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Jana Moser über die Begriffe „Pre-Seed“ und „Seed“

Legal Tech Business Angel

über die Begriffe "Pre-Seed" und "Seed"-Phase

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Jana Moser: „Pre-Seed bedeutet, dass das Unternehmen sich gerade erst gegründet hat oder sogar noch in Gründung ist. Der Begriff ’seed‘, also sozusagen der Samen, der in den Boden gepflanzt wurde, die Gründung des Unternehmens steht unmittelbar bevor.

Hier sind es oft Einzelpersonen oder auch Gründer, die sich schon zusammengetan haben. Das kann also auch sein, dass 1-2 Gründer noch in der Team-Findungsphase sind, in der sie noch weitere Mitgründer suchen.

In der Seed-Phase ist das Unternehmen schon gegründet, es gibt schon eine Geschäftsidee, man entwickelt sich voran. Es kann aber dabei auch sein, dass das Geschäftsmodell noch einmal komplett geändert wird. Das nennt man dann einen sogenannten ‚Pivot‘. Das ist ganz normal, dass insbesondere ganz am Anfang noch einmal alles umgeworfen wird.

Gerade die Anfangsphase ist also eher eine wildere Phase, in die man sich auch als Business Angel sehr schön einbringen kann. Man muss auch entsprechend Zeit aufwenden, weil der Beratungsbedarf in der Pre-Seed- und Seed-Phase wesentlich höher ist. Deshalb ist es auch angemessen, dass man als Business Angel dafür mehr Anteile am Unternehmen bekommt – gerade, wenn man in der Anfangsphase viel unterstützt hat.

Später, wenn es dann zu den ersten größeren Runden wie Series A oder Series B kommt, die auch mit größeren Investoren oder Unternehmen abgeschlossen werden, dann ist der Beratungsbedarf an den Business Angel meist nicht mehr so groß.“

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Business Angel Olaf Stichtenoth
darüber, wie er als Business Angel zu Nachfinanzierungen steht
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Olaf Stichtenoth: „Ganz grundsätzlich ist es so, dass wenn man sich ein Unternehmen anschaut und es nicht klar ist, wie es in Folgerunden Kapital aufnehmen kann, dann ist man als Business Angel meistens nicht am richtigen Unternehmen dran. Unternehmen im Venture Capital Bereich wachsen in der Regel so, dass sie Business Angel Kapital aufnehmen, damit so ein Proof of Concept oder Proof of Market machen.

Damit eine Pre-Seed- oder Seed-Runde aufnehmen, damit beweisen, dass sie ein bestimmten Markt aufknacken können und in Richtung Series A und B immer mehr Geld aufnehmen. Es wird immer leichter, Geld aufzunehmen, wenn es nur um Wachstum geht und Kennzahlen basiert, das zu skalieren, was schon bewiesen wurde.

Wenn ich als Business Angel nicht weiß, wie das in der Zukunft passieren soll, dann würde ich auf jeden Fall nicht investieren.

Da gibt es ganz viele Beispiel. Zum Beispiel das Agenturgeschäft, das ist kein VC-Modell. Ich kann in so ein Modell mit einer stillen Beteiligung reingehen und da brauche ich auch keine komplexen Verträge. Das gibt es alles und ich mache so Sachen auch, das sehe ich aber nicht als Business Angel Investment. Ein Agenturgeschäft ist nicht in dem Maße skalierbar.

Das Gleiche betrifft den Bereich der Beratung oder ein Thema, was zu sehr in einer Nische ist. Wo man eine bestimmte Nische hat, die man auch schnell erobern kann, aber dann gibt es keine Idee, wie man aus der einen Nische in die nächste Nische gehen kann. Es ist immer gut, in einer Nische anzufangen, aber wenn mein Gesamtmarkt zu klein ist, dann werde ich nicht in der Lage sein, bestimmte Multiples zu erreichen, die mein Risiko rechtfertigen. Wenn ich mein Risiko nicht rechtfertigen kann, dann darf ich als Business Angel da nicht einsteigen. Dann sind die Bewertungen auch oft nicht gerechtfertigt.“

über den Umgang mit Krisen im Startup
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Tim Schumacher: „Wenn in einem Startup eine Kriste auftritt – und das passiert in den meisten Startups zu irgendeinem Punkt, dann ist es ganz wichtig, zu dem Zeitpunkt auch da zu sein und dazu helfen.

