Business Angels

Claudia Nagel

Business Angel Claudia Nagel

Proptech Business Angel

Wenn man dann nach 3-4 Jahren zurückschaut, was das Team geschafft hat und was man dazu beitragen konnte, das ist einfach großartig.

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teilt ihre Erfahrungen als Business Angel

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über das Schlimmste am Angel Investing
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Claudia Nagel: „Ich würde eher sagen, das Frustrierendste am Angel Investing ist, dass der Erfolg bei Teams teilweise viel später eintritt, als man am Anfang annimmt. Auch wenn es nicht am Team und am Produkt liegt, sondern es am Markt noch nicht so richtig zündet. Wenn man vielleicht doch noch ein wenig zu früh dran ist.

Oder wenn externe Marktschocks eintreten, die dazu führen, dass ein Produkt, das supergut gestartet ist, noch mal neu konzipiert werden muss. Das sind wirklich so Momente, wo man den Kopf nicht in den Sand stecken darf und auch das Team weiter motivieren muss. Das sind so die schlimmsten Momente.“

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über notwendige Vorkenntnisse als Angel
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Claudia Nagel: „Angels werden ganz oft rechtliche Sachen gefragt, weil die meisten Gründer:innen keine Vorkenntnisse in Rechtsfragen haben. Diese rechtlichen Themen wollen Gründer:innen auch sehr schnell vom Tisch haben, weil sie komplex und kostspielig sind.

Am Anfang wollen Gründer:innen auch nicht direkt teure Anwälte beauftragen und deshalb sind Erfahrungen in den Bereichen GmbH Strukturierung, Gesellschaftsverträge oder andere rechtliche Themen sehr gut. Aus dem Grund sind Investoren, die selbst gegründet haben, klassische Unternehmer oder Juristen im Gesellschafterkreis von Vorteil.

Es muss nicht jeder Angel alles wissen, aber es ist schön, wenn ein Angel den Gründer:innen auf einem Gebiet weiterhelfen kann. Idealerweise haben Gründer:innen dann einen kleinen Angel-Pool, die sich gegenseitig ergänzen.“

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über den Exit
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Claudia Nagel: „Ja, das bedeutet zunächst eine Trennung von dem Team. Das kann tatsächlich schmerzhaft sein, wenn man eine ganze Weile zusammengearbeitet hat und dann kommt der Exit. Auch wenn es ein supererfolgreicher Exit war, ist so eine gemeinsame Reise dann zu Ende.

Ansonsten kann ich sagen, dass es sehr unterschiedliche Exits gibt. In Europa ist das noch ein Stück anders als in den USA. Die wenigsten Gründer:innen gehen in einen klassischen IPO Exit. Als Angel ist man auch immer früh dabei, es kann auch sein, dass man früh wieder geht. Gründe sind zum Beispiel größere VCs, die den “Cap Table“ einmal bereinigen wollen. Deshalb ergibt sich teilweise auch früh eine Exit-Option.“

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über den Standort Deutschland
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Claudia Nagel: „Das ganze Thema Finanzierung wurde ja viel besprochen. In den letzten 10 Jahren hat sich für Gründungsteams in Deutschland schon viel getan. Wir sind längst nicht da, wo andere Märkte sind, aber trotzdem haben wir da viel aufgeholt. Es gibt immer mehr Unicorns und Gründer:innen, die erfolgreich waren und ihre Erfahrungen und finanziellen Mittel dem Markt zur Verfügung stellen.

In Deutschland fehlt uns noch der Mut stärker zu experimentieren und offen für neue Lösungen zu sein. Man sollte den Gründer:innen eine Chance auf den Märkten geben. Ich erlebe im B2B Markt häufig noch die Angst, dass Kunden zögern, weil sie denken, dass es das Startup vielleicht in drei Jahren nicht mehr gibt. Wenn niemand mit dem Produkt arbeitet, dann wird es das Startup ganz sicher nicht mehr in drei Jahren geben. In Deutschland haben wir wirklich sehr viele Ideen, aber leider schaffen es die Ideen häufig nicht auf die Straße.

Jeder Einzelne von uns kann in seinem professionellen Umfeld diese Themen ändern. Dort, wo wir neue Dienstleistungen in Anspruch nehmen, wo wir Prozesse ändern. Das geht sowohl im B2B als auch im B2C Bereich. Einfach neuen Ideen und Start-ups eine Chance geben. Da ist jeder von uns gefragt, einfach ein bisschen offener und mutiger zu sein.“

Business Angel Claudia Nagel
über das Schönste am Angel Investing
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Claudia Nagel: „Das Schönste für mich am Angel Investing ist, dass man Unternehmen beim Wachsen zusehen kann und auch die Unternehmer begleitet. Am Anfang steht ja oft eine Vision, was das Gründungsteam verändern möchte.

