Business Angels

Alf Arnold

Business Angel Alf Arnold

Business Angel aus Berlin

Ich bin Angel geworden, weil ich in der Vergangenheit als Kommunikator, Marken- und Marketingexperte gearbeitet habe. Deshalb habe ich damals schon sehr viel mit Startups, aber auch mit Investoren zusammengearbeitet.

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teilt seine Erfahrungen als Business Angel

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über die Rolle des Angels im Startup
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Alf Arnold: „Das ist in meinem Fall sehr heterogen. Es gibt Investments, da haben wir nur die formalen Kontaktnotwendigkeiten. Prinzipiell bin ich ganz offen und biete den Gründer:innen meine Fähigkeiten an.

Ich bin für meine Startups da und sie können auf mich zukommen und mich ansprechen. In manchen Phasen hat man dann auch intensiven Austausch und es gibt Phasen kompletter Ruhe. Da entwickeln sich Unternehmen sehr unterschiedlich.

Das Thema Marketing, Kommunikation und Branding ist in der Phase immer irgendwie wichtig. Es ist selten der Fall, dass dieses Thema ganz abgeschlossen ist. Also ich bin im Vergleich zu den Co-Investoren meistens der Angel, der die aktivste Rolle einnimmt, was aber auch mit dem genannten Topic zu tun hat.

Es gibt auch selten die Kompetenz im Gründer:innenteam und auch selten die Bereitschaft im Team in dem Bereich sehr starke Kompetenzen aufzubauen. Auch die Frage wen man sich ins Team holt, oder wo man vielleicht Freelancer anstellen kann. Da unterstütze ich auch gerne Recruitingprozesse in dem Bereich.“

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über Entscheidungskriterien für eine Investition
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Alf Arnold: „1. Punkt: Das Team ist entscheidend und deshalb ein wichtiger Entscheidungsfaktor.
2. Punkt: Das Timing ist sehr wichtig, also ob ein Produkt zu früh oder zu spät für einen Markt ist. Diesen Punkt habe ich lange Zeit nicht beachtet und übersehen. Also wirklich auch einen Schritt zurückgehen und sich folgende Fragen stellen: Gibt es ein Marktpotenzial für diese bestimmten Produkte? Gibt es gesellschaftliche Trends, die in die Richtung gehen? Stimmt das Marktpotenzial mit der Startup-Bewertung der Gründer:innen überein? Handelt es sich aus der eigenen Erfahrung vielleicht eher um ein langweiliges, aber konstantes Business? Oder ist es wirklich ein Produkt mit extremem Skalierungspotenzial?

Gibt es eine formale Struktur für die Investitionsentscheidung?
Es wird in dem Moment Formal, wenn ich eine Entscheidung getroffen habe und Soft Commitments eingehe und man dann die exakten Rahmenbedingungen bespricht und eine Due Diligence macht. Also soweit man es bei so einem jungen Unternehmen überhaupt machen kann. Alles sollte jedenfalls sortiert sein und dass man sich auch mal über Themen wie IP Gedanken macht, damit man nicht in irgendwelche offenen Messer läuft, die man so nicht sieht. Bis dahin bin ich besonders bei Einzelgründer:innen kritisch.

Ich denke, man muss genau hinschauen, wenn Startups aus Company Buildern rauskommen. Also mit welchen Prämissen sie dort reingegangen sind und zu welchen Konditionen sie da wieder rausgehen. Außerdem muss man sich bei investitionslastigen Produkten überlegen, wie lange man da mitgehen kann und wie viel Ausdauer man da überhaupt mitbringt. Typische Kriterien sind auch die Exitmöglichkeiten, die ein Startup in der Zukunft bieten könnte.

Ich glaube, dass man bei so einem jungen Startup keine ganz rationale Entscheidung treffen kann. Man muss also auch mit den Gründer:innen und mit dem Team zusammenpassen und vertrauen haben. Außerdem muss man es in erster Linie den Gründer:innen zutrauen, das Profil muss stimmen und im zweiten Schritt kommen rationalere Faktoren wie Marktpotenzial ect.. In allen Bereichen gibt es Fragezeichen, da man mit einem jungen Startup ganz am Anfang steht.

Man kann einfach noch nicht wissen, was in acht Jahren stattfindet. Aus dem Grund gibt es die komplett rationale Entscheidung mangels Fakten nicht. Niemand hat eine Glaskugel, die uns die Zukunft verrät. Es gibt dieses Level an Angel Investment, wo man sich eine Entscheidung zutraut und diese Entscheidung nur vor sich selbst rechtfertigen muss. Es ist nicht notwendig ein Investmentkomitee oder Shareholder zu überzeugen.“

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über die Rolle des Gender Bias
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Alf Arnold: „Der Gender Bias spielt eine Rolle, weil ich ihn wahrnehme. Ich habe mir viel Mühe gegeben, weibliche Gründerteams mit besonderer Sorgfalt und Wohlwollen zu begegnen, weil ich den Gender Bias ausräumen will, da er ungerechtfertigt ist.

