für uns eher ein kleines Ticket, aber man kann ja auch schon mit 10.000 Euro einsteigen. Es gibt auch schon Vehikel, über die man ab 1.000 Euro einsteigen kann. Das sind dann natürlich ganz kleine Tickets. Ich würde also ca. 20.000 – 25.000 Euro als kleines Ticket definieren, es ist aber natürlich auch immer abhängig vom Vermögen. Das muss man immer auf sein ganzes Budget, was man in Startups investieren will sehen und für sich selbst definieren.

Wir haben im Moment elf Startups im Portfolio. Man sagt, dass es langfristig zwischen 10-15 Startups im Portfolio sein sollten. Das ist natürlich nicht auf einmal möglich. Wir haben ja auch über zwei Jahre gebraucht, um unsere Beteiligungen einzugehen. Also wir sind auch eher schnell am Markt unterwegs, ich glaube, bei den meisten Angels geht es eher etwas langsamer. Man sollte aber die 10-15 Startups langfristig anpeilen, damit man eine gewisse Diversifikation hat.“

Wie viele Startups werden wirklich erfolgreich und kann ein Business Angel seine Investmentstrategie entsprechend ausrichten?

Laut aktuellen Statistiken scheitern 80 % aller Startups in den ersten 3 Jahren. Richtige Erfolge können sogar nur 10 % der Startups nach 3 Jahren erzielen. Wie können Business Angels diesen Trend in ihrer Investmentstrategie und in ihrem Startup-Portfolio abbilden?

Torsten Meyer - Business Angel
Business Angel aus Berlin
(TM Future Ventures)
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Business Angel aus Berlin
Torsten
Meyer
über die die Scheiterrate in seinem Startup-Portfolio

Torsten Meyer: „Man hört ja, dass das wohl 80% der Startups sein sollen, die scheitern. Ich kann jetzt von meinen in Summe sieben Investments reden. Davon sind alle noch aktiv und mehr als die Hälfte gibt es schon weit über drei Jahre. Insofern kommt das offenbar immer darauf an und es gibt keine Pauschalisierung.

Aber tendenziell ist eine hohe Abbruch- bzw. Scheiter-Rate in den ersten drei Jahren nachgewiesen und auch wohl richtig.“

Business Angel Ingo Weber
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Ingo
Weber
darüber, wie viele Startups erfolgreich werden und wie man als Angel daher investieren sollte

Ingo Weber: „Die 10 % kommen wahrscheinlich aus irgendwelchen empirischen Untersuchungen. Was man mal untersuchen muss, ist, wie die Grundgesamtheit dieser 10 % ist, ich befürchte, die Grundgesamtheit ist irgendwie 4 bis 5-stellig. Das heißt, die Illusion, dass, wenn ein Angel zehn Investments hat und das zehnte dann auch ein Unicorn wird und die Performance rettet, da würde ich kein Geld drauf setzen. Ich glaube, es gibt viele Angels, die mehr wie 10 Investments haben und kein Unicorn dabei haben.

Generell kann ich vielleicht mitgeben, viele Angel Investoren fangen an und machen ein, zwei, drei Investments und die laufen dann so semi-gut. Als Anfänger im Angel Investing macht man eben Fehler. Viele Angels, kann man auch mit der Hype Curve vergleichen, die erst so hochgeht und dann stark abfällt. Also Angels fangen an und nach kurzer Zeit sagen sie, dass es nicht funktioniert und es dann lieber sein lassen. Dann legen sie ihr Geld wieder lieber in Staatsanleihen oder Aktienfonds an.

Ich denke, es ist einfach wichtig, dass man da dran bleibt. Am Anfang zahlt man Lehrgeld und das kann auch sehr viel Geld sein. Aber man lernt dadurch, was man richtig und was man falsch machen kann. Man kommt auch mit anderen Angels zusammen, die einen weiterempfehlen und dadurch kommt man auch an die besseren Transaktionen. Das ist so mein primäres Learning aus einem Startup Portfolio.

Ich habe letztens auch gelesen, dass man als Angel mindestens 12-15 Investments machen sollte. Damit man so was wie ein Portfolio aufbaut. So was ist ganz wichtig. Eine Erfahrung, die ich noch teilen will. Eines meiner schlechteren Investments, wo die Firma auch pleite gegangen ist, hatte mich an ein anderes Startup empfohlen, welches sich fast verzehnfacht hat. Da sieht man, wie so das eine mit dem anderen auch zusammenhängt.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
Serial Entrepreneur & Business Angel
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Serial Entrepreneur & Business Angel
Olaf
Stichtenoth
darüber, wie Business Angels ihre Chance zum Erfolg erhöhen können

Olaf Stichtenoth: „Um als Business Angel Geld zu verdienen, muss man sich erst ein paar grundsätzliche Fragen stellen:

Wie viel Geld habe ich zur Verfügung und auf wie viele Investments kann ich es verteilen?

Wenn ich mindestens 10 Investments machen kann, mit dem Teil des Geldes, den ich in Business Angel Aktivitäten stecken möchte, dann kann ich mehr oder weniger anfangen, statistisch auf mein Portfolio zu schauen.

Wenn man nicht 10 Investments tätigen kann, besser wären noch 20, dann muss der Ansatz ein anderer sein. Bei wenigen Investments muss der Business Angel selber wichtige Komponente neben dem Geld mitbringen. Also zum Beispiel Know-how und Netzwerk, dass die Pleitewahrscheinlichkeit reduziert werden kann. Grob gesagt geht ein Drittel der Unternehmen pleite, es ist natürlich auch von der Runde abhängig, bei Frühphaseninvestments vielleicht auch noch ein bisschen mehr.

Ein weiteres Drittel wird keinen positiven Return zurückzahlen, höchstens das investierte Geld. Der ganze Rest muss eben Gewinn und Investment zurückspielen. Wenn ich nicht sehr viele habe, dann darf ich mir natürlich auch nicht viele Ausreißer leisten. Da muss ich mit wenigen Investments erfolgreich sein. Wenn man mehr machen kann, dann kann man es eher statistisch betrachten und kann durchaus Portfolioansätze mit reinbringen. Da kann man auch in Branchen investieren, wo man selbst nicht tätig ist.“

Was unterscheidet einen Business Angel von einem Venture Capital Fonds?

Venture Capital Fonds sind institutionelle Investoren, die fremdes Geld verwalten und investieren. Sie haben meist die tieferen Taschen. 

Darauf kommt es aber nicht immer an! Das Know-how und die Erfahrung eines Business Angels kann für die Startups besonders am Anfang viel mehr Wert als die eigentliche Investitionssumme haben. Folgende Unterschiede solltest du noch im Kopf behalten:

Business Angel Tina Dreimann
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tina
Dreimann
über den Unterschied zwischen VCs und Business Angels

Tina Dreimann: „Ich sehe zwei Unterschiede zwischen VC Fonds und Business Angels. Der erste wichtige Unterschied ist, dass die meisten Fonds nicht so früh investieren. Also die Startups brauchen ihre ersten Investoren und das sind meistens nicht die Fonds, sondern Business Angels. Die Fonds setzen wegen der Risikominimierung einen gewissen Umsatz bzw. eine gewisse Traction voraus. Das heißt, dass gerade in frühen Phasen ganz viele tolle Gründer unterwegs sind, die trotz einer tollen Idee keine Unterstützung finden, weil sie noch zu früh dran sind und ihr Geschäftsmodell noch nicht validieren konnten. Das ist der erste Punkt.

