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Göran Göhring darüber, was ein Business Angel ist

Serial Entrepreneur & Business Angel

darüber, was ein Business Angel ist

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Göran Göhring: „Ich kann da keine vollständige Definition geben und und möchte auch Raum für weitere Meinungen lassen. Als Erstes denken viele, dass ein Business Angel Geld gibt und dass es damit gewesen ist. Ich finde, dass ein Business Angel eine Persönlichkeit ist, die besonders Gründer in Startups und neue Geschäftsmodelle fördert und in gewissem Sinne fordert.

Die Vielfältigkeit sieht man vielleicht auch in meiner Person. Ich bin auf der einen Seite seit mehr als 20 Jahren Unternehmer und auf der anderen Seite gehe ich in eigene Startups rein, bin aber auch Partner und Berater in einem Venture Building, dem Next Mobility Labs. Parallel dazu bin ich Mentor in den Startup Teams. Alleine daran sieht man, mit wie vielen Wellen ich dort spiele.

Markant für Business Angels ist, dass sie meistens in einer sehr frühen Phase reingehen, die sogenannte Pre-Seed Phase. Das Geschäftsmodell ist meistens skizziert, aber noch nicht bewiesen. Es funktioniert also noch nicht. Der Weg zum Product-Market Fit, um ein funktionierendes Geschäftsmodell zu haben, den begleitet ein Business Angel mit den Gründern. Ich kenne da unterschiedliche Ausprägungen, die ein Business Angel tun kann. Das eine ist der Geldaspekt. Das Zweite ist der Service for Equity.

Der Business Angel hilft einem Startup und bekommt im Gegenzug virtuelle Anteile (ESOP, VSOP). Also wenn er bestimmte Voraussetzungen mit seinem Service erfüllt. Außerdem habe ich schon Connection for Equity kennengelernt. Jemand, der dem Startup beim New Business, bei den Kontakten mit den ersten Abschlüssen mit Kunden oder auch VCs hilft.

Noch ein wichtiger Punkt: Business Angel heißt nicht, dass man da einfach mal reingeht und dann war es das. Sondern es existiert in vielen Fällen ein kontinuierlicher Prozess der Hilfe für die Gründer eines Startups. In welcher Intensität man dies macht, muss man von Fall zu Fall entscheiden. Das ist auch jedes Mal anders und es hängt auch stark von der Expertise des Angels und von den Bedürfnissen der Gründer ab.

Viele Gründer fragen aber auch schon danach, wo, wie und mit welcher Intensität man als Angel hilft. Ich finde diese Frage auch sehr fair, denn es geht darum, die Gründer eine Weile zu begleiten, damit sie den Weg ins Unternehmertum schaffen und ein erfolgreiches Geschäftsmodell auf die Straße bringen.“

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Janosch Kühn

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Dörte Kaschdailis

Business Angel

darüber, worauf sie nach dem Investment achtet
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Dörte Kaschdailis: „Man hat ja so eine schöne Grundnaivität beim Start, dass dann auch alles läuft. Es heißt natürlich nicht, dass es dann auch so läuft, wie man es sich vorstellt. Also man sollte darauf achten, dass die Gründer:innen ein Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Geldgeber:innen haben.

Außerdem, dass in irgendeiner Form ein Bericht erstattet wird und du erfährst, wie es läuft. Ich meine, es ist wie wenn du dir ein Aktienportfolio oder ETF Portfolio zulegst. Wenn du da jeden Tag reinschaust, dann geht das rauf und runter, das ist bescheuert, so was beobachtet man nicht jeden einzelnen Tag. Wenn du dann sicher stellst, dass du eine gewisse Reportingroutine mit den Gründer:innen machst, egal wie diese aussieht. Es kann zum Beispiel monatlich oder quartalsmäßig sein. Das würde ich von vornherein sicherstellen, damit man wenigstens so roulierend mitbekommt, wie es läuft. Der Rest ergibt sich meistens auf dem gemeinsamen Weg.“

Business Angel Insa Horsch
über das Einbringen in Startups
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Insa Horsch: „Wir investieren in einer sehr frühen Phase, weil das Thema Marke meistens noch gar nicht richtig perfekt ist. Dann setze ich schon mindestens zwei Tage in der Woche an. Dieses Thema ist meistens in den ersten 1-2 Monaten erledigt.

Danach kommen andere Themen wie zum Beispiel Operations, Produktion und Logistik dran. In den Bereichen kann ich mit Kontakten und meinem Netzwerk helfen, aber mich nicht konkret einbringen.

In dieser Phase bin ich als Person an der Seite der Gründer:innen für Coachings und Feedback da. Ich schreibe aber nicht das Positioning für das Startup, dafür sind die Gründer:innen zuständig.

Business Angels sollen für Startups da sein, aber nicht nerven und sich zu viel einbringen. Das Motto lautet: Lieber beraten als selber machen.
Der Zeitaufwand ist auch entscheidend, weil man natürlich auch für andere Startups im Portfolio Zeit finden muss.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
über den Exit
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Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Es gibt eigentlich drei Wege des Exits:

1. Es gibt keinen richtigen Exit.
Man bleibt einfach zusammen und das Unternehmen ist aus sich heraus so gesund, dass man mit alternativen Finanzierungsformen, ohne die Mehrheit zu verlieren weitermachen kann. Das kommt zwar nicht so häufig vor, jedenfalls ist es nicht so, was man wahrnimmt, weil die großen Exits immer die sind, die man wahrnimmt. Es ist eigentlich das, was die Gründer:innen häufig wollen, was mir auch liegt, also etwas zu gründen, was bleiben soll. Also nicht immer nach einem Exit zu schreien.

