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Robert Sünderhauf über rechtliche Themen beim Startup vor einem Investment

Business Angel mit Health-Hintergrund

(Sinnerhill Investments)

über rechtliche Themen vor einem Startup-Investment

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Robert Sünderhauf: „Wichtig ist, dass das Startup seine Marke – falls vorhanden – eingetragen hat. Auch bei selbst entwickelter Hardware oder sonstigem geistigen Eigentum möchte man natürlich auch gern eine gewisse Sicherheit haben. Aber man muss realistisch sein: die meisten Patente sind gerade für Startups doch schwer zu schützen. Einen jahrelangen Patentstreit mit einem großen Unternehmen kann sich kein Startup erlauben.

Wenn das ein Problem werden könnte, dann sollte man als Business Angel vermutlich ganz die Finger davon lassen. Rechtlich kann man da einfach nicht viel machen, am Ende ist ein gutes Produkt, eine gute Geschichte und eine sauber definierte Kundenbasis das Wichtigste. Dann versucht man da einfach, etwas aufzubauen.“

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Business Angel Ingo Weber
über Investoren-Pooling
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Ingo Weber: „Pooling von Anteilen ist Geschmackssache. Aus der Sicht der Startups macht es definitiv Sinn, gerade wenn man relativ viele Investoren hat. Damit man nicht jeden seiner vielen Investoren bei zum Beispiel einer Kapitalerhöhung kontaktieren muss, sondern dass die Stimmen der Anteile eben gepoolt sind.

Das macht für das Startup Sinn, weil es einfach von dem Handling einfacher ist. Aus Sicht eines Investors kann es Sinn machen, weil er einfach weniger Arbeit hat und nicht ständig zum Notar rennen muss. Bestimmte Tätigkeiten kann man dann dem Pool-Führer überlassen.
Die Frage ist, wie man sich selber im Startup einbringen will. Wenn man mitreden will und durch den Pool von der Entscheidung gekappt wird, dann ist es vielleicht nicht so optimal. Aber es hält natürlich auch keinen Angel davon ab, dem Startup zu helfen, wenn die Anteile gepoolt sind.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über Vor- und Nachteile von gemeinsamen Investments mit anderen Business Angels
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Stephan Jacquemot: „Ich glaube, Angel-Netzwerke sind in einer frühen Phase sehr sinnvoll. Es ist ähnlich wie in einem Team aus Gründer:innen. Man kann selbst nicht immer alles wissen und wenn man gute Angels hat, die einen Bereich abdecken, der einem vielleicht fehlt, dann ist es ein großer Vorteil. Sei es eine gewisse Branchenkenntnis oder das Wissen, wie man Startups am Anfang am besten unterstützt. Wenn man so was durch einen anderen Angel ausgleichen kann, ist es eine sehr sinnvolle Sache.

In der heutigen Zeit braucht man auch relativ viel Geld, um Startups in der ersten Phase gut zu unterstützen. Manchmal reichen da die finanziellen Kapazitäten eines einzelnen Angels nicht aus und da hilft es, wenn man sich mit ein oder zwei weiteren Investoren zusammentut, um neben dem Skillset, was dann komplementärer ist, sich auch finanziell zu ergänzen.“

über die Rolle der Diversität in Teams
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Tim Schumacher: „Also die Frage, ob mehr Gender Diversität zu mehr Geschäftserfolg führt, kann ich nicht beantworten. Da ist die Größe meiner Stichprobe von Gründerinnen noch nicht groß genug. In meinen gesamten Investments hatte ich drei Teams, die von Frauen als primäre Gründerin geführt wurden und dann noch drei oder vier weitere, wo die Frau im Gründerteam war, aber nicht die leitende Funktion innehatte.

Man muss ja auch in Gründerteams immer schauen, wer die Initiator:innen sind und wer nicht. Ich habe insgesamt ca. 50 Investments gemacht und da waren bei drei Investments Frauen mit der Idee, die das Team zusammengestellt haben und im Driver Seat waren. Von daher ist meine Stichprobe nicht groß genug. Von daher ist meine Stichprobe nicht groß genug.