Mir ist es bisher nur gelungen, ein fast komplett weibliches Gründerteam mit einem late männlichen eingestiegenen Co-Founder zu finden. Dies auch nur, weil ich das Team schon ganz lange kenne. Sonst wären sie wahrscheinlich nicht auf dem Schreibtisch gelandet.

Um den Gender Bias auszuräumen, müssen viele Veränderungsprozesse in Köpfen geschehen. So eine Entwicklung geschieht nicht von heute auf morgen, sondern eher in einer Zeit von 2021 bis 2027. Es fällt mir aber schwer darauf eine Antwort zu finden.

Ich bin 47 und ich hab bis zu meinem 16. Lebensjahr in der DDR gelebt. Das Thema Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ist für mich total langweilig, weil das für mich immer Status quo war. Das ist ein BRD-Thema und eines einer anderen Gesellschaftsform, um es mal herunterzubrechen. Deshalb nehme ich dieses Thema auch etwas anders wahr und finde es trotzdem ärgerlich. Das Ergebnis, also die Rollenverteilung, die es in allen möglichen Berufsgruppen heute gibt, ist genau das. Insgesamt läuft es gerade mit einer höheren Dynamik auf eine größere Ausgeglichenheit hin, was sehr schätzenswert ist. Aus meiner Weltsicht nähert man sich so einem natürlichen Zustand und meinem Status quo an.“

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über die Vorteile einer guten Beziehung zu anderen Business Angels
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Alf Arnold: „Entweder kenne ich die anderen Business Angels schon, oder man hat gleiche Interessen an einem Gründer:innenteam. Es ist immer eine dankbare Möglichkeit Sparringspartner zu haben, die mit dem gleichen Interesse auf ein Problem schauen. Idealerweise kommt somit ein sehr viel höherer Erkenntnisgewinn als alleine zustande. Das ist eine sehr wertvolle Ergänzung in der Entscheidungsfindung.“

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über das Schlimmste am Angel Investing
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Alf Arnold: „Es gibt natürlich immer prekäre Situationen, die oft stattfinden, wenn es einen besonderen Erfolg oder Misserfolg gibt. Es treten häufig Probleme auf, wenn es unterschiedliche Interessen gibt. Außerdem können die unterschiedlichsten Persönlichkeiten unter Druck hervortreten, die man vorher nicht kannte. Auch sehr unschöne Momente sind zum Beispiel: wenn die Kunden ausbleiben, das Feedback negativ ist oder das Produkt so nicht stimmt.

Die Rahmenbedingungen haben sich in den letzten zwei Jahren auch massiv verändert, dies hatte extrem gravierende Auswirkungen. Es ist immer ideal, wenn man auf ein Problem direkt eine Lösung hat. Dies ist aber nicht immer der Fall und manchmal gibt es auch keine Lösung, die einem einfällt.“

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über seinen Deal Flow
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Alf Arnold: „Da nenne ich jetzt nicht zu Unrecht als erstes AddedVal.io. Über AddedVal.io sind zwei meiner Angel Investments gekommen. Ansonsten ist es tatsächlich das Netzwerk von Freunden, Partnern und anderen Business Angels. So werden einem natürlich nur selektierte Gründerteams vorgestellt, die auch einen gewissen Vertrauensvorschuss genießen.

Aber auch Business Angel Netzwerke sind für mich interessant. Besonders das Business Angels Berlin-Brandenburg Netzwerk von Sebastian ist gut. Sebastian realisiert darüber einen tollen Dealflow.“

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über das Timing beim Angel Investing
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Alf Arnold: „Ich habe die Überzeugung, dass das Timing ein sehr großer Erfolgsfaktor ist. Passt die Lösung in die Zeit, ist es der richtige Moment für die Gründer:innen, gibt es schon die richtigen Kunden am Markt, haben alle das Produkt verstanden. Es gibt einfach so viele Beispiele, wo Produkte entweder zu früh, oder zu spät am Markt waren. Diesen Aspekt kann man aber insgesamt auch nur sehr schwer bewerten.“

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darüber, wie man andere Business Angels kennenlernen kann
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Alf Arnold: „Ich kenne niemanden, der diesen Weg eingeschlagen hat und vorher nicht entweder selbst gegründet hat, in einer Management-Position war oder als Berater aktiv war oder ist.

Deswegen ist zumindest in meiner Wahrnehmung niemand unterwegs, der einfach überlegt hat, Business Angel zu werden und das sehr spontan angeht. Sondern aus meiner Sicht ist das so, dass es eine folgerichtige Entscheidung ist, da man viel am oder im Unternehmen gearbeitet hat, Unternehmen gegründet oder geführt hat und man in einer Business Angel-Rolle seine Kompetenzen besonders gut unterbringen können kann. Außerdem verspricht man sich eine hohe Rendite, ein spannendes Investment und interessante Kontakte.