Es gibt immer mal Punkte, da kann man als Investor dem Gründer nur ganz klar raten, das so zu machen. Aber am Ende liegt die Entscheidung bei den Gründern, das ist wichtig. Feedback kann man ja subtil oder vehement geben. In Krisensituationen ist es manchmal nötig, das Feedback auch sehr deutlich zu geben, gleichzeitig aber auch Hilfe anzubieten. Oft sind die Gründungsteams dafür auch sehr dankbar.

Es gibt aber auch Fälle, in denen die Gründer etwas beratungsresistent sind und sehenden Auges ins Verderben rennen. Da muss man sich darüber im Klaren sein, dass es ein Risikoinvestment ist, bei dem man versuchen kann zu helfen – was aber nicht immer klappt.“

Business Angel Nikolaus D. Bayer
über einen guten Deal-Flow
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Nikolaus D. Bayer: „Für mich ist der beste Teil des Deal-Flows in die Welt hinaus zu gehen, es gibt unzählige Pitch Veranstaltungen, bei denen man sich anmelden kann. Da muss man einfach ein bisschen auf Google recherchieren. Sehr breit verteilt sind aber auch die ganzen Angel Vereine in Deutschland.

Ich habe bei den Business Angels FrankfurtRheinMain so meine ernsthafte Karriere begonnen. Das ist ein bekannter Verein, da melden sich Startups und regelmäßig finden da Matching-Veranstaltungen statt und man kann sich diese Startups anschauen. Gleichzeitig kann man sich mit erfahrenen Business Angels austauschen, wie die die einzelnen Startups beurteilen. Das ist eine spannende und schöne Quelle. Je länger man natürlich dabei ist, da kommt dann der Netzwerkeffekt zum Tragen, weil man dann ja Co-Investoren hat, mit denen man sich gut versteht. Die teilen dann zum Beispiel interessante Startups und so kann man durch den Deal-Flow im eigenen Netzwerk zu spannenden Investitionsmöglichkeiten kommen.

Was meiner Meinung nach ziemlich schlecht funktioniert, sind soziale Netzwerke. Da kommen auch sehr viele Anfragen rein, zum Beispiel über LinkedIn. Bei mir ist da bis jetzt noch nie was draus geworden.

Meiner Erfahrung nach kommt sicherlich vor jeder Beteiligung eine dreistellige Zahl von Startups, die man sich vorher angeschaut hat. Da ist tatsächlich noch mal der Verweis auf das Pitch Veranstaltung oder Angel Clubs. Das ist hilfreich, weil da schon mal eine Vorfilterung stattgefunden hat.“

Torsten Meyer - Business Angel
beschreibt, was eine Due Diligence ist
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Torsten Meyer: „Von der Diligence spricht man, wenn man mit dem Startup in die ersten Gespräche und von da aus dann sozusagen tiefer in die Materie einsteigt und das Startup so ein bisschen die Hosen runter lässt und seine Bücher öffnet. Dabei will man schauen: Wo stehen die gerade? Was haben die? Welchen Plan haben die? Welchen Go-to-Market haben die? Wie sieht die Finanzplanung aus? Was wollen sie mit dem Geld anstellen?

Man prüft dann für sich selbst: ist das realistisch oder utopisch. Sind die Wachstumsraten, die angenommen werden, einfach weit weg von Gut und böse? Was ist mit dem Marktzugang? Also wenn da jemand erzählt, dass er in einem halben Jahr quasi nach Go Live Europa erobert, sollten die Alarmglocken angehen. Wie willst du das machen mit den 50.000, die ich da jetzt reinlege? Also da kann irgendwas nicht stimmen.