Der zweite Punkt ist aus meiner Sicht tatsächlich die Smartness, die Business Angels mitbringen. Eben weil es das eigene Geld ist und weil man aktiv unterstützen will, bin ich ein fantastischer Partner in einem Cap Table. Da hat das Gründerteam noch ein weiteres starkes Team an der Seite.“

Business Angel Joakim Nägele
Business Angel aus Hamburg
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Business Angel aus Hamburg
Joakim
Nägele
über den Unterschied zwischen einem Business Angel und einem VC-Fonds

Joakim Nägele: „Der Business Angel steigt sehr viel früher in ein Startup ein und geht damit ein sehr viel höheres Risiko ein, weil in der Regel das Geschäftsmodell noch nicht so weit entwickelt ist.

Der andere Unterschied ist sicherlich, dass ein Business Angel üblicherweise ein Einzelkämpfer ist, wohingegen VCs noch ein ganzes Team von Analysten bei sich beschäftigen.

Ich denke, dass Business Angels mehr Leidenschaft für ein Investment mitbringen, während VCs ihre Investments doch eher etwas nüchterner betrachten. VCs müssen damit Geld verdienen und wiederum ihre eigenen Investoren überzeugen – also die, die in den VC-Fonds investiert haben.

Dagegen hat ein Business Angel neben dem finanziellen Interesse oft einfach auch ein intrinsisches Interesse an den Gründern und dem Geschäftsmodell.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
Business Angel und Rechtsanwalt
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Business Angel und Rechtsanwalt
Dr. Bastian
Schmidt-Vollmer
über die Vorteile eines Business Angels gegenüber eines institutionellen Investors

Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Das ist immer die persönliche Beziehung, die sich zwischen Angel und Gründer:innen entwickelt. Der Name ist ja auch ein bisschen Programm, ein Engel ist ja was Gutes. Institutionelle Investoren sind fast immer fremd gemanagt, also da arbeiten Leute mit fremder Leuten Geld. Die haben dann auch nicht so viel Freiraum, weil die eben auch jemand anders verpflichtet sind, nämlich eben deren Geldgebern wiederum. Der Business Angel ist nur sich selbst verpflichtet. Aus dem Grund kann er hier und da flexibler reagieren und natürlich auch viel enger mit so einem Team zusammenarbeiten.“

Welche Vorteile können Business Angels einem Startup bieten?

Die Vorteile für die Startups sind recht klar darzulegen. Als Erstes bieten Business Angels eine Finanzierungsmöglichkeit für Startups, da Banken nur in sehr seltenen Fällen das Risiko eingehen. Der zweite Punkt ist das, was wir auch aus der Höhle der Löwen kennen. Business Angels sind Branchenkenner, Coach und Türöffner.

Sie können noch eine ganz andere Dynamik in ein Startup bringen und mit ihrem Know-how fatale Fehler vermeiden. Gründer:innen sollten sich also wirklich nicht nur auf das Geld konzentrieren, sondern die Erfahrungen und den Mehrwert der Angels im Kopf behalten. Natürlich sollten sich auch die Gründer:innen genau über die möglichen Angels informieren, damit es zu einer harmonischen und guten Zusammenarbeit kommt. Hier folgend die Anregungen unserer Business Angels:

Business Angel Göran Göhring
Serial Entrepreneur & Business Angel
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Serial Entrepreneur & Business Angel
Göran
Göhring
darüber, welche Vorteile Business Angels einem Startup bieten können

Göran Göhring: „Ich habe da für mich ein 3E Modell definiert:
1. Equity
2. Experts
3. Entrepreneur

Equity ist die Thematik des Investment in ein Startup. Also über ein Wandeldarlehen oder über ein Anteilskauf zu investieren.

Der zweite Punkt ist Experts. Da geht es darum, dass Gründer in manchen Bereichen auf die Hilfe von Angels angewiesen sind, um ein holistisches Geschäftsmodell hinzubekommen. Beispiele dafür sind: Marketing and Sales, Growth, Kontakte, Finance, Rechtsthemen und die Haltung als Unternehmer. Dort ist es wichtig, dass der Business Angel mit seiner Expertise im Standbymodus ist und auch bei ihm fremden Themen jemanden kennt, der unterstützen kann. Das hilft massiv, dass die Gründer von einer ersten Startphase schnell wachsen können.

Das dritte Thema ist Entrepreneur. Ich bin selbst seit mehr als 20 Jahren erfolgreicher Unternehmer und ich kenne viele junge Gründer, die froh sind, dass sie sich bei Fragen des Tagesgeschäfts an einen anderen Unternehmer wenden können, der schon selbst viele Probleme durchlebt hat. Damit der junge Unternehmer mit der Unterstützung der Angels Wege findet, sein Geschäftsmodell durchzuziehen.“

Business Angel Stefan Müller
Erneuerbare Energie Business Angel
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Erneuerbare Energie Business Angel
Stefan
Müller
darüber, welche Vorteile Business Angels bieten

Stefan Müller: „Die Vorteile für Gründer:innen mit Business Angels zusammenzuarbeiten liegen generell auf der Hand. Es hat nicht unbedingt mit Geld zu tun, sondern wirklich mit Know-how, Wissen und Erfahrung. Das heißt, Gründer:innen sollten sich nicht nur auf das Geld fokussieren, sondern sich genau überlegen, warum sie mit den Business Angels zusammenarbeiten wollen. Für mich bedeutet das, dass ich keinen Großkonzern in einer Phase 1 dabei haben möchte, weil ich merke, dass der Fokus da gar nicht richtig liegt. Also es ist schon wichtig, dass sich die Gründer:innen überlegen, welche Business Angels ihnen welche Vorteile bieten und wie sie eigentlich helfen können.

Da kann es durchaus Sinn ergeben, manchen Angels abzusagen, also von der Seite der Gründer:innen. Das finde ich auch vollkommen in Ordnung. Wirklich nicht nur auf Geld achten, sondern: Was sind das für Menschen? Haben die Zeit? Wie viel Investments haben die schon gemacht? Können die mir helfen? Ist es vielleicht auch nur eine Gruppe von Menschen? Treten die alleine auf? Ist es ein Business Angel Club? Das hat alles seine Vor- und Nachteile. Das sollte man als Gründer:in auch im Auge behalten und man sollte sich Gedanken über die Personen machen, mit denen man zusammenarbeiten will.“

Welchen Vorteil hat ein Business Angel gegenüber größeren Investoren hinsichtlich des Risikos?

Business Angels haben durchaus Vorteile gegenüber großen Investoren bezüglich des Risikos. Institutionelle Investoren legen in der Regel das Geld von anderen Leuten an. Aus dem Grund muss immer alles an die eigentlichen Anleger kommuniziert werden.