Diese Persönlichkeiten tauchen dann automatisch an den richtigen Stellen auf, nehmen beispielsweise AddedVal.io wahr, sehen weitere aktive Angel-Clubs, haben Freunde, die damit Erfahrungen gesammelt haben usw. Daher stellt sich mit diese Frage gar nicht so richtig.

Wo ich dagegen nicht anfangen würde: bei den Crowdinvesting-Plattformen. Ich glaube, das ist ein guter Anfang um zu sehen, was es für Unternehmen gibt und mit welchen Bewertungen die auf Crowdinvesting-Plattformen stattfinden. Auf der anderen Seite findet dort kein direkter Kontakt zum Gründer bzw. Unternehmer statt. Wenn man ein größeres Ticket ins Auge fasst, sollte man lieber direkt an die Gründer herantreten.“

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über seine Ratschläge für Angels, die gerade anfangen
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Alf Arnold: „Ich glaube, ein guter Rat ist beim Cap Table jeden einzelnen Eintrag gut zu verstehen. Auch die Motivation und Sinnhaftigkeit dahinter zu hinterfragen: Warum ist der oder diejenige dort? Wie ist sie dort hingekommen? Insbesondere, wenn es jetzt nicht das direkte Gründer:innenteam ist.

Zum Beispiel Family and Friends oder andere Beteiligte und Company Builder. Warum sind sie dort, was treibt sie an und was tragen sie zum Unternehmen bei? Man darf nicht vergessen, dass es in den meisten Fällen eben nicht diesen strukturierten Cap Table gibt.

Also wirklich den im Auge behalten und Veränderungen ganz klar hinterfragen. Auch gemeinsam mit den Gründer:innen offen darüber sprechen und nicht als weiteres Dokument im Investmentprozess wahrzunehmen.“

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darüber, was er als Business Angel gerne schon früher gewusst hätte
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Alf Arnold: „Ich habe unterschätzt, wie lange es wirklich dauert, bis Startups erfolgreich sind und so viel Traction entfalten, dass sie für Corporates oder VCs interessant sind. Da bin ich immer von viel naiveren Zeiträumen ausgegangen. Man darf wirklich nicht unterschätzen, wie lange es am Ende dauert, ein Business mit guten Umsätzen und einer großen Käuferschaft aufzubauen.“

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über die Auswahl der Sektoren
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Alf Arnold: „Als Angel sollte man dem Sprichwort: “Schuster bleib bei deinen Leisten” folgen. Man sollte also eine gewisse Fachexpertise für den Sektor des Investments mitbringen. Der eine Weg ist wirklich, sich eher auf spezielle Sektoren zu fokussieren. Da ist natürlich die Downside, dass es sich dabei gerade nicht so um die boomenden Sektoren handeln könnte.

Deshalb ist es natürlich auch möglich, sich als Angel breiter aufzustellen. Man kann sich auch Fachexpertise extern dazuholen, oder auf die Expertise eines weiteren Investors vertrauen.“

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darüber, warum er Business Angel geworden ist
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Alf Arnold: „Man kann sagen, dass in jedem Anfang ein Zauber innewohnt. Das stimmt auch beim Gründen von Unternehmen, weil es der Moment ist, wo man etwas Neues anfängt. Da spürt man auch eine ganz besonder intrinsische Motivation. Das ist einfach ein grandioser Moment und das reizt nicht nur mich, sondern auch alle anderen Beteiligten. Ich liebe es einfach dort dabei zu sein und die grundlegenden Entscheidungen mit zu kuratieren. Man sollte natürlich nicht so viel seine eigenen und subjektiven Meinungen einbringen, da man die Entscheidungen als Angel nicht trifft. Die Aufgabe ist es, mit seinen Möglichkeiten zu unterstützen.

Ich bin Angel geworden, weil ich in der Vergangenheit als Kommunikator, Marken- und Marketingexperte gearbeitet habe. Dort hatte ich auch sehr oft mit jungen Unternehmen zu tun und tatsächlich war meine Agentur auch mit der Ausrichtung an Startups. Deshalb habe ich damals schon sehr viel mit Startups, aber auch mit Investoren zusammengearbeitet. Das ist einfach eine interessante Dynamik, obwohl man fairerweise sagen muss, dass fast jede kommunikative Aufgabe irgendwie interessant ist.

Besonders interessant ist es einfach mit den Menschen zu arbeiten, die in dem gesamten Prozess involviert sind. Da liegt einfach ein sehr schöner Spirit über der ganzen Sache, es eine große Offenheit gibt, Lösungen zu verbessern, wenig eingefahrene Wege da sind und fantastische Persönlichkeiten dabei sind, etwas aufzurichten. Das ist einfach faszinierend.“

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