Und das dann zu begleiten und bei der Realisierung ein bisschen zu helfen, das finde ich am Schönsten. Und wenn man dann nach 3-4 Jahren zurückschaut, was das Team geschafft hat und was man dazu beitragen konnte, das ist einfach großartig.“

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über Nachhaltigkeit und Profitabilität
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Claudia Nagel: „Dort, wo Unternehmen durch Technologien ein Nachhaltigkeitsbeitrag leisten, werden sie damit Umsätze erzielen und irgendwann profitabel werden. Da wir gemeinsam den Nachhaltigkeitsweg beschreiten sollen und werden müssen.

Viele sagen, dass “only tech” uns retten kann. Ich denke, Technologien sind eine große Chance, mit weniger Kosten und Aufwand ein besseres Ergebnis zu erzielen. Also kann man meiner Meinung nach mit nachhaltigkeitsorientierten Technologien Umsätze machen, profitabel sein und erfolgreich sein.“

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über Diversität im Team
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Claudia Nagel: „Diversität im Team ist mir persönlich wichtig. Ich bin davon fest überzeugt, dass in diversen Teams, egal ob es Gender, Herkunft, Alter oder Hintergrund, bessere Ergebnisse erzielt werden. Das liegt daran, dass man Dinge aus vielen unterschiedlichen Perspektiven sieht und mehr “out of the box” denken kann.

Tatsächlich stellt sich bei diversen Startup-Teams heraus, dass sie insgesamt lösungsoffener sind, da sie unterschiedliche Erfahrungen mit an den Tisch bringen. Das heißt, den gemeinsamen Weg zwischen Startup und Angel in diversen Teams aktiver gestalten zu können.

Wir schauen uns tatsächlich jeden Lead im Detail an, bei dem es eine Gründerin im Team gibt. Da es einfach selten der Fall ist, gerade auch in unserem IoT-, Tech-, Deep-Tech-Bereich. Wir wollen damit einen Anstoß zur Veränderung geben und deshalb schauen wir uns diese Leads genau an und geben sie auch anderen Angels weiter.“

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über gemeinsame Investments mir anderen Angels
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Claudia Nagel: „Das Zusammenspiel des Shareholderkreises hatte ich am Anfang nicht so auf dem Schirm. Für mich als Angel ist es heute sehr wichtig, neben den Gründer:innen auch die anderen Investoren zu kennen, damit man eine Basis der Zusammenarbeit schaffen kann.

Ich würde den Gründer:innen raten, Investoren sehr früh gemeinsam an einen Tisch zu bringen und auch sehr klar sagen, wie sie helfen können und wie sie zusammenkommen. Eine regelmäßige Interaktion in diesem Kreis ist wichtig, um das Beste für alle rauszuholen. Viele Gründer:innen mache das am Anfang nicht, weil sie das Gefühl haben, dass das zu viel Aufwand ist. Mittelfristig hat dies aber sehr viele Benefits für alle.“

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über die Einschätzung von Gründer:innen Teams
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Claudia Nagel: „Für ein gutes Gründerteam gibt es drei Themen, die ich mir anschaue. Das Erste ist natürlich die Geschäftsidee und die Vision, die das Gründerteam verfolgt.

Das Zweite ist der Markt. Man muss nicht nur die richtige Idee haben, sondern man muss auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Manchmal sind Gründer etwas zu früh, manchmal schon zu spät. Wenn der Markt schon sehr stark erobert ist, braucht man zur Erschließung viel Geld.

Das Dritte und wichtigste ist das Team selbst. Mir ist ganz wichtig, dass ich auch einen persönlichen Draht zum Team habe, dass man vertrauensvoll zusammenarbeiten kann und auch einfach Spaß daran hat, gemeinsam zu arbeiten. Also ich habe durchaus Leads, wo die ersten beiden Punkte erfüllt sind, aber es zündet auf der Seite der Zusammenarbeit nicht so richtig. Dann entscheide ich mich für ein anderes Investment, weil ich zu alt für Kompromisse bin.“

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über attraktive Geschäftsmodelle
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Claudia Nagel: „Ich betrachte das Thema smart building und vor allem sogenannte SaaS (Software as a Service) Geschäftsmodelle, weil diese Recurring Revenues haben, welche über die Zeit idealerweise stark anwachsen und deshalb sehr attraktiv sind. Tatsächlich sind bei uns nicht alle Geschäftsmodelle rein softwarebasiert, sondern beinhalten auch Hardwarekomponente.