Nach Peter Lynch sind Fondsmanager von dem bereitgestellten Kapital ihrer Kunden abhängig und müssen ca. ein Viertel ihrer Zeit damit verbringen, ihre Entscheidungen zu begründen. Business Angels sind in erster Linie sich selbst verpflichtet und können ihre Entscheidungen viel flexibler treffen. Im Folgenden werden unsere Angels auf ihre Sichtweise der Dinge eingehen:

Business Angel Insa Horsch
Food Business Angel
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Food Business Angel
Insa
Horsch
über die Vorteile von Business Angels gegenüber größeren Investoren

Insa Horsch: „Zum Einen ist das Zwischenmenschliche bei Business Angels im Vordergrund. Es ist ja fast eine persönliche Beziehung, die man mit Gründer:innen eingeht. So eine Beziehung kann an vielen Stellen von großen Investmenthäusern gar nicht aufgebaut werden.

Außerdem kann ich als Angel Investor:in die Dinge von meiner persönlichen Warte bewerten. Da kann ich wirklich entscheiden, was mir als Mensch und Investor:in wichtig ist. Welchen Impact will ich eigentlich machen?

Man ist auch weniger KPI getrieben. Natürlich muss auch ein Angel nach den Zahlen schauen, aber man hat eine gewisse Flexibilität. Angels zahlen nicht einfach in irgendeinen undurchsichtigen Fond.“

Business Angel Tina Dreimann
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tina
Dreimann
darüber, welche Vorteile Business Angels gegenüber größeren Investoren bieten

Tina Dreimann: „Eben weil es bei Business Angels das eigene Geld ist und ich unterstützen will, bin ich ein idealer Partner am Cap Table. Da hat das Gründerteam noch ein weiteres starkes Team an der Seite. Ich kann selbst aus dem Nähkästchen plaudern und sagen, was das für eine tolle Magie sein kann. Also “Magic in the Cap Table”. Bei Everdrop hatten wir damals die Möglichkeit zu investieren, also ein Impact Startup aus München.

Wir haben das Team gefragt, was sie noch brauchen. Also wir bringen Erfahrungen in den Bereichen: Brand, eCommerce, Wissen, wie man eine Organisation aufbaut mit. Wir haben das Gründerteam aber offen gefragt, was sie sonst noch brauchen, um schnell zu wachsen. Da hat das Team gesagt: Retail Zugang und Abo-Modell. Dann haben wir eben geschaut, wer da noch ins Investorenteam kommen kann, damit wir auch cross funktional aufgestellt sind.
Jeder war bereit, dieses tolle Team zu unterstützen und nur so kam erst diese Beschleunigung zustande und das fantastische Wachstum. Credits go to the team. Ich bin auch davon überzeugt, dass jedes starke Gründerteam es alleine schafft, ohne die Investoren an der Seite, aber sie können mit Angels so viel schneller sein, wenn sie diese Smartness der Angels haben und richtig nutzen.“

Business Angel Robert Sünderhauf
Business Angel mit Health-Hintergrund
(Sinnerhill Investments)
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Business Angel mit Health-Hintergrund
Robert
Sünderhauf
über die Vorteile von Business Angels gegenüber größeren Investoren

Robert Sünderhauf: „Business Angels nach meinem Verständnis sollten viel mehr Partner der Gründer sein. Sie sollten den Gründern mit Rat und Tat und auch Coaching zur Seite stehen. Idealerweise kennen sie sich in dem Feld aus, in dem sie investieren. Ich würde auch keinem Business Angel empfehlen, in einem Bereich zu investieren, von dem sie noch nichts gehört haben – oder zu investieren, weil es gerade heiß ist, aber sie gar nicht wissen, wie es funktioniert. Also mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Dagegen haben zum Beispiel Venture Capital Investoren klare Rendite-Vorgaben und handeln auch entsprechend. Deren Ratschlag ist nie ganz frei von einer Agenda, die sie haben. Die werden ein Startup möglicherweise zu besonders starkem Wachstum drängen, weil sich das dann in ihren Büchern besser widerspiegelt. Das muss für die Firma gar nicht so gut sein.

VCs sind vielleicht auch nicht die klassischen Coaches für die Gründer selbst. Das halte ich auch für sehr wichtig, den Gründern ein gewissen Handwerkszeug mitzugeben. Ein VC Investor gibt Geld, ein Business Angel ist tatsächlich eher in einer Coaching-Rolle – so kann man das zusammenfassen.“

Business Angel Nikolaus D. Bayer
Business Angel des Jahres 2020
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Business Angel des Jahres 2020
Nikolaus D.
Bayer
über die Vorteile von Business Angels gegenüber größeren Investoren

Nikolaus D. Bayer: „Als Business Angel verwalte ich im Regelfall mein eigenes Geld und kein fremdes Geld. Ich muss mich also nicht gegenüber anderen Kapitalgebern rechtfertigen, was ich da tue und warum ich Geld eingesetzt habe. Man kann viel freihändiger und schneller agieren. Wenn es zum Beispiel darum geht, in wenigen Tagen eine Brückenfinanzierung zu machen. Da geht es einfach schneller mit eigenem Kapital.

Gleichzeitig kann man im Bezug auf Risiko viel näher an den Startups sein und viel mehr Detailwissen haben. Auch weil wir als Business Angels typischerweise viel früher einsteigen als ein großer Investor. Wenn man will, kann man als Business Angel viel näher dran sein und erkennt Risiken viel früher als es jemand anderes tut.“

Womit kann ein Angel ein Startup außer Geld und Wissen noch versorgen?

Du hast gelernt, wie wichtig neben dem Geld auch das Wissen der Business Angels ist. In welchen anderen Bereichen können Business Angels noch unterstützen, um das Startup auf das nächste Level zu bringen?

Business Angel Björn Jopen
Business Angel & Serial Entrepreneur
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Business Angel & Serial Entrepreneur
Björn
Jopen
darüber, womit Angels außer Geld und Wissen noch unterstützen können

Björn Jopen: „Also ich versorge meine Startups sehr viel mit Netzwerk. Ich frage die Startups immer wieder, wo sie ein Problem haben und wo es nicht läuft. Bei den Problemen setze ich dann an und versuche zu helfen. Zum Beispiel im Bereich Marketing mit einem SEO Experten oder Marketingkampagnen auf TikTok oder Pinterest. Da kann ich aus meinem Netzwerk wirklich Leute holen, die in den Bereichen schon etwas gemacht haben.

Das ist neben dem Wissen und dem Geld das aller entscheidendste, also das Netzwerk. Ganz aktiv bei den Wachstumsthemen der Startups zu helfen.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
Business Angel
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Business Angel
Dr. Rahel
Stichtenoth
darüber, wie sie Startups unterstützt

Dr. Rahel Stichtenoth: „Es ist ganz vielfältig, wo ich helfe. Also ich sehe meine Rolle als Business Angel so, dass ich wirklich als Unterstützung für die Gründer zur Verfügung stehe. Auch als wohlwollende Unterstützung, die Gründer können immer auf mich zählen. Wenn die Gründer eine Frage oder ein Problem haben, dann finde ich es immer gut, wenn die Business Angels gefragt werden, die oft mehr unternehmerische Erfahrung und auch Lebenserfahrung haben.