Ich glaube grundsätzlich an mehr Diversität in Gründungsteams auf allen Ebenen. Jetzt nicht nur Frauen und Männer, sondern es geht auch darum, ein internationales Team zu haben. Das ist für mich ein wichtiger Faktor, also nicht nur Deutsche. Teams, die Migrationshintergrund haben und internationale Teams haben für mich eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit.

Dann auch die Frage, was die Funktionen der Einzelnen sind. Ein Team aus einem Techniker und einem BWLer ist diverser als ein Team aus Technikerin und Techniker. Da ergänzen sich einfach zwei Funktionen. Diversität gibt es auf ganz unterschiedlichen Ebenen und ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass diverse Teams erfolgreicher sind.“

Business Angel Wolrad Claudy
über den Unterschied zwischen dem deutschen und amerikanischen Business Angel Markt
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Wolrad Claudy: „Grundsätzlich ist in den USA viel mehr Geld unterwegs. So entsteht dort eine ganz andere Dynamik. Es gibt sehr viel mehr Chancen, dass sich Firmen über die zweite und dritte Runde weiterentwickeln und selbst wenn die Milestones nicht erreicht werden, ist genug Kapital da, um diese Firmen weiter zu hebeln.

Bei uns in Deutschland wird verhältnismäßig wenig Venture Capital unseres Bruttosozialproduktes investiert. So bleiben viele Firmen auf der Strecke, weil man vielleicht ein ticken zu früh am Markt war und die Geduld der Investoren fehlt. Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland sehr viele staatliche Hilfe. Der Staat greift sehr stark in den Startup-Markt mit ein, was dazu führt, dass selbst das Sterben eines Startups einem schwer gemacht wird.

Ein Startup, was nichts verkauft, kann durch Fördergelder und Förderprojekte durchaus 7-8 Jahre überleben. Das sind natürlich 7-8 Jahre verlorene Zeit, wenn das Geschäftsmodell nicht zum fliegen kommt. Die fehlen dann, um hinten raus mit anderen Geschäftsmodellen erfolgreich zu sein.

Man bekommt auch nicht unbedingt die zweite oder dritte Chance, es gibt den Makel des Gescheiterten in Deutschland. In den USA gehört die Erfahrung des Scheiterns mit dazu, um überhaupt ernst genommen zu werden. Außerdem ist der rechtliche Schutz und Verwässerungsschutz aus Business Angel Sicht in den USA größer.
Es gibt in den USA sicher andere Investorentypen, die die Macht des exponentiellen Wachstums besser verstehen und ihr Geld sehr diversifiziert anlegen. In Deutschland ist eher so die Einstellung, dass man möglichst alle Investments zum Ziel bringt und mit einem Faktor 2 oder 3 zufrieden ist. Während der typische amerikanische Investor auf der Jagd nach dem Einhorn ist und ein ROI von 100 anstrebt.

Alles, was ich gesagt habe, schränke ich jetzt wieder ein, indem ich sage, dass wir sehr gut darin sind, die Dinge aus den USA zu kopieren. In der Regel haben wir in 5 Jahren eine ähnliche Situation wie in den USA. Was wir dann aber vergessen ist, dass die USA dann wieder 2 Schritte weiter ist. Wir haben in der letzten Zeit stark bei der Einhornjagd aufgeholt und im Silicon Valley ist das Zebra Investing der neue Trend. Also das man in mehrere Startups zum gleichen Thema investiert, die sich untereinander gegenseitig befruchten und somit einen Hebeleffekt erzielen. Das ist bei uns noch relativ neu. Auch das investieren in sogenannte SPACs.