Ein weiteres spannendes Thema ist, dass die gebaute Infrastruktur in den nächsten ca. 20 Jahren nachhaltig gestalten werden muss. Dafür hilft Technologie und dieser Bereich ist ein attraktives Wachstumssegment.

Für den Fokus habe ich mich entschieden, weil ich Ingenieurin bin und ich in dem Bereich gegründet habe. Ich kenne mich in der Industrie und im smart building gut aus und habe ein großes Netzwerk im Bereich Real Estate.

So fällt es mir leichter einzuschätzen, ob die Geschäftsmodelle von Gründer:innen machbar sind. Ich persönlich finde es schwierig in Felder zu investieren, wo ich mich gar nicht auskenne. Gerade in der Technologie ist die Entwicklung so schnell, dass man leicht überholt werden kann. Mir ist es wichtig, die Gründer:innen zu verstehen, also was sie technisch machen. Dann kann ich auch einfach einen Mehrwert bieten.“

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über guten Deal-Flow
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Claudia Nagel: „Die besten Investitions-Leads kommen aus dem Netzwerk. Über die letzten Jahre habe ich mir ein großes Netzwerk aufgebaut. Auf der einen Seite mit VCs und auf der anderen Seite mit Investoren im Angel Bereich. Die meisten Leads kommen über mein Netzwerk, weil ich selbst Investments in einem sehr spezifischen Bereich mache und dafür bekannt bin. Also kommen andere VCs und Investoren auf mich zu und sagen, dass dieses oder jenes Startup vielleicht zu mir passt. Manche kommen auch über LinkedIn, aber die meisten wirklich über das erweiterte Netzwerk.

Über LinkedIn werde ich meistens von frischen Angels angeschrieben, die andere Angels kennenlernen wollen oder Fragen haben. Zum Beispiel: Wie investiert man worin? Warum? Und Empfehlungen haben wollen, um ihr Netzwerk auszubauen. Solchen neuen Angels helfe ich gerne mit Kontakten zu anderen Angels weiter, damit sie ihr Ökosystem finden, indem sie dann aktiv werden können. Das ist ja sehr wichtig für den Austausch.

Wenn man ganz am Anfang beginnen will, kann man über Angel Netzwerke gehen oder sich auch aktiv mit Angels aus der Region treffen. Die meisten Angels sind bereit auf einen kurzen Kaffee oder in einem Zoom Gespräch Gedanken auszutauschen. So kann man von den Erfahrungen von anderen profitieren und lernen.”

Business Angel Claudia Nagel
über die konkrete Zusammenarbeit mit Startups nach dem Investment
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Claudia Nagel: „Die ersten 9-12 Monate investiere ich sehr viel Zeit in die Startups, in die ich investiert habe. Am Anfang muss man sich einfach kennenlernen und herausfinden, wie man am besten zusammenarbeitet. Viel Zeit bedeutet, dass ich jede Woche einen Touchpoint mit den Gründer:innen habe. Zum Beispiel durch ein wöchentliches Meeting oder einen Workshop.

Mir ist auch wichtig die anderen Investoren kennenzulernen, damit man im Gesellschafterkreis eine gute Möglichkeit der Zusammenarbeit findet, die auch dem Gründerteam hilft. Es geht ja nicht nur darum, dass die Gründer:innen die Investoren informiert, sondern dass jeder Angel seine Stärken mit an den Tisch bringt.

Also sind die ersten 9-12 Monate sehr intensiv und dann hat sich das mit der Zeit eingespielt. Dann nehmen die Touchpoints ein bisschen ab und man spricht sich vielleicht einmal im Monat oder alle zwei Wochen. Workshops mache ich immer noch einmal im Quartal zu verschiedenen Themen, damit sich das Team auch die Zeit für unterschiedliche Bereiche nimmt.“

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über den Umgang mit Konflikten im Team
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Claudia Nagel: „Ich selbst sehe meine Rolle als Coach, obwohl ich keine Coachingausbildung habe. Wenn es Krisen im Team gibt, versuche ich Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Eine Einmischung ist in den meisten Fällen nicht so gut, weil man einfach nicht das Gesamtbild von Außen hat.

Tatsächlich kann sich das ändern, wenn man schon mehrere Jahre investiert ist und es Krisen auf anderer Ebene gibt. Zum Beispiel zwischen den Investoren und dem Gründer:innen Team. Da kommt es vor, dass ich Probleme in einer Mediatorenrolle löse.“

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