Einfach, dass die Business Angels auch eingebunden werden. Um jetzt mal eine Gegenposition aufzumalen: Wenn die Gründer immer gleich Juristen fragen, wenn es irgendwo eine Fragestellung gibt, das halte ich für eine große Geldverschwendung. Vieles kann man von den Business Angels erfahren.

Wo ich oft mithelfe, sind Fragen zur Softwarekonzeption. Auch wenn es darum geht, dass das Startup vielleicht ein MVP entwickelt hat und weiß, dass es jetzt einen nächsten Schritt gehen muss und eine richtige Softwareentwicklung da hinstellen muss.

Da stehen sie vor der Herausforderung, welche Leute sie jetzt dafür einstellen. Worauf kommt es da an und was ist in der Softwareentwicklung eigentlich wichtig? Wie läuft ein guter Entwicklungsprozess und wie können auch mehrere Entwickler in einem Team zusammenarbeiten. Da habe ich einfach viel Erfahrung durch meine Tätigkeit als Geschäftsführerin in einer Softwareentwicklungsagentur. Das bringe ich gerne ein.

Eine andere Sache, wo ich mit der Zeit immer mehr reingerutscht bin ist, dass ich mir auch Verträge anschaue. Gerade für die Investmentverträge kann man auch einen Juristen fragen, aber das halte ich für komplette Geldverschwendung. Die schreiben dann individuelle Verträge, an denen sie Geld verdienen, aber auch alle anderen Business Angels müssen die dann prüfen und das ist alles ganz kompliziert und aufwendig. An der Stelle mache ich immer gerne Werbung für die Standardverträge von German Standards Setting Institute (GESSI). Die sind einfach super und die setzen sich in der Praxis auch immer mehr durch. Da können sich einfach beide Seiten sicher sein, dass sie gut vertreten sind und man hat nicht so viel Aufwand damit.

Worauf man aber immer achten sollte, da hatte ich in letzter Zeit zwei Startups, dass man schaut, wie man mit Notaren zusammenarbeitet. Da gibt es auch die Notare und die Notare. Die haben zwar eine Gebührenverordnung, aber ich kann ausgelegt werden. Da habe ich in letzter Zeit zwei Startups dabei geholfen, 5-stellige Notarkosten einzusparen. Sowas mache ich immer gerne, da geht es um mein Investment, aber da geht es auch vor allem um das Startup, um die Leute voranzubringen.“

Business Angel Andreas Assum
Early Stage Business Angel
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Early Stage Business Angel
Andreas
Assum
darüber, womit ein Business Angel noch Mehrwert für Startups liefert

Andreas Assum: „Geld und Wissen ist natürlich eine Grundlage, aber noch wesentlicher ist sein Netzwerk. Beziehungen herstellen in unterschiedlichen Themen, zu anderen Personen, die dem Geschäft weiterhelfen können, potentiellen Mitarbeitern, Partnern usw.“

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Business Angel
Göran
Göhring
darüber, womit ein Angel ein Startup außer Geld und Wissen noch versorgen kann

Göran Göhring: „Am Ende kann ein Angel durch seine unternehmerische Erfahrung ganz viele Themen für ein Startup auf den Weg bringen. Ein wichtiger Punkt und das ist auch ein Part meiner Philosophie: Connecting the dots. Das bedeutet: Türen zu Kunden und ersten Umsätzen öffnen. Erste Umsätze helfen bei der nächsten Equity Phase, dass eine höhere Bewertung erzielt werden kann.

Bei Experts gibt es Themen wie zum Beispiel DSGVO, juristische Verträge, Wachstumsthemen, Kommunikationsstrategie ect.. Da kann der Angel Intros und Kontakte herstellen oder seine eigenen Erfahrungen mit einbringen. Angels sind meistens noch mit vielen anderen Startups verbunden und so kann der Angel auch zu VCs Kontakte herstellen. Es ist viel besser, wenn man da schon einen warmen Kontakt für die nächste Finanzierungsrunde hat.

Außerdem hat man als Unternehmer schon viele Probleme durchgemacht und da kann man den Gründern sehr gut helfen. Wie Gründer mit diesen Problemen und Fragestellungen auch umzugehen haben, damit sie es schaffen, ihr Geschäftsmodell auf die Straße zu bringen. Das ganze ist fast schon ein Coaching, es sollte aber auf eine gewisse Zeit begrenzt sein, weil man als Angel in einer Beratungsfunktion ist, aber man sich nicht in das operative Geschäft einmischen sollte.“

Wie viele Anteile geben Gründer und Gründerinnen bei den verschiedenen Finanzierungsrunden ab?

Business Angels erhalten für ihre Investition Anteile am Startup und profitieren damit vom Erfolg der Firma. Zu viele Anteile sollten Gründer und Gründerinnen jedoch auch nicht abgeben, da sie sonst zunehmend Einfluss verlieren.

Außerdem kann es zu Einbußen bei der Motivation kommen, wenn die Gründer:innen das Gefühl bekommen, dass sie nur noch für die Investoren arbeiten. Wie viele Anteile können Business Angels mit gutem Gewissen fordern?

Business Angel Ingo Weber
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Ingo
Weber
darüber, wie viele Anteile die Gründer bei den verschiedenen Finanzierungsrunden abgeben

Ingo Weber: „In der Regel ist es so, dass in jeder Runde die Gründer Anteile abgeben. Das ist technisch nicht ganz richtig, weil sie nur verwässert werden. Absolut gesehen haben sie immer noch genauso viele Anteile. Bloß der Kuchen wird größer und das anteilige Stückchen des Kuchens kleiner, das bei den Gründern bleibt.

In der Regel wird es so sein, dass man bei jeder Runde ca. 10-20 % der Anteile abgibt. Das heißt, bei einer Pre-Seed Runde 10-20 %, bei einer Seed Runde 10-20 % und dann sollte man eben bei diesen 50 % bleiben. Einerseits, dass die Gründer bei der Serie A noch motiviert sind und andererseits, dass man in der Serie B, C, D noch ein vernünftigen Equity Stake als Gründer hat. Damit man finanziell noch ausreichend incentiviert ist.“

Was versteht man unter dem Begriff "Deal Flow" und wie bekommt man guten Deal Flow als Business Angel?

Deal Flow, also die Investitionsvorschläge, sind für Angels entscheidend. Ein großes Netzwerk ermöglicht einen größeren Deal Flow und damit eine größere Auswahl an Startups in die man investieren kann.

Für guten Deal Flow gibt es ganz unterschiedliche Quellen, wie beispielsweise: Angel-Netzwerke (regional und BAND), Startup-Nachrichten (Gründerszenedeutsche-startups.de, …), der Newsletter von startupdetector, das eigene Netzwerk, und noch viel mehr.

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Business Angel Dr. Gesa Miczaika
Female Founder Business Angel
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Female Founder Business Angel
Dr. Gesa
Miczaika
darüber, wie man einen guten Deal-Flow bekommt

Dr. Gesa Miczaika: „Netzwerke sind da der Hauptpunkt. Das sind andere Investor:innen, andere Angels und erfolgreiche Gründer:innen. Durch den Fond sind unsere Investor:innen eine weitere Quelle. Aber ich glaube das Netzwerk ist so das allerwichtigste. Die zweite Komponente ist die Brand, die wir uns aufgebaut haben. Wir ist einigermaßen bekannt und dann werden wir auch direkt von den Gründer:innen angefragt. Wir gehen aber auch auf Acceleratoren zu oder helfen bei irgendwelchen Pitch Nights, wo wir als Jury mitwirken. Ich kann einfach nur jedem empfehlen sehr aktiv zu sein, weil man nicht nur viele Unternehmen sieht, sondern auch sein eigenes Netzwerk erweitern kann.

Leider ist es gerade nicht so, dass ich irgendwie strukturiert rausgehe und mir irgendwas überlege. Im Moment bekommen wir einfach so eine Menge an Inbound, die wir abarbeiten müssen und wollen. Eigentlich wäre es schön, wenn man diesen Vorgang etwas strukturierter machen würde. Wir haben uns jetzt auch ein CRM System aufgebaut, damit wir auch strukturierter einzelne Themen anschauen können. Das Thema Carbon Offsetting finde ich zum Beispiel sehr spannend und da wäre es einfach schön, einen Überblick über mögliche Startups zu haben. Damit man auch speziell in einzelnen Bereichen Netzwerke aufbauen kann. Das kann ich nur jedem empfehlen, wir sind im Moment noch am Abarbeiten der ganzen E-Mails und Kommentare, die wir so bekommen.“

Business Angel Claudia Baumgart
Business Angel aus Zürich
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Business Angel aus Zürich
Claudia
Baumgart
darüber, wie man gute Startups findet

Claudia Baumgart: „Bei mir war es eine Sondersituation, weil ich bereits im Venture Capital-Bereich tätig war und somit sehr guten Zugang zu Dealflow hatte, zu Investorennetzwerken, zu Venture Capital Fonds, zu Family Offices und natürlich zu Startups.

Was man aber auch machen kann und was ich auch mache: sich proaktiv mit einem Sektor auseinandersetzen, der mich besonders interessiert. Das ist bei mir zum Beispiel Retail-Tech oder Food-Tech. Dann fange ich selbst aktiv an diesen Markt zu scannen, welche Unternehmen es in diesem Bereich gibt, und was ich davon als Business Angel machen könnte.

Davon mache ich dann erst Long Lists, diese dann anhand gewisser Kriterien zu Short Lists und dann schreibe ich die Firmen auch proaktiv an. Da stelle ich mich dann so vor: ‚Hallo, ich bin Investorin bzw. Business Angel. Ich habe folgende Kenntnisse und Fähigkeiten, mit denen ich euch weiterhelfen könnte. Wann raised ihr die nächste Runde und hättet ihr Interesse, dass ich da mit dabei bin?‘

Da wirklich auch selbst proaktiv auf Startups zuzugehen, das machen sehr wenige. Viele sind da eher reaktiv und warten darauf, dass Deals über die eigene Pipeline hereinkommen. Ich habe dagegen schon diverse Deals selbst proaktiv angestoßen und dann gemacht. So lange man ein LinkedIn-Profil hat, ist das gut machbar.“

Business Angel Alf Arnold
Business Angel aus Berlin
(Angel Investments & Communications)
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Business Angel aus Berlin
Alf
Arnold
über seinen Deal Flow

Alf Arnold: „Da nenne ich jetzt nicht zu Unrecht als erstes AddedVal.io. Über AddedVal.io sind zwei meiner Angel Investments gekommen. Ansonsten ist es tatsächlich das Netzwerk von Freunden, Partnern und anderen Business Angels. So werden einem natürlich nur selektierte Gründerteams vorgestellt, die auch einen gewissen Vertrauensvorschuss genießen.

Aber auch Business Angel Netzwerke sind für mich interessant. Besonders das Business Angels Berlin-Brandenburg Netzwerk von Sebastian ist gut. Sebastian realisiert darüber einen tollen Dealflow.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
Business Angel des Jahres 2021
(MGH Beratungs- und Beteiligungs-GmbH)
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Business Angel des Jahres 2021
Matthias
Helfrich
über Quellen für guten Deal Flow

Matthias Helfrich: „Da gibt es die klassischen Wege über Partner, über Angel-Netzwerke, über den BAND, über startupdetector und viele andere. Dann gibt es den Weg über (potentielle) Mitgesellschafter, also andere Angels, mit denen man schon zusammengearbeitet hat oder die einen kontaktierten.

Der dritte Weg ist für mich sozusagen der Zufall, bei dem auch über verschlungene Wege ein Startup zu dir findet. Das kann zum Beispiel der eigene Steuerberater sein, das kann auch ein Einzelhändler in Wiesbaden sein, über den ich ein Investment gefunden habe. Das ist dann der persönliche und schwer zu planende Weg.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob der Weg über Social Media funktioniert. Ich bekomme mittlerweile sehr viele Anfragen auch über LinkedIn in unterschiedlicher Ausprägung. Als Vertriebler würde man das vermutlich Cold Outreach nennen. Ich habe auf diese Weise noch kein Investment kennengelernt, schau mir aber immer wieder etwas an. Meine Schwierigkeit dabei ist, dass ich den Menschen dahinter nicht gleich im ersten, sondern dann erst im zweiten Schritt kennenlernen kann.“

Business Angel Claudia Nagel
Proptech Business Angel
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Proptech Business Angel
Claudia
Nagel
über guten Deal-Flow

Claudia Nagel: „Die besten Investitions-Leads kommen aus dem Netzwerk. Über die letzten Jahre habe ich mir ein großes Netzwerk aufgebaut. Auf der einen Seite mit VCs und auf der anderen Seite mit Investoren im Angel Bereich. Die meisten Leads kommen über mein Netzwerk, weil ich selbst Investments in einem sehr spezifischen Bereich mache und dafür bekannt bin. Also kommen andere VCs und Investoren auf mich zu und sagen, dass dieses oder jenes Startup vielleicht zu mir passt. Manche kommen auch über LinkedIn, aber die meisten wirklich über das erweiterte Netzwerk.

Über LinkedIn werde ich meistens von frischen Angels angeschrieben, die andere Angels kennenlernen wollen oder Fragen haben. Zum Beispiel: Wie investiert man worin? Warum? Und Empfehlungen haben wollen, um ihr Netzwerk auszubauen. Solchen neuen Angels helfe ich gerne mit Kontakten zu anderen Angels weiter, damit sie ihr Ökosystem finden, indem sie dann aktiv werden können. Das ist ja sehr wichtig für den Austausch.

Wenn man ganz am Anfang beginnen will, kann man über Angel Netzwerke gehen oder sich auch aktiv mit Angels aus der Region treffen. Die meisten Angels sind bereit auf einen kurzen Kaffee oder in einem Zoom Gespräch Gedanken auszutauschen. So kann man von den Erfahrungen von anderen profitieren und lernen.”

Business Angel Nikolaus D. Bayer
Business Angel des Jahres 2020
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Business Angel des Jahres 2020
Nikolaus D.
Bayer
über einen guten Deal-Flow

Nikolaus D. Bayer: „Für mich ist der beste Teil des Deal-Flows in die Welt hinaus zu gehen, es gibt unzählige Pitch Veranstaltungen, bei denen man sich anmelden kann. Da muss man einfach ein bisschen auf Google recherchieren. Sehr breit verteilt sind aber auch die ganzen Angel Vereine in Deutschland.