Special Purpose Acquisition Company (SPAC) heißt, dass man eine leere Hülle an die Börse bringt, die man erst später mit Inhalt füllt. Das sind neue Trends, die jetzt erst langsam kommen.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
über die Vorteile einer Beteiligungsgesellschaft
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Dr. Rahel Stichtenoth: „Wenn man anfängt zu investieren und quasi seine Karriere als Business Angel startet, dann stehe ich so vor der Frage, ob ich es privat mache oder setze ich eine eigene Beteiligungsgesellschaft dazwischen. Ich selber agiere mit einer Beteiligungsgesellschaft, der ventu-ring GmbH. Da sage ich auch schonmal, dass ich das gut finde und es nie bereut habe (seit 9 Jahren). Aber ich würde nicht sagen, dass eine Beteiligungsgesellschaft immer besser ist. Es kommt immer auf die Situation an. Wenn ich einfach als Hobby ein paar Investments machen will, aber in überschaubarem Rahmen, dann ergibt es überhaupt keinen Sinn eine Beteiligungsgesellschaft zu gründen.

Natürlich bedeutet eine Beteiligungsgesellschaft auch Aufwand und Kosten, ich brauche ein Steuerberater und ich muss eine Bilanz erstellen. Wenn ich es nicht in einem größeren Rahmen unternehmerisch betrachte, macht es nicht unbedingt Sinn.

Aber wenn ich dem schon ein gewisses Volumen und Zukunft einräume, dann hat eine Beteiligungsgesellschaft vor allem steuerliche Vorteile. Ich denke, die sollte man auch nutzen, ich bin natürlich keine Steuerberaterin und deshalb kann ich auch nur so grob meine Einschätzung der Dinge sagen.

Im Einzelfall sollte das jeder mit seinem Steuerberater abklären, aber der große Vorteil ist eben, dass ich Veräußerungsgewinne, wenn die in eine Beteiligungsgesellschaft fließen, dann muss ich davon nur 5 % versteuern, zu einem Steuersatz von ca. 30 % (Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer). Das heißt, dass ich auf grob 1,5 % Steuern komme, die ich auf die Gewinne zahlen muss.

Wenn ich diese Gewinne reinvestieren möchte, dann kann ich es mit so gut wie unversteuertem Geld machen. Die eigentliche Besteuerung findet erst statt, wenn ich die Gewinne der Beteiligungsgesellschaft privatisiere. Dann wird es mit Teileinkünfteverfahren und meinem privaten Steuersatz versteuert, da lande ich üblicherweise so bei 25 %, nämlich im Rahmen der Kapitalertragsteuer. Das kann ich, wenn ich eine Beteiligungsgesellschaft habe, eben in die Zukunft verlegen. Dann, wenn ich es brauche oder in einem Jahr, wo ich vielleicht nicht so viele Einkünfte habe.

Ich kann ganz lange, quasi mit unversteuertem Geld arbeiten. Auf der anderen Seite kann ich auch Veräußerungsverluste gegenrechnen. Das sind so für mich die großen Vorteile von einer Beteiligungsgesellschaft.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
über digitale Geschäftsmodelle
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Olaf Stichtenoth: „Also ich investiere in digitale Geschäftsmodelle, weil ich aus dem Bereich komme. Ich habe als Unternehmer sehr lange eine Software-Agentur geführt und auch gegründet. Dadurch habe ich einfach ein Zugang zu digitalen Modellen und die ersten Investitionen als Business Angel waren auch digitale Geschäftsmodelle und SaaS-Modelle. Dadurch habe ich in dem Bereich eine Expertise aufgebaut.

Wie kann man so was vermarkten? Wie kann so was wachsen? Was sind die Stolpersteine und wo kann man technisch helfen? Das sind alles so Baustellen, wo ich mich orientieren kann, um ein Investment zu machen. Ich kann diese Modelle einfach besser einschätzen.

Der andere Grund ist die Skalierung. Digitale Geschäftsmodelle lassen sich anders skalieren als analoge Modelle. Um einen weiteren Kunden bei digitalen Geschäftsmodellen zu gewinnen, habe ich keinen wirklichen Mehraufwand auf der Kostenseite. Das nennt man Null-Grenzkosten und das ist so eine Hypothese, die nicht ganz richtig ist. Im Großen und Ganzen trifft sie aber zu.

Dadurch kann ich ein digitales Geschäftsmodell ganz anders skalieren als ein analoges Geschäftsmodell. Für mich braucht ein Startup, um überhaupt interessant zu sein, mindestens eine relevante digitale Komponente.“

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