2. Verkauf an institutionelle Growth Investoren.
Diese Investoren bilden dann sozusagen die zweite oder dritte Stufe. Und das Unternehmen richtig groß machen und möglicherweise über verschiedene Länder zu skalieren. Das wäre für mich ein Exit und für das Unternehmen gut, weil es dann groß wächst.

3. Strategischer Partner:
Man kann sich auch einen strategischen Partner suchen. Das sieht man ganz häufig, also, dass man sich zum Beispiel ein mittelständisches Unternehmen sucht, die mit einsteigen. Gerade in Deutschland gibt es viele mittelständischen Unternehmen, die auf der Suche nach Startups sind, weil sie einfach diese Kreativität und Schnelligkeit in ihrem eigenen Unternehmen erlernen wollen. Das kann dann ein Verkauf oder eine starke Beteiligung sein.“

Janosch Kühn
über seinen Exit bei Kolibri Games
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Janosch Kühn: „Im Gaming Bereich gibt es Analyseseiten und da kann man relativ transparent nachschauen, wie viel ein Spiel oder auch ein Unternehmen verdient. Dann waren wir 2019 schon relativ weit oben und haben ständig irgendwelche Angebote von Investoren bekommen.

Auch andere Unternehmen in diesem Bereich wollten gerne mit uns zusammenarbeiten. Da war schon klar, dass sie entweder kaufen oder investieren wollten. Da werden auch große Zahlen in den Raum geworfen, aber es heißt ja auch noch nichts, weil es lange vor dem Term Sheet war.

Wir sind auch auf ein komplexes Level gekommen und da war auch einfach die Frage, ob es nicht Sinn macht, mit einem starken Partner zusammenzuarbeiten.

Dann haben wir den ganz klassischen Weg über eine Investment-Bank genommen, die uns da auch begleitet hat. Wir haben da mit verschiedenen Strategen und nur mit Strategen gesprochen, weil wir den Eindruck hatten, dass nur die das Thema richtig verstehen.

Wir haben da mit vielen gesprochen und es war so, dass uns Ubisoft am besten gefallen hat. Die waren nicht so weit weg von Berlin, auf dem gleichen Kontinent und in der gleichen Zeitzone. Bei dem Unternehmen haben wir die größten Vorteile für unser Startup gesehen.

Es hat einfach sehr gut zusammengepasst und dann ging es in die Verhandlungen. Als Erstes gab es ein Term Sheet und danach ging es damit weiter, wie der Verkauf auf rechtlicher Seite aussieht. Das war ein sehr langes Dokument, mit sehr vielen Anwälten.

Am Schluss ging es dann zum Notar, der sehr lange vorgelesen hat. Wir haben aus einer sehr guten Stärke heraus verkauft und hätten nicht verkaufen müssen. Das hat uns die Zeit gegeben, einen guten Partner zu finden. Wir waren sehr glücklich mit Ubisoft und fanden es super gut. Dann war es einfach eine gute Story, wo nichts schiefgelaufen ist und alle glücklich waren.
Wir haben die Mehrheit abgegeben und der Stratege wollte nach und nach auch 100 % bekommen. Da waren wir dann noch 1,5 Jahre dabei, haben da ein Management Team mit aufgebaut, den nächsten CEO eingestellt und uns danach aber zurückgezogen.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
darüber, was sich ändert, sobald ein institutioneller Investor einsteigt
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Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Entweder ändert sie sich so, dass ich dann aussteige. Es hängt immer davon ab, wer der institutionelle Investor ist. Vielleicht ist dann die Gründungsphase für mich beendet und ich entlasse das Startup in die nächsten Hände. Oder ich bleibe dabei und ich bin dann halt sozusagen der Großvater. Es hängt natürlich immer davon ab, wie ich zu den Gründer:innen stehe. Also wenn es eine gute persönliche Beziehung ist, dann würde ich dabei bleiben. Wenn es aber nur eine Investitionsbeziehung ist, dann ist im Grunde mein Ziel erreicht.“

Business Angel Andreas Assum
darüber, wann eine eigene Beteiligungsgesellschaft sinnvoll ist
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Andreas Assum: „Also sollte man als Business Angel eine eigene Beteiligungsgesellschaft nutzen oder nicht?
Der Vorteil einer eigenen Beteiligungsgesellschaft kommt erst dann, wenn man eine gewisse Größe erreicht hat. Wenn man als Angel mit einem niedrigen 5-stelligen Betrag einsteigen will, da ist eine eigene Beteiligungsgesellschaft zu groß. Wenn wir in die 6-stelligen Beträge reinkommen, dann macht es schon Sinn, weil eine Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Investments möglich ist, falls ein Fall wie ein Erbe eintritt.

Außerdem gibt es steuerliche Gründe, die man berücksichtigen sollte. Verluste bei einem Wandeldarlehen als private Investition sind zum Beispiel nicht mit Gewinnen verrechenbar. Auf der GmbH Seite ist das natürlich machbar. Das muss man sich im Einzelfall anschauen. Für einen Angel, der gerade erst anfängt und nur mal jemandem unter die Arme greifen will, ist das sicherlich nicht notwendig, aber wenn man es regelmäßig macht, ist es schon sinnvoll.“

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