Dann gibt es auch diese persönliche Due Diligence, dass man mit dem Gründerteam auf Tuchfühlung geht. Menschenkenntnis ist da für den ersten Eindruck wichtig. Bestätigt der sich, oder ist es tatsächlich am Ende doch nur eine Blase, die da einem vorgegaukelt wird?

Also das ist dieser dieser Due Diligence-Prozess. Der kann sich durchaus länger hinziehen, besonders in der Spätphase für einen VC, jedenfalls mehr als für einen für einen frühen Business Angel. Es gibt aus meiner Sicht einfach zwei Arten von Business Angels. Die einen sind sehr zahlenorientiert und schauen sich die Finanzmodelle an und spielen die hoch und runter. Und dann gibt es die anderen, dazu zähle ich mich selbst, die eher so ein bisschen auf die Gesamtsituation und das Gründerteam schauen.

Ist das Business Modell in einem Markt unterwegs, der Sinn macht? Kennst du dich damit selbst aus? Oder hat man dort einfach vielleicht sogar schon einen Erfahrungswert? Oder ist man da komplett auf verlorenem Posten, weil es eben einfach nicht das eigene Thema ist? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Im besten Fall kann man beides.

Bei mir ist es tatsächlich eher so, dass ich immer mehr auf diese weichen Faktoren schiele, weil kein Mensch dir mit Genauigkeit sagen kann, was in drei Jahren ist. Was nützt mir also der beste Business Case auf 2024 ausgelegt, wenn sich das Gründerteam in einem halben Jahr auflöst? Dann habe ich mir die Excel-Tabelle hoch und runter angeschaut, aber dabei vergessen, mir die Gründer*inenn anzuschauen und gar nicht gemerkt, dass die sich überhaupt nicht leiden können. Und umgekehrt: du hast ein super Verhältnis zu den Gründern, aber der Business Case taugt nichts. Das wäre eben auch dumm.

Was auch immer gut ist: wenn jemand, den du gut kennst, mit investiert und dich als Business Angel mit reinbringt. Dann hast du den Austausch, dann kannst du dich mit jemandem kurzschließen. Dann kann man auch auf Business Angel-Ebene auch die Erfahrungen untereinander austauschen.“

Business Angel Ingo Weber
über den Begriff "Traction"
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Ingo Weber: „Traction ist einfach die Frage, ob sich das Produkt verkauft. Das heißt, man hat typischerweise ein MVP, dann hat man Pilotkunden und dann quasi die normalen Kunden. Die Geschwindigkeit von dem Startup sollte zunehmen, PS auf die Straße bekommen und Traction aufbauen.

Also sollten die Umsätze, die User oder die Kunden von relevanter Betrachtungsperiode zu relevanter Betrachtungsperiode ansteigen. Das ist ganz entscheidend, weil wenn da gar nichts passiert, dann ist es vielleicht weniger spannend.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über die für ihn wichtigen Faktoren bei der Einschätzung von Gründer:innen-Teams
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Matthias Helfrich: „Ich habe eine ganz persönliche Schwäche für außergewöhnliche Gründer-Persönlichkeiten. Ich habe in meinem Portfolio beispielsweise viele Gründer, die eine miserable Schulkarriere hinter sich haben, die also nicht 13 Jahre bis zum Abitur gebraucht haben, sondern 14 oder 15 Jahre.

Ich will jetzt nicht gleich von einem Anti-Indikator sprechen, also schlechter Schüler = guter Gründer. Aber vielleicht ist da auch etwas Wahres dran. Ich schaue mir schon sehr genau auch die Lebensläufe an – und je eckiger der Lebenslauf ist, desto besser gefällt er mir.

Der zweite Punkt für mich ist die Heterogenität des Teams, insbesondere wenn das Grundvertrauen zum Team stimmt. Und genau das versuche ich, vor dem Investment herauszufinden.“

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