Ich habe bei den Business Angels FrankfurtRheinMain so meine ernsthafte Karriere begonnen. Das ist ein bekannter Verein, da melden sich Startups und regelmäßig finden da Matching-Veranstaltungen statt und man kann sich diese Startups anschauen. Gleichzeitig kann man sich mit erfahrenen Business Angels austauschen, wie die die einzelnen Startups beurteilen. Das ist eine spannende und schöne Quelle. Je länger man natürlich dabei ist, da kommt dann der Netzwerkeffekt zum Tragen, weil man dann ja Co-Investoren hat, mit denen man sich gut versteht. Die teilen dann zum Beispiel interessante Startups und so kann man durch den Deal-Flow im eigenen Netzwerk zu spannenden Investitionsmöglichkeiten kommen.

Was meiner Meinung nach ziemlich schlecht funktioniert, sind soziale Netzwerke. Da kommen auch sehr viele Anfragen rein, zum Beispiel über LinkedIn. Bei mir ist da bis jetzt noch nie was draus geworden.

Meiner Erfahrung nach kommt sicherlich vor jeder Beteiligung eine dreistellige Zahl von Startups, die man sich vorher angeschaut hat. Da ist tatsächlich noch mal der Verweis auf das Pitch Veranstaltung oder Angel Clubs. Das ist hilfreich, weil da schon mal eine Vorfilterung stattgefunden hat.“

Warum kommt über die sozialen Netzwerke kein guter Deal-Flow zustande?

Über sozialen Netzwerken wollen sich viele Startups mit Business Angels und Venture Capital Fonds connecten. Für die Investoren-Seite kommt dadurch meistens kein guter Deal-Flow zustande, weil eben wirklich jeder anfragen kann.

Business Angel Nikolaus D. Bayer
Business Angel des Jahres 2020
YouTube

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Business Angel des Jahres 2020
Nikolaus D.
Bayer
darüber, warum über soziale Netzwerke kein guter Deal-Flow zustande kommt

Nikolaus D. Bayer: „Wenn mich Startups über soziale Netzwerke kontaktieren, dann hat da keine Vorfilterung stattgefunden. Wenn ich zu einer Matchmaking Veranstaltung gehe oder ich den Deal Flow meines Business Angel Vereins nutze, dann hat da schon eine Vorfilterung stattgefunden. Da sagt auch die Statistik einfach, dass eine LinkedIn-Anfrage eine geringere Erfolgswahrscheinlichkeit hat.“

Wie kann man sich anderen Angels anschließen, um anfangs Erfahrung zu sammeln?

Gemeinsam investiert es sich einfach besser, weil sich niemand in allen Bereichen top auskennen kann. Aber wie kannst du als angehender Business Angels den Kontakt zu anderen Investoren aufnehmen, um Erfahrungen zu sammeln?

Business Angel Nikolaus D. Bayer
Business Angel des Jahres 2020
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Business Angel des Jahres 2020
Nikolaus D.
Bayer
darüber, wie man sich anderen Business Angels anschließen kann

Nikolaus D. Bayer: „Ich glaube, es ist sehr sinnvoll, sich mit anderen Business Angels zusammenzutun. Gerade wenn man noch ein Neuling in der Frühphasen-Szene ist. Es gibt so viele Dinge, von denen man noch nie etwas gehört hat. Alleine wenn man sich einen Beteiligungsvertrag das erste Mal anschaut. Da werden so viele Fragezeichen offen sein. Das wäre dann keine gute Idee, es einfach mal zu machen. Im Zweifelsfall sitzen auf der anderen Seite des Tisches Leute, die auch keine Ahnung haben, weil es ihr erstes Startup ist, welches sie gründen.

Wenn man da mit erfahrenen Kollegen zusammenarbeiten kann, ist es sehr sinnvoll und schützt auch vor Verlusten. Ich habe in den letzten Jahren mit Hunderten potenziellen Angels zusammengesessen und da ist natürlich immer mal wieder jemand dabei, wo man sich denkt: “Ja, diesen Kommentar fand ich gerade nicht so hilfreich.” Aber ich glaube, das ist überall so.

Natürlich bin ich auch gerne dabei und gebe Hilfestellungen. Das gehört in dem Startup-Ökosystem dazu, dass auch andere von einem lernen können. Ich habe es ja auch getan und lerne immer noch.

Wenn sich jemand in das Thema Business Angel einarbeiten will, dann habe ich drei Empfehlungen:
1. Man kann sich natürlich Bücher kaufen und lesen. Da gibt es gute Bücher.
2. Angel Vereine: Da kann man sich den Leuten anschließen und sehr viel lernen. Es gibt auch beim Business Angels FrankfurtRheinMain extra Veranstaltungen für neue Business Angels.
3. Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) Veranstaltungen.“

Business Angel Tina Dreimann
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tina
Dreimann
darüber, wie man sich ein Netzwerk mit anderen Angels aufbauen kann

Tina Dreimann: „Also da erzähle ich gerne aus unserem eigenen Nähkästchen. Wie fängt man mit Angel Investments an? Damit wir es gut machen, haben wir auch erst mal mit ganz vielen gesprochen. Also man brauch nicht von Tag 1 investieren, sondern kann auch erst mal ganz viel von denen lernen, die schon Fehler gemacht haben. Damit man nicht die gleichen Fehler noch mal macht, sondern eigene neue Fehler.

Also sprecht mit Leuten, sucht den Kontakt. Alle geben gerne ihr Wissen in der Angel-Szene weiter. Darüber hinaus kann ich natürlich Events empfehlen, auch AddedVal.io, da haben wir Angels kennengelernt. Zusätzlich und genau deshalb haben wir unseren Angel Club aufgebaut. Also wenn da draußen jemand mit unternehmerischer Erfahrung, Frühphasenerfahrung ist, dann kann er sich gerne bei better ventures melden. Da können wir dann darüber sprechen.“

Business Angel Alf Arnold
Business Angel aus Berlin
(Angel Investments & Communications)
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Business Angel aus Berlin
Alf
Arnold
darüber, wie man andere Business Angels kennenlernen kann

Alf Arnold: „Ich kenne niemanden, der diesen Weg eingeschlagen hat und vorher nicht entweder selbst gegründet hat, in einer Management-Position war oder als Berater aktiv war oder ist.

Deswegen ist zumindest in meiner Wahrnehmung niemand unterwegs, der einfach überlegt hat, Business Angel zu werden und das sehr spontan angeht. Sondern aus meiner Sicht ist das so, dass es eine folgerichtige Entscheidung ist, da man viel am oder im Unternehmen gearbeitet hat, Unternehmen gegründet oder geführt hat und man in einer Business Angel-Rolle seine Kompetenzen besonders gut unterbringen können kann. Außerdem verspricht man sich eine hohe Rendite, ein spannendes Investment und interessante Kontakte.

Diese Persönlichkeiten tauchen dann automatisch an den richtigen Stellen auf, nehmen beispielsweise AddedVal.io wahr, sehen weitere aktive Angel-Clubs, haben Freunde, die damit Erfahrungen gesammelt haben usw. Daher stellt sich mit diese Frage gar nicht so richtig.

Wo ich dagegen nicht anfangen würde: bei den Crowdinvesting-Plattformen. Ich glaube, das ist ein guter Anfang um zu sehen, was es für Unternehmen gibt und mit welchen Bewertungen die auf Crowdinvesting-Plattformen stattfinden. Auf der anderen Seite findet dort kein direkter Kontakt zum Gründer bzw. Unternehmer statt. Wenn man ein größeres Ticket ins Auge fasst, sollte man lieber direkt an die Gründer herantreten.“

Wie wichtig ist es, langfristig ein Netzwerk mit anderen Angels aufzubauen?

Ein gutes Netzwerk ist in allen Bereichen entscheidend. Als Business Angel solltest du aber noch mehr einen besonderen Fokus auf dein Netzwerk legen. Nur ein Netzwerk bietet die Möglichkeit, guten Deal Flow zu generieren. Außerdem stehen Informationen über Startups und über deren Gründer:innen nicht einfach überall bereit.

Als Aktieninvestor kannst du Informationen heutzutage ganz einfach über das Internet sammeln. Startups sind aber häufig noch viel zu klein, sodass es nur wenige öffentliche Informationen gibt. Durch ein großes Netzwerk kannst du dich bei Angel-Kolleg:innen über einzelne Startups und die Gründer-Persönlichkeiten austauschen.

Im Folgenden gehen unsere Angels das Thema noch genauer an:

Business Angel Nikolaus D. Bayer
Business Angel des Jahres 2020
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Business Angel des Jahres 2020
Nikolaus D.
Bayer
über die Wichtigkeit eines Netzwerks mit anderen Angels

Nikolaus D. Bayer: „Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, eine langfristige Beziehung auch zu seinen Co-Investoren zu haben. Denn man kann sich immer wieder gegenseitig unterstützen und natürlich ist es auch ein guter Baustein des eigenen Dealflows.“

Business Angel Tina Dreimann
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tina
Dreimann
über die Relevanz des Angel-Netzwerks

Tina Dreimann: „Das Netzwerk bestimmt, worein ich investieren kann und weil das Netzwerk so wichtig ist, um Investments zu tätigen, haben wir mit better ventures einen eigenen Impact Angel Club aufgebaut. Dort sind wertegetriebenen und ähnlich denkenden Menschen vertreten. Da haben wir uns zusammengeschlossen. Das haben wir wegen der Geschwindigkeit gemacht, gerade wenn man sich das Thema Klima und Biodiversität anschaut.

Da müssen wir einfach schnell sein und wenn wir einzeln arbeiten würden, dann würden wir die Gründerteams eher ausbremsen. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir bessere Entscheidungen treffen, schnellere Entscheidungen treffen und sind dadurch auch gründerfreundlicher. Das kommt natürlich sehr gut bei den Teams an.“

Business Angel Gwendolyn Schröter
Sustainability Business Angel
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Sustainability Business Angel
Gwendolyn
Schröter
über den Austausch mit anderen Investoren

Gwendolyn Schröter: „An vielen Punkten hat man verschiedene Erfahrungen gemacht. Ich glaube der Austausch im Netzwerk und mit Leuten, mit denen man schon investiert hat, aber auch mit ganz frischen Business Angels ist sehr hilfreich für alle Seiten. Ab dem Moment, wo man aufhört zu fragen und sich denkt, dass man alles weiß, da sollte man sich nochmal hinterfragen. Ich glaube das ist der Punkt, an dem man immer wieder ansetzen muss. Ja, man muss immer weiterlernen und Gespräche führen.

Ich haben uns persönlich für einen engeren Fokus der Investments entschieden. Das kann jeder Business Angel machen wie er will, aber ich habe mich für diesen Fokus entschieden, obwohl ich da nicht herkomme. Ich habe einfach Lust auf dieses Wissen und ich will da einfach besser werden. In dem Bereich möchte ich einfach Deal-Flow bekommen.

Bei Investoren-Events gibt es ja eine Startup-Bandbreite von A-Z. Für mich ist da ein Fokus einfach spannender und es ist mir auch möglich mit einem Fokus schon früher anzusetzen. Zum Beispiel bei einer speziellen Forschungsfrage kann man auch in die Universitäten gehen und schauen, was es da schon gibt und an was geforscht wird. So kann ich den Deal-Flow erkennen, bevor er entstanden ist.“

Business Angel Stefan Müller
Erneuerbare Energie Business Angel
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Erneuerbare Energie Business Angel
Stefan
Müller
darüber, wie er sich über mögliche Investments informiert

Stefan Müller: „Die Informationen zu bekommen ist schon nicht ganz einfach. Man kann eigentlich nur in seinem Netzwerk fragen und mit Leuten reden und sich austauschen. Und oftmals sind das auch Peers, also Personen auf gleicher Ebene. Und da möchte man zum Beispiel nicht fragen: “Hey erkläre mir mal, was eine zweite Finanzierungsrunde ist.” Sodass man da auch einfach einen guten Zugang finden muss und deshalb finde ich auch eure Plattform wirklich gut (AddedVal.io). So kann man sich auch einfach mal selbst informieren, einfach mit einem iPad in der Hand. Zum Beispiel: Wie funktioniert das Angel Investing? Was sind so die Schlagworte? Um was geht es eigentlich ganz genau?

Man muss natürlich auch sagen, dass die Angel-Welt eine andere ist als die klassische Unternehmerwelt. Da kommen einfach ganz viele Menschen zusammen und es stellen sich folgende Fragen: Wie bewertet man ein Startup? Wie sammelt man das Geld ein? Wie vermarkte ich mich? Wie stelle ich mich dar?
Das ist schon eine ganz andere Welt als die ganz normale Unternehmerwelt da draußen. Es am Anfang aber auch unglaublich viel Spaß gemacht.“

Business Angel Björn Jopen
Business Angel & Serial Entrepreneur
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Business Angel & Serial Entrepreneur
Björn
Jopen
darüber, wie wichtig es ist, langfristig ein Netzwerk mit anderen Angels aufzubauen

Björn Jopen: „Ich glaube, es ist entscheidend, dass wir Business Angels uns vernetzen müssen. Da habe ich schon sehr gute Erfahrungen gemacht und wenn zum Beispiel Business Angels auf mich zukommen und sagen: “Hey Björn, ich habe hier ein Investment, wo ich gerne einsteigen möchte, aber ich suche noch 1-2 Co-Partner, ist das spannend für dich? Hast du Interesse daran, lass uns doch da zusammen reingehen.” Das finde ich super und das würde ich mir in der Zukunft noch mehr wünschen.

Dass sich die Business Angels da besser vernetzen und nicht sagen, dass es nur ihr Investment ist, sondern auch Erfahrungen austauschen. Dass man da zusammen in Investments reingeht und die anderen Business Angels auch schnell sind. Es gibt Angels die extrem lange überlegen und da warne ich auch die Gründerinnen und Gründer davor. Wenn ein Angel total kompliziert ist, wie soll es denn in Zukunft gehen? Das ist schwierig und deshalb sage ich auch den Gründern, dass sie sich Referenzen von den Investoren einholen sollen.

Wie tickt der Angel? Macht er das zum ersten Mal? Wie kann der helfen? Das sind ganz entscheidende Punkte für die Startups. Die Gründerinnen und Gründer müssen ja auch ein gutes Gefühl mit den Investoren haben.“

Business Angel Stefan Müller
Erneuerbare Energie Business Angel
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Erneuerbare Energie Business Angel
Stefan
Müller
über das Angel-Netzwerk

Stefan Müller: „Die Zusammenarbeit mit anderen Angels hat den Vorteil, dass man, wenn man vielleicht wirklich eine gute Opportunität hat, man merkt aber vielleicht nicht, dass einem die Zeit fehlt, oder das notwendige Kapital, dann wäre es natürlich schade, wenn so eine Opportunität einfach verloren geht. Da versucht man sich dann in dem Netzwerk auszutauschen, es geht natürlich auch primär darum, etwas wie bei AddedVal.io zu bekommen. Aber es geht natürlich auch ganz viel untereinander. Es ist auch gut, wenn man vielleicht mal eine andere Meinung haben will, um die Frage zu klären, ob ich in ein Startup investieren soll oder nicht.

Was wir in kleineren Netzwerken untereinander machen, ist, dass ich vielleicht in einem bestimmten Bereich gut bin und halte dann auch innerhalb der kleinen Runde einen Vortrag, um mal einen ganz neuen Markt zu beleuchten. Das ist einfach unglaublich spannend und einfach tolle Menschen, mit denen man dann auch zu tun hat.“

Business Angel
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Business Angel
Dörte
Kaschdailis
über Angel Netzwerke

Dörte Kaschdailis: „Es gibt ja natürlich Netzwerke, wo man sich als Einzelperson oder Investor:in anschließen kann. Ich bin zum Beispiel Teil des Better Ventures Angel Club. Da haben sich renommierte Unternehmer:innen zusammengeschlossen, um Impact Investing zu tätigen, aber gleichzeitig Wissen an die Gründer:innen weiterzugeben. Da ist natürlich auch die Frage an welche Netzwerke ich andocken kann, damit man seine innere Motivation auch folgt.

Es gibt auch spezielle Female Netzwerke wie das Encourage Ventures in Berlin. Wir sind mit dem Better Ventures Angel Club auf maximale Diversität aus, aber wir investieren natürlich in Unternehmen, die in irgendeiner Form einen Impact generieren. Es läuft immer unter der Überschrift: People of Planet. Du kannst nämlich auch in dem ganzen People Bereich sehr viel Impact generieren, nicht nur im Planet- und Klimabereich.“

Business Angel Stephan Jacquemot
Business Angel aus Köln
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Business Angel aus Köln
Stephan
Jacquemot
über ein langfristiges Angel-Netzwerk

Stephan Jacquemot: „Ich glaube, der Aufbau von einem Angel-Netzwerk ist etwas sehr Langfristiges. Man geht nicht auf eine Veranstaltung und schon hat man ein Angel-Netzwerk. Ich glaube, man muss da sehr viel Zeit reinstecken. Zum Einen, weil es auch eine Vertrauenssache ist, man muss die andere Sichtweise des Gegenübers verstehen und sie gut finden. Wenn man als Angel zusammen ein Investment tätigt, dann ist es ähnlich wie bei einer Ehe.

Man geht zum Notar und hat gemeinsam mit den Gründer:innen ein Vertrag. So ist man über viele Jahre miteinander verbunden und trifft in der Zeit viele gemeinsame Entscheidungen. Damit man keine Menschen im Team hat, die konträr zu der eigenen Meinung stehen bzw. eine ganz andere Sichtweise auf manche Dinge haben. So was kann sonst in Board-Situationen zu Konflikten führen. Für die Startups ist es auch gut, wenn man am Anfang viel Zeit investiert, dieses Angel-Netzwerk aufzubauen, damit man die richtigen Investoren an der Seite hat, mit denen man gemeinsam gut harmoniert.

Wie baut man sich also ein Netzwerk auf? Indem man sich einfach in Situationen stürzt. Man muss an vielen Veranstaltungen teilnehmen, man sollte auf LinkedIn und Twitter aktiv sein und solche Plattformen nutzen. So kann man sich über die Jahre ein gutes Netzwerk aufbauen. Was auch immer hilft, sind die eigentlichen Investments. Über die Investments erweitert man sein Netzwerk auch immer weiter.“

Wie funktioniert das Investieren in Startups konkret?

Sobald du dich als Business Angel dafür entschieden hast, in ein Startup zu investieren, gibt es einige konkrete Schritte zu gehen.

Business Angel Benjamin Minack
Business Angel aus Berlin
(Halbleiter UG)
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Business Angel aus Berlin
Benjamin
Minack
darüber, wie es nach der Investitionsentscheidung konkret weitergeht

Benjamin Minack: „Wir sichten das Vertragswerk. Wir versuchen langfristig zu denken, also die pathologischen Fragestellungen auf den Tisch zu legen. Was kann schief gehen und sind diese Dinge im Vertrag geregelt? Je nachdem, wie viele Juristen an der Erstellung der Verträge beteiligt waren, haben die schon eine sehr hohe Qualität. Manchmal sind sie aber auch sehr rudimentär.

Auf Basis dieser ersten Vertragssichtung steigen wir dann in Gespräche mit dem Gründerteam ein. Wo wir auch Optimierungsbedarf in unserem Sinne sehen oder aber auch, wo sich vielleicht das Gründerteam zu schlecht stellt, in der Vertragsgestaltung gegenüber den Angels. Das ist auch eine wichtige Rolle eines Business Angels, nicht nur die eigene Ertragsmaximierung in den Vordergrund zu stellen, sondern eben noch nicht so erfahrenen Gründerinnen und Gründern zu unterstützen.“

Business Angel Joakim Nägele
Business Angel aus Hamburg
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Business Angel aus Hamburg
Joakim
Nägele
darüber, wie das Investieren in ein Startup konkret funktioniert

Joakim Nägele: „Wenn die Entscheidung zu investieren gefallen ist, dann stehen zwei Schritte an. Der erste ist, sich mit den Gründern und Co-Investoren auf die Bewertung zu einigen. Der zweite ist, den Beteiligungsvertrag zu verhandeln und sich dabei entsprechende Recht einräumen zu lassen. Das hängt im Einzelfall natürlich viel von den Gründern und Co-Investoren ab.

Es gibt den so genannten ‚Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte‘, in dem festgelegt wird, bei welchen Geschäften die Investoren auch mit zustimmen müssen. Beispielsweise wenn das Budget 20% oder 30% überschritten wird, dann kann man sich als Investor das Recht einräumen lassen, da mit zustimmen zu müssen.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
Business Angel
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Business Angel
Dr. Rahel
Stichtenoth
wie das Investieren in Startups funktioniert

Dr. Rahel Stichtenoth: „Ich Grunde gibt es zwei Wege in Startups zu investieren. Einmal über ein Convertible und eine Equity Round